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05.04.2024 | 06:10

Desert Gold Ventures, Barrick, Intel Aktie - Stagflation in den USA als Goldpreisturbo?

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Bildquelle: pixabay.com

Gold erreicht erneut ein Rekordniveau von über 2.300 USD pro Unze. Investoren wetten, dass die US-Zentralbank Federal Reserve in diesem Jahr noch die Zinssätze senken wird. Schon seit Mitte Februar befindet sich Gold im Aufwärtstrend. Zum einen hat es den Ruf, seinen Wert während Inflationsphasen zu halten oder zu steigern. Zum anderen wird es als Werterhalt angesehen, sollte FIAT-Geld erheblich entwertet werden - schließlich gilt Gold seit Jahrtausenden als Währung. Für Desert Gold Ventures stimmt das Timing, um sein Explorationsbohrungsprogramm in Afrika erfolgreich abzuschließen. Die Nachfrage nach dem Edelmetall ist ungebremst. Gute Zeiten für Gold-Explorer und -Produzenten. Barrick CEO Mark Bristow vermutet eine Stagflation in den USA, die dazu führt, dass der Goldpreis weiter steigen wird. Abnehmende Wirtschaft und steigende Inflation? Kein gutes Umfeld für US-Amerikanische Firmen. Wer den Anschluss zu verpassen scheint, ist Intel. Das Unternehmen gab diese Woche eine Gewinnwarnung heraus. Was Stagflation und Goldpreis für Investoren bedeuten.

Lesezeit: ca. 6 Min. | Autor: Juliane Zielonka
ISIN: DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084 , INTEL CORP. DL-_001 | US4581401001

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Inhaltsverzeichnis:


    Dennis Karp, Executive Chairman, Manuka Resources
    "[...] Intern gehen wir davon aus, dass die Ressource deutlich wachsen wird, je tiefer wir abbauen. [...]" Dennis Karp, Executive Chairman, Manuka Resources

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    Desert Gold Ventures: Explorationskernbohrungen in Afrika abgeschlossen: neue Erkenntnisse zu Goldvorkommen in Mali

    Die massiven Ankäufe durch Zentralbanken, vor allem in China, tragen zum Anstieg des Goldpreises bei. Chinesische Anleger setzen vermehrt auf das Edelmetall. Allein in den letzten 16 Monaten hat die chinesische Zentralbank erhebliche Mengen an Gold zu ihren Reserven hinzugefügt. Gold ist so begehrt wie noch nie.

    Für Desert Gold Ventures ist es genau die richtige Zeit, um für Nachschub des begehrten Edelmetalls zu sorgen. Vier Explorationskernbohrungen sind nun erfolgreich abgeschlossen. Die Bohrungen erstreckten sich über insgesamt 729 m und umfassten zwei Bohrlöcher in Mogoyafara South sowie zwei Bohrlöcher in der Zone Frikidi.

    Dazu erläutert CEO Jared Scharf: „Dank der Unterstützung unserer Aktionäre konnten wir die Kernbohranlage, die sich zum Zweck unserer vorläufigen Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA) vor Ort befand, zur Ausführung von vier weiteren Explorationskernbohrlöchern hoher Priorität nutzen. Diese Bohrlöcher dienten der Beantwortung spezifischer geologischer Fragen. Die Erkenntnisse aus dem Kern sind sehr ermutigend, und wir freuen uns auf die Analyseergebnisse“. Diese folgen im nächsten Schritt.

    Mogoyafara South beherbergt geschätzte Mineralressourcen von 412.800 Unzen Gold mit einem Gehalt von 1,05 g/t Au, die durch eine offene Grube begrenzt sind. Dieses Vorkommen stellt das bisher größte bekannte Goldvorkommen im SMSZ-Projekt dar und ist entlang des Streichens und in die Tiefe offen. Zwei Kernbohrlöcher wurden in einem Bereich durchgeführt.

    Im Goldziel Frikidi wurden 61 Gesteinsproben entnommen, von denen fünf Proben 100 g/t Au oder mehr ergaben. Frikidi ist bekannt für zahlreiche kleine Bergbauanlagen in einem stark magnetischen Gebiet von 5 x 2,5 km Größe. Kernabschnitte mit Quarzgängen, die in einer Tiefe von 23,9 m bis 39,0 m durchteuft wurden, stimmten mit goldhaltigen Gesteinsproben überein, die an der Oberfläche genommen wurden.

