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13.01.2026 | 05:30

Gold-Boom 2026: Mit Newmont, Kobo Resources und B2Gold auf der richtigen Seite stehen

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Bildquelle: pixabay.com

Gold erlebt einen beispiellosen Höhenflug, angetrieben von geopolitischen Bränden, einem anhaltenden Run der Zentralbanken auf Gold und einem erodierenden Glauben an Papierwährungen. Diese perfekte Konstellation hat den Preis auf Rekordniveau getrieben und schafft ein außergewöhnliches Umfeld für ausgewählte Bergbauunternehmen. Besonders im Fokus stehen nun der Gigant Newmont, der Explorationsspezialist Kobo Resources und der Wachstumsproduzent B2Gold.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: NEWMONT CORP. DL 1_60 | US6516391066 , KOBO RESOURCES INC | CA49990B1040 , B2GOLD CORP. | CA11777Q2099

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Inhaltsverzeichnis:


    Jared Scharf, CEO, Desert Gold Ventures Inc.
    "[...] Wir haben mit über 440 km² eines der größten Landpakete aller Nichtproduzenten im Gürtel aufgebaut und bis heute mehr als 25 Goldentdeckungen auf dem Grundstück erzielt, wobei fünf dieser Entdeckungen insgesamt etwa 1,1 Millionen Unzen Goldressourcen umfassen. [...]" Jared Scharf, CEO, Desert Gold Ventures Inc.

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    Newmont - Goldminen im Aufwind

    Während der Goldpreis nahe historischer Höhen verharrt, meldet sich der weltgrößte Goldproduzent Newmont mit operativen Nachrichten. Ein seit Mitte Dezember wütender Buschbrand in der Umgebung der Boddington-Mine in Westaustralien konnte Ende Dezember unter Kontrolle gebracht werden. Nach ersten Inspektionen blieb die kritische Infrastruktur intakt, jedoch wurde die Wasserversorgung beschädigt. Der Betrieb läuft vorerst mit reduzierter Kapazität weiter. Die Produktion für 2025 wurde nicht beeinträchtigt, für das 1. Quartal 2026 rechnet das Unternehmen jedoch mit einem Ausfall von rund 60.000 Unzen. Dieses robuste Handling einer betrieblichen Störung unterstreicht, warum viele Investoren in der aktuellen Goldhausse gerade auf etablierte, diversifizierte Konzerne setzen.

    Newmont überzeugt nicht nur durch seine Größe und geografische Diversifizierung, die solche lokal begrenzten Vorfälle abfedert. Das Unternehmen profitiert strukturell von der hohen Goldpreislage und zeigt operative Effizienz. Mit der kürzlich in Ghana gestarteten Ahafo North-Mine kommt zudem ein neues, kostengünstiges Förderprojekt hinzu. Gleichzeitig treibt das Management Kostensenkungsprogramme voran, die die bereits soliden Margen weiter stützen könnten. Aus Bewertungssicht erscheint der Titel interessant. Er handelt mit einem Abschlag zu wichtigen Konkurrenten, obwohl die fundamentale Wachstumsdynamik vergleichbar ist. Dies bietet Raum für eine Aufholjagd, sollte der Sektor weiter Rückenwind erhalten.

    Die zugrundeliegende Hausse des Goldpreises wird durch mehrere stabile makroökonomische Faktoren getragen. Dazu zählen anhaltende geopolitische Unsicherheiten, die die Nachfrage nach Gold als Wertaufbewahrungsmittel stützen. Zudem setzen viele globale Zentralbanken, insbesondere in Schwellenländern, ihren strategischen Goldkauf fort, was die Nachfrageseite strukturell stärkt. Solange diese Treiber wirken und das Angebot des physischen Metalls begrenzt bleibt, dürfte das Umfeld für große, kosteneffiziente Produzenten wie Newmont günstig bleiben. Der kurzfristige Produktionsausfall in Boddington ändert an dieser grundsätzlichen Positiverzählung wenig. Derzeit ist die Aktie für 108,99 USD zu haben.

    Kobo Resources - treibt Bohrprogramm konsequent voran

    In den vergangenen Monaten hat Kobo Resources die Explorationsaktivitäten auf seinem Flaggschiffprojekt Kossou in der Elfenbeinküste deutlich intensiviert, angetrieben durch ein anhaltend günstiges Goldpreisumfeld. Das Unternehmen hielt auch über die Feiertage im Dezember zwei Bohrgeräte in kontinuierlichem Einsatz. Dieses aggressive Programm zielt darauf ab, die bekannten mineralisierten Zonen weiter aufzuschließen und ihre Ausdehnung besser zu definieren. Die Entscheidung, die geplante erste Ressourcenschätzung zugunsten weiterer Bohrungen zu verschieben, unterstreicht den Fokus auf Wachstum. Man will zunächst das vollständige Potenzial des Systems verstehen, bevor man Zahlen vorlegt.

