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12.06.2024 | 04:45

Nach der Wahl, jetzt Verbrenner kaufen? Mercedes-Benz, Volkswagen, Globex Mining und BYD auf der Teststrecke

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Bildquelle: pixabay.com

Mit der Riesenschlappe des grünen Lagers zur EU-Wahl geht ein Raunen durch die Automobil-Industrie. Wird das Verbrenner-Verbot doch noch zu Gunsten einer allgemeinen Technologie-Offenheit zu Fall gebracht? Die besten herkömmlichen Autos kommen bekanntlich aus Deutschland und sie sind nachweislich nicht klimaschädlicher als die E-Fahrzeuge aktueller Bauart. Die Wähler haben den grünen Schleier nun endlich gelüftet, die Doktrin der Besserwisser ist somit erst mal auf dem Rückzug. Aus klimatechnischer Sicht macht es natürlich Sinn, in Batteriespeicher zu investieren, sie müssen aber nicht zwingend in Autos verbaut werden. Wie können Anleger von der aktuellen Gemengelage profitieren?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , VOLKSWAGEN AG ST O.N. | DE0007664005 , MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039

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Inhaltsverzeichnis:


    Volkswagen – Eintritt in das Energiespeicher-Geschäft

    Der Volkswagen-Konzern hat seine Elektrifizierung recht spät begonnen, dafür gibt man jetzt ordentlich Gas. Das unter 25.000 EUR kostende E-Auto ID.2 soll nun in 2026 auf den Markt kommen, damit könnte man in der Liga der günstigen Fernosthersteller mithalten. Zusätzlich wollen die Wolfsburger auch ihr Engagement im Energiespeicher-Sektor erhöhen. In Valencia entsteht eine 10 Mrd. EUR schwere Giga-Fabrik, dort werden über 3.000 Arbeitsplätze geschaffen. Des Weiteren hat man mit der Lade- und Energiemarke Elli den Einstieg in ein neues Geschäftsfeld angekündigt. Elli wird große, universelle Batterie-Speicherprojekte entwickeln. Erste Vorhaben mit 350 MW-Speicher sind bereits in der Pipeline. Damit schlägt VW die Tür zur gewerblichen und industriellen Energiespeicherung auf. Da das Massen-Automobilgeschäft seit Jahren Margenprobleme aufwirft, ist eine Diversifizierung in andere Bereiche für den Konzern nicht die schlechteste Idee.

    Mit aktuellen Kursen von rund 112 EUR ist der Aktienpreis nicht mehr weit von seinem Jahrestief bei 108 EUR entfernt. Fundamental sollte jetzt ein genauer Blick auf die VW-Aktie geworfen werden, denn glaubt man den Experten auf der Plattform Refinitiv Eikon, beträgt das KGV auf Basis der 2024er Schätzungen nur noch niedrige 3,7. Die erwarteten Umsätze von 325,4 Mrd. EUR liegen zwar nur 1 % höher als 2023, man darf aber nicht vergessen, dass sich Deutschland am Rande einer Rezession befindet. Die Budgets der privaten Haushalte ächzen unter der hohen Steuer- und Abgabenlast aus Berlin und daran wird sich auf kurze Sicht wenig ändern.

    Mercedes und BYD – EU-Zölle auf chinesische E-Autos in der Schublade

    Laut Mercedes-CEO Ola Källenius erwartet man in Automobilkreisen in Kürze eine Entscheidung der EU-Kommission über die Einführung von Strafzöllen auf Elektroautos aus China. Derzeit gibt es viele Gerüchte über das Ergebnis der seit Monaten laufenden Untersuchung. Die EU-Kommission wirft China vor, mit Subventionen für heimische E-Auto-Hersteller den Wettbewerb zu verzerren. Källenius sprach sich öffentlich für einen freien Handel aus, faire Regeln vorausgesetzt.

    Die Bundesregierung und die deutsche Autoindustrie sehen höhere Zölle gegen chinesische Autoimporte aus Sorge über Vergeltungsmaßnahmen der Regierung in Peking sehr kritisch. China ist der wichtigste Absatzmarkt der deutschen Autobauer, die zwar vor Ort für den chinesischen Markt produzieren, aber auch viele Fahrzeuge von dort importieren. Aktuell stammt jedes zweite Auto, das aus China in die EU importiert wird, von europäischen Herstellern. Ob die EU hier die richtige Gangart finden wird, steht in den Sternen, denn theoretisch müssten auch den deutschen Importen diese Zölle aufgebrummt werden. Denn deutsche Hersteller nutzen die günstigen Kostenrelationen in Asien.

    Bei deutschen Kunden steigt das Interesse an chinesischen E-Auto-Modellen in den letzten Monaten deutlich. Hersteller wie BYD, bis in jüngerer Vergangenheit noch nahezu unbekannt, locken mit attraktiven Modellen, welche deutsche Hersteller merklich unter Druck setzen. Der chinesische Hersteller geht in seiner Preispolitik davon aus, dass die Regierungs-Subventionen über das Jahr 2025 hinaus verlängert werden. BYD bietet folglich in der EU im Schnitt 20 bis 25 % günstiger an. Der Marktanteil ist freilich noch homöopathisch, das könnte sich aber schnell ändern, wenn die hohen Preise für europäische Produkte vom Konsumenten nicht mehr ohne weiteres bezahlt werden.

