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23.03.2023 | 05:10

RWE, Myriad Uranium, Cameco – Die besten Rahmenbedingungen aller Zeiten

  • Energie
  • Klimawandel
  • CO2
Bildquelle: pixabay.com

Die geopolitischen Ereignisse des Jahres 2022 haben die Besorgnisse über die Versorgungssicherheit verstärkt und in Verbindung mit dem anhaltenden Fokus auf den Klimawandel transformativen Rückenwind für die Kernkraftindustrie geschaffen. Während in Deutschland die letzten drei Atommeiler vor der Abschaltung stehen, bauen die großen Industrienationen auf die kohlenstofffreie Kernenergie. Damit dürfte der Uranpreis nach einem jahrelangen Bärenmarkt vor einem strahlenden Comeback stehen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: MYRIAD URANIUM CORP | CA62857Y1097 , RWE AG INH O.N. | DE0007037129 , CAMECO CORP. | CA13321L1085

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Inhaltsverzeichnis:


    Cameco - Beste, je dagewesene Voraussetzungen

    Das kanadische Unternehmen Cameco mit Sitz in Saskatoon, Saskatchewan, ist neben dem kasachischen Unternehmen Kazatomprom der größte Uranproduzent weltweit und betreibt verschiedene Uranminen in Saskatchewan und eine Raffinerie zur Urananreicherung sowie ein Uran-Konversionswerk, die sich in Ontario befinden.

    Nach einem schwachen Jahr 2021 mit einem Nettoverlust von 103 Mio. CAD konnte Cameco das vergangene Jahr mit einem deutlichen Plus von 89 Mio. CAD abschließen. Für das laufende Jahr zeigt sich der CEO, Tim Gitzel, äußerst optimistisch. So sorge die Nachfrage nach Kernenergie für „die besten Fundamentaldaten, die der Markt für Kernbrennstoffe je gesehen hat." Die russische Invasion in der Ukraine hat vor einem Jahr eine geopolitische Neuausrichtung der Energiemärkte in Gang gesetzt, die die entscheidende Rolle der Kernkraft bei der Bereitstellung sicherer und erschwinglicher Energie hervorhebe.

    Cameco befände sich nun wieder im „dauerhaften Wachstumsmodus" und hat laut dem Firmenlenker die sich verbessernden Rahmenbedingungen mit einer Rekordzahl von Vertragsabschlüssen erfolgreich genutzt. Um die zunehmenden Verpflichtungen im Rahmen seines Vertragsportfolios zu erfüllen, beginnt Cameco nun, zu seiner Tier-1-Run-Rate zurückzukehren und hat seinen Betrieb McArthur River/Key Lake in Kanada nach fünf Jahren Pflege und Wartung wieder in Betrieb genommen. Die Mine McArthur River und die Mühle Key Lake produzierten im Jahr 2022 1,1 Mio. Pfund auf 100% Basis, während die Cigar Lake-Mine seine lizenzierte Kapazität von 18 Mio. Pfund pro Jahr erreichte. Der Plan sieht vor, dass McArthur River/Key Lake ab 2024 18 Mio. Pfund pro Jahr (100 % Basis) produzieren wird, und Cigar Lake wird 2024 weiterhin mit seiner lizenzierten Kapazität von 18 Mio. Pfund pro Jahr (100 % Basis) arbeiten.

    Nach einem über 10 Jahre andauernden Bärenmarkt konnte sich der Uranpreis deutlich von seinen Tiefstständen lösen. Quelle: Refinitiv Eikon, Stand: 22.03.2023

    Myriad Uranium – Aussichtsreicher Newcomer

    Sollte der Trend mit steigenden Kursen langfristig weitergehen, die Nachfrage der westlichen Industrieländer, allen voran den USA, spricht klar dafür, dürften die Uranproduzenten und Explorationsunternehmen aus der zweiten Reihe deutlich profitieren. Myriad Uranium, dass eine Marktkapitalisierung von 9,24 Mio. CAD aufweist, ist ein junges Explorationsunternehmen mit einer Option auf eine 100%ige Beteiligung an über 1.800 km² an Uranexplorationslizenzen im Tim Mersoi-Becken im afrikanischen Niger, dem sechstgrößten Uranproduzenten weltweit.

