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18.02.2021 | 05:15

NIO, Rock Tech Lithium, Volkswagen: Vergessen Sie Wasserstoff!

  • Elektromobilität
Bildquelle: pixabay.com

Die Pandemie zeigt es: Der Mensch ist ein soziales Wesen, das sich nach seinen Liebsten sehnt und in Gesellschaft etwas erleben will. Mobilität ist der Schlüssel dazu. Angesichts von Klimawandel und Luftverschmutzung sind Elektro-Autos eine naheliegende Lösung. Doch blickt man an die Börse, könnte man glauben, Wasserstoff habe der E-Mobilität inzwischen den Rang abgelaufen. Doch dem ist keineswegs so. Wasserstoff kämpft noch immer mit einer geringeren Effizienz und eignet sich wohl in erster Linie für große Energiespeicher oder Schiffe. Für PKW überwiegen aktuell die Vorteile klassischer Elektrofahrzeuge mit Batterien.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: CA77273P2017 , US62914V1061 , DE0007664005

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Inhaltsverzeichnis:


    NIO: Achterbahn-Aktie am Scheideweg

    Davon überzeugt ist man auch beim chinesischen E-Auto-Hersteller NIO. Erst vor wenigen Wochen hat das Unternehmen neue Modelle vorgestellt und damit auch an der Börse einen Hype ausgelöst. Auf Sicht von einem Jahr ging es für die Aktie um mehr als 1.200% nach oben. Dass während der vergangenen Tage leichte Verluste zu Buche stehen, sollte daher keine Anleger verunsichern. An der Börse muss es zwangsläufig zu Konsolidierungen kommen. Wichtig ist nur, dass Anleger mit diesen Konsolidierungen rechnen und sich entsprechend positionieren.

    Da die Aktie von NIO zuletzt jenseits von 50 EUR Gegenwind bekommen hat, gilt dieser Bereich inzwischen als Widerstandszone. Angesichts der rasanten Kursentwicklung der vergangenen Monate könnten Anleger, die noch immer an der Seitenlinie stehen, zunächst auf niedrigere Kurse warten – nicht ausgeschlossen, dass der Wert noch einmal in den Bereich zwischen 40 und 45 EUR zurückkommt. Im Hinterkopf müssen Anleger aber behalten, dass NIO ein dynamisches Unternehmen ist, das aktuell die Expansion nach Europa und die Vereinigten Staaten zu planen scheint. Wird hier Vollzug gemeldet, sind auch neue Höchstkurse drin. NIO-Aktionäre sitzen aktuell in der Achterbahn. Die Fahrt geht definitiv weiter, flaue Gefühle in der Magengegend sind aber nicht ausgeschlossen.

    Rock Tech Lithium: Wertschöpfung für Deutschland

    Die flauen Gefühle dürften bei Aktionären des angehenden Lithium-Produzenten Rock Tech Lithium bereits verflogen sein. Womöglich sind Anleger bereits voller Freude darauf, was der Wert als nächstes bringt. Warum? Die Aktie hat ihre Korrektur bereits hinter sich und dennoch steht auf Sicht von drei Monaten eine Rendite von mehr als 400% auf dem Kurszettel. Rock Tech Lithium schickt sich an, ein wichtiger deutsch-kanadischer Lithiumproduzent mit gutem Draht zur Autoindustrie zu werden. Das Unternehmen hat vor, einen ganzen Abschnitt der Wertschöpfungskette rund um Lithium abzudecken. Gefördert soll der Rohstoff ab 2023 in der kanadischen Provinz Ontario werden. Die Lagerstätte ist vielversprechend und an das Straßennetz angebunden. Das sind gute Voraussetzungen für eine kostengünstige Produktion.

    Im nächsten Schritt will Rock Tech Lithium den geförderten Rohstoff noch in Kanada weiterverarbeiten und Lithium-Sulfat herstellen. Im dritten Schritt soll daraus in einem Werk in Sachsen-Anhalt Lithium-Hydroxid hergestellt werden, was der Grundstoff für Batteriefabriken ist. Dass die Veredlung in Europa erfolgt, ist ein klares Signal: Rock Tech Lithium will die europäische Autoindustrie mit Lithium für die Mobilitätswende versorgen. Innerhalb der Branche scheinen die Würfel endgültig in Richtung Elektromobilität gefallen zu sein. Blickt man auf klassische Autobauer, wie etwa Volkswagen, so sieht man schon heute, wohin die Reise geht. Viele Modelle sind bereits E-Autos. Rock Tech Lithium verfügt über eine vielversprechende Lagerstätte und setzt zur Weiterverarbeitung innovative Verfahren ein und hat sogar eigene Patente eingereicht. Da der Lithiumpreis seit Monaten wieder anzieht, könnte das Unternehmen zur rechten Zeit auf die Zielgerade in Richtung Produktion einbiegen. Aktionäre sollten den Wert nach der jüngsten Korrektur auf dem Zettel haben.

    Volkswagen: Solide Aktie für konservative Investoren

    Für Anleger, die eher auf Standardwerte in sicherem Fahrwasser setzen, könnte auch die Aktie von Volkswagen interessant sein. Das Unternehmen hat sein Modellangebot bereits in Richtung E-Mobilität entwickelt. Der inzwischen Jahre zurückliegende Diesel-Skandal könnte dem Unternehmen indirekt einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz verschafft haben. Hinzu kommt, dass Volkswagen in China traditionell einen guten Stand hat und eine angesagte Marke ist. Die jüngsten Zahlen aus Wolfsburg standen zwar noch unter dem Eindruck der Pandemie, waren aber unterm Strich in Ordnung. Hinzu kommt, dass der Weltkonzern finanziell sehr solide aufgestellt und moderat bewertet ist. Wer keinen Überflieger im Depot sucht, kann über VW nachdenken. Wer rasantes Wachstum wünscht und sein Depot mit einem Zukunftstitel aufpeppen will, schaut sich besser Rock Tech Lithium an.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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