15.05.2026 | 05:10
Siemens Energy, Almonty Industries, Deutsche Telekom – diese Aktien haben weiter Sprengkraft
Die Börsen eilen von Rekord zu Rekord. Vor allem KI-Aktien und Tech-Giganten haben inzwischen Bewertungen erreicht, die viele Experten bereits als heißgelaufen einstufen. Anleger fragen sich daher zunehmend, wo sich überhaupt noch attraktive Chancen finden lassen. Doch abseits der offensichtlichen Marktlieblinge entstehen weiterhin spannende Investmentstorys. Ob strategische Rohstoffe für die neue Weltordnung, Profiteure des globalen Energiebooms oder Konzerne mit Milliardenfantasie im Sicherheitssektor. Einige Unternehmen könnten trotz Allzeithochs erst am Anfang einer deutlich größeren Aufwärtsbewegung stehen.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Stefan Feulner
ISIN:
ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 | TSX: AII , NASDAQ: ALM , ASX: AII , SIEMENS ENERGY AG NA O.N. | DE000ENER6Y0 , DT.TELEKOM AG NA | DE0005557508
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Stefan Feulner
Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.
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Almonty Industries vor Neubewertung
Der globale Wolframmarkt erlebt derzeit einen historischen Umbruch. Chinesische Exportbeschränkungen, geopolitische Spannungen und die rasant steigende Nachfrage aus Rüstung, KI, Halbleitern und Luftfahrt treiben die Preise des strategischen Metalls auf Rekordniveau. In Rotterdam werden inzwischen über 3.000 USD je MTU bezahlt, ein Vielfaches des Preisniveaus noch vor wenigen Jahren. Genau in diesem Umfeld rückt Almonty Industries immer stärker in den Fokus der Investoren.
Das Unternehmen hat im ersten Quartal 2026 einen operativen Befreiungsschlag geliefert. Der Umsatz explodierte um 221 % auf 25,4 Mio. CAD, obwohl das Vorzeigeprojekt Sangdong in Südkorea noch praktisch keinen Ergebnisbeitrag lieferte. Gleichzeitig drehte das bereinigte EBITDA von minus 2,4 Mio. USD im Vorjahr auf plus 6,1 Mio. USD. Auch beim operativen Cashflow gelang der Sprung in die Gewinnzone mit 9,7 Mio. USD nach zuvor minus 4,4 Mio. USD.
Besonders spannend dürfte für Anleger jedoch erst das kommende Quartal werden. Denn mit der offiziellen Inbetriebnahme der Sangdong-Mine im März beginnt nun der eigentliche Wachstumsschub. Das Projekt zählt zu den größten und hochgradigsten Wolframvorkommen außerhalb Chinas und könnte künftig eine Schlüsselrolle bei der Versorgung westlicher Industrien übernehmen. Die USA verschärfen parallel ihre Rohstoffstrategie und wollen ab 2027 chinesisches Wolfram in militärischen Anwendungen weitgehend ausschließen.
Zusätzliche Fantasie liefern die Prognosen der Bank of America. Die Analysten erwarten einen Erlössprung von 33 Mio. CAD im Jahr 2025 auf rund 670 Mio. CAD im laufenden Jahr. 2027 sollen die Umsätze bereits 1,32 Mrd. CAD erreichen. Beim EBITDA wird sogar ein Anstieg auf 1,21 Mrd. CAD prognostiziert. Gleichzeitig rechnen die Analysten trotz der massiven Preisrallye weiterhin mit konservativen Wolframpreisen. Damit könnte bei weiter anhaltender Knappheit zusätzliches Aufwärtspotenzial entstehen.

Siemens Energy - Erneut überrascht
Der Münchner Energiekonzern enttäuschte nicht und konnte beeindruckende Geschäftsergebnisse für das abgelaufene Quartal vorlegen. Angetrieben durch den globalen Ausbau von Rechenzentren, die fortschreitende Elektrifizierung der Industrie sowie die zunehmende Elektromobilität, stiegen die Erlöse auf 10,3 Mrd. EUR. Unter dem Strich stand ein Überschuss von 835 Mio. EUR. Besonders bemerkenswert ist das Volumen der neu abgeschlossenen Verträge, welches mit 17,7 Mrd. EUR einen historischen Höchststand erreichte. Positiv ins Gewicht fällt zudem, dass die ehemals krisengebeutelte Windenergiesparte allmählich die Verlustzone verlässt. Aufgrund dieser florierenden Entwicklung passte die Chefetage die Erwartungen für das Gesamtjahr 2026 spürbar nach oben an. Nun wird ein Umsatzzuwachs zwischen 14 und 16 % sowie ein Jahresergebnis im Bereich von 4 Mrd. EUR angepeilt. Anteilseigner sollen an diesem Aufschwung durch beschleunigte Rückkaufprogramme profitieren, wodurch im laufenden Jahr insgesamt bis zu 3,6 Mrd. EUR an die Investoren ausgeschüttet werden.