    Hier besitzt das Unternehmen vier Explorationslizenzen, die sich in der Nähe der bedeutendsten Uranlagerstätten Afrikas mit 380 Mio. Pfund Äquivalenturanoxide (eU3O8) befinden. Nur rund 30km liegt die Liegenschaft von Myriad Uranium von Dasa entfernt, Afrikas höchstgradiger Lagerstätte im Entwicklungsstadium. Zudem weisen beide die gleichen Gesteinsstrukturen auf.

    In der Vergangenheit wurden auf der Lagerstätte 24.000m an Bohrungen zurückgelegt, sowie mindestens 161 relativ flache Bohrungen, geophysikalische Untersuchungen aus der Luft und am Boden, geologische Kartierungen und seismische Untersuchungen durchgeführt. Dabei besitzen rund 20 % der historischen Bohrlöcher innerhalb des Lizenzgebiete eine signifikante Mineralisierung. Zudem ist bekannt, dass hohe Urangehalte in sekundären Verwerfungsstrukturen und in bisher nicht untersuchten Tiefen liegen könnten.

    Mit dem lokalen Betriebspartner Loxcroft Resources, dass gleichzeitig der größte Aktionär des Unternehmens ist, werden nun die Bohrprogramme für das laufende Jahr mittels einer Quelle historischer Informationen abgestimmt. CEO Thomas Lamb sprach kürzlich auf der größten Bergbaumesse der Welt, PDAC, mit unserem Kollegen Julien Desrosiers.

    RWE – Deutlicher Dividendenanstieg

    Eine deutliche Erhöhung der Dividende auf 1 EUR als Untergrenze und ein solider Ausblick für 2023. Das Gros der Analysten ist weiterhin positiv gestimmt für den Energiekonzern. Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für RWE nach Zahlen für 2022 auf „buy" mit einem Kursziel von 46 EUR belassen. Die Ziele für das laufende Jahr lägen deutlich über den Markterwartungen. Der Experte sprach von einem starken kurzfristigen Ausblick, gepaart mit einer ansprechenden mittelfristigen Strategie. Auch die Experten von Deutsche Bank Research sehen in der Aktie weiterhin einen Kaufkandidaten mit einem Kursziel in Höhe von 50 EUR.

    Das Geschäftsjahr 2022 brachte für RWE ein herausragendes Ergebnis. Das bereinigte operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen stieg um 72 % auf 6,31 Mrd. EUR. Der Anstieg im Kerngeschäft war sogar noch deutlicher und betrug 101% auf 5,56 Mrd. EUR. Auch das Nettoergebnis konnte mit einem Plus von 107% auf 3,232 Mrd. EUR überzeugen. Diese Steigerungen waren dem erhöhten Kapazitätsausbau bei Strom aus Wind- und Solarenergie zu verdanken, der gegenüber dem Vorjahr um 22% gestiegen ist.

    Für das laufende Geschäftsjahr zeigten sich die Essener etwas vorsichtiger und rechnen mit einem EBITDA von 5,8 bis 6,4 Mrd. EUR bzw. 4,8 bis 5,4 Mrd. EUR im Kerngeschäft sowie 2,2 bis 2,7 Milliarden Euro an bereinigtem Konzerngewinn.


    Uran steht aufgrund der steigenden Nachfrage vor einem langfristigen Turnaround, dieser Ansicht neben dem Cameco-CEO Tim Gitzel auch viele Experten. Davon profitieren Uranunternehmen aus der zweiten Reihe wie das Explorationsunternehmen Myriad Uranium. RWE konnte die Analysten mit den Zahlen zum vergangenen Jahr und dem Ausblick überzeugen.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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