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29.05.2026 | 05:02

Lahontan Gold: Aktie im Sweet Spot

  • Lahontan Gold
  • Gold
  • Heap Leaching
Bildquelle: AI

Gerade schwächelt der Goldpreis noch. Die Angst vor höheren Zinsen in den USA ist sicherlich der Hauptbelastungsfaktor. Unisono sind sich aber die Fed-Beobachter einig, dass es vor den Midterm-Wahlen im November keine Zinserhöhung in den Vereinigten Staaten geben wird. Die Fed Fund Rates preisen derzeit nur eine Zinserhöhung zum Jahresende ein. Präsident Trump wird aber nicht umsonst den Schwiegersohn eines langjährigen Geschäftspartners zum Fed-Chef gemacht haben. Er will niedrigere Zinsen und Kevin Warsh könnte liefern. Der Markt könnte hier also fundamental falsch liegen. Dies wäre das optimale Szenario für Goldaktien wie Lahontan Gold. Die Kanadier entwickeln derzeit die historische Santa Fe-Mine in Nevada. Gründerin und CEO Kimberly Ann will schon Ende 2027 den ersten Goldbarren gießen!

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Tarik Dede
ISIN: LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF

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Inhaltsverzeichnis:


    Es kommt auf die Infrastruktur an

    Ob eine Mine jemals in Produktion gehen wird, entscheidet sich immer an der Finanzierung des Minenbaus. Die Infrastruktur ist hier der entscheidende Hebel, in die eine wie die andere Richtung. Oder wie der Immobilienmakler sagen würde: Lage, Lage, Lage. Vorkommen in einer etablierten Mining-Region mit Straßenzugang, Eisenbahnen, Energie, Arbeitskräften und Wasser sind hier im klaren Vorteil. Der Bundesstaat Nevada im Südwesten der USA ist eines dieser globalen Epizentren des Minings. Hier wird schon seit Dekaden Gold abgebaut und dementsprechend finden sich hier die größten Goldproduzenten der Welt wie Barrick und Newmont, die hier riesige Goldminen betreiben.

    Exzellente Umfeldbedingungen

    In dieser Gegend hat sich auch Lahontan Gold angesiedelt. Die Kanadier entwickeln die historische Santa Fe-Mine. Die Infrastruktur ist top, die früheren Arbeiten erleichtern die Exploration und Entwicklung. Zwischen August 1988 und 1995 wurde hier bereits von Corona Gold Inc. das Edelmetall abgebaut. Im Tagebau produzierte man in Summe 359.202 Unzen Gold und 702.067 Unzen Silber. Lahontan hat das Projekt nun schon weit vorangebracht. CEO Kimberley Ann rechnet damit, die finale Betriebsgenehmigung bereits im ersten Quartal 2027 zu erhalten. Die reine Bauzeit durch die Vertragspartner beträgt in der Folge lediglich sechs Monate. Verläuft alles nach Plan, wird die Mine im nächsten Jahr betriebsbereit sein, sodass schon im vierten Quartal 2027 das erste Gold gegossen werden kann.

    Freies Gold in alten Pads

    Bis dahin muss das Team von Lahontan aber noch jede Menge erledigen. In diesem Jahr fährt man eine zweigleisige Explorationsstrategie. Das Bohrprogramm auf den historischen Haufenlaugungs-Pads läuft bereits, zielt aber nicht auf hartes Gestein. Die Analyse dieser Pads ergab, dass dort schätzungsweise über 200.000 Unzen Gold mit einem Durchschnittsgrad von ca. 0,34 g/t ungenutzt an der Oberfläche liegen. Die früheren Betreiber haben dies liegengelassen. Um diese Unzen in die offizielle Minenplanung aufnehmen zu können, startet das Bohrprogramm mit dem Sonic Rig, der die Auskleidung der Pads nicht beschädigt. Insgesamt 96 kurze Löcher werden gebohrt. Da es sich um bereits zerkleinertes Gestein an der Oberfläche handelt, sollte es hier keine technischen Probleme geben. Die CEO bezeichnet diese Unzen als „freies Gold“, da es extrem günstig gefördert werden kann (siehe Video-Interview unten).

