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19.01.2026 | 04:30

Black Monday: Trotz Grönland, Strafzölle und Mercosur, BioTech im Aufwind! Bayer, Vidac Pharma; BioNTech und Novo Nordisk

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Bildquelle: pixabay.com

Die Börse hat das Jahr 2026 sehr volatil begonnen. Nun gibt es wegen der offenen Grönlandfrage sogar wieder Strafzölle für europäische Staaten, die an der dänischen Verwaltung festhalten wollen. Fragen des Völkerrechts haben die Börse in allen Konflikten des Jahres 2025 nicht berührt, was aber meistens stark beachtet wird, sind schwindende Margen durch künstliche Zölle. Gerade hatte sich die EU mit dem Mercosur-Abkommen auf die Schulter geklopft, schon droht die nächste trumpsche Gefahrenlage. Technisch stabil und mit ordentlich Schmackes geht es im BioTech-Sektor voran. Können die LifeScience-Spitzenreiter den DAX toppen?

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: VIDAC PHARMA HOLDING PLC | GB00BM9XQ619 , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , NOVO NORDISK A/S | DK0062498333 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026

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Inhaltsverzeichnis:


    Bayer mit operativer Wende - Pipeline-Erfolge und rechtliche Perspektiven

    Von 21 auf 42 EUR in nur 12 Monaten. Die Aktie von Bayer entpuppt sich neben Siemens Energy zur wahren DAX-Perle. Nun meldet sich auch noch das oberste US-Bundesgericht und hilft dem Pharmariesen aus der Glyphosat-Patsche. Operativ besonders positiv wurde auch der erfolgreiche Abschluss der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie „Oceanic Stroke“ für den Gerinnungshemmer Asundexian aufgenommen, der erstmals in einem klar definierten Schlaganfall-Setting überzeugen konnte. Damit gelingt dem Konzern eine partielle Rehabilitierung eines Projekts, das nach dem Fehlschlag in einer anderen Indikation bereits abgeschrieben schien. Der geplante Dialog mit den Zulassungsbehörden erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Asundexian mittelfristig zu einem relevanten Werttreiber avanciert. Parallel dazu stärkt Bayer sein etabliertes Pharmageschäft durch die EU-Zulassung von Eylea für eine weitere Augenheilkunde-Indikation. Die verlängerten Behandlungsintervalle der hochdosierten Variante erhöhen die Attraktivität für Patienten und Gesundheitssysteme und dürften die Wettbewerbsposition gegenüber Biosimilars absichern. Auf Konzernebene verbessert dies die Visibilität der Cashflows deutlich.

    Auch auf der juristischen Seite zeichnet sich zumindest perspektivisch Entlastung in der Glyphosat-Endlos-Story ab. Die Entscheidung des US Supreme Court, einen Glyphosat-Fall zur Klärung grundsätzlicher Rechtsfragen anzunehmen, eröffnet Bayer eine strategische Chance. Sollte das Gericht der Argumentation folgen, dass bundesstaatliche Klagen durch Bundesrecht begrenzt sind, könnte dies das Haftungsrisiko substanziell reduzieren. Unverhofft gesellt sich auch Unterstützung durch die US-Regierung hinzu, wer hätte das gedacht? Oder ist Herr Trump etwa Long in Bayer? In Summe hellt sich damit das Risikoprofil des Konzerns spürbar auf. Entsprechend haben Analysten ihre Bewertungen angehoben und sehen wieder Aufwärtspotenzial. Bei moderater Bewertung mit KGV 2026e 9,3 deutet vieles darauf hin, dass Bayer die Talsohle durchschritten hat. Der Kursverdoppler in nur 12 Monaten schreit eigentlich nach einer Konsolidierung. Die Jahreszahlen 2025 und einen Ausblick gibt es am 25. Februar. Wer seit den Zwanzigern investiert ist, könnte eine kleine Nervenpause einlegen. Auffällig ist die analytische Aufstufung von mwb research mit Kursziel 54 EUR, gegenüber einem veralteten LSEG-Konsens von 36,50 EUR. Erwarten sie weitere Kurszielanpassungen anderer Broker.

    Vidac Pharma – Im Fokus antizyklischer Investoren

    Das hat nun auch CEO Max Herzberg sichtlich überrascht. Seit 2 Jahren hat sich die Aktie von Vidac Pharma überwiegend seitwärts bewegt. Kein Wunder, denn die Forschungsausgaben mussten immer wieder refinanziert werden, dennoch wurden durch diese Investitionen wichtige Meilensteine erreicht. Nun hat sich Vidac Pharma erfolgreich als spezialisierter Innovator im Feld metabolischer Krebstherapien etabliert und gewinnt sowohl wissenschaftlich als auch kapitalmarkttechnisch an Profil. Kern der Equity Story ist ein therapeutischer Ansatz, der gezielt den Tumorstoffwechsel adressiert und damit einen alternativen Weg jenseits klassischer Chemo- oder Immuntherapien verfolgt. Der Fokus auf Hexokinase-2 als zentralen Schaltpunkt des Warburg-Effekts eröffnet die Möglichkeit, Krebszellen selektiv zu schwächen und gleichzeitig ihre Immunanfälligkeit zu erhöhen.

    Die jüngst erteilten US-Patente für HK2-modulierende Wirkstoffe stärken diese Plattform substanziell und sichern den Zugang zum wichtigsten Pharmamarkt langfristig ab. Besonders relevant ist dabei die Breite der Patentansprüche, die sowohl onkologische als auch weitere Anwendungsfelder abdecken. Damit erhöht sich nicht nur der strategische Wert der Pipeline, sondern auch die Attraktivität für potenzielle Partner oder Lizenznehmer. Die Wirkstoffkandidaten VDA-1102 und VDA-1275 dienen als klinische Validierung derselben wissenschaftlichen Logik und reduzieren das technologische Entwicklungsrisiko.

