Menü schließen




03.09.2025 | 05:20

Mit dem Management in Wasserstoff investieren: Air Liquide, Pure Hydrogen, Air Products & Chemicals

  • Wasserstoff
  • Ökosystem
Bildquelle: KI

Wenn Vertreter des Managements im großen Stil Aktien des eigenen Unternehmens halten oder aber deren Vergütung an die Entwicklung des Aktienkurses gekoppelt ist, ist das für alle Anleger eine gute Nachricht. Ein Management mit „Skin in the game“ denkt in der Regel langfristiger und orientiert sich auch an den Interessen der Anleger. Wir stellen drei Wasserstoff-Aktien vor, bei denen das Management Aktien hält – mal mehr, mal weniger. Wo die größten Chancen lauern und bei welchen Titeln es Fallstricke gibt? Lesen Sie weiter!

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: PURE HYDROGEN CORPORATION LIMITED | AU0000138190 , AIR LIQUIDE INH. EO 5_50 | FR0000120073 , AIR PROD. CHEM. DL 1 | US0091581068

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Zahl der Wasserstoff-Projekte wächst rasant – Konzerne setzen auf Groß-Projekte

    Die globale Wasserstoffwirtschaft wächst rasant: Laut Hydrogen Council sind weltweit bereits über 1.500 neue Wasserstoff-Projekte geplant – das sind etwa 600 % mehr als 2021. Insgesamt werden dafür bis 2030 Investitionen in Höhe von rund 680 Mrd. USD nötig. Viele Regierungen fördern Wasserstoff-Investitionen. Vor allem Sektoren wie die Schifffahrt, der Schwertransport oder auch bestimmte Teile der Industrie kommen ohne Wasserstoff nicht aus. Im Zuge dieser wachsenden Nachfrage richtet sich der Fokus des Marktes auf Aktien wie Air Liquide oder Air Products & Chemicals. Ersteres Unternehmen ist nach Linde der zweitgrößte Industriegashersteller der Welt und setzt vor allem auf Großinitiativen. In Rotterdam investiert Air Liquide 500 Mio. EUR in einen Elektrolyseur mit 200 MW, der zwei Elektrolysetechnologien kombiniert und jährlich 23.000 t erneuerbaren Wasserstoffs liefern soll. Zuletzt punktete das Unternehmen mit starken Auftragseingängen.

    Auch Air Products & Chemicals ist im Bereich der Industriegase zu Hause und betreibt Gas- und Tankstellennetze. Auch in der Betankung von Fahrzeugen mit Brennstoffzelle ist Air Products aktiv. Grünen Wasserstoff herzustellen ist ein weiteres Betätigungsfeld, in dem das Unternehmen in den vergangenen Jahren ein großes Wachstumsfeld sah. Im Februar 2025 legte der neue CEO Eduardo Menezes allerdings drei Wasserstoff-Projekte in den USA auf Eis. Man wolle sich auf wertschöpfende Investitionen fokussieren hieß es damals. Obwohl Analysten die Aktie von Air Products laut Marketbeat verhalten optimistisch sehen und das gemittelte Kursziel bei 335 USD liegt, kommt die Aktie kaum vom Fleck: Ein Minus von rund 5,8 % auf Sicht von sechs Monaten ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass die Insiderquote bei Air Products gemessen an den ausstehenden Aktien lediglich bei 0,4 % liegt. Noch geringer ist der Anteil bei Air Liquide.

    Bei Pure Hydrogen kauft das Management Aktien: Wasserstoff für den Mittelstand

    Ganz anders ins eigene Unternehmen investiert ist das Management des australischen Wasserstoff-Lösungsanbieters Pure Hydrogen: Managing Director Scott Brown bringt es auf mehr als 13 Mio. Aktien und Director Ron Prefontaine sogar auf 18,7 Mio. Aktien. Pure Hydrogen entwickelt ein integriertes Clean-Energy-Ökosystem, produziert, speichert und verteilt Wasserstoff und will bei Kunden mit seinem umfassenden Lösungsangebot rund um Wasserstoff punkten. Während Großunternehmen wie Air Liquide oder Air Products auf Prestige-Projekte setzen, will Pure Hydrogen Partner auch von mittelgroßen Unternehmen werden.

    Vor allem im Bereich emissionsfreier Nutzfahrzeuge kann Pure Hydrogen mit seinem breiten Portfolio punkten und arbeitet dafür unter anderem mit HDrive International, Hyzon oder BYD zusammen. Im zweiten Quartal lieferte das Unternehmen erste Brennstoffzellen-LKW an Kunden aus und erhielt weitere Aufträge für emissionsfreie Busse sowie LKW. Interessant ist bei Pure Hydrogen auch die Beteiligung an Gas-Projekten in Australien und Botswana. Noch stehen Genehmigungen zur Förderung aus, doch könnten die Erlöse aus dem Gas-Geschäft Investitionen im Wasserstoff-Bereich möglich machen. Für Anleger würde das bedeuten, dass die Aktie anders als bei vielen anderen Wachstumsunternehmen nicht nachträglich verwässert wird. Möglicherweise ist dieser „Gas-Joker“ auch ein Argument für das Management, sich derart deutlich im eigenen Unternehmen zu engagieren und eigene Aktien langfristig zu halten.

