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25.08.2022 | 05:05

Saturn Oil + Gas, E.ON, BP - Kursexplosion erwartet

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Bildquelle: pixabay.com

Deutschland und Kanada sind fest entschlossen, die Wasserstoffproduktion und Ausfuhren nach Europa ab 2025 deutlich auszubauen. Dies wird einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten sowie zu einer sauberen und nachhaltigen Energieversorgung beitragen. Leider hilft es den europäischen Industrien und Bürgern bis dahin herzlich wenig. Der Strompreis für das nächste Jahr ist bereits auf über 600 EUR/MWh gestiegen. E.ON Kunden sollten sich warm anziehen, auch wenn mit grünem Wasserstoff gepokert wird. Die enorme Energie-Preissteigerung wird sich weiter fortsetzen, da die Nachfrage nach Strom weiterhin ungebrochen ist. Experten raten daher zu einem schnellen Kauf, bevor die Preise noch weiter in die Höhe schießen. Ein Gewinner in dem Rennen um die Energieversorgung ist Saturn Oil & Gas. Analysten sehen eine Outperformance noch in diesem Jahr. Die BP Gruppe bringt sich derweil in China auf Spitzenkurs…

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Juliane Zielonka
ISIN: Saturn Oil + Gas Inc. | CA80412L8832 , E.ON SE NA O.N. | DE000ENAG999 , BP PLC DZ/1 DL-_25 | DE0008618737

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Inhaltsverzeichnis:


    Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG
    "[...] Die Dominanz Chinas ist unter anderem ein Grund dafür, weswegen wir uns so stark auf dem Wolfram-Markt engagieren. Hier sind rund 85% der Produktion in chinesischer Hand. [...]" Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG

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    Saturn Oil & Gas - Analysten mit Kursziel von 8 CAD

    Analysten der Velocity Trade Capital sehen in Saturn Oil & Gas (ISIN CA80412L8832) den offensichtlichen Champion im Kampf um die heiß begehrte Energieversorgung. Sie sagen der Aktie ein Kursziel von 8 CAD voraus. Es wird eine positive Entwicklung der Aktie durch den großen und wachsenden Free Cash Flow (FCF) erwartet. Wenn Optionen vom Juni/Juli 2023 ausgeübt werden, könne dies dazu führen, dass das Unternehmen in den nächsten 12 Monaten schuldenfrei ist.

    Saturn hat im zweiten Quartal von den hohen Rohölpreisen profitiert und einen Rekord-Quartals Cash Flow in Höhe von 14,5 Millionen CAD erwirtschaftet - ein Plus von 7% gegenüber dem Vorquartal und von über 400% gegenüber dem Vorjahresquartal. So beeindruckend dieses Wachstum auch ist, es ist nur die Spitze des Eisbergs: Der Cash Flow wird voraussichtlich explosionsartig auf über 100 Mio. CAD in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 steigen.

    Die Bewertung sei nach Aussagen der Analysten absolut überzeugend. Die kanadische Firma stelle eine der besten Wert-/Wachstumschancen im Sektor dar. Das Unternehmen werde aktuell mit einem EV/EBITDA von ungefähr 1,0x auf der Grundlage einer Prognose für 2023 gehandelt. Angesichts des großen Hedge-Buchs bietet es demnach einen relativ hohen Grad an Cash Flow Sicherheit. Durch die Übernahme von Viking-Assets konnte das Unternehmen auch zusätzliche Absicherungen treffen, die sich nach Darstellung allesamt positiv auf zukünftige Rohstoffpreis-Prognosen auswirken. Besonders hervorzuheben sei, dass für H2/2022 WTI-Sicherungsinstrumente für ein durchschnittliches Volumen von 2.783 bb/d zu einem durchschnittlichen Mindestpreis von USD 102,65 eingegangen sind. Für das Jahr 2023 geht Saturn WTI-Sicherungsinstrumente für ein durchschnittliches Volumen von 2.366 bb/d zu einem durchschnittlichen Mindestpreis von USD 92,02 ein.

    E.ON - Grüner Wasserstoff erst ab 2025

    Die Energiepreise in Deutschland und Europa steigen wieder. Gas liegt laut European Energy Exchange EEX nahe 280 EUR/MWh. Der Strompreis auf Sicht von einem Jahr werde auf über 600 EUR/MWh und mehr steigen. Zum Verständnis, hier geht es um Preise, die Stromanbieter aktuell an der Börse zahlen, damit der Strom für das kommende Jahr gesichert ist. Auch wenn Firmen und Privathaushalte dieses Jahr noch Strom augenscheinlich zu einem fairen Preis bekommen, der Stromanbieter zahlt für den Einkauf gerade mindestens die doppelte Summe. Jeder in Europa sollte sich daher nicht nur warm anziehen, sondern auch alternative Quellen der Stromversorgung suchen.

