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29.11.2022 | 05:10

Nvidia, Meta Materials, SFC Energy – Starke Zeichen

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Bildquelle: pixabay.com

Nach turbulenten Monaten an den Technologiebörsen mit hohen Abschlägen scheint sich in der Breite eine Bodenbildung abzuzeichnen. Während viele Unternehmen mit besser als erwarteten Zahlen aufwarten können, werden von Investoren auch überverkaufte Unternehmen erworben, deren Quartalszahlen unter dem Konsens der Analysten lagen. Aufgrund der nach wie vor hohen Schwankungsbreite winken dadurch hohe Trading-Gewinne.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: SFC ENERGY AG | DE0007568578 , NVIDIA CORP. DL-_001 | US67066G1040 , Meta Materials Inc. | US59134N1046

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Inhaltsverzeichnis:


    Meta Materials - Bodenbildung vor dem Abschluss

    Bestes Beispiel für eine Übertreibung nach unten war in den letzten Wochen die Aktie des Entwicklers für nachhaltige, hochfunktionale Materialien, Meta Materials. Nachdem das NASDAQ-Unternehmen zwischen Juni des vergangenen Jahres in der Spitze bis zu 94% auf den Tiefststand von 0,65 USD einbüßte, legte die Aktie seit Anfang Oktober um über 200% zu. Aktuell notiert der Kurs bei 1,86 USD. Bei einem Überwinden des Widerstandes bei 2,19 USD wäre die Bodenbildungsphase abgeschlossen, als nächste Hürde würde dann erst die Marke im Bereich von 2,90 USD für noch höhere Notierungen im Wege stehen.

    Aus fundamentaler Sicht befinden sich die Kanadier klar auf Wachstumskurs und sind dabei, die Zukunft der Beschichtungsmaterialien neu zu definieren. Mit der Forschung an neuartigen Hochleistungsmaterialien soll es laut der Vision von Meta Materials möglich sein, Licht, Schall, Wärme oder Funkwellen mittels spezieller Nanotechnologie umzuleiten. Dabei ist die Technologie vielfach anwendbar und kann weltweit in verschiedenen Branchen wie in der 5G-Kommunikation, Gesundheit und Wellness, Luft- und Raumfahrt, Automobil und bei erneuerbaren Energien eingesetzt werden. Zudem bietet die eigene nanooptische Technologie Sicherheitsmerkmale zum Schutz vor Fälschungen für Regierungsdokumente und Währungen sowie zur Authentifizierung für Marken. Insgesamt besitzt das Unternehmen mit 410 aktiven Patentdokumenten, darunter 251 erteilten Patenten und 159 anhängige Patentanmeldungen gegenüber der Konkurrenz einen klaren Entwicklungsvorsprung.

    Nicht zufällig wurde Meta Materials für seine transparente EMI-Abschirmfolie NANOWEB mit dem CES 2023 Innovation Award ausgezeichnet. Zudem gewann das Unternehmen im Rahmen des Technology Fast 50-Programms von Deloitte den Clean Technology Award. Die im letzten Jahr eingeführte neue Kategorie zeichnet Kanadas beste saubere Innovatoren aus, die Prozesse, Waren oder Dienstleistungen anbieten, die die Umweltbelastung reduzieren.

    CEO George Palikaras sieht sich mit der Forschung an neuen Materialien bestätigt: „Meta Materials setzt immer wieder neue Maßstäbe in Bezug auf Leistung und Nachhaltigkeit von Produkten. Wir entwickeln und fertigen hochfunktionale Materialien und Geräte, die weniger Energie und Material verbrauchen und die Lieferketten verbessern, indem sie knappe Metalle für eine Vielzahl von Branchen ersetzen. Unsere 5G-Anwendung ist zum Beispiel die einzige Lösung, die die Reichweite der 5G-Kommunikation ohne Stromverbrauch erhöht. Unsere Batteriematerialien machen Li-Ion-Batterien der nächsten Generation sicherer, indem sie das thermische Durchgehen verhindern."

    Das Unternehmen, das am 7.12.2022 anlässlich des 5. IIF – International Investment Forum präsentiert, ist eine Wette auf die Zukunft, dass aufgrund der Diversifikation seines Portfolios und der Vielfalt an Patenten einen Wettbewerbsvorsprung besitzt. Die Teilnahme am virtuellen Event ist kostenfrei .

    SFC Energy – Konstant guter News Flow

    Beim führenden Anbieter von Wasserstoff- und Methanol-Brennstoffzellen für stationäre und mobile Hybrid-Stromversorgungslösungen, die in Brunnthal bei München niedergelassene SFC Energy, füllen sich die Auftragsbücher stetig. Wurde vergangene Woche der größte Auftrag der Firmengeschichte über 15 Mio. EUR durch einen strategischen Folgeauftrag von Live View Technologies aus den Vereinigten Staaten unter Dach und Fach gebracht, der die Basis für eine künftige Präsenz in den USA bildet, konnte aus der Halbleiterindustrie eine weitere Millionen-Order eingeholt werden.

