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09.03.2023 | 04:44

Geht der Zündstoff aus? BYD, Porsche, VW, Globex Mining, Volkswagen. Metalle gesucht!

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  • Technologie
Bildquelle: pixabay.com

Wer die Elektromobilität ganz vorne sieht, kommt im Benchmarking an einer leistungsfähigen Batterie nicht vorbei. In den letzten 3 Jahren gab es keine wirklichen Entwicklungssprünge, aber immerhin erreichte man durch Leistungsverdichtung in der Lithium-Ionen-Technologie eine Verdoppelung der Reichweite und senkte parallel auch die zuvor langen Ladezeiten. Damit wurde ein Elektrofahrzeug zum ersten Mal langstreckentauglich, wenngleich im Winter durch motorfremde Leistungen wie z.B. die Heizung mit einer schnelleren Entladung gerechnet werden muss. Doch die technologische Entwicklung geht weiter, BYD als einer der Weltmarktführer setzt technologische Maßstäbe. Welche Aktien sind die Favoriten im Sektor?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039 , PORSCHE AUTOM.HLDG VZO | DE000PAH0038 , PORSCHE AG | DE000PAG9113 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296

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Inhaltsverzeichnis:


    Terry Lynch, CEO, Power Nickel
    "[...] Power Nickel bringt die Zusammenarbeit in erster Linie zwei Vorteile: Wir können in Zukunft einen größeren Bereich der Wertschöpfungskette abdecken und wir sind trotz der weitreichenden Kooperation mit allen positiven Folgen weitreichend unabhängig geblieben. Eine derartige Konstellation gibt es selten. [...]" Terry Lynch, CEO, Power Nickel

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    Porsche SE oder Dr. Ing. Porsche AG – Wo steckt die größere Chance im VW-Imperium?

    Seit der Platzierung der neuen Porsche Ing. AG im Herbst 2022 gibt es viele Möglichkeiten, in die Aktien des VW-Porsche-Imperiums zu investieren. Manch Anleger wundert sich über die unterschiedliche Performance der einzelnen Protagonisten. Durch die Ausgabe neuer Vorzugsaktien zur operativen Einheit Dr. Ing. Porsche AG hellten sich die Werte unterhalb der VW-Dachmarke sichtlich auf. So ist die Mutter zwar mit lediglich 81 Mrd. EUR bewertet, durch ihre hohe Beteiligung an der Tochter Porsche steckt aber ein riesiger stiller Bewertungsposten in der Bilanz, nämlich 75% an der mit über 50 Mrd. EUR bewerteten Porsche-Aktie. VW ist neben Toyota einer der größten Automobilhersteller der Welt, der börsennotierte Konzern beherbergt über 10 eingeführte Automobil- und Motorrad-Marken. Neben glänzenden Wachstumsperspektiven gibt es neben einem niedrigen 10er KGV für 2023 auch noch eine Dividende von über 8 EUR oder 5,8% bezogen auf den heutigen Kurs.

    Betrachtet man die das Schwesterunternehmen Porsche Automobil Holding SE und die Dr. Ing. Porsche AG im Vergleich, so fällt auf, dass auch hier ein gewaltiger Abschlag für die Beteiligungsgesellschaft vorgenommen wird. Denn seit Erstnotiz der Dr. ing. Porsche AG hat diese über 40% zugelegt, während die ehemalige Mutter Porsche SE sogar auf 12-Monatssicht mit 14% im Hintertreffen liegt. Der 25-Anteil, der durch die Platzierung an der Börse von VW an die Porsche SE geflossen sind, ist mittlerweile über 12 Mrd. EUR wert. Für die Porsche SE ist an der Börse aber nur eine Kapitalisierung von 18 Mrd. EUR angeschrieben. Der Holding wird in 2023e laut Refinitiv Eikon ein Gewinn von 3,66 EUR zugetraut, davon sollen rund 75% zur Ausschüttung kommen. Wer sich im VW-Konzern nervenschonend und ertragsorientiert positionieren will, kauft also VW Vorzüge oder die alte Porsche SE. Hingegen der Porsche-Neuling an der Börse scheint etwas überbewertet, auch die Analysten haben die Aktie jüngst eher skeptisch beurteilt und erwarten 12-Monats-Zielkurse von durchschnittlich 111,57 EUR - immerhin 6% unter der aktuellen Notiz.

