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16.02.2021 | 04:50

Nevada Copper, BYD, Varta: Jetzt wird´s richtig heiss!

  • Kupfer
Bildquelle: pixabay.com

Nach Untersuchungen von IDTechEx aus dem Jahr 2020 wird die Einführung von elektrischen Traktionsmotoren in Straßenfahrzeugen in den nächsten 10 Jahren zu einem deutlichen Anstieg der Kupfernachfrage führen. Die von der International Copper Association (ICA) in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass bis 2030 mehr als 250.000 Tonnen Kupfer pro Jahr als Teil der Wicklungen in elektrischen Fahrmotoren auf der Straße verwendet werden. Der aktuelle Anstieg der Kupfernachfrage folgt der Entwicklung des globalen Automobilmarktes, auf dem reine batterieelektrische Autos voraussichtlich den größten Marktanteilsgewinn auf Kosten von Verbrennungsmotoren und Hybridfahrzeugen erzielen werden. Kupfer-Investments bleiben daher erste Wahl!

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: CA64128F1099 , CNE100000296 , DE000A0TGJ55

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Inhaltsverzeichnis:


    Matthew Salthouse, CEO, Kainantu Resources
    "[...] Wir haben eine klare Strategie, um das Staatsrisiko in Papua-Neuguinea zu neutralisieren. [...]" Matthew Salthouse, CEO, Kainantu Resources

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    Nevada Copper – Frische Finanzierung erfolgreich abgeschlossen

    Schon heute wird 70% der weltweiten Kupfer-Produktion in elektrischen Produkten verbaut, der Rest landet im Bau- und Industriebereich und nicht zuletzt bei den Münzprägeanstalten. Viele staatliche Coin-Produzenten haben in den letzten Jahren die hohen Kupferanteile im Münzgeld reduziert und dafür Nickellegierungen verwendet. Das war aber eine eher verschwindende Maßnahme gegen den Kupfermangel. In manchen Ländern werden sogar mittlerweile größere Umspannwerke rund um die Uhr bewacht, um dem Kupferdiebstahl Einhalt zu bieten. Man merkt – dieser Rohstoff ist knapp!

    Der große Nachfragebringer für Kupfer kommt aus der E-Mobilität. Bis 2030 werden Elektro- und Plug-in-Hybridautos rund 19% des Gesamtmarktes ausmachen, der laut IDTechEx bis 2040 auf 72% steigen wird. Ob es wirklich so schnell geht, darf heute noch angezweifelt werden, der Trend ist aber nicht mehr zu stoppen.

    Nevada Copper sitzt auf einer großen Resource mit Untertage- und OpenPit-Potenzial in unmittelbarer Nachbarschaft. Beide Schürfgebiete liegen in Nevada und haben eine addierte Minenlebensdauer von mehr als 30 Jahren, der kommerzielle Start soll in der Untergrundmine mit 50 Mio. Pfund bereits in 2021 erfolgen. In den letzten 10 Jahren gab es in Nordamerika keine neue Produktionsstätte, die internationale Beachtung des Nevada Copper Projekts Pumkin-Hollow ist deswegen sehr groß. Angestrebt wird in etwa ein Produktionspreis von 2 USD pro Pfund, der Marktpreis tendiert zur Zeit Richtung 4 USD – eine gute Margensituation.

    Ein weiterer erfolgreicher Finanzierungsschritt konnte kürzlich vermeldet werden. 230 Mio. Aktien mit einem Platzierungspreis von 0,165 CAD wurden von einem Syndikat kanadischer Banken übernommen, die Gesamteinnahme liegt bei 38 Mio. CAD. Die NCU-Aktie bewegt sich nach den guten Neuigkeiten wieder Richtung 0,20 CAD, vor Weihnachten konnte der Wert noch bei 0,09 CAD erworben werden. Noch bewegen wir uns im Projektstadium, der Anstieg dürfte sich unmittelbar fortsetzen, wenn die letzten Finanzierungen für die Mine stehen.

    BYD – Expansion nach Australien und Neuseeland

    Wieder gute Nachrichten von „Build your Dreams“ (BYD). Der chinesische Konzern BYD konnte die Verkäufe seiner Elektrofahrzeuge in China im Januar deutlich steigern. BYD setzte 20.178 Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride ab, 183% mehr als im Vorjahresmonat. Darunter befanden sich im Pkw-Bereich 14.463 E-Autos (+181%) und 5.408 Plug-in-Hybride (+188%). Hinzu kamen 307 E-Nutzfahrzeuge (+172%). Das Ganze sieht zwar gut aus, liegt aber sequentiell unter den Dezember-Verkäufen. Dies ist jedoch nicht weiter schlimm, denn der Dezember ist in China traditionell ein starker Monat für Konsumtätigkeiten. Im Schnitt betrugen die Rückgänge zwischen 25 und 34%. Aber auch bei den Verbrenner-Modellen ging der Absatz im Vergleich zum Dezember stärker zurück, im Vergleich zum Januar 2020 konnte er ebenfalls zulegen.

    BYD ist dabei, seinen Automobilvertrieb geografisch zu diversifizieren. Man kündigte eine langfristige Vereinbarung mit Nexport an, um bei der Entwicklung und dem Vertrieb der nächsten Generation von BYD-Elektro-Pkws in Australien und Neuseeland zusammenzuarbeiten. Das chinesische Unternehmen wagt sich hier erstmalig außerhalb Chinas, auch der Verkaufsstart von Elektroautos in Europa ausgehend von Norwegen wird schon seit längerem erwartet.

