Menü schließen




21.06.2021 | 04:13

Porsche, Gazprom, Teck Resources, GSP Resource – Die Rohstoff-Rallye geht weiter!

  • Rohstoffe
  • e-Mobilität
Bildquelle: pixabay.com

Das war eine kleine Verfalls-Schwäche am Freitag. Selten konnte sich der DAX in den letzten Wochen zu einer Korrektur hinreißen lassen. Doch am Triple-Witching Day fiel er am Morgen bereits in die Tiefe und verlor im Tagesverlauf ganze 2% auf 15.420 Punkte. Das Alltime-High bei 15.808 ist nun wieder etwas entfernt und auch die Nebenschauplätze mussten etwas Federn lassen. Beim großen S&P 500 gab es die erste schlechte Woche seit der großen Mai-Korrektur. Chart-Techniker indes verhalten sich noch ruhig, wahrscheinlich war es nur eine Korrektur im Aufwärtstrend. Rohstoffe blieben von der Korrektur weitgehend verschont, Brent und WTI-Öl blieben auf Hoch nahe 74 bzw. 71 USD, Kupfer bei immer noch knapp unter 10.000 USD.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: CA36249G1090 , CA8787423034 , US3682872078 , DE000PAH0038

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Porsche SE – Eigene Batterie-Produktion am Start

    Die Porsche SE wird in einem neuen Joint Venture mit dem deutschen Lithium-Ionen-Spezialisten Custom Cells GmbH Batteriezellen für elektrische Sportwagen entwickeln und produzieren. Die Zuffenhausener investieren dafür einen hohen zweistelligen Millionenbetrag und erwerben einen Anteil von 83,75% an dem Cellforce-Venture. Die Kleinserienproduktion der Hochleistungs-Batterien soll bereits in 2024 starten.

    „Die Batteriezelle ist der Verbrennungsraum der Zukunft", so Porsche in der Mitteilung vom Wochenende. Die neue Tochtergesellschaft wird eine wichtige Rolle für Forschung, Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Hochleistungszellen spielen. Damit nehmen die deutschen Premium-Hersteller das Flaschenhalsthema „Batterie“ auf die eigene Agenda. Es dürfte klar sein, dass der erste Hersteller einer sinnvollen Batterie einen großen Teil des Marktes erobern wird. Spezielle Batterien für Sportwagen müssen darüber hinaus mit hohen Temperaturen zurechtkommen und in der Lage sein, sehr schnell zu laden und effektiv Energie zu rekuperieren. Die Topthemen Reichweite, Leistung und Ladezeit sind nun in den Ingenieursburgen zu optimieren.

    Die neuen Zellen werden eine Aufladung in weniger als 15 Minuten ermöglichen, sagte Porsche-Vorstandschef Oliver Blume in einem Interview mit der Welt am Sonntag. Derzeit benötigt das Modell Taycan etwa 22,5 Minuten, um die Batterie von 5 auf 80% aufzuladen. Für eine höhere Energiedichte und eine kompaktere Batterie will Porsche Silizium als Anodenmaterial verwenden. Das Werk außerhalb Stuttgarts wird eine Jahreskapazität von mindestens 100 Megawattstunden haben, genug um Zellen für etwa 1.000 Sportwagen pro Jahr zu produzieren.

    Die Porsche-Aktie eilte in den letzten Wochen von Hoch zu Hoch, das aktuell positive Szenario um die Automobilaktien dürfte auch noch eine Weile anhalten. Mit 158 EUR hatte man in 2007 sein Alltime-High, nun ist die Aktie seit 13 Jahren wieder knapp unter der 100 EUR-Marke zu finden. Halten!

    Gazprom – Super Zahlen und steigende Energiepreise

    Gazprom ist einer der größten Energie-Produzenten der Welt v.a. im Bereich Erdgas und Öl. Dem russischen Erdgasriesen spielen derzeit die anziehenden Preise für Öl und Gas kräftig in die Karten. Auch das Absatzvolumen liegt witterungsbedingt deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Die Diskussionen um Nordstream II halten zwar an, aber partiell wird weiter gebaut, dieses Projekt sollte trotz aller Einwände vollendet werden.

