Menü schließen




07.06.2021 | 05:08

Mineworx Technologies, BASF, Nestlé – Investmentidee Kreislaufwirtschaft

  • Kreislaufwirtschaft
  • Innovationen
  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Alles ist endlich, jedes Material und jeder Rohstoff. Hier setzt die Idee der Kreislaufwirtschaft an. Es gilt ein regeneratives System zu entwickeln, in welchem Ressourceneinsatz und Abfallproduktion, Emissionen und Energieverschwendung durch das Verlangsamen, Verringern aber auch das Schließen von Energie- und Materialkreisläufen minimiert werden. Die folgenden drei Unternehmen haben alle in unterschiedlicher Art und Weise mit der Kreislaufwirtschaft zu tun. Davon können auch Aktionäre profitieren.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: CA6034652041 , DE000BASF111 , CH0038863350

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    MINEWORX TECHNOLOGIES LTD – Goldgrube Recycling

    Recycling ist ein wichtiger Bestandteil der Kreislaufwirtschaft. Wenn man sich näher mit dem Recycling des wichtigen Industriemetalls Kupfer beschäftigt, dann fällt Aurubis auf. Die Hamburger verarbeiten komplexe Metallkonzentrate und diverse Recyclingrohstoffe und sind im Kupferrecycling weltweit führend. Geht es um das Thema Wasser, dann ist der Name des französischen Konzerns Veolia vielleicht bekannt. Aus Paris heraus agiert das Unternehmen schwerpunktmäßig in den Bereichen Wasser und Abwasser, Abfallentsorgung und Energieversorgung.

    Oft lauern Kurschancen jedoch insbesondere bei weniger bekannten Gesellschaften. So auch bei der kanadischen Mineworx Technologies, die sich aufmacht, in das lukrative Recycling von Diesel-Katalysatoren einzusteigen und so auf innovative und risikoarme Art und Weise teure Edelmetalle Palladium und Platin zu gewinnen. Die Kanadier haben sich auf die Kreislaufwirtschaft in den Sektoren Bergbau, elektronischer Schrott und Katalysatoren der Automobilindustrie spezialisiert. Interessanterweise ist die Gesellschaft als Explorationsgesellschaft gestartet und hält noch zwei Assets in Spanien. Wie beschrieben, spielt die Musik aber nun im Recycling für Dieselkatalysatoren. Hier hat Mineworx ein innovatives und patentiertes Verfahren etabliert und adressiert damit einen Markt mit mehr als 100 Mio. Katalysatoren weltweit. Rund 80% der weltweiten Produktion von Palladium werden für Katalysatoren verwendet. Die Preise für Palladium und Platin liegen mehrfach über jenen von Gold.

    Die vollständig geplante und vollfinanzierte Pilotanlage des Unternehmens soll Anfang des dritten Quartals des laufenden Jahres in Betrieb gehen und bis Ende 2021 erste Erträge erwirtschaften. Das Verfahren von Mineworx geht nicht den herkömmlichen Weg der Einschmelzung, sondern gewinnt Platin und Palladium insbesondere aus gemahlenen Kernmaterialien der Katalysatoren und durch einen chemischen Prozess. Das daraus gewonnene Konzentrat wird anschließend an eine Raffinerie verkauft. Mineworx stellt nach dem Hochfahren der Anlage einen Umsatz von 100 Mio. USD bei einer Bruttomarge von etwa 20% in Aussicht. Kooperationspartner der Kanadier bei der Kommerzialisierung ist Davis Recycling. Das Unternehmen ist in 13 Bundesstaaten der USA aktiv und betreibt das Katalysator-Recycling seit 20 Jahren. Davis Recycling soll die Lieferung der notwendigen Kernmaterialien übernehmen. Bei erfolgreichem Anlauf der ersten Produktion, sollen Anlagen in ganz Nordamerika geplant werden.

    Die Kommerzialisierung des Recyclinggeschäftes der Diesel-Katalysatoren in den USA könnte leicht zu einer Neubewertung von Mineworx Technologies führen. Aber noch muss der Proof of Conecpt erbracht werden. Wir sind aber optimistisch, dass dies gelingt. Dann sollte die Aktie im nächsten Jahr mit dem zwei- bis vierfachen des erzielten Umsatzes bewertet sein, d.h. mit 200 Mio. USD und mehr. Aktuell kann man noch zu einem Börsenwert von bescheidenen 23 Mio. CAD einsteigen.

    BASF SE – veräußert Anteil am Spezialchemiekonzern Solenis

    Die Ludwigshafener gehören zu den größten Chemiekonzernen der Welt. Eine beachtliche Reise hat das Unternehmen seit seiner Gründung 1865 in Mannheim als Badische Anilin- & Soda-Fabrik zurückgelegt. Im letzten Geschäftsjahr erwirtschafteten die Rheinland-Pfälzer mit 110.000 Mitarbeitern an über 390 Produktionsstandorten und in mehr als 80 Ländern einen Umsatz von 59 Mrd. EUR. Die Geschäftstätigkeit wird in den sechs Segmenten Chemicals, Materials, Industrial Solutions, Surface Technologies, Nutrition & Care und Agricultural Solutions zusammengefasst. Angesichts der Größe des Konzerns und der großen Bandbreite, verwundert es nicht, dass der Konzern gefühlt alle drei Tage Neuigkeiten zu Partnerschaften, Innovationen und Kooperationen veröffentlicht.