    So erhielt SFC Energy von einem europäischen Hightech-Komponentenhersteller einen Erstserienauftrag für die Lieferung von Power-Supply-Systemen im Gesamtwert von 5,3 Mio. EUR. Dabei entwickelt das Unternehmen hocheffiziente Power-Supply-Systeme, die als Generator-Netzteile bei kritischen Plasmaprozessen in der Herstellung von Siliziumwafern und Glassubstraten in der Halbleiterindustrie zum Einsatz kommen.

    „Wir sind fest davon überzeugt, dass unser Kunde mit unseren nachhaltigen Power-Supply-Systemen die richtige Wahl getroffen hat. Er profitiert dabei nicht nur von den effizienten Wirkungsgraden und der universellen Einsetzbarkeit unserer Lösungen, sondern auch von deren speziellen Entwicklung für dynamisches Verhalten. Wir sind stolz darauf, einen renommierten Technologie-Konzern in einem schnell skalierenden Markt mit unserem Know-how unterstützen zu können", sagt Hans Pol, COO der SFC Energy AG.

    Im Zuge der kürzlich veröffentlichten Zahlen zum dritten Quartal bestätigte das Analystenhaus First Berlin Equity Research sein Urteil „kaufen“ und vergab ein Kursziel in Höhe von 35 EUR. Der aktuelle Kurs beträgt 24,70 EUR.

    Eine professionelle Lösung von SFC ist das EFOY H₂Cabinet mit einer Leistung von bis zu 50KW. Quelle: SFC Energy AG

    Nvidia – Starke Reaktion

    Die exorbitante Nachfrage nach Grafikkarten während der Corona-Pandemie mit Angebotsknappheit und stark steigenden Preisen ist endgültig vorbei. Nach dem Boom-Zyklus im vergangenen Jahr folgte aufgrund der schwierigen konjunkturellen Lage der Einbruch am PC-Markt. Den Beweis lieferten die Zahlen zum dritten Quartal eines der größten Entwickler von Grafikprozessoren und Chipsätzen für Personal Computer, Server und Spielkonsolen. Demnach musste Nvidia beim Umsatz einen Rückgang von 17% gegenüber dem dritten Quartal 2021 auf 5,93 Mrd. USD hinnehmen. Der Gewinn lag bei 680 Mio. USD, was pro Aktie 0,27 USD gleichkommt, eine Verringerung von 72% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Bereich Gaming musste dabei den größten Rückschlag verkraften. Mit einem Rückgang um 51% konnte das Unternehmen aus Santa Clara in Kalifornien gerade noch 1,57 Mrd. USD in diesem Sektor erlösen.

    Positiver Aspekt war dagegen das wachsende Geschäft mit der Technik für Rechenzentren. Hier näherten sich die Erlöse mit 3,83 Mrd. USD der 4 Mrd. USD-Marke. Gegenüber dem dritten Quartal des Vorjahres kommt dies einer Steigerung um 31% gleich. Trotz der starken Rückgänge im Grafikkartengeschäft und der eher schwachen Aussichten präsentierte sich die Nvidia-Aktie robust. Mit 162,70 USD notiert das Papier unmittelbar unter dem seit Mitte November ausgebildeten, steilen Abwärtstrends. Ein Überschreiten der Marke von 168,90 USD würde kurzfristig Potenzial bis in den Bereich um 193 USD freisetzen.


    Durch die starke Korrektur im Technologiebereich ergeben sich aufgrund der Überverkauftheit günstige Einstiegschancen. Nvidia drehte trotz eines starken Einbruchs im Geschäft mit Grafikkarten, Meta Materials steht kurz vor dem Abschluss seiner Bodenbildungsphase. Dagegen füllen sich die Auftragsbücher von SFC Energy weiter.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. 5G – 5G ist ein Standard für Mobiltelefone und mobiles Internet.
    2. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    3. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.
    4. Wasserstoff – Technologie zur Nachrüstung von Diesel-Motoren für saubere Verbrennung und Senkung von Abgasemissionen

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    Das Börsenjahr 2022 hat bei vielen Unternehmen Spuren hinterlassen. Besonders bei Technologietiteln waren Verluste jenseits der 50% eher die Regel als die Ausnahme. Die Angst vor einer steigenden Inflation und der Strategiewechsel der Notenbanken zur strikten Geldpolitik veranlasste Anleger, kapitalintensive Titel über Bord zu werfen. Nun entspannt sich die Lage an der Zinsfront, was zur Folge haben könnte, dass die massiven Übertreibungen bei mehreren Titeln in naher Zukunft wieder korrigiert werden dürften.

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    Wasserstoff ist in Bezug auf die Energiewende ein zentraler Baustein und gilt als Schlüssel einer erfolgreichen Dekarbonisierung der Wirtschaft und des Verkehrssektors. Trotz der Förderprogramme der Politik für Wasserstoffstrategien weltweit und den positiven Zukunftsaussichten, stecken die an der Börse notierten Unternehmen weiterhin in der Korrektur. Dabei könnte der endgültige Durchbruch noch Jahrzehnte dauern. Von der langwierigen Umsetzung profitieren dagegen Brückentechnologien, die per sofort in verschiedensten Branchen einsetzbar sind.

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