    Nun, mit dem Fortschreiten in Richtung klinischer Phasen, rückt Vidac in eine Bewertungszone vor, in der erfahrungsgemäß strategische Transaktionen wahrscheinlicher werden. Analystenseitig wird dieses Potenzial bereits reflektiert, wie die im November bestätigte Kaufempfehlung von Sphene Capital über 4,20 EUR zeigt. Auffällig auch das deutlich angestiegene Handelsvolumen seit der Notiz im elektronischen Tradegate-System in letzter Woche. Seit Jahresanfang explodierte der Titel von 0,55 auf 0,96 EUR! So wird Rendite gemacht.

    Novo Nordisk und BioNTech – Jetzt stufen die Analysten hoch

    Bei den großen LifeScience-Titeln BioNTech und Novo Nordisk geht es munter weiter. Seit Weihnachten haben momentumgetriebene Anleger auch hier zwischen 17 und 26 % verdienen können. Saubere technische Formationen indizieren weitere mittelfristige Aufwertungen. Ob es so viel wie bei Bayer oder Vidac werden wird, kann man heute noch nicht seriös abschätzen. Dennoch sieht es so aus, als wenn bei BioNTech und Novo Nordisk der Knoten endlich geplatzt ist. Letztere profitiert von der Zulassung einer höheren Maximaldosis des Abnehmpräparats Wegovy von bis zu 7,2 mg Semaglutid pro Woche durch die britische Gesundheitsbehörde MHRA. Mit dieser Erweiterung stärkt der Konzern seine Position im wachsenden Markt für Gewichtsreduktion, in dem er hart mit Eli Lillys Tirzepatid konkurriert. Zusätzliche Impulse könnten von der neuen oralen Wegovy-Tablette ausgehen, die laut Berenberg-Analysten bereits 2026 rund 1 Mrd. USD Umsatz in die Kasse spielen dürfte. Die Experten haben den Zielkurs bereits in 2025 auf 415 DKK angehoben, Jyske Bank sieht sogar 475 DKK. Am Freitag stand Novo Nordisk bereits bei 388 DKK.

    BioNTech richtet seinen Fokus zunehmend auf den Bereich Onkologie und plant, im laufenden Jahr die Ergebnisse aus 7 fortgeschrittenen Krebsstudien zu veröffentlichen, von denen 5 potenziell zulassungsrelevant sind. Damit will sich das Mainzer Biotechunternehmen stärker von seinem rückläufigen Covid-19-Impfstoffgeschäft lösen. In der Kasse befinden sich immer noch Barmittel über ca. 17 Mrd. EUR. Auch hier gibt es positive Analysten-Voten z.B. von Berenberg mit 12-Monats-Kursziel von 155 USD. Der LSEG-Konsens liegt übrigens stark darunter bei nur 136 USD, aktueller Kurs 109 USD. Beide Titel weiter kaufen!

    In den letzten 6 Monaten können sich Bayer und Vidac Pharma um über 50 % nach oben schwingen. BioNTech und Novo Nordisk laborieren noch an ihren langen Abwärtstrends, das Momentum stimmt aber. Quelle: LSEG vom 18.01.2026

    Nach einer längeren Konsolidierungsphase zeigt sich der Biotech-Sektor wieder in Bewegung. In den vergangenen Wochen konnten Titel wie Bayer, BioNTech oder Novo Nordisk wichtige charttechnische Unterstützungszonen verteidigen und anschließend kräftig zulegen. Mit dem Start ins Börsenjahr 2026 dürfte nun auch verstärkt Kapital aus gut gelaufenen Technologieaktien in attraktiv bewertete Life-Science- und Biotech-Unternehmen umgeschichtet werden. Unter diesen aussichtsreichen Werten rückt auch Vidac Pharma zunehmend in den Fokus. Das Unternehmen, das an neuartigen Therapieansätzen im Bereich der Onkologie und Dermatologie arbeitet, profitiert von der guten Sektor-Stimmung und einer hohen Eigendynamik.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Neue Krebstherapien zielen auf medizinische Durchbrüche ab. Für Anleger ist jedoch entscheidend, wann sich Fortschritte auch in steigenden Börsenkursen widerspiegeln. Vidac Pharma befindet sich in einer sehr spannenden Unternehmensphase. Die Gesellschaft wartet auf entscheidende Studiendaten, die den innovativen Ansatz in Bezug auf den Krebszellstoffwechsel untermauern und einen Meilenstein markieren könnten. Bayer baut sein Onkologiegeschäft aus, muss sich jedoch gleichzeitig einer Reihe von Herausforderungen stellen. Evotec muss beweisen, dass sich Forschung, Technologieplattformen und strategische Partnerschaften profitabel vermarkten lassen und verlorenes Anlegervertrauen zurückgewinnen. Welche Fortschritte könnten nun zu einer Neubewertung führen?

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    Der Boom bei Medikamenten gegen Übergewicht schafft innerhalb der Pharmabranche einen Milliardenmarkt mit einem Volumen von 100 Mrd. USD jährlich. Novo Nordisk und Eli Lilly kämpfen hier um die Vorherrschaft. Auch Merck mischt mit, allerdings steht der Darmstädter Konzern noch am Anfang. BioNxt Solutions will bewährte Wirkstoffe mit einem auflösbaren Film verabreichen und adressiert bei vergleichsweise geringem Risiko ein enormes Potenzial. Bei BioNTech entscheidet ein üppiges Liquiditätspolster darüber, wie viel Zeit der Konzern für seinen nächsten Wachstumsschub hat. Wo steckt die größte Börsenchance?

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