    Die Analyseergebnisse stehen wie gesagt noch aus, einschließlich der Validierung eines historischen Bohrabschnitts von 1,07 g/t Au über 26 m, der einen neuen Mineralisierungstrend darstellen könnte. Schritt für Schritt nähert sich Desert Gold Ventures den Goldvorkommen in ihrem Gebiet. Investoren können von Anfang an mit dabei sein, CEO Jared Scharf präsentiert live am 17. April 2024 im Rahmen des International Investment Forum (IIF) und steht Anlegern zur Q&A zur Verfügung. Hier geht es zur Anmeldung.

    Barrick’s Goldpreisprognose: Wie globale wirtschaftliche Trends den Markt beeinflussen

    Die globalen wirtschaftlichen Herausforderungen und die Situation der US-Wirtschaft können eine langfristige Dynamik für den Goldpreis schaffen. Sollte die Inflationsrate weiter ansteigen, führt dies zu einem Aufwärtsdruck auf Gold. Für einen der größten Gold- und Kupferproduzenten wie Barrick sind das gute Nachrichten. In einem Bloomberg TV Interview äußert sich CEO Mark Bristow wie folgt: „Ich spreche schon seit einiger Zeit darüber, dass alle darauf hoffen, dass die (FED-)Zinssätze schnell sinken werden und damit das Interesse an Gold wieder steigt. Aber ich denke, dass es ein viel tiefer liegendes Problem gibt, nämlich dass die globale Wirtschaft nicht in guter Verfassung ist, genauso wenig wie die US-Wirtschaft. Deshalb glaube ich, dass wir höhere Zinsen für einen längeren Zeitraum sehen werden und das Risiko einer Stagflation besteht. Letztendlich wird das wieder den Aufwärtsdruck auf Gold erhöhen, weil dann das Risiko für die globale Wirtschaft und natürlich auch für die US-Wirtschaft besteht.“ Eine Stagflation beschreibt den Anstieg von Preisen für Güter und Dienstleistungen, während das Wirtschaftswachstum stagniert oder abnimmt.

    Die Bilanz von Barrick, die vor kurzem noch durch hohe Schulden belastet war, zählt nun zu den robustesten in der Branche. Dank starker operativer Cashflows hat das Unternehmen die Möglichkeiten, sowohl bestehende und neue organische Wachstumsprojekte zu finanzieren. So baut Barrick seine Assets auch in Kupfer aus.

    Die in Pakistan befindliche Gold-Kupfer Mine Reko Diq ist eines der größten unerschlossenen Kupfer-Gold-Projekte der Welt und zu 50 % im Besitz von Barrick. Die Neugründung des Projekts wurde im Dezember 2022 abgeschlossen. Die erste Produktion ist für 2028 geplant.

    Laut MarketBeat hat Barrick von neun Ratingagenturen im Durchschnitt eine "Moderate Buy"-Bewertung erhalten. Zwei Analysten empfehlen, die Aktie zu halten, während sieben eine Kaufempfehlung aussprechen. Das durchschnittliche Kursziel für die kommenden 12 Monate unter den Analysten, die im letzten Jahr ihre Berichterstattung über die Aktie aktualisiert haben, beträgt 28,81 CAD.

    Intel Aktie rauscht ab - was der Kurssturz für Investoren bedeutet

    Wer im Zuge einer möglichen Stagflation in einer Branche arbeitet, die von der Konkurrenz im Galopp erobert wird, hat das Nachsehen. Besonders, wenn zu spät gehandelt wird. So scheint es beim Computer-Dinosaurier Intel gerade zu sein. Das Unternehmen hat diese Woche eine Gewinnwarnung bekannt gegeben.

    Laut Intel verzeichnete das Foundry-Geschäft im Jahr 2023 einen Verlust von 7 Mrd. USD, bei einem Umsatz von insgesamt 18,9 Mrd. USD. Es ist das erste Mal, dass Intel die Umsätze seines Foundry-Geschäfts separat bekannt gibt. Momentan lagert Intel etwa 30 % seiner Chip-Verarbeitung an TSMC in Taiwan aus. Damit ist Intel stark von geopolitischen Faktoren beeinflusst.

    Im Bereich der Prozessoren und Server hat Intel seinen Platz an AMD und Nvidia verloren. In der Fertigungstechnologie wurde es von Unternehmen wie Samsung und TSMC überholt. Die Konsequenz sind rückläufige Umsätze und sinkende Gewinne - seit rund zwei Jahren.