    Auf Halbjahresbasis kletterten die Erdgasexporte in Ländern außerhalb der ehemaligen Sowjetunion im Jahresvergleich um 26,7% auf 92,3 Mrd. Kubikmeter. Die Gasproduktion lag mit 241,4 Mrd. Kubikmetern sogar ganze 17,2% über dem Vorjahresniveau. Es dürfte uns daher nicht sonderlich überraschen, wen der Gewinn des Rohstoffkonzerns im laufenden Jahr ein starkes Niveau erreichen wird. Zu erwarten ist ein EBITDA-Anstieg von etwa 50% auf rund 30 Mrd. USD.

    Die Aktie bietet neben einem sehr niedrigen KGV von 4 auch eine Dividendenrendite von über 6%. Herausragend ist auch das Kurs-Buch-Verhältnis von 0,4 im Vergleich zu 1,2 in der Branche. Mit einem leicht korrigierten Kursniveau von 6,22 EUR gegenüber dem Hoch von 6,40 EUR kann man jetzt bereits wieder günstige Kauflimite platzieren.

    GSP Resource – Ein aussichtsreicher Nachbar von Teck Resources

    GSP Resource Corp. ist ein Mineralexplorations- und Erschließungsunternehmen, das sich auf Liegenschaften im Südwesten von British Columbia spezialisiert hat. Mit dem Alwin Mine Project liegt man in unmittelbarer Nähe zum Nachbarn Teck Resources. Das Unternehmen besitzt eine Option auf den Erwerb von 100% der Alwin-Rechte, einem Claim für den Abbau von Kupfer, Gold und Silber, der sich in der Kamloops Mining Division, 18km westlich von Logan Lake befindet. GSP besitzt auch 100% am rund 600km entfernten Olivine Mountain-Projekt, welches im Komplex Tulameen angesiedelt ist.

    Direkt neben GSP im Highland Valley befindet sich die aktive Mine von Teck Resources, einem der großen Rohstoffförderer mit Schwerpunkt Kupfer. Da GSP Resource im Rahmen erster Bohrproben bereits Gehalte von 1,29% Kupferäquivalent über eine Strecke von 14,1m gebohrt hat und 2021 weiter explorieren will, sollten die nächsten Ergebnisse noch mehr Hinweise zur Ergiebigkeit der Liegenschaft liefern. Die historische Untertagemine, die über eine Länge und Tiefe von 500 mal 300m angelegt war, produzierte von 1916 bis 1981 aus fünf großen subvertikalen Zonen bereits 233.100 Tonnen Gestein, die insgesamt 3.786 Tonnen Kupfer, 2.729 kg Silber und 46,2 kg Gold enthielten. Der durchschnittliche, verdünnte Kopfgehalt betrug 1,5% Kupfer. Das sind Zahlen, die einen wirtschaftlichen Abbau absolut möglich machen.

    Bei der aktuell geringen Kapitalisierung von nur 6 Mio. CAD dürfte GSP Resource zudem bald in den Fokus eines Majors geraten, wegen der geographischen Nähe naheliegend wäre natürlich Teck Resources an erster Stelle zu nennen. Von den 24,2 Mio. vollverwässerten Aktien liegen 23% in der Hand des Managements und anderer Insider, der Freefloat wird mit etwa 50% angegeben. Die niedrige Bewertung dürfte mit den aktuellen Bohrungen u. E. nicht mehr lange bestehen bleiben.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 09.09.2026 | 04:00

    Sachsen-Anhalt, Leipzig, NATO und Gold – Jetzt geht´s los! Ins Rampenlicht rücken Rheinmetall, Renk, DRC Gold und CSG

    • Defense-Sektor
    • Rüstung
    • HighTech
    • Gold
    • Rohstoffe
    • Kritische Metalle