    Interessant ist ein Bewertungsvergleich. VW und Mercedes-Benz sind analytisch gegenüber BYD nicht mal halb so hoch bewertet, Analysten auf der Plattform Refinitiv Eikon taxieren die 12-Monats-Kursziele für Mercedes im Schnitt auf 87 EUR. Das ist ein Aufschlag von 34 % zum aktuellen Kurs.

    Globex Mining – Profiteur der Metall-Knappheit

    Die Metallrally am Rohstoffmarkt geht an der Aktie von Globex Mining nicht spurlos vorüber. Zwischenzeitlich hatte der Kurs des kanadischen Explorers und Asset Managers bereits über 30 % zulegen können. In den letzten Tagen haben die sinkenden Spotpreise bei den Edelmetallen kleinere Gewinnmitnahmen ausgelöst. Aktuell blickt CEO Jack Stoch auf 248 Projekte und verfügt über jederzeit liquidierbare Aktien und Cash von zusammen gut 25 Mio. CAD.

    Auf dem Lizenzgrundstück Lac Escale (James Bay) bohrt der Kooperationspartner Brunswick Exploration nach Lithium. Zu den Höhepunkten zählen 1,64 % Lithiumoxid (Li2O) auf 69,3 Metern in Bohrloch MR-24-61 und 1,17 % Li2O auf 28,3 Metern in Bohrloch MR-24-50. Globex erhält eine 3 %-Royality auf den Lithium-Claims von Lac Escale, wenn das Projekt in Produktion geht. Bei steigenden Lithiumpreisen ist das sicherlich ein mittelfristiges Thema.

    Gründe für ein Globex-Investment gibt es zu Hauf. Da ist zum einen die explodierende Kupfer-Nachfrage. Sie sollte wegen der zunehmenden weltweiten Elektrifizierung weiter hoch bleiben. Im laufenden Jahr schoss der Kupferpreis schon von 8.500 auf 11.200 USD je t nach oben, zuletzt konsolidierte er wieder leicht, der Aufwärtstrend ist jedoch etabliert. Mit 55,2 Mio. emittierten Aktien liegt die Marktkapitalisierung von Globex aktuell nur bei etwa 35 Mio. EUR. Diese niedrige Bewertung lockt neben Rohstoff-Fans immer wieder neue Käuferschichten an!

    Unsere Aktienauswahl weist nach 6 Monaten solide Gewinne aus. Mercedes und BYD führen die Liste an, Volkswagen und Globex rangieren knapp dahinter. Quelle: Refinitiv Eikon vom 11.06.2024

    2024 etabliert sich als Rohstoff-Jahr. Besonders Industriemetalle wie Kupfer, Nickel und Uran haben bereits größere Aufwärtsbewegungen hinter sich gebracht. Wegen der hohen Inflation gewinnen auch die Edelmetalle weiter an Relevanz. Automobilwerte verarbeiten alle Arten von Metallen, sie haben große Sorge um die Stabilität der Lieferketten. Ganz anders sieht es bei Globex Mining aus, hier schlummert das im Boden, was andere dringend brauchen!


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Almonty Industries hat die Weichen auf Profitabilität gestellt. Seit dem 17. März produziert die Wolframmine Sangdong in Südkorea, damit sollte der nachhaltige Eintritt in die Gewinnzone nur noch Formsache sein. Begleitet wird der Wandel vom Hoffnungswert zum unverzichtbaren Rohstofflieferanten für die Rüstungs- und Halbleiterindustrie von einem ehemaligen Wall-Street-Analysten, der sowohl in der Bergbau- als auch in der Finanzbranche bestens verdrahtet ist: In wenigen Tagen übernimmt Jorge Beristain das Amt des Chief Financial Officers (CFO). Der Kanadier mit mexikanischen Wurzeln ist der richtige Mann, der Finanzwelt zu erklären, warum die Almonty-Aktie trotz einer Zweijahresperformance von 2.500 % keineswegs ausgereizt ist.

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    Die rasante Elektrifizierung trifft auf leere Kupferlager. Stromtrassen, KI-Farmen und E-Fahrzeuge saugen das Leitermetall auf, während Minenprojekte in Behördenlabyrinthen versanden. Diese Divergenz erzeugt keinen kurzen Hype, sondern einen langen Superzyklus. Anleger sehen ein dreistufiges Feld: den finanzstarken Global Player, den polymetallischen Explorer mit verborgenen Schätzen und den reinen Produzenten, der direkt am Kupferpreis partizipiert. Wer diese Rollen versteht, verwandelt Knappheit mühelos in Rendite. Cleveren Anlegern bietet sich eine Chance. Die drei Protagonisten heißen Rio Tinto, Power Metallic Mines und Freeport-McMoRan.

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