    Letzte Woche berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg, dass sich BASF von seiner Beteiligung am Spezialchemiekonzern Solenis trennen wolle. BASF hält 49% am Unternehmen, das 2019 aus einer Fusion eines von CD&R gekauften Unternehmens mit einer BASF-Sparte hervorgegangen war. Solenis stellt vor allem Chemikalien zur Wasseraufbereitung her und erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von rund 3 Mrd. USD. Börsianer mögen das DAX-Mitglied mit einer Marktkapitalisierung von aktuell 63 Mrd. EUR. Die vorteilhafte strategische Aufstellung, die moderate Unternehmensbewertung mit einem 2022er KGV von 15 sowie die üppige Dividendenrendite von 5% gefallen den Analysten. Die Experten billigen den Anteilsscheinen durchschnittlich ein Aufwärtspotenzial von 13% zu.

    NESTLE SA – Neuordnung des Wassergeschäfts läuft

    Nestlé ist ein weltweit führender Nahrungsmittelkonzern, der 1866 in der Schweiz gegründet wurde. Der Wasserbereich „Nestlé Waters“ besitzt über 90 Produktionsstandardorte in 34 Ländern und umfasst Marken wie S. Pellegrino, Perrier, Nestlé Pure Life, Arrowhead, Deer Park und Vittel. Damit ist für die Schweizer auch das Thema Recycling von Flaschen und Dosen von Bedeutung. Der Konzern stand in den letzten Jahren wiederholt im Mittelpunkt mehrerer Wasserskandale. Ende März beendete Nestlé die Neuordnung des Wassergeschäfts in Nordamerika mit dem Verkaufsabschluss mehrerer Marken an One Rock Capital Partners für 4,3 Mrd. USD.

    Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte der Konzern mit 273.000 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von 84,3 Mrd. CHF bei einen Gewinn je Aktie von 4,21 CHF, wovon 2,75 CHF als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet wurden. Derzeit weist die Aktie bei 112,90 CHF ein 2022er KGV von 25 und eine Marktkapitalisierung von 318 Mrd. CHF auf. Nestlé strebt an, das gesamte Wasserportfolio bis 2025 klimaneutral zu stellen.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Armin Schulz vom 10.07.2026 | 05:20

    Zinsen, Rohstoffe und Mieten: Mit Deutsche Bank, Globex Mining und Vonovia verdienen Sie in jeder Marktphase

    • Deutsche Bank
    • Globex Mining
    • Vonovia
    • Zinsen
    • EZB
    • Wealth-Management
    • Rohstoffe
    • Edelemetalle
    • Basismetalle
    • Spezialmetalle
    • Immobilien
    • Immobilienmarkt

    Die EZB hält den Zins-Poker aufrecht, geopolitische Risiken bleiben präsent und der deutsche Immobilienmarkt sucht nach Stabilität. Die entscheidende Frage ist nicht, welcher Sektor dominiert, sondern wie sich Banken, Rohstoffe und Wohnimmobilien kombinieren lassen, um Zinsrisiken und Marktschwankungen auszugleichen. Wer nur auf Gold oder eine Immobilienrallye setzt, übersieht die komplexe Realität: Zinspolitik, Rohstoffzyklen und Baukosten folgen eigenen Gesetzmäßigkeiten. Ein diversifizierter Ansatz gewinnt daher an Bedeutung. Die Deutsche Bank, Globex Mining mit seinem Rohstoffportfolio und der Immobilienkonzern Vonovia stehen exemplarisch für diese drei Säulen und lassen sich gezielt als Basis für ein ausgewogenes Portfolio nutzen.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 08.07.2026 | 05:00

    Kanada und Europa sichern gemeinsam Rohstoffe: Warum BMW und Volkswagen Power Metallic Mines im Blick haben sollten

    • Rohstoffe
    • Kupfer
    • Nickel
    • Platingruppen
    • E-Auto

    Die Transformation der Automobilindustrie hin zur Elektromobilität wirbelt die klassischen Lieferketten durcheinander. Während früher die möglichst effiziente Montage entscheidend war, kommt es in der Ära der E-Autos auf den gesicherten, ökologischen Zugang zu kritischen Mineralen an. Vor allem strenge gesetzliche Vorgaben wie das europäische Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz zwingen die Autobauer dazu, die Herkunft ihrer Rohstoffe lückenlos bis zur Mine zu dokumentieren. In dieser Gemengelage hat sich Kanada als einer der wichtigsten Partner für die europäische Industrie herauskristallisiert. Hier stimmen die Standards und die mineralischen Gehalte – wir stellen Markt und mögliche Profiteure vor.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 06.07.2026 | 04:00

    Crash nein Danke - Automobilsektor vor dem Turnaround! 133 % mit BYD, VW, North Arrow Minerals und BMW

    • Automotive
    • E-Mobilität
    • Rohstoffe
    • Kritische Metalle
    • Gold

    In den letzten Monaten gab es an der Börse kaum eine andere Branche, die sich so großer Unbeliebtheit erfreuen konnte wie der Automobil-Sektor. Margenkampf und Restrukturierungen mit Massenentlassungen machen in Europa die Runde. Dieser Abwärtstrend resultiert primär aus strukturellen Überkapazitäten und dem verfehlten Timing beim Hochlauf der Elektromobilität. Nun blicken die deutschen Verbrenner-Könige auf den aggressiven Markteintritt staatlich subventionierter chinesischer Konkurrenten. Gerade europäische Hersteller geraten dadurch in eine fatale Zangenkrise aus sinkenden Absatzzahlen und gleichzeitig steigenden Investitionskosten. Analysten bewerten die traditionellen Geschäftsmodelle der OEMs daher mehrheitlich als risikobehaftet und setzen ihre Zukunftserwartungen nach unten. Schlagartig verlagern institutionelle Investoren ihre Portfolios in weniger zyklische und margenstärkere Wachstumssektoren. Das Resultat: Minus 34 % im gesamten Sektor in den letzten 12 Monaten. Gibt es noch Hoffnung für die Titanen auf 4 Rädern?

    Zum Kommentar