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02.04.2026 | 05:00

Ohne Wolfram geht gar nichts: Warum der Preisboom anhält und SpaceX, Rheinmetall sowie Almonty im Fokus stehen

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  • Raumfahrt
Bildquelle: KI

Statt auf digitale Luftschlösser schielen Anleger und die Industrie immer öfter auf handfeste Rohstoffe – die Versorgung mit kritischen Metallen ist essenziell für unseren Wohlstand. In dieser neuen Ära hat Wolfram eine besondere strategische Bedeutung erlangt. Mit dem höchsten Schmelzpunkt aller Metalle und einer Dichte, die exakt der von Gold entspricht, ist das Metall eine unersetzliche Komponente in der Verteidigungsindustrie, der Raumfahrt und der Halbleiterfertigung. Das aktuelle Marktumfeld ist durch einen massiven Preisanstieg im Vergleich zum Vorjahr gekennzeichnet, wobei die Notierungen von etwa 300 USD je mtu Anfang 2025 auf über 2.750 USD aktuell explodierten. Analysten des Fachmagazins Mining Journal argumentieren in einer aktuellen Analyse detailliert, dass es sich bei dieser Entwicklung um keine spekulative Blase handelt. Vielmehr wird die Rally durch nicht verhandelbare Nachfragemuster und die physische Erschöpfung der globalen Lagerbestände angetrieben. Im Gegensatz zur Silberblase von 1980 wird dieser Trend durch eine mehrjährige Verzögerung bei der Inbetriebnahme neuer westlicher Produktionskapazitäten gestützt, weshalb das angespannte Preisumfeld noch mindestens zwei weitere Jahre anhalten dürfte. Für Almonty, den einzigen westlichen Wolfram-Produzenten, der innerhalb dieser zwei Jahre relevante Kapazitäten aufbaut, ist das eine einzigartige Gelegenheit.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: RHEINMETALL AG | DE0007030009 , ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 | TSX: AII , NASDAQ: ALM , ASX: AII

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Inhaltsverzeichnis:


    Der geopolitische Angebotsschock

    Der Wolframmarkt ist aktuell durch ein beispielloses Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage gekennzeichnet, das primär durch die handelspolitische Neuausrichtung der Volksrepublik China getrieben wird. Über Jahrzehnte hinweg fungierte das Land als Anker der globalen Lieferkette und kontrollierte bis zu 83 % der weltweiten Minenproduktion sowie über 70 % der nachgelagerten Verarbeitungskapazitäten. Mit der Implementierung rigoroser Exportkontrollen durch das chinesische Handelsministerium im Februar 2025, die den Export an strategische Wettbewerber zum Erliegen brachten, wurde ein massiver Angebotsschock ausgelöst. Diese strukturelle Verknappung zwingt westliche Hersteller dazu, fieberhaft nach alternativen Quellen zu suchen.

    Rheinmetall: Das Arsenal der Demokratie braucht Material

    Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall ist einer der in diesen Tagen häufig genannten Endverbraucher von Wolfram. Das Unternehmen erlebt derzeit einen nie dagewesenen Auftrags-Boom, der den Auftragsbestand laut Konsensschätzungen bis Ende 2026 auf 135 Mrd. EUR wachsen lassen soll, getrieben durch die weltweite Aufrüstung. Wolfram ist die Hauptkomponente in Wuchtgeschossen und sogenannter kinetischer Munition, die unter anderem vom Kampfpanzer Leopard 2 verwendet wird. Um moderne gepanzerte Bedrohungen effektiv zu bekämpfen, nutzt Rheinmetall fortschrittliche Wolframlegierungen zur Herstellung von Langstab-Penetratoren, die auf extrem hoher Dichte und Härte basieren

    SpaceX: Börsengang lenkt den Blick auf Raumfahrt und Fusion

    Während Rheinmetall auf die klassische Rüstung fokussiert ist, steht das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX für die nächste Nachfrage-Welle nach Wolfram. Der Konzern bereitet sich aktuell auf einen Börsengang vor, der das Unternehmen laut Branchenanalysen mit 1,5 bis 1,75 Bio. USD bewerten könnte. Die extremen thermischen und mechanischen Belastungen beim Wiedereintritt der wiederverwendbaren Starship-Raketen in die Atmosphäre erfordern Materialien mit außergewöhnlicher Temperaturfestigkeit. Wolfram wird hierbei in spezialisierten Hitzebereichen, Triebwerkskomponenten und als Ballastgewicht eingesetzt, wo maximale Dichte entscheidend ist. Ein noch weitreichenderer Aspekt dieses potenziellen Rekord-Börsengangs ist die verborgene Rolle von SpaceX bei der Kommerzialisierung der Kernfusionsenergie. Berichte identifizieren das Unternehmen zunehmend als Systemintegrator für kompakte Fusionsreaktoren von Entwicklern wie Helion Energy. In diesen Reaktoren, insbesondere in Tokamak-Designs, ist Wolfram aufgrund seiner thermischen Widerstandsfähigkeit von bis zu 1 Megawatt pro Quadratmeter und seiner extrem geringen Zerstäubung das Material der Wahl.