    Intel kündigt nach der Handelssitzung von dieser Woche an, sein Foundry-Geschäft voraussichtlich erst bis 2030 in eine operative Gewinnzone zu bringen. Ganze sechs Jahre soll es dauern. Das Unternehmen erwartet auch, bis zu diesem Zeitpunkt der zweitgrößte Halbleiter-Foundry weltweit zu werden. Für Investoren bedeutet der Kurssturz vor allem eins: ganz genau auf die Lieferketten zu schauen und die Frage zu beantworten: Wer wird die Nummer 1 in der Halbleiter Foundry Branche in diesem Zeitraum? Laut Visual Capitalist ist es TSMC, die momentan mit Erdbeben im eigenen Land zu kämpfen haben. Intel ist in zu starker Abhängigkeit von seinem taiwanesischen Zulieferer. Die Spannungen zwischen Ost und West machen das laufende Geschäft zu einem Balanceakt. Zwar will die US-Regierung Intel mit Subventionen unterstützen, um im Land selbst die Chips zu fabrizieren, doch Intel winkt ab.


    Eine drohende Stagflation in den USA, steigende Inflation - all das lässt Investoren vermehrt zu inflationsgeschützten Assets greifen. Es kann bedeuten, dass der Goldpreis weiter steigen wird. Goldexplorer und Goldproduzenten wie Desert Gold Ventures und Barrick bieten Investoren eine intelligente Anlageform, um vom Nachfrageboom zu profitieren. Desert Gold Ventures hat erfolgreich seine vier Explorationsbohrungen in Afrika abgeschlossen und lässt nun die Analyse der Gesteinsproben vornehmen. Barrick erweitert sein Portfolio und setzt zunehmend auf Kupfer, mit einem Minenprojekt in Pakistan. Intel hingegen steckt mitten in der Krise und gibt eine Gewinnwarnung für sein Foundry-Business heraus. Es scheint, als habe der Grand Senior der Halbleiterbranche den Anschluss gegenüber Nvidia und AMD verloren. Die große Abhängigkeit in der Foundry-Produktion von TSMC rächt sich jetzt, da der Aufbau einer Produktionsfabrik im eigenen Land trotz staatlicher Subventionen zu kostenintensiv wäre. Investoren sollten daher genau schauen, wie sie ihr Depot umschichten und in Unternehmen bzw. Assets investieren, die sich außerhalb der USA befinden und inflationssicher sind.


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    Der Autor

    Juliane Zielonka

    Die gebürtige Bielefelderin studierte Germanistik, Anglistik und Psychologie. Das aufkommende Internet in den frühen 90ern führte sie von der Uni zu Ausbildungen in Grafik-Design und Marketingkommunikation. Nach Jahren der Agenturarbeit im Corporate Branding wechselte sie ins Publishing und lernte ihr redaktionelles Handwerk bei der Hubert Burda Media.

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    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.

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    Der Rohstoffmarkt ist im Jahr 2024 von hoher Volatilität geprägt, beeinflusst durch eine starke Nachfrage, Angebotsengpässe und technologische Umstellungen auf erneuerbare Energien, die beispielsweise Lithium und Kupfer verteuern. Außerdem machen Inflationssorgen Edelmetalle attraktiv als Inflationsschutz, während die Zinspolitik der Zentralbanken ebenfalls ein Faktor ist. Zudem sorgen geopolitische Spannungen für Störungen in Lieferketten und steigern so die Preise. In diesem Kontext gewinnen Investitionen in Rohstoffaktien zunehmend an Bedeutung. Diese Form des Investments erlaubt es, indirekt von den Preisschwankungen und dem Wertzuwachs von Rohstoffen zu profitieren, ohne physisch in die Rohstoffe selbst investieren zu müssen. Wir sehen uns daher heute drei Rohstoffunternehmen an und analysieren ihr Potenzial.

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    Die Suche nach Aktien mit Aufwärtspotenzial gleicht einer Schatzsuche in den Tiefen der Finanzmärkte. Sie kombiniert Analyse und Intuition, um Firmen mit starken Grundlagen, Innovation und gutem Marktumfeld für Wachstum zu finden. Dabei müssen Investoren Weitblick beweisen und viele Faktoren erkennen, die eine Aktie besonders machen. Wir haben uns drei Kandidaten herausgesucht, die in den letzten Monaten nicht herausgestochen haben, aber noch deutliches Nachholpotenzial aufweisen.

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