    Im Chartvergleich der internationalen Automobilwerte bleibt BYD im Mittelfeld. Die Porsche Automobil Holding SE versucht das GAP zur Schwester Porsche AG schnellstens zu schließen. Quelle: Refinitiv Eikon vom 08.03.2023

    Globex Mining – Ein Metall-Lieferant aus Kanada

    Nicht nur die Automobilindustrie ist auf eine Versorgung mit Metallen angewiesen. Seltene Rohstoffe wie Kupfer, Nickel und Lithium sind Bestandteil einer angestrebten Klimawende, sie müssen aber erst geschürft werden. Einer der möglichen Lieferanten ist der gut diversifizierte kanadischen Rohstoff-Explorer Globex Mining. Das Unternehmen gilt als potenzieller Zulieferer von wertvollen Metallen im energetischen Erneuerungs-Prozess und besitzt auch viele Gold und Silber Liegenschaften. Das aktuelle Portfolio umfasst rund 220 Projekte und Beteiligungen, die als Explorationsgrundstück vielfach veroptioniert werden oder nach Förderbeginn dauerhafte Royalties abliefern, also Vergütungen für Outputs von aus dem Boden gewonnener Rohstoffe.

    Derzeit gibt es gute Meldungen zu den zwei Gold-Liegenschaften Kewagama und New Alger, die beide im Besitz von Radisson Mining Resources Inc. sind. Globex hält eine 2%-Nettoschmelz-Lizenzgebühr für die Mine Kewagama und erhält ebenso 1% an den Erfolgen in der Goldmine New Alger. Radisson hat nun ein Update veröffentlicht, in dem es weiterhin von erheblichen Potenzialen zur Erweiterung der Gold-Ressourcen in Kewagama berichtet, da man durch Bohrungen weitere hochgradige Trends identifizieren konnte. In der Pressemitteilung von Radisson wurde eine beträchtliche Steigerung der angezeigten und abgeleiteten Ressourcen bekannt gegeben und auch auf dem Konzessionsgebiet New Alger wurden abgeleitete Ressourcen von insgesamt 293.000 Tonnen mit einem Gehalt von 7,59 g/t Au für gut 72.000 Unzen ermittelt. Mit der angedachten Produktionsaufnahme in den nächsten Jahren besteht für Globex damit ein erhebliches Einnahmenpotenzial.

    Die Globex-Aktie hat wegen der andauernden Schwäche der Gold- und Silberpreise einen Abschlag von rund 42% in 12 Monaten hinnehmen müssen. Die aktuelle Marktkapitalisierung von 28,4 Mio. EUR übersieht aber das mittelfristige Potenzial und die gute Finanzierungslage von knapp 20 Mio. CAD Cash im Unternehmen. Spekulative Anleger können hier günstige Stücke einsammeln.

    BYD – Neues Batteriewerk geht an den Start

    Der chinesische Technologiekonzern BYD zählt zu den weltweit größten Akkuherstellern. Sehr erfolgreich ist das innovative Unternehmen aber auch mit seinen E-Autos, die dem US-Autobauer Tesla bereits in China den Rang ablaufen. Im Herbst vergangenen Jahres brachte BYD seine batteriebetriebenen Modelle Atto 3, Tang und Han auf den Markt. Der größte deutsche Autovermieter Sixt bestellte davon 100.000 Stück, um sie seiner europäischen Kundschaft zur Testfahrt zur Verfügung zu stellen. Eine tolle Win-Win-Situation für beide Unternehmen.

    Mit einem neuen Batteriewerk im chinesischen Wenzhou setzt BYD den nächsten Meilenstein, um seine globale Führungsposition bei der Produktion von Akkus zu halten. Alle großen Automobilhersteller planen derzeit Gigafabriken rund um den Globus, der Markt wächst zweistellig. Volkswagen wird ab 2025 in der spanischen Stadt Valencia Auto-Batterien produzieren. Die neue BYD-Batterie-Fabrik ist eines von 29 Großprojekten der Chinesen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 11 Mrd. USD. Der Spatenstich ist nun erfolgt, das neue Akku-Werk soll mit einer geplanten jährlichen Produktionskapazität von 20 GWh bereits im Jahr 2024 die Produktion von Blade-Akkus für Elektroautos aufnehmen und mehr als 6.000 Arbeitsplätze schaffen.