    Im Falle von Australien und Neuseeland wird der Vorverkauf von BYD-Elektroautos im Juli 2021 beginnen. Insgesamt sind vier Modelle angedacht, welche alle mit der LFP-Batterietechnologie betrieben werden: Han, Song, Qin und Tang. BYD kann noch nicht auf ein Händlernetz zurückgreifen, d.h. man wird in den Direktvertrieb gehen. Derzeit macht der EV-Markt in Australien weniger als 1% der Neuwagenverkäufe aus. Wann der Markteintritt in Nordamerika erfolgen wird, bleibt wohl vorerst noch ein Machtspiel zwischen Elon Musk und den beteiligten Regierungen. Die BYD-Aktie notiert weiterhin auf Höchststand nahe 28 EUR.

    Varta – Shortseller-Attacke ist gegessen

    Das war eine Berg- und Talfahrt im Februar. Nachdem die Varta-Aktie gleich zu Beginn des Jahres kräftig nach oben zog, rief dies Shortseller auf den Plan. Vorübergehend erreichte die Varta AG einen Kurs von 180 EUR, dann kam der Abverkauf auf unter 140 EUR. Nach dem Rückzug der Shortseller ist bei der Varta-Aktie seit Mitte Februar wieder etwas Ruhe eingekehrt. Noch dürfte das Umfeld volatil bleiben, denn am 18. Februar gewährt Vorstand Herbert Schein einen detaillierten Einblick in die jüngste Geschäftsentwicklung und er dürfte dabei auch einen aktuellen Ausblick auf das laufende Jahr geben. Der Markt hat eine hohe Erwartungshaltung, in den Kurs sollte entsprechend Leben kommen.

    Die Marktteilnehmer dürften speziell gespannt sein, wie der Vorstand nach den guten 9-Monatszahlen nun argumentieren wird. Denn im Spätsommer wusste er noch nichts von einem anstehenden Lockdown zur Jahreswende. Wir erwarten, dass die zuletzt angehobene Umsatz-Prognose von 840 bis 860 Mio. EUR (Vorjahr: 362,7 Mio. EUR) für das Jahr 2020 noch eingehalten werden kann, vermutlich geht der Ausblick für 2021 aber leicht nach unten. Das bereinigtes EBITDA könnte eine Größenordnung zwischen 230 bis 245 Mio. EUR erreichen, auch im laufenden Geschäftsjahr wird der Batteriehersteller weiter wachsen, sofern die Rahmenbedingungen mitspielen.

    In Zukunft will Varta seine Lithium-Ionen-Technologie in neue, größere Batterien überführen und im Bereich Energiespeicher weiter punkten. Innovative Batteriezellen zum Antrieb von E-Autos wären langfristig die Krönung, hier wird von der Börse seit Monaten schon auf einen größeren Wurf spekuliert. Die Aktie zeigt sich in den letzten Tagen erholt von den Abverkäufen der Vorwoche und stabilisiert sich oberhalb der 150 EUR-Marke. Damit wird in der Kapitalisierung ein Faktor 7,3 auf den geplanten Umsatz gezahlt – für einen Industriewert recht teuer, für ein E-Mobility-Unternehmen aber "nachgeschmissen".


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Elektrofahrzeuge – Fahrzeuge, welche durch elektrische Energie angetrieben werden.
    3. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.
    4. Vorstand – Das eigenverantwortliche und geschäftsführende Organ einer Aktiengesellschaft ist der Vorstand.

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    Kommentar von Armin Schulz vom 17.01.2022 | 06:00

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    Für Gold-Investoren war 2021 ein sehr langweiliges Jahr. Nach dem Ausbruch 2020 auf 2.075 USD korrigierte der Rohstoff und schwankte 2021 zwischen 1.600 USD und 1.900 USD. Medial wurde Gold vom Bitcoin verdrängt und so gibt es im Goldbereich viele zum Teil deutlich unterbewertete Aktien. Ein ähnliches Schicksal hat Öl. Durch den Klimaschutz bekommt Öl das Image eines Umweltverschmutzers, dabei ist eine moderne Industriegesellschaft ohne Öl nach wie vor nicht möglich. Die großen Ölkonzerne investieren nicht mehr in die Erschließung neuer Vorkommen, um ihre Klimabilanz zu verbessern. Die Nachfrage steigt aber weiter an und wird auch in den kommenden Jahren hoch bleiben. Wir sehen uns drei Rohstoffunternehmen aus den beiden Branchen an.

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    Nach einer längeren Seitwärtsbewegung und einer Bodenbildung im Bereich von 9.000 USD feierte Kupfer in der vergangenen Woche die Rückeroberung der psychologisch wichtigen Marke von 10.000 USD. Und der Siegeszug des roten Metalls dürfte in den nächsten Jahren durch die Energiewende weitergehen. Einer stärkeren Nachfrage steht ein knappes Angebot gegenüber, was unter anderem durch die Elektrifizierung des Verkehrs weiter befeuert wird.

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    2022 beginnt wie 2021 – Corona ist immer noch das Thema Nummer 1. Aus dem vergangenen Jahr kann man Hoffnung schöpfen, denn trotz aller Widrigkeiten haben die Aktien teilweise sehr ordentlich zugelegt. Nun scheint mit Omikron eine Endemie möglich. Das Virus ist zwar ansteckender, der Verlauf ist aber milder als bei den Vorgänger-Varianten. Mit einer Durchseuchung könnte die lang ersehnte Herdenimmunität erreicht werden. Neben Corona muss man aber auch die Inflation im Auge behalten. Die hat seit Mitte 2021 Einzug gehalten und wird uns auch 2022 beschäftigten. Die Frage aller Anleger lautet: Wo winken die Gewinne im kommenden Jahr? Wir beleuchten heute drei mögliche Gewinner.

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