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25.10.2021 | 05:10

SAP, Meta Materials, Intel – Das geht darüber hinaus

  • Rohstoffe
  • Nanotechnologie
Bildquelle: pixabay.com

Die Beherrschung von Licht, Elektrizität und Wärme hat im Laufe der Menschheitsgeschichte eine Schlüsselrolle bei technologischen Fortschritten gespielt. Erfolge in der elektrischen und elektromagnetischen Technologie, in der drahtlosen Kommunikation, bei Lasern und Computern wurden möglich, da immer besser verstanden wurde, wie man das Verhalten des Lichtes und anderer Energieformen manipulieren kann. Auch die aktuell belastende Chipkrise kann durch die Veränderung von chemischen Eigenschaften der Halbleiter und mit Hilfe der Nanotechnologie beseitigt werden.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: Meta Materials Inc. | US59134N1046 , SAP SE O.N. | DE0007164600 , INTEL CORP. DL-_001 | US4581401001

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Inhaltsverzeichnis:


    Pionierarbeit zahlt sich aus

    In den letzten 20 Jahren sind die Techniken zur Herstellung von Nanostrukturen weiterentwickelt worden und haben zu einer breiten Palette bahnbrechender Lösungen geführt, mit denen sich Licht und Wärme in sehr kleinem Maßstab steuern lassen. Einige der Bereiche, die dazu beigetragen haben, sind photonische Kristalle, Nanolithographie und die Manipulation von Nanopartikeln. Aus diesen Fortschritten hat sich ein neuer Zweig der Materialwissenschaft entwickelt - die Metamaterialien.

    Bei Metamaterialien handelt es sich um Verbundstrukturen, die aus herkömmlichen Materialien wie Metallen und Kunststoffen bestehen und von Wissenschaftlern so entwickelt werden, dass sie neue oder verbesserte Eigenschaften aufweisen und aus vielen „Meta-Atomen“ bestehen. Die Entwicklungsstrategien für Metamaterialien und funktionelle Materialien konzentrieren sich auf Strukturen, die ungewöhnliche und exotische elektromagnetische Eigenschaften erzeugen, indem sie Licht- und Radiowellen auf eine Art und Weise verändern, wie es auf natürliche Weise unmöglich wäre. Mit 149 eingereichten, 82 erteilten Patenten über 46 Patentfamilien verteilt, sowie acht eingetragenen Marken hat sich das NASDAQ-gelistete Unternehmen Meta Materials in zehnjähriger Forschungsarbeit einen deutlichen Wettbewerbsvorteil verschafft.

    Der Markt für Zukunftsmaterialien ist riesig und wächst mit einer jährlichen Rate von knapp 24% rasant. 2030 soll das Marktvolumen bereits 10,7 Mrd. USD betragen. Vorteil dieser neuartigen Materialien ist, dass diese branchenübergreifend einsetzbar sind. Meta Materials besitzt eine Technologieplattform, die die drei Kernkompetenzen Holografie, Lithografie und drahtlose Sensorik mit starker IT-Vernetzung und Einbettung von künstlicher Intelligenz beinhaltet. Die entwickelten Funktionsfolien der Kanadier können in den Segmenten Unterhaltungselektronik, 5G-Kommunikation, Medizin, Luft- und Raumfahrt, Automobil und saubere Energie vertrieben werden. Der Bereich Sicherheit konnte durch die Übernahme der börsennotierten Nanotech Security, die auf Nano-Imprint-Litographie spezialisiert ist, erweitert werden. Dadurch wird die Kundenbasis zum Beispiel auf Zentralbanken erweitert, die die entwickelten Sicherheitsmerkmale für Banknoten erwerben können.

    Meta Materials ist bereits mit einem Börsenwert von rund 1,14 Mrd. EUR ausgestattet und, nimmt man die reinen Bewertungskennziffern, mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis jenseits der 300 auch nicht günstig. Als Marktführer einer neuen Wachstumsbranche werden diese Parameter jedoch häufig ignoriert, denken Sie an Amazon oder Google zur Jahrtausendwende.

    Rücksetzer nutzen

    Die äußerst erfreulichen Zahlen zum dritten Quartal mit einem stark wachsenden Cloud-Geschäft bestätigen den Strategieschwenk des Softwareriesen SAP. "Unsere Strategie geht eindeutig auf", sagte CEO Christian Klein in einer Mitteilung. Das Programm "Rise with SAP", mit dem Kunden der Ein- und Umstieg in die Cloud möglichst einfach gemacht werden soll, ist nach seinen Worten der Wachstumsmotor.

    Es habe nach einem erfolgreichen Start im Januar weiterhin eine große Resonanz erfahren. Dabei seien Abschlüsse mit über 300 Kunden erzielt worden. SAP-Finanzvorstand Mucic geht jetzt von über 1.000 Verträgen bis Jahresende aus.

    Nachdem die Aktie der Walldorfer bereits bei der Verkündung der vorläufigen Zahlen stark angezogen hatte, wurden bei Veröffentlichung der endgültigen Zahlen vergangene Woche Gewinne realisiert. Der Kurs konnte technisch das gerissene Gap schließen und drehte danach mustergültig wieder nach oben. Fundamental ist SAP auf dem richtigen Weg, ein Einstieg auf aktuellem Niveau ist durchaus attraktiv.

    Schock bei Intel

    Ein Minus im zweistelligen Prozentbereich erlitt der Aktienkurs Intels nach Veröffentlichung der Zahlen zum dritten Quartal. Auch am Chipgiganten geht die Halbleiterkrise nicht vorbei. Der Bedarf an Intel-Komponenten sank, da die Kundschaft selbst wegen fehlender anderer Chips ihre PCs und Server nicht mehr ausliefern kann. Vor allem der Umsatz bei Notebooks sank im Jahresvergleich um 14%.

    Neben der Tatsache, dass Konkurrenten wie AMD oder Nvidia an Intel vorbeizogen und Apple auf Prozessoren aus eigener Produktion umsteigen wollen, führte auch der Umstand von niedriger als von Analysten prognostizierten Gewinnerwartungen für die Zukunft zu deutlichen Verlusten. In den kommenden zwei bis drei Jahren werde die Bruttogewinnmarge zwischen 51 und 53% liegen, gab der US-Konzern bekannt. Das liegt deutlich unter den Erwartungen von Analysten, die allein für dieses Jahr mehr als 56% vorausgesagt hatten.


    Die Knappheit der Rohstoffe und der Engpass bei Halbleitern sind im Moment eines der vorherrschenden Themen. Die Entwicklung von neuen, unsichtbaren Materialen für die Zukunftstechnologien schreitet voran. Meta Materials ist durch seine Patent-Palette der Konkurrenz einen Schritt voraus. SAP ist auf Spur, Intel sucht durch Neuinvestitionen wieder den Anschluss an die Spitze.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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