    Es brodelt gewaltig auf dem internationalen Parkett. Und mittendrin mischen Akteure mit, welche für maximale Spannung sorgen. In Sachsen-Anhalt und rund um den Logistikhub Leipzig dreht sich derzeit alles um strategische Weichenstellungen in der Verteidigungspolitik von immenser Tragweite. Die NATO zieht im Hintergrund die Fäden, während die Nachfrage nach Sicherheit und handfesten Sachwerten wie Gold ein neues Allzeithoch erreicht. In diesem hochexplosiven Marktumfeld rückt der Rüstungsgigant Rheinmetall mit neuen Großaufträgen und Kapazitätserweiterungen ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Dicht dahinter folgt der Getriebespezialist Renk und auch der tschechische Rüstungs-Konzern CSG mit ordentlichen Wachstumssprüngen. Gleichzeitig bringt DRC Gold die nötige Würze in das spekulative Spiel um knappe Rohstoffe und Krisenschutz. Diese Mischung aus geopolitischer Notwendigkeit und wirtschaftlicher Dynamik verleiht der aktuellen Lage eine ganz besondere Brisanz. Jetzt sind Weichenstellungen im Depot nötiger denn je!

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 03.09.2026 | 04:15

    Nur fliegen ist schöner! Nach der Korrektur nun 150 % Chance mit Desert Gold, Lufthansa, Ryanair und EasyJet

    • Gold
    • Rohstoffe
    • Luftfahrt
    • Reisen
    • Defense-Sektor

    Rumps - nach neuen Höchstständen wieder ordentlich runter! Lang hat es nicht gedauert, dass steigende Zinsen klassische Wachstumsaktien unter Druck setzen und Investoren zu einer strikten Neubewertung ihrer Portfolios zwingen. Selbst der sichere Hafen Gold blieb von dieser Entwicklung nicht verschont und durchläuft eine ausgiebige Korrektur. Diese charttechnische Bereinigung bei gewissen Aktien und beim Edelmetall schafft jedoch eine exzellente Einstiegsbasis bei fundamental unterbewerteten Minenwerten wie Desert Gold. Aber auch andere krisenbelastete Sektoren erscheinen auf dem Radar. Wegen der dauerhaft hohen Kerosinpreise richten vorausschauende Anleger ihren Blick bereits jetzt auf den globalen Luftfahrtsektor. Denn die Branche leidet derzeit noch spürbar unter den Belastungen anhaltender geopolitischer Konflikte. Sobald sich hier jedoch eine dauerhafte diplomatische Entspannung abzeichnet, steht den Airlines ein massives Comeback bevor. Ein Ende der Krisen würde die Treibstoffkosten drastisch senken und blockierte Flugrouten weltweit wieder freigeben. Zudem dürfte die aufgestaute Reiselust von Privat- und Geschäftskunden zu einem sprunghaften Anstieg der Buchungszahlen führen. Branchenführer wie die Lufthansa, Ryanair und EasyJet sind operativ hervorragend aufgestellt, um von diesem Nachfrageboom überproportional zu profitieren. Ein scharfer Blick ist vonnöten!

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 31.08.2026 | 05:00

    Hunger nach kritischen Metallen bei SpaceX und Co.: Was Globex Mining anders als Berkshire Hathaway macht

    • Rohstoffe
    • Projekte
    • Zukunftstechnologie

    Raketenstarts sind einfach faszinierend: Grelles Licht, ein gewaltiger Schub und die Nervosität beim Countdown ziehen uns in ihren Bann. Doch viele Zukunftstechnologien sind ohne Rohstoffe und deren smarte Veredelung nicht denkbar. Längst blicken Tech-Titanen daher auf irdische Rohstoff-Vorkommen und denken Versorgungssicherheit mit. Wir beleuchten SpaceX und zeigen, welche Rohstoff-Unternehmen bereits heute die Vorkommen von morgen sichern. Drei Unternehmensmodelle im Check.

    Zum Kommentar