    Vertreter der E.ON SE (ISIN DE000ENAG999) sind mit Bundeskanzler Scholz auf Energie-Einkaufs-Promo-Tour in Kanada. Als führenden Betreiber von Energienetzen und Energieinfrastruktur in Europa betreut das Unternehmen rund 51 Millionen Kunden. Zurück kommt der Konzern mit einer Absichtserklärung für grünen Wasserstoff und Ammoniak.

    Partner ist das kanadische Unternehmen Everwind. EverWind Fuels LLC ist ein innovativer Hersteller von grünem Wasserstoff und Ammoniak. EverWind und E.ON beabsichtigen, eine Abnahmevereinbarung für bis zu 500.000 t grünes Ammoniak im Rahmen der Absichtserklärung pro Jahr abzuschließen. Point Tupper, eine mehrstufige Anlage zur Produktion und zum Export von grünem Wasserstoff und Ammoniak, befindet sich in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium und wird voraussichtlich 2025 den kommerziellen Betrieb aufnehmen - die erste in Atlantik-Kanada. Für die kommenden Jahre sieht es allerdings düster aus, was den Strompreis an den Börsen betrifft.

    BP - Mit BYD volle Kraftstoff-Fahrt voraus im Luxus-Limousinen-Segment

    Die BP Gruppe (ISIN GB0007980591) stellt sich durch Kooperationen weiter strategisch auf. Das international agierende Mineralölunternehmen betreibt seine Geschäfte unter den vier großen Marken BP, Aral, Castrol und ARCO, sowie der historischen Marke Gasolin. Castrol und der chinesische Autobauer BYD haben sich zusammengeschlossen, um die nächsten drei Jahre die Lieferung und Förderung von Castrol ON advanced EV-Fluids für emissionsfreie Fahrzeuge zu verbessern.

    BYD (China) wird offiziell Castrol ON EV Transmission Fluid für seine Luxuslimousine der Han-Serie empfehlen. Diese Entscheidung wurde getroffen, nachdem das Unternehmen die Vorteile des Castrol Schmiermittels geprüft hat.

    Sumeet Wadhwa, EV and Growth Unit Marketing Director bei Castrol, betont: "Diese strategische Kooperationsvereinbarung ist ein wichtiger Meilenstein bei der Einführung unserer fortschrittlichen Palette an Castrol ON EV-Flüssigkeiten. Im Zuge der weltweiten Umstellung auf Elektromobilität und eine nachhaltige Zukunft ist es wichtig, dass Automobilhersteller wie BYD und ihre Kunden Zugang zu hochwertigen Flüssigkeiten haben, die die Leistung und Haltbarkeit ihrer Elektrofahrzeuge verbessern."

    Die BP Gruppe scheint alles richtig zu machen. In vergangenen Krisenzeiten stiegen die Verkäufe von Luxus-Artikeln. Hier nun auf die Luxuslimousinen-Serie Han als Zugpferd für den neuen Treibstoff zu setzen, ist ein smarter Schachzug der britischen Öl und Gas Gruppe.


    Das schnellste Pferd im Rennen um die Energieversorgung ist derzeit Saturn Oil & Gas. Der ohnehin schon solide freie Cash Flow wird in der zweiten Hälfte dieses Jahres explosionsartig steigen. Ein Großteil des künftigen Cashflows ist auf einen raschen Schuldenabbau gerichtet, wodurch die Nettoverschuldung in den nächsten 18 Monaten erwartungsgemäß um 60% zurückgeht. Die Viking-Akquisition stärkt Saturns bestehendes Leichtöl-Asset im westlichen Zentrum von Saskatchewan mit synergistischen Aktiva. Durch die Steigerung des Bohrinventars durch Viking um 250% wird die Größe und der Umfang des wachsenden Betriebs von Saturn in Saskatchewan weiter ausgebaut und das Kerngebiet des Unternehmens im Südosten dieser Region ergänzt. E.ON als Dinosaurier baut sein Geschäft mit grünem Wasserstoff aus. Eine Absichtserklärung ist ein Windhauch im Gegensatz zu dem Orkan, den Saturn mit seinem Kursziel von 8 CAD erreichen kann. Auf dem chinesischen Nebenschauplatz im Luxus-Limousinen-Segment baut derweil Castrol seine strategische Vorherrschaft aus. Als Mitglied der BP-Gruppe sorgt es für genügend Schmierstoff, um das Unternehmen als Vorreiter in den EV-Antriebsmitteln zu positionieren.


