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28.07.2020 | 05:50

Desert Gold, NetCents, SolGold, Triumph Gold - der große Schub kommt erst noch

  • Gold
Bildquelle: pixabay.com

Seit Jahresbeginn 2017 notiert der Bitcoin bei über 1.000,00 USD und die Etablierung dieser psychologischen Marke wurde von der Krypto-Gemeinde als historischen Durchbruch eines neuen Systems gefeiert. Ein System, das als Alternative zum Fiat-Geld und als neue Währung fortan bestehen soll. Das Hauptargument für den Bitcoin war und ist noch heute, dass die Anzahl endlich ist. Im Laufe des Jahres 2017 interessierten sich immer mehr Menschen für die digitale Währung und die Entwicklung des Preises eskalierte auf 19.738,00 USD. Auch Gold, als älteste Währung der Welt, ist nahezu endlich, denn es kann nicht gedruckt und muss aufwendig gefunden sowie abgebaut werden. Der Goldpreis notiert seit Wochenbeginn auf historischem Niveau bei rund 1.940,00 USD und es zwingt sich die Frage auf, wie weit der Wert des Edelmetalls noch steigen kann.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Mario Hose
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Inhaltsverzeichnis:


    Steht der Bitcoin vor einer Renaissance?

    Der Payment-Provider NetCents gab in den vergangenen Wochen zahlreiche Meldungen bekannt, die darauf schließen können, dass das Interesse für Krypto-Währungen momentan ein kleines Comeback erlebt. Immer mehr Menschen wollen ihr Guthaben in Bitcoin und Co auch im Alltag verwenden und dafür werden Bezahlmöglichkeiten benötigt. Nach dem drastischen Kurseinbruch nach 2017 war erstmal die Luft raus aus der Branche - die Community dezimierte sich. Ob die Erhöhung der Geldmenge durch die Notenbanken dazu beiträgt, dass der Bitcoin eine Renaissance erlebt, wird sich zeigen. Beim aktuellen Stand von rund 10.800,00 USD ist das alte Hoch noch weit entfernt.

    Gold steht erst am Anfang

    Anders und eindeutiger sieht es mittlerweile bei Gold aus. Während der Preis des Edelmetalls neues Terrain erreicht hat, ist der Trend noch nicht in der breiten Investment Community angekommen. Momentan genießen noch Wasserstoff und Impfstoffe die Aufmerksamkeit von einem Großteil der interessierten Anleger. Obwohl die Geldmenge jeden Tag deutlich steigt, was durch die Bekämpfung der Auswirkungen aus der Corona Pandemie begründet ist, ist der Kreis der Gold Investoren noch relativ gering.

    Immerhin werden die Maßnahmen der Notenbanken schon bald zehnmal so hoch sein, wie in den Jahre 2008 und 2009. Damals stieg der Preis der Feinunze von unter 800,00 USD auf über 1.900,00 USD. Im Einkauf liegt bekanntlich der Gewinn und somit kann ein guter Zeitpunkt bestehen, um in den Bereich der Gold Industrie zu investieren, der die höchsten Renditen verspricht - die Exploration.

    Edelmetall mit Potenzial

    Die größten Gold Produzenten rund um den Globus stecken in einem Dilemma. Auf der einen Seiten können sie Gold zu einem hohen Preis verkaufen, aber auf der anderen Seite schrumpfen nicht nur die Reserven, sondern auch der zukünftige Zugang wird immer komplizierter. So sind die Reserven der größten Produzenten seit 2012 um 34% geschrumpft. Im Jahr 2000 hat es zehn Jahre gedauert, bis eine Entdeckung in Produktion war. Mittlerweile ist zu erwarten, dass es bis zu dreißig Jahre dauern wird, bis große Entdeckungen abgebaut werden können. Kein Wunder also, dass die Bank of America einen Goldpreis von 3.000,00 USD in 2021 für möglich hält.

    Potenzial in Westafrika

    Weil Gold nicht gedruckt werden kann, sondern durch Exploration entdeckt werden muss, ist dieser Bereich für die Industrie von besonderer Bedeutung. Üblicherweise geraten erfolgreiche Explorationsunternehmen in den Fokus von großen Produzenten und werden übernommen, sofern eine attraktive Menge von Reserven vorliegt. Desert Gold Ventures plant auf den über 400 km2 großen Projekten in Westafrika bis zu sechs Mio. Unzen Gold nachzuweisen. Der Börsenwert von Desert Gold beträgt rund 32 Mio. CAD. Bei positiven Nachrichten über weitere Entdeckungen aus dem jüngsten Bohrprogramm, dürfte das Interesse für das Unternehmen und der Aktienkurs weiter steigen. In der Nachbarschaft sind bereits B2Gold, Barrick Gold und Iamgold mit Minen positioniert. An solventen potenziellen Übernehmern mangelt es also nicht.

    Erfolgreicher Riese mit Expertise

    SolGold ist in Ecuador ein großer Marktteilnehmer und hat rund 10% der weltweit neu entdeckten Goldreserven in den vergangenen zehn Jahren exploriert. Darüber hinaus ist SolGold laut eignen Angaben das einzige Bergbauunternehmen der Welt, das über eine Gold- und Kupfer-Pipeline von Möglichkeiten mit derselben Geologie, demselben regulatorischen, steuerlichen und sozialen Umfeld verfügt. Ein Vorteil gegenüber anderen Unternehmen, die jedes Mal, wenn sie sich für ein anderes Projekt in einem anderen Land entscheiden, wieder viel Aufbauarbeit leisten müssen. Die Marktkapitalisierung von SolGold liegt mit rund 800 Mio. CAD weit unter dem Wert des Projektes Alpala allein, ohne den Wert der 13 anderen Projekte zu berücksichtigen.

    Kasse frisch gefüllt

    Triumph Gold ist im kanadischen Yukon auf der Suche nach weiteren Goldvorkommen, um die Braut hübsch zu machen. Das Unternehmen hat in den vergangenen Wochen rund 6,3 Mio. CAD frisches Kapital eingesammelt und damit ist die Finanzierung von weiteren Bohrungen erfolgreich abgeschlossen. Newmont ist bereits größter Aktionär der Gesellschaft und schon in der Nachbarschaft aktiv. Mit einem Börsenwert von rund 50 Mio. CAD wäre eine Übernahme mit anständiger Prämie für den Großaktionär leicht zu stemmen. Wahrscheinlich werden aber noch die Ergebnisse der nächsten Bohrungen abgewartet.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Mario Hose

    In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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    Nicht jeder Anleger möchte das Risiko eines Einzelinvestments bei Rohstoffaktien eingehen. Dabei gibt es die Möglichkeit, einfach zu diversifizieren. So hat sich in der Rohstoffbranche das Prinzip der Royalties und der Streaming-Deals etabliert. Dabei finanzieren die Geldgeber vorab Projektentwickler und erhalten ab Produktionsstart einen bestimmten Prozentsatz der abgebauten Metalle. In beiden Fällen liegen die meisten Bergbaurisiken bei dem Betreiber der Mine. Mit Wheaton Precious Metals hat sich ein milliardenschwerer Riese in der Branche etabliert. Globex Mining ist zwar deutlich kleiner, bietet aber durch eigene Projekte mehr Upside auf der Explorationsseite. Und Rio Tinto ist eine Alternative für jene, die breit in Metalle investieren wollen.

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