    Zwei Bohrgeräte auf Santa Fe

    Neben diesen Arbeiten fährt man ein klassisches RC- und Core-Bohrprogramm zur Vergrößerung der Ressource. Bisher umfasst diese rund 1,9 Mio. Unzen Goldäquivalent, wobei sie sich nur auf das Hauptprojekt Santa Fe bezieht. Daneben zielt Lahontan Gold auf mehrere Satelliten-Vorkommen ab, wie beispielsweise West Santa Fe. Dieses Vorkommen liegt rund 13 km entfernt, direkt gegenüber dem Hauptprojekt Santa Fe. Das gefundene Erz soll unkompliziert per LKW über die Straße transportiert werden, es muss also vor Ort keine teure Verarbeitungsanlage gebaut werden. Die Baseline-Studien dafür laufen bereits und dauern etwa zwei Jahre. Die metallurgischen Tests aus der Vergangenheit zeigen hier Gewinnungsraten (Recoveries) von 70 % für Gold und 50 – 55 % für Silber. Eigene neue Studien lieferten aber deutlich bessere Ergebnisse von 81 % für Gold und 60 % für Silber. Zudem ist das hierbei West Santa Fe höhergradiger als beim Hauptvorkommen. Neuere Bohrergebnisse zeigten Abschnitte mit 3,11 g/t Gold über 41 Meter sowie Abschnitte mit 6 g/t und erhebliche Silbervorkommen.

    Ein aktuelles Update gibt es auch im Video-Interview mit Lahontan-Gründerin und CEO Kimberly Ann.

    https://youtu.be/QGRV7IfTWec

    Lahontan Gold: die nächsten Schritte!

    Während die Bohrarbeiten laufen, stehen die nächsten Schritte schon an. Schon in den kommenden Wochen dürfte die aktualisierte Ressource veröffentlicht werden. Sie wird noch nicht die Daten zum Gold aus den alten Haufenlaugungspads beinhalten. Zudem wird die Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA; Preliminary Economic Assessment) aktualisiert. Der Report dürfte im Frühherbst das Licht der Welt erblicken. Die bisherige Schätzung geht von einer Produktion von 70.000 bis 80.000 Unzen Gold jährlich aus, und zwar über acht Jahre. Die Cash-Kosten sollen unter 1.300 USD je Unze liegen. Unterstellt wurde bei dieser PEA allerdings ein Goldpreis von lediglich 1.950 USD. Aktuell kostet eine Unze Gold mehr als 4.000 USD. Dementsprechend sollten sich die Performance-Kennzahlen in der neuen PEA noch attraktiver darstellen.

    Toller Aufwärtstrend!

    Viel Luft nach oben:

    Bewertungstechnisch hat die Aktie von Lahontan Gold noch viel Luft nach oben. Der Börsenwert beträgt rund 160 Mio. CAD. Wenn man konservativ eine Produktion von 70.000 Unzen pro Jahr unterstellt, liegt der Umsatz zu heutigen Goldpreisen bei mehr als 300 Mio. USD. Das sind in etwa 414 Mio. CAD. Insofern bietet sich hier der Einstieg auf Sicht von zwei bis drei Jahren an. Da die Aktie zuletzt seitwärts lief, lohnt sich der sukzessive Einstieg über mehrere Orders.


    Fazit: Lahontan Gold befindet sich derzeit in einem Sweet Spot. Der Markt preist die Chance auf einen Produktionsstart Ende 2027 noch nicht ein. Jeder anstehende Meilenstein (neue Ressource, PEA, Genehmigungen) sollte die Aktie sukzessive anschieben. Die initialen Minenbaukosten von rund 135 Mio. USD könnten sich laut CEO Ann bei den aktuellen Marktpreisen bereits innerhalb von 12 bis 18 Monaten amortisieren. Typisch für diese Phase ist, dass auch die Branchenanalysten den Wert noch nicht auf dem Schirm haben. Sollte es auch von dieser Seite Bewegung geben, dürfte das neue, größere Anlegerschichten anlocken!


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    Der Autor

    Tarik Dede

    Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.

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