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    Der Autor

    Juliane Zielonka

    Die gebürtige Bielefelderin studierte Germanistik, Anglistik und Psychologie. Das aufkommende Internet in den frühen 90ern führte sie von der Uni zu Ausbildungen in Grafik-Design und Marketingkommunikation. Nach Jahren der Agenturarbeit im Corporate Branding wechselte sie ins Publishing und lernte ihr redaktionelles Handwerk bei der Hubert Burda Media.

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    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Elektrofahrzeuge – Fahrzeuge, welche durch elektrische Energie angetrieben werden.
    3. Wasserstoff – Technologie zur Nachrüstung von Diesel-Motoren für saubere Verbrennung und Senkung von Abgasemissionen

    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Juliane Zielonka vom 24.11.2022 | 05:02

    Rheinmetall, Saturn, Oil + Gas, Amazon - diese Aktien wachsen an Krisen

    • Technologie
    • Öl und Gas
    • Rüstung

    Tech-Konzerne wie Amazon entlassen 10.000 Mitarbeiter, um wieder auf Kurs zu kommen. Die Shareholder wird es freuen, die Mitarbeiter der Amazon Alexa Abteilung sollten sich schnell bei Indeed anmelden. Ihr Department verzeichnet die größten Verluste im Jahr 2022. Gut gerüstet durch die Krise startet die Rheinmetall AG. Dank der Ringtausch-Regelung versorgen die Düsseldorfer nun die Griechen mit neuen Panzern. Die Griechen wiederum geben ihre Panzer sowjetischer Bauart an die Ukraine. Die Rheinmetall Aktie ist seit Anfang des Jahres um 127% im Kurs gestiegen. Zu den Krisengewinnern zählt ebenfalls Saturn Oil & Gas. Mit seinen zahlreichen aktiven Ölbohr-Projekten steht den Investoren ein breit gestreutes Portfolio zur Verfügung.

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    Kommentar von André Will-Laudien vom 09.11.2022 | 04:44

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    • GreenTech
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    Der kalendarische Winter ist nicht mehr weit. Die Bundesregierung proklamiert, dass mit den getroffenen Maßnahmen eine Überwinterung in Deutschland möglich ist. Angesichts von aktuell zu 98,5% gefüllten Gasspeichern, scheint die Not augenscheinlich bewältigt. Experten rechnen aber spätestens im Januar mit Versorgungsengpässen und der Notwendigkeit, die vorhandene Gasmenge gerecht auf ihre Abnehmer zu verteilen. Bekommt dann BASF seine benötigte Gasmenge und alle Haushalte eben 8,7% weniger – oder wie sieht die Rechnung aus? Schwierig – hier zeigt sich das Dilemma, in dem Mitteleuropa steckt. Der Wegfall der russischen Energielieferungen ist in Kürze nicht behebbar – langfristig sind es jedoch die GreenTech-Alternativen, die unsere Versorgungssicherheit schaffen könnten. Wir schauen uns nach geeigneten Anlagemöglichkeiten um.

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    Kommentar von André Will-Laudien vom 01.11.2022 | 07:18

    Halloween der Energiepreise: Shell, BP, Saturn Oil + Gas, Nel ASA – Ist das schon der Gipfel?

    • Rohstoffe
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    Es klingt ambitioniert! Um Europa in Sachen Energieversorgung gänzlich neu aufzustellen, müsste die Europäische Union bis zum Jahr 2030 gute 300 Mrd. EUR in alternative Energiequellen, Infrastruktur und Rohstoff-Lieferverträge investieren. Bis 2021 importierte allein Deutschland 45% seiner fossilen Energie vom bis dahin geschätzten Partner Russland. Nach der Invasion in der Ukraine wird dieser Geschäftspartner wohl von der Liste gestrichen. Heißt aber auch, dass die sehr günstigen Quellen für Mitteleuropa nicht mehr zugänglich sind. Die Preise für Strom, Heizung und Mobilität werden also hoch bleiben. Welche Aktien können von diesem Szenario profitieren?

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