    Marktkapitalisierung + anziehendes Geschäft = gute Perspektive für Anleger?

    Auch für Anleger ist bei der Aktie von Pure Hydrogen deutlich mehr Feuer drin: Während beide großen Wasserstoff-Aktien bereits mit mehreren Milliarden bewertet werden, ist Pure Hydrogen lediglich etwas mehr als 20 Mio. EUR wert. Da das Unternehmen 2025 bereits neue Aufträge vermeldet hat und es eine integrierte Wasserstoff-Lösung bietet, die sich auch für mittlere und kleinere Unternehmen anbietet, sollten Investoren den Nebenwert auf dem Schirm haben. Gemeinsam mit dem Management zu investieren kann Anlegern ein gutes Gefühl geben. Die allgemein rosigen Prognosen für die Wasserstoff-Wirtschaft tun ihr Übriges.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 17.04.2026 | 04:50

    Perfekter Einstiegszeitpunkt: dynaCERT – innovative Brückentechnologie trifft den Nerv der Zeit!

    • Brückentechnologie
    • Wasserstoff
    • Dieselmotor
    • Innovation
    • Energieschock
    • CO2-Zertifikate
    • Klimaschutz
    • Emissionen
    • Kosteneffizienz

    Wenn sich ein Unternehmen operativ entscheidend weiterentwickelt, aber die Börse dies ignoriert, ergeben sich für weitsichtige Anleger große Chancen. Genau dies ist aktuell bei dynaCERT der Fall. Die smarte Brückentechnologie der Kanadier zur Nachrüstung von Dieselmotoren liefert nachweislich zwei große Vorteile: Kosteneffizienz und Umweltentlastung. Mit der bedarfsgerechten Erzeugung von Wasserstoff direkt an Bord und der Beimischung im Verbrennungsprozess lassen sich Treibstoffverbrauch und Emissionen nachweislich deutlich reduzieren. Der Energieschock und die zunehmende Regulierung von Treibhausgasemissionen spielen der Gesellschaft zudem in die Karten. Analysten bescheinigen der Aktie Vervielfachungspotenzial!

    Zum Kommentar

    Kommentar von Stefan Feulner vom 13.04.2026 | 05:10

    ITM Power, Lahontan Gold, Droneshield – Unsicherheiten bieten Kaufchancen

    • Gold
    • Drohnentechnologie
    • Wasserstoff

    Die Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran am Wochenende in Islamabad sind, wie zu erwarten war, vorerst gescheitert. Aufgrund dessen dürften die globalen Aktienmärkte zum Wochenstart weiter nach unten drehen. Bei vielen Aktien drohen massive Korrekturen und Übertreibungen, die langfristig als Kaufchancen genutzt werden könnten. So bieten sich neben dem Goldsektor auch im Bereich Wasserstoff und Drohnentechnologie interessante Chancen.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 09.04.2026 | 05:00

    Kupfer und PGM im Fokus: Rio Tinto, Sibanye-Stillwater und die Chance bei Power Metallic Mines

    • Kupfer
    • Platingruppen
    • Erneuerbare Energien
    • Wasserstoff
    • Energie

    Die Sicherung von Kupfer und Platingruppenmetallen (PGM) wird immer wichtiger, da diese Elemente sowohl für die Energieinfrastruktur als auch für die Wasserstoffwirtschaft unverzichtbar sind. Analysen von S&P Global und McKinsey prognostizieren einen Anstieg der Kupfernachfrage auf 42 Mio. t bis zum Jahr 2040, was einem Zuwachs von 50 % gegenüber 2025 entspricht. Gleichzeitig berichtet die Internationale Energieagentur (IEA), dass die Nachfrage nach Wasserstoff im Jahr 2024 bereits satte 100 Mio. t umfasste, was den Bedarf an Platin und Palladium für Elektrolyseure treibt. Während Großkonzerne wie Rio Tinto ihre Marktführerschaft durch Investitionen in riesige Kupferprojekte absichern, um den langfristigen Bedarf der Industrie zu decken, konzentriert sich der PGM-Spezialist Sibanye-Stillwater verstärkt auf die Diversifizierung seines Portfolios in Richtung polymetallischer Lagerstätten in stabilen Jurisdiktionen. In diesem Umfeld operiert Power Metallic Mines mit seinem Nisk-Projekt im kanadischen Distrikt Québec. Kürzliche Entdeckungen in der Lion Zone bestätigten außergewöhnliche Kupfergrade von über 10 % sowie signifikante PGM-Beiprodukte. Diese Qualität in einer erstklassigen Bergbauregion macht das Unternehmen interessant - für Anleger, die auf strategische Konsolidierungen spekulieren und für Großkonzerne auf der Suche nach erstklassigen Ressourcen.

    Zum Kommentar