    Die BYD-Aktie befindet sich derweil immer noch in einer größeren Konsolidierung. Mit den Anteilsverkäufen von Warren Buffett nach dem Hoch von knapp 42 EUR im Juli 2022 hatte der Kurs sich erst mal auf 21 EUR halbiert. Der Wert hat sich bislang nur schwach auf 26,40 EUR erholt. Die Bewertung ist mit einem 2023e KGV von 22 nun etwas stärker abgekühlt. Ganze 30 Analysten melden sich bei Refinitiv Eikon zu Wort und sehen ein mittleres Kursziel von 49,37 EUR in den nächsten 12 Monaten. Stramme Erwartungen!


    Die Energiewende ist ein wesentlicher Treiber der weltweit hohen Nachfrage nach Rohstoffen, insbesondere Nickel, Kupfer und Lithium. Der Kupferpreis konnte in 2023 schon über 15% zulegen und konsolidiert derzeit. In der Rallye nach oben sind immer noch Autoaktien gefragt, auch die Globex-Aktie dürfte das Momentum gut abgreifen können.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Dividende – Die Ausschüttung an Aktionäre einer Aktiengesellschaft wird Dividende genannt.
    3. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.

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    Das Jahr 2024 wird hochinteressant, soviel steht fest. Denn der sogenannte Elektro-Boom hat noch nicht stattgefunden, der sinkende Lithiumpreis mit -80 % im laufenden Jahr spricht Bände. Natürlich hängen große Investitionen wie z. B. ein vergleichsweise teures Elektrovehikel von der allgemeinen Lage und Subventionen ab. Beide Rahmenfaktoren zeigen aber nichts Gutes, im Gegenteil, die staatlichen Förderungen sinken und die hohe Teuerung lastet auf den Budgets der Privathaushalte. Warum den guten alten Diesel also nicht nochmal durch den TÜV bringen? Ein altes Fahrzeug weiter zu fahren, ist immerhin 100-mal nachhaltiger als ein neues Elektrofahrzeug mit seltenen und schwer förderbaren Metallen zu erwerben. An der Börse fragt man sich: Wer wird am Ende der Gewinner sein?

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    Von einem Hoch zum anderen – nicht nur die Aktien haussieren, in Europa, USA und China sind es vor allem die Schulden. Zuerst Corona, dann Ukraine, jetzt Israel – die Kreditaufnahmeflut nimmt kein Ende. Nun wird Rüstung auf Pump finanziert, die begleitende Rezession macht hingegen die Kassen leer. Immobilien werden damit zum heißen Eisen: Denn ein Neubau ist für Familien kaum mehr leistbar und der Altbau verschlingt tausende von Euros an grüngefärbten Sanierungskosten. Immerhin: Das Bundesverfassungsgericht stoppte nun rückwirkend die kreative Ausgabenkultur à la Berlin, ein neuer Haushaltsplan wird nötig. Als Investor in diesem Umfeld den klaren Kopf behalten, ist schwierig. Wir beleuchten die Chancen im Finanzsektor, aber vielleicht sind auch die Edelmetalle der rettende Anker?

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    „Wasserstoff adé“ – so werden die Investoren in H2-Titel ihren Anlageerfolg 2023 titulieren. Denn im Schnitt verloren die Aktien des Boom-Sektors 2021 nun bis zu 85 %. Aber das Jahr ist auch noch nicht zu Ende. Schlimm erwischt hat es in der letzten Woche die Aktien von Plug Power. Hier gab es nach den Q3-Zahlen einen nicht unerwarteten Abverkauf um über 35 %. Viele Monate wurde das fundamentale Umfeld außer Acht gelassen, doch nun kehrt die Schwerkraft zurück und schickt überbewertete Titel in den Keller. Ein Umfeld für Käufer, die auch mal bereit sind, ein bisschen Analyse zu betreiben. Wir helfen im Dickicht der Zahlen.

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