Trotz dieser hervorragenden fundamentalen Daten reagierte die Börse am Handelstag zunächst mit spürbaren Preisabschlägen. Die Papiere des Unternehmens verzeichneten nach der Veröffentlichung einen Kursrutsch von etwa 5 % auf knapp unter 170 EUR. Diese scheinbar widersprüchliche Marktbewegung resultiert vor allem aus klassischen Gewinnmitnahmen. Da die Führungsetage die Eckdaten bereits im Vormonat grob skizziert hatte, waren die positiven Nachrichten längst in den Kursen verarbeitet.
Namhafte Finanzinstitute wie Goldman Sachs erneuerten umgehend ihre Kaufempfehlungen und setzten höhere Zielmarken, in diesem Fall von 185 auf 212 EUR. Die Analysten spekulieren darauf, dass demnächst präsentierte, überarbeitete Mittelfristziele die Fantasie der Anleger erneut beflügeln werden. Nach der erfolgreichen Sanierung stufen Beobachter den Energieausrüster unverändert als äußerst attraktives Langzeitinvestment ein.
Deutsche Telekom - Starke Zahlen und Vorstoß in den Rüstungssektor
Auch der Bonner Telekommunikationsriese präsentiert sich im Frühjahr 2026 finanziell äußerst robust. Hervorragend ist das anhaltend florierende Nordamerika-Geschäft sowie ein unerwartet starkes heimisches Marktumfeld, verzeichnete der Konzern zum Jahresauftakt solide Zuwächse. Während die Erlöse auf nahezu 30 Mrd. EUR stiegen, legte das operative Ergebnis entsprechend zu. Ein nomineller Rückgang beim Überschuss resultierte lediglich aus fehlenden Sondereffekten des Vorjahres. Strategisch bleibt der Überseemarkt essenziell, die Führungsspitze evaluiert hier fortlaufend weitreichende Optionen, die in Zukunft sogar tiefgreifende Branchenkonsolidierungen umfassen könnten.
Parallel zum traditionellen Kerngeschäft wagt der Dax-Konzern einen ambitionierten Vorstoß in den Sicherheits- und Verteidigungssektor. Die Chefetage identifiziert in diesem Bereich erhebliche Expansionschancen. Herzstück dieser neuen Ausrichtung ist eine unlängst vereinbarte Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Rüstungsspezialisten Rheinmetal.
Gemeinsam arbeiten die Unternehmen an einem fortschrittlichen digitalen Schutzschirmkonzept. Dieses neuartige System zielt darauf ab, kritische Anlagen und städtische Räume effektiv gegen Drohnengefahr und Sabotageakte abzuschirmen. Die Aufgabenverteilung ist dabei klar geregelt. Während der Rüstungspartner hochsensible Detektoren und Hardware liefert, stellt der Telekommunikationsanbieter die zwingend erforderliche, abhörsichere Dateninfrastruktur bereit.
Gestützt von der starken Geschäftsentwicklung hat die Konzernleitung ihre eigenen Erwartungen für das Gesamtjahr 2026 jüngst leicht nach oben geschraubt. Sowohl beim operativen Gewinn als auch bei der Bargeldgenerierung rechnet man nun mit höheren Summen. Börsenexperten werten diese Resultate positiv. So bekräftigten Analysten der US-Bank J.P. Morgan ihre Einstufung auf "Overweight" für das Wertpapier und beließen den Zielwert für den Aktienkurs bei 40 EUR. Für die Finanzprofis lagen die aktuellen Geschäftsverläufe exakt im Rahmen der Modellrechnungen. Die optimistischere Jahresplanung wurde an den Märkten ohnehin bereits antizipiert, da die amerikanischen Firmenteile im Vorfeld entsprechende Signale gesendet hatten.
Almonty Industries könnte mit der Sangdong-Mine und explodierenden Wolframpreisen vor einer massiven Neubewertung stehen, insbesondere da westliche Industrien händeringend nach Alternativen zu China suchen. Siemens Energy profitiert gleichzeitig vom weltweiten Boom bei Rechenzentren, Elektrifizierung und Energienetzen und bleibt trotz kurzfristiger Gewinnmitnahmen ein Favorit vieler Analysten. Deutsche Telekom überzeugt nicht nur mit starken Zahlen, sondern positioniert sich über Kooperationen im Sicherheits- und Verteidigungsbereich zunehmend als strategischer Infrastrukturpartner der digitalen Zukunft.
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