    Die Bohrungen konzentrieren sich nicht nur auf die etablierten Zonen Jagger und Road Cut. Das Team hat mittlerweile ein Fortschrittsniveau erreicht, das es erlaubt, die Exploration auch auf andere vielversprechende Teile der Konzession auszuweiten. Dies deutet auf ein wachsendes Vertrauen in das geologische Modell und das Potenzial des gesamten Lizenzgebiets hin. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Kadie‑Zone, wo bereits hochgradige Abschnitte erbohrt wurden. Parallel dazu wird das zweite Projekt Kotobi mit mechanischen Schürfarbeiten für eine Bohrkampagne im frühen Jahr 2026 vorbereitet. Die Strategie ist klar. Während man die bekannten Ressourcenkerne ausbaut werden parallel neue Entdeckungsmöglichkeiten systematisch evaluiert, um die Projektpipeline langfristig zu füllen und so das Gesamtrisiko des Portfolios zu streuen.

    Neben der rein geologischen Arbeit legt Kobo Wert auf stabile Beziehungen vor Ort. Initiativen wie der „Kobo Cup“, ein lokales Fußballturnier, sind mehr als Imagepflege. Sie dienen dem praktischen Aufbau einer sozialen Betriebserlaubnis in der Region. Dieser Ansatz zahlt sich in einem verbesserten Zugang zu Land und einer kooperativeren lokalen Bevölkerung aus. Für einen Explorer, dessen Erfolg maßgeblich von lokaler Akzeptanz und reibungslosen Operationen abhängt, ist diese gemeindenahe Herangehensweise ein oft unterschätzter, aber kritischer Faktor für nachhaltige Projektentwicklung und Risikominimierung. Aktuell notiert die Aktie bei 0,285 CAD.

    B2Gold – operativ stark, trotz Marktzweifeln

    Die operative Leistung von B2Gold zeigt klare Fortschritte. In den etablierten Minen Fekola, Masbate und Otjikoto wurde die Produktion im vergangenen Quartal konsequent übertroffen, während die Gesamtbetriebskosten weiter sanken. Dieser positive Trend spricht für eine gesteigerte Effizienz im Tagesgeschäft. Ein bedeutender Meilenstein wurde zudem mit der neuen Goose-Mine in Kanada erreicht, die nun die kommerzielle Produktion aufgenommen hat und schrittweise hochgefahren wird. Diese solide Basis in den Kernbetrieben bildet das Fundament für die nächste Wachstumsphase.

    Trotz dieser Verbesserungen lastet weiter ein geopolitischer Risikodiscount auf der Aktie, primär aufgrund des Standorts der Flaggschiff-Mine Fekola in Mali. Die jüngste Einigung mit der dortigen Regierung und beschleunigte Genehmigungsverfahren deuten jedoch auf ein pragmatisches und proaktives Risikomanagement des Unternehmens hin. Der Markt scheint diese Entwicklungen noch zurückhaltend zu bewerten und fokussiert sich stärker auf die allgemeine Länderrisikoprämie als auf die konkreten, vereinbarten Rahmenbedingungen für B2Gold.

    Der Fokus liegt nun klar auf der erfolgreichen Umsetzung. Der reibungslose Anlauf der Goose-Mine auf ihre volle Kapazität ist der nächste kritische Test für das Management. Gelingt dies, fügt das Portfolio eine bedeutende, kostengünstige Produktion aus einer stabilen Rechtsregion hinzu. Zusammen mit der anhaltenden Stärke der bestehenden Betriebe könnte dies die narrative Wahrnehmung des Unternehmens nachhaltig verschieben, von einem von Mali dominierten Producer hin zu einem ausgewogenen, global aufgestellten Goldunternehmen mit multiplen Wachstumshebeln. Momentan kostet eine Aktie 4,57 USD.


    Der Gold-Boom 2026 bietet Chancen, erfordert aber die richtige Strategie. Newmont beweist als Branchenriese robustes Krisenmanagement, das selbst einen Produktionsausfall in Boddington abfedert. Kobo Resources treibt mit aggressiver Bohrkampagne in der Elfenbeinküste die Exploration seines Kossou-Projekts zielstrebig voran. B2Gold hingegen glänzt operativ, muss aber weiter den geopolitischen Discount für Mali abbauen.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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