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18.11.2020 | 05:40

Plug Power, Almonty, Va-Q-Tech - diese Sondersituationen nutzen!

  • Sondersituationen
Bildquelle: pixabay.com

Infolge des atemberaubenden Kursanstieges der Märkte seit dem Corona-Tief im März dieses Jahres profitierten neben Techaktien wie Amazon, Apple oder Google vor allem Werte aus den Zukunftsbranchen wie Wasserstoff, der Brennstoffzellentechnologie oder der Elektromobilität. Neben den Aktienkursen stiegen auch die Zukunftsprognosen der Unternehmen. Hier geht die Schwere auseinander. Neben den aussichtsreichen Geschäftsmodellen benötigt man noch eines - Kapital.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: André Will-Laudien

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Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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Wie beim Erntedankfest

Die Chance ergriffen hat der US-amerikanische Hersteller von Brennstoffzellen Plug Power. Nachdem der Aktienkurs im März 2020 noch bei unter 2,60 USD lag, konnte die Aktie am Branchenhype überproportional partizipieren. Der Schlusskurs per Ende Montag lag bei 25,00 USD, eine fast Verzehnfachung. Nach Börsenschluss ließ das Management die Bombe platzen. Mit der Ausgabe von insgesamt 38 Mio. Aktien zu einem Preis von 22,25 USD sichern sich die US-Amerikaner einen Kapitalzufluss von sage und schreibe 970,00 Mio. USD. Laut Händlerkreisen sind die neuen Aktien bereits platziert, offiziell soll das Placement am 19.11.2020 abgeschlossen sein.

Ambitionierte Ziele rücken näher

Mit dieser enormen Geldspritze sollen die avisierten Ziele angegriffen werden. Im Rahmen der Q3-Zahlen in der vergangenen Woche wurden die Prognosen verkündet. So geht die Geschäftsführung für das Gesamtjahr von einer Umsatzsteigerung auf 412,0 Mio. USD aus. Das EBIT sollte allerdings noch tiefrot bei minus 33,3 Mio. USD liegen. Erst 2022 wird der Sprung in die Gewinnzone mit einem Plus von 10,0 Mio. USD erwartet. Die Umsatzsprünge hingegen sind enorm. 2022 liegt das Umsatzziel bei 573,0 Mio. USD, so wird 2024 die Schallmauer von einer Milliarde auf 1,2 Mrd. USD erwartet.

Völlig normal korrigierte Plug Power nach dieser Meldung auf das Kapitalerhöhungsniveau. Durch die Maßnahme könnte der Aktie kurzfristig die Luft ausgehen. Ein Rückfall auf die Widerstandszone bei 19,00 USD ist durchaus möglich. Langfristig bietet dieses clevere Timing des Managements jedoch deutlichen Spielraum nach oben.

Auf der Zielgeraden

Einen bedeutenden Schritt weiter ist bereits das kanadische Unternehmen Almonty Industries, welches zwei Wolframminnen in Spanien sowie in Portugal unterhält. Nun ist man kurz vor dem Abschluss, das Megaprojekt, nämlich die weltgrößte Wolframmine in Sangdong in Südkorea zu errichten. Die Mine könnte dann für 5% der weltweiten Wolfram-Produktion verantwortlich sein und 30% der Produktion außerhalb Chinas abdecken. 80% des weltweit produzierten Wolframs stammen immer noch aus China.

Weit über globalem Durchschnitt

Laut den Analysten von First Berlin ist die in Sangdong betriebene Mine „das beste Wolframprojekt der Welt“. Sangdong hat eine Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten und das Verhältnis von Ressourcen zu Investitionen ist mit 3,9x sehr wettbewerbsfähig. Darüber hinaus ist der durchschnittliche Wolframgehalt in Sangdong mit 0,44% doppelt so hoch wie im chinesischen und globalen Durchschnitt. Aufgrund des Potenzials vergeben die Experten ein „buy mit einem Kursziel von 1,45 CAD, ein deutlicher Aufschlag zum aktuellen Kurs von 0,62 CAD.

Finanzierung fast komplett

Neben einer Zusage der KFW - IPEX Bank über 75 Mio. USD zur Weiterentwicklung für Sangdong, welches zu 100% im Besitz von Almonty ist, fehlt lediglich noch der Restbetrag der Eigenkapitalkomponente von 23 Mio. USD. Dies wäre gleichzusetzen mit dem Aufstieg vom Junior- zum Midcap-Minenunternehmen. CEO Lewis Black äußerte sich im Rahmen der Veröffentlichung der Q3-Zahlen folgendermaßen: „Trotz der zahlreichen COVID-19-bedingten Verzögerungen und der schwierigen Verhandlungen, freuen wir uns, in Kürze die letzte und finale Pressemitteilung zur Finanzierung unseres Sangdong-Projekts herausgeben zu können. In der Zwischenzeit haben die Bauarbeiten vor Ort begonnen. 120 Meter des Monty B-Portals sind fast fertig gestellt, gefolgt von der zweiten Phase der 600 Meter langen Minenerschließung, die vom Portal aus weitergeführt wird.“

Die Lösung des Problems

Auch wenn es immer wieder makaber klingt, gibt es Gewinner in der Corona – Krise. Nachdem der Mainzer Impfstoffhersteller BioNTech vergangene Woche die erfolgreichen Daten aus der zulassungsrelevanten klinischen Studie der Phase 3 für ihren Impfstoffkandidaten BNT162b2 bekanntgaben, und das potentielle Vakzin sieben Tage nach der zweiten Dosis eine Wirksamkeitsrate von mehr als 90% erzielte, geht man davon aus, dass man bereits Ende November eine Notfallzulassung in den USA beantragen kann. Soweit so gut. Der Haken am ersten verfügbaren Impfstoff ist, dass er bei Transport und Logistik arktische Temperaturen von minus 70 Grad benötigt, um seine Wirksamkeit zu sichern. Lediglich einen Tag sei der Stoff im Kühlschrank haltbar.

Moderna-Meldung unwichtig

Profiteur dieses Problems ist das Würzburger Unternehmen Va-Q-Tec. Dieses produziert nämlich unter anderem Thermoboxen und Container zum Transport von temperatursensiblen Gütern. Erst vergangene Woche wurde ein Abkommen mit einem globalen Top-Pharmahersteller geschlossen. Das Volumen des Auftrages soll laut Unternehmensangaben im hohen einstelligen Mio.-Bereich liegen. Allein die Europäische Kommission hat für dieses Jahr 200 Mio. Dosen des BioNTech-Impfstoffes vorbestellt. Laut einer Aussage des Managements beim aktuell laufenden virtuellen Eigenkapitalforum könnten laut aktueller Berechnung 3,3 Mrd. Dosen der Impfstoffe 2021 global transportiert werden. Das Potenzial für Va-Q-Tech scheint unbegrenzt, ganz egal wie die Kunden heißen.


Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Bank – Das Kreditwesengesetz (KWG) regelt in Deutschland die erlaubten Geschäfte einer Bank.

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