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21.05.2024 | 05:20

JinkoSolar, Medigene, Albemarle - den Turnaround im Visier

  • Turnaround
  • Märkte
  • Biotechnologie
Bildquelle: pixabay.com

Trotz historischer Rekordmarken bei den wichtigsten globalen Leitindizes befinden sich viele Unternehmen nach jahrelangen Korrekturphasen weit entfernt von ihren einstigen Allzeithochs. Doch die Zeichen stehen sowohl im Rohstoffsektor als auch bei Unternehmen der erneuerbaren Energien so gut wie lange nicht. Interessante Einstiegschancen bieten auch Unternehmen aus dem Biotechsegment, die aufgrund von Neuausrichtungen positive Impulse erfahren könnten.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: JINKOSOLAR ADR/4 DL-00002 | US47759T1007 , MEDIGENE AG NA O.N. | DE000A1X3W00 , ALBEMARLE CORP. DL-_01 | US0126531013

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Inhaltsverzeichnis:


    JinkoSolar – Vor wichtiger Marke

    Noch ist die Bodenbildungsformation eines der weltweit führenden Unternehmen in der Solarbranche noch nicht abgeschlossen, die Aufhellung des Chartbildes nimmt jedoch weitere Formen an. Nachdem der Aktienkurs bereits in der vergangenen Woche den seit Juli 2022 etablierten Abwärtstrend bei 26,80 USD testete, erfolgte zunächst ein erneuter Abverkauf unter ansteigenden Volumen zurück in den Unterstützungsbereich um 24,40 USD. Ein Bruch des besagten Abwärtstrends würde ein frisches Kaufsignal generieren, das erst mit dem folgenden Widerstand bei 30,20 USD, dem bisherigen Jahreshoch, enden dürfte.

    Für eine weiterhin positive Kursentwicklung dürften vor allem Neuigkeiten hinsichtlich größerer Auftragsvolumina sorgen. So vermeldete der chinesische Konzern einen Großauftrag aus Deutschland durch die Versicherungsgruppe Signal Iduna. JinkoSolar hat für einen neuen Energiepark in Witznitz, südlich von Leipzig, 1,1 Mio. Solarmodule des Typs Tiger Neo bereitgestellt. Dieser Solarpark, der gerade aufgebaut wird und eine Leistung von 605 MW aufweisen soll, zählt zu den größten Solarprojekten in Deutschland.

    Frank Niendorf, der Europa-Manager von JinkoSolar, äußerte sich folgendermaßen über das Projekt: „Der Solarpark Witznitz ist als eines der größten Projekte, das jemals in Deutschland und Europa mithilfe unserer TOPCon-Module angestoßen wurde, schon jetzt eine Benchmark für Erneuerbare Energien."

    Medigene – Voll im Plan

    Das seit dem Jahr 2000 notierte immunonkologische Plattformunternehmen, das sich auf die Erforschung und Entwicklung von T-Zell-Immuntherapien zur Behandlung von soliden Tumoren fokussiert, arbeitet weiterhin Schritt für Schritt am Turnaround, der sich schließlich auch mittelfristig am Chartverlauf zeigen dürfte.

    Nachdem bei einer überzeichneten Kapitalmaßnahme 5,9 Mio. EUR zur Finanzierung des Geschäftsbetriebs und zur Fortsetzung der Entwicklung des TCR-T-Programms MDG1015 eingenommen wurden, plant das Unternehmen aus Martinsried bei München den Investigational New Drug Application (IND) Antrag für das dritte Quartal 2024 und den Clinical Trial Application (CTA) Antrag für das vierte Quartal 2024. Neben Vertretern aus dem Aufsichtsrat, so der Vorsitzende Dr. Gerd Zettlmeissl, befanden sich auch Mitglieder des Managements, darunter CEO Dr. Selwyn Ho, unter den Zeichnern.

    Aufgrund der Fortschritte bei der Entwicklung von MDG1015 in Richtung klinische Studie am Menschen plant Medigene nun mit höheren Ausgaben im Bereich Forschung und Entwicklung. Demnach setzt das Unternehmen die Kosten in dem Bereich um 500.000 EUR höher, auf 11,5 Mio. EUR bis 13,5 Mio. EUR an. Zudem geht das Management davon aus, die Liquiditäts-Reichweite von April 2025 auf Juli 2025 ausweiten zu können.

    In der abgelaufenen Woche konnte Medigene auf der 21. Jahrestagung der Association for Cancer Immunotherapy in Mainz den firmeneigenen T-Zell-Rezeptor Entdeckungsprozess zur Generierung von 3S-TCRs mit optimaler Affinität präsentieren. Die vorgestellten Daten zeigten zudem, dass eine Verstärkung und Verbesserung der 3S-TCR-T-Zellen mit dem kostimulatorischen Switch-Protein PD1-41BB eine Überwindung der immunosuppressiven Mikroumgebung des Tumors ermöglicht und somit deutliche Vorteile bringt.

    Albemarle – Zahlen sorgen für Optimismus

    Steigt nach dem monatelangen Ausverkauf eine erneute Party im Anfang des Jahrzehnts gehypten Lithiumsektor? Betrachtet man den Lithiumpreis, könnte dieses Mal zumindest an einem Boden gearbeitet werden. Dieser konnte zumindest seit Jahresbeginn ein Plus von rund 15 % verbuchen. Positiv ist zudem, dass Analysten nach der Nachfragedelle bei Elektrofahrzeugen im zweiten Halbjahr 2024 eine Steigerung der Nachfrage erwarten.

    Aufgehellt hat sich zudem das Chartbild des größten Produzenten von Lithium und Lithiumverbindungen der westlichen Welt, Albemarle. Treiber für den Aufschwung waren unter anderem positive Zahlen zum ersten Quartal. Zwar sanken die Umsätze zum Vorjahresquartal um 47,3 %, trafen aber mit 1,36 Mrd. USD die Analystenschätzungen. Beim Gewinn je Aktie konnte Albemarle mit 0,26 USD die Prognosen der Analysten sogar toppen.

    Aus technischer Sicht konnte der kurzfristige Abwärtstrend vom Dezember 2023 durchbrochen werden. Mit dem Überwinden des horizontalen Widerstands bei 136,85 USD würde ein markantes Kaufsignal generiert werden, das kurzfristig Potenzial bis in den Bereich von 153,35 USD hätte.


    Sowohl beim chinesischen Solarmodulhersteller JinkoSolar als auch bei einem der größten Lithiumproduzenten der Welt, Albemarle, hellen sich die Chartbilder zunehmend auf und die Zeichen stehen auf Turnaround. Medigene liegt mit seinem führenden Projekt MDG1015 weiterhin im Zeitplan, die erste klinische Studie bis zum Jahresende zu starten.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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