    Almonty Industries: Die westliche Festung der Versorgung

    Angesichts der rasant wachsenden Wolfram-Nachfrage hat sich Almonty Industries als der führende Akteur in der westlichen Wolfram-Landschaft in Position gebracht. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in die USA verlegt und seine Finanzberichterstattung auf US-Standards umgestellt, um sich eng an den Interessen des US-Verteidigungsapparats auszurichten. Essenzieller Eckpfeiler von Almontys Geschäftsmodell ist die Sangdong-Mine in Südkorea, die nach 30 Jahren Stillstand reaktiviert wurde und seit März in Betrieb ist. Es wird erwartet, dass die Mine nach Ausbau von Phase 2 etwa 40 % des gesamten nicht-chinesischen Wolframs liefern wird, womit die Mine die Anforderungen der NATO erfüllt. Laut CEO Lewis Black übertreffen erste operative Daten die Erwartungen deutlich, da höhere Erzgrade gefördert werden und gängige Verunreinigungen wie Uran oder Phosphor komplett fehlen.

    Setzt die Almonty-Aktie jetzt zum Comeback an?

    Strategische Expertise und ESG-Konformität

    Um die Kompatibilität zu Anforderungen des US-Militärs zu erhöhen, hat Almonty seinen Vorstand gezielt durch hochrangige militärische Expertise in Person von General Gustave F. Perna ergänzt. Wie CEO Lewis Black in einem aufschlussreichen Interview mit Radius Research erklärt, ist Almonty eines von weltweit nur zwei westlichen Unternehmen, die über die technische Expertise verfügen, um Wolfram-Gewinnungsraten von über 50 % zu erzielen. Diese exklusive Marktstellung ermöglicht es dem Produzenten, verbindliche Abnahmeverträge mit festen Preisuntergrenzen abzuschließen und die fundamentale ESG-Transformation der Branche voranzutreiben. Da westliche Endverbraucher wie die US-Rüstungsindustrie ab 2027 einem gesetzlichen Beschaffungsverbot von chinesischem Wolfram unterliegen, bildet die Kombination aus ESG-konformer Produktion und geopolitischer Verlässlichkeit den entscheidenden Wettbewerbsvorteil im globalen Kampf um die strategische Ressourcensouveränität. Almonty ist bei Wolfram längst die erste Adresse, das weiß man auch bei Konzernen wie Rheinmetall oder SpaceX.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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    • Wolfram
    • Versorgungssicherheit
    • westliche Lieferketten

    Kriege und die Verschiebung der Machtblöcke sorgen für große Veränderungen in vielen Branchen. Auch technologische Quantensprünge und Visionen werfen ihre Schatten voraus. Das Element Wolfram gewinnt in diesem Zusammenhang immer mehr an Bedeutung. Mit dem höchsten Schmelzpunkt aller Metalle von 3.422 °C, einer Dichte, die nahezu jener von Gold entspricht und einer außergewöhnlichen Härte ist dieses Material in der Metallverarbeitung, der Rüstungsindustrie, der Halbleiterfertigung und neuerdings auch in der Kernfusion weitgehend unersetzlich. Lange Zeit war der Weltmarkt für Wolfram durch die Dominanz Chinas geprägt, das über 80 % der Minenproduktion und knapp 70 % der Weiterverarbeitungskapazitäten kontrollierte. Doch diese Ära endete abrupt, als das chinesische Handelsministerium im Februar des vergangenen Jahres strikte Exportkontrollen für 25 strategische Metalle, darunter Wolfram, ankündigte. Zeitgleich trat in den USA der sogenannte REEShore Act in Kraft, der die Verwendung von chinesischem Wolfram in militärischer Ausrüstung ab dem Jahr 2027 strikt untersagt. Im Bericht „Global Critical Minerals Outlook 2025“ betont die Internationale Energieagentur (IEA) folgerichtig, dass es entscheidend ist, derart konzentrierte Lieferketten für die globale Sicherheit und die Verteidigungsfähigkeit engmaschig im Blick zu haben.

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    Die globale Energiewende hat einen stillen, aber mächtigen Treiber: die Batterie. Nicht länger bloßer Speicher, sondern strategisches Herzstück von Mobilität, Rüstung und Netzstabilität. 2026 verschärfen sich geopolitische Rohstoffkonflikte, während Festkörper- und Natrium-Ionen-Zellen die Technologie neu definieren. Wer jetzt die richtigen Hebel bedient, sichert sich Vorteile in einer Branche, die bis 2035 auf über 630 Milliarden USD anwächst. Doch nicht alle Akteure werden gleich profitieren, entscheidend sind Durchsetzungskraft, Materialinnovation und Skalierungsgeschwindigkeit. Genau diese drei Eigenschaften verkörpern die folgenden Unternehmen: Rheinmetall, NEO Battery Materials und BYD.

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