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29.07.2026 | 05:00

Engpass bei Batteriemetallen: Volkswagen und BHP Group unter Druck – Wochen der Wahrheit bei Power Metallic Mines

  • Batteriemetalle
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  • Platingruppen
  • Autoindustrie
Bildquelle: KI

Auf deutschen Straßen fahren immer mehr E-Autos. Der Grund liegt auch in den neuen Preisbrechern aus China. Doch der Siegeszug der Elektromobilität setzt die Lieferketten in der Autobranche unter Druck. Autohersteller kämpfen mit volatilen Märkten und sorgen sich zunehmend um den eigenen Nachschub. Rohstoffe gelten längst nicht mehr als leicht erhältliche Handelsware, sondern als strategisches Nadelöhr – die gesamte Industrie ist darauf angewiesen. Diese Gemengelage erfordert neue Bündnisse: Bergbauunternehmen, große Auto-Giganten sowie dynamische Projektentwickler werfen alles in die Waagschale, um Rohstoffe für die Zukunft zu sichern.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: POWER METALLIC MINES INC. | CA73929R1055 | TSXV: PNPN , OTCBB: PNPNF , BHP GROUP LTD. DL -_50 | AU000000BHP4 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039

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Inhaltsverzeichnis:


    Volkswagen: Vollgas bei vertikaler Integration

    Automobilriese Volkswagen strebt mit seiner Batterietochter PowerCo eine umfassende Eigenversorgung mit Batterie-Rohstoffen an. Um den Bedarf an Akkuzellen zu decken, plant der Konzern den Aufbau europäischer Zellfertigungskapazitäten von insgesamt 240 GWh pro Jahr bis zum Jahr 2030. Als Herzstück der nordamerikanischen Expansionsstrategie errichtet das Unternehmen derzeit eine Batteriefabrik im kanadischen St. Thomas, deren Ausbauvolumen sich inklusive Fördergeldern auf bis zu 20 Mrd. CAD belaufen kann. Das Werk muss zwingend die strengen Beschaffungsregeln vor Ort einhalten, um von den lukrativen Steuergutschriften des US-amerikanischen Inflation Reduction Act zu profitieren. Gleichzeitig machen schärfere gesetzliche ESG-Vorgaben wie das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz den Rückgriff auf ökologisch bedenkliche Förderquellen aus Asien unattraktiv. Um den Nachschub zu sichern, kaufte VW für 69 Mio. CAD eine 9,9 %-Beteiligung am kanadischen Lithiumentwickler Patriot Battery Metals inklusive einer zehnjährigen Abnahmegarantie. Ein vergleichbares Geschäft rund um Sulfidnickel und Kupfer könnte ein naheliegender nächster Schritt sein.

    BHP Group ordnet das Rohstoffportfolio neu

    Der australische Bergbau-Gigant BHP Group stellt sein bestehendes Projektportfolio konsequent auf die globalen Zukunftsmetalle um. Das Management zieht Mittel aus dem angestammten Eisenerzgeschäft ab, um die Kapazitäten bei Kupfer und Energiewendemetallen auszubauen. Aufgrund des dramatischen Preisverfalls durch billiges indonesisches Material setzte die Konzernführung die Förderung in der australischen Sparte Western Australia Nickel ab Oktober 2024 vorübergehend aus. Eine Wiederaufnahme der Produktion prüft der Konzern erst Anfang 2027. Auch ein Verkauf der Sparte ist denkbar. Dennoch setzt BHP weiter konsequent auf die Elektrifizierung der Weltwirtschaft. Elektrofahrzeuge benötigen im direkten Vergleich mit herkömmlichen Verbrennern etwa die vierfache Menge an Kupfer, was nachhaltigen Förderprojekten enorme Marktchancen eröffnet. Über den internen Accelerator BHP Xplor vergibt der Konzern bis zu 500.000 USD an junge Explorationsgesellschaften, um sich frühzeitig Zugriff auf hochgradige Kupfer- und Nickelsulfidlagerstätten in sicheren Jurisdiktionen zu sichern.

    Power Metallic Mines hat was alle Autobauer brauchen – Bohrergebnisse überzeugen

    Der kanadische Rohstoffentwickler Power Metallic Mines rückte bereits vor einigen Jahren durch bahnbrechende Entdeckungen auf seinem NISK-Projekt in der kanadischen Provinz Québec in den Fokus der Rohstoffwelt. Bohrungen im Bereich der Lion Zone zeigten, dass es sich hierbei um ein hochgradiges System mit Kupfer, Nickel, Platin, Palladium, Gold und Silber handelt. Das Projekt lässt sich laut Beobachtern geologisch mit legendären Ausnahmelagerstätten wie Voisey's Bay vergleichen. Besonders herausragende Bohrergebnisse waren Abschnitte von 11,46 % CuEqRec (Kupferäquivalent) über 22 m sowie 5,66 % CuEqRec über 39 m. Metallurgische Labortests von SGS zeigten zudem Rückgewinnungsquoten von 98,9 % für Kupfer, 96,8 % für Platin und 93,9 % für Palladium mittels Locked-Cycle-Flotationstests. Um das tiefere Potenzial der Zone vollständig abzubilden, setzt Power Metallic Mines auf spezialisierte Dienstleister und das Verfahren der Myonentomographie.

    Chance nach Ausverkauf? Power Metallic Mines ist in einer spannenden Phase.

    Im Gegensatz zu vielen kleinen Mitbewerbern ist Power Metallic Mines solide durchfinanziert. Große Teile der frei gehandelten Aktien befinden sich fest in den Händen renommierter Bergbau-Größen wie Robert Friedland, Rob McEwen, Eric Sprott und Gina Rinehart. Mit den liquiden Mitteln aus Finanzierungsrunden Ende 2025 und im Juni 2026 – bei letzterer stieg Eric Sprott als Aktionär von Power Metallic ein, treibt das Management unter CEO Terry Lynch ein umfassendes Bohrprogramm von mehr als 100.000 m voran. Zur Verbreiterung der Investorenbasis in den USA bereitet das Unternehmen derzeit das Listing an der Nasdaq vor. Parallel baut Power Metallic Mines seine Positionierung als potenzieller Partner für internationale Konzerne aus.

    Hier ist das Who-is-who der Industrie bereits investiert – Ressourcenschätzung voraus

    Maßgeblich dabei helfen dürfte die in den kommenden Wochen erwartete offizielle Ressourcenschätzung. Stehen hier mehr als 10 Mio. t Erz zu Buche, hätte das Unternehmen seine Eigenschaft als erstklassiges Übernahmeziel erfolgreich untermauert. Doch selbst geringere Vorkommen dürften stark gefragt sein und für eine Produktion im Rahmen eines Satellitenmodells mit benachbarten Verarbeitungsanlagen nahelegen. Power Metallic Mines ist mit hohen Gehalten und seinem umfassenden Rohstoff-Mix gut positioniert, um von Rohstoffhunger der Industrie zu profitieren. Die kommenden Wochen werden für Aktionäre des Unternehmens spannend.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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