Menü schließen




09.02.2026 | 05:10

Barrick Mining, RZOLV Technologies, Exxon Mobil – Große Chancen nach dem Kursmassaker

  • Edelmetalle
  • Öl und Gas
  • GreenTech
Bildquelle: pixabay.com

Nach dem abrupten Ende der Edelmetallrally prallen an den Rohstoffmärkten gegensätzliche Kräfte aufeinander. Während Gold und Silber einen historischen Abverkauf erlebten und selbst große Produzenten massiv unter Druck gerieten, zeigt sich der Energiesektor erstaunlich robust. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten schüren neue Sorgen um die globale Ölversorgung und treiben die Risikoprämien nach oben. Parallel sorgt der weiterhin hohe Goldpreis trotz der jüngsten Korrektur für strukturelle Veränderungen auf der Angebotsseite. Produzenten erhöhen ihre Förderung, zugleich rücken Umweltauflagen und alternative Verfahren stärker in den Fokus.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080 , RZOLV TECHNOLOGIES INC | CA76091C1032 , EXXON MOBIL CORP. | US30231G1022

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Exxon Mobil – Ölpreis vor dem Rebound

    Nachdem die Edelmetallrallye ein jähes Ende fand, bewegt sich der Ölpreis seit Wochen in Richtung seines seit dem Hoch im Februar 2022 ausgebildeten Abwärtstrends. Ein zentraler Treiber der jüngsten Rally ist unter anderem die wachsende Sorge über eine Eskalation zwischen den USA und dem Iran. Marktteilnehmer, sowohl Händler als auch Energieanalysten, preisen zunehmend ein, dass ein militärischer Konflikt die Versorgung stören könnte, etwa durch Risiken rund um die Straße von Hormuz, eine strategisch wichtige Öltransportroute.
    Die Aktie des Ölriesen Exxon Mobil trotzte dem Abwärtstrend des Basiswertes und konnte bereits Ende Dezember, nachdem die US-Amerikaner als Profiteur des „Venezuela-Deals“ ausgemacht wurden, ein neues Allzeithoch erreichen und baut dies mit 141,30 USD weiter aus.

    Am vergangenen Freitag berichtete der Energieriese, dass im vierten Quartal ein Gewinn in Höhe von 6,5 Mrd. USD erzielt wurde, was einem Ergebnis von 1,53 USD je Aktie entspricht. Damit blieb der Nettogewinn hinter den 7,61 Mrd. USD des Vorjahres zurück, doch bereinigt um Einmaleffekte wurden 1,71 USD je Aktie ausgewiesen, was leicht über den 1,68 USD, die Analysten erwartet hatten, lag. Der Umsatz von 82,31 Mrd. USD verfehlte dagegen die Schätzungen. Im gleichen Zeitraum stieg die Öl-Nettoproduktion auf 5 Mio. Barrel pro Tag, getrieben von Permian Basin und Offshore-Feldern wie Guyana, und setzte damit positive operative Akzente.

    Unsicherheiten kommen ein weiteres Mal von politischer Seite. US-Präsident Donald Trump hat erklärt, Exxon aus dem Wiederaufbau der venezolanischen Ölindustrie herauszuhalten, nachdem Exxons Management das Land als „nicht investierbar“ bezeichnete und keine klaren Zusagen für Rückkehrpläne machte. Mit Blick auf das Land mit den größten bekannten Ölreserven könnten politische Erwartungshaltungen und geopolitische Risiken die Bewertung der Aktie belasten.

    RZOLV Technologies – grüner Player im Milliardenmarkt

    Der Goldpreis notiert, trotz des Abverkaufs in der abgelaufenen Woche, auf historisch hohem Niveau und setzt damit starke Anreize auf der Angebotsseite. Für Goldproduzenten rechnet sich der Abbau neuer Unzen so stark wie seit Jahren nicht mehr. Höhere Verkaufspreise verbessern Margen, machen zuvor unrentable Lagerstätten wirtschaftlich und beschleunigen Investitionsentscheidungen. Viele Minenbetreiber erhöhen daher ihre Förderziele, reaktivieren Projekte oder treiben Erweiterungen bestehender Minen voran.

    Doch mit steigender Aktivität wächst auch der operative Anspruch. Moderne Lagerstätten sind häufig komplexer als in der Vergangenheit und kupferhaltige Goldsysteme, sulfidhaltige Erze, polymetallische Materialien oder Konzentrate stellen klassische Verarbeitungsrouten zunehmend vor Herausforderungen. Gleichzeitig verschärfen viele Jurisdiktionen Umweltauflagen und Genehmigungsbedingungen. Selbst große Produzenten sehen sich daher gezwungen, ihre metallurgischen Konzepte flexibler auszurichten.

    Über Jahrzehnte bildete die Cyanid-Laugung das Fundament der Goldindustrie. Ihre Bedeutung bleibt unbestritten, doch in bestimmten Anwendungen stößt sie an Effizienz-, Umwelt- oder Genehmigungsgrenzen. Genau hier rücken ergänzende Technologien in den Fokus. RZOLV Technologies positioniert sich als Technologiepartner und nicht als Disruptor. Das Greentech-Unternehmen hat ein proprietäres, cyanidfreies Reagenzsystem entwickelt, das parallel zu bestehenden Verfahren eingesetzt werden kann, insbesondere bei Materialien, die außerhalb des optimalen Wirkungsbereichs von Cyanid liegen.

    Unabhängige Tests, unter anderem durch SGS Laboratories, zeigen unter definierten Bedingungen eine starke Goldauflösung und -rückgewinnung von bis zu 98 %, auch in großtechnischen Laugungsszenarien. Für Betreiber entsteht damit eine zusätzliche Option, ohne bestehende Anlagen grundlegend umbauen zu müssen.

    In der vergangenen Woche vermeldete das mit rund 32 Mio. CAD bewertete Unternehmen den nächsten Schritt Richtung industrieller Anwendung. RZOLV hat eine Betriebsvereinbarung mit Environmental Research and Development (ERD) geschlossen, um mineralisiertes Material am patentierten Bergwerksstandort von ERD in Arizona zu verarbeiten.

    Zum Einsatz kommt die Technologie von RZOLV in einer Rührwerks-Laugungsanlage. Der Start erfolgt mit einer nominalen Durchsatzleistung von 50 t pro Tag vorsortierten Materials. Bei erfolgreichem Betrieb und validierter Leistung soll die Kapazität auf rund 100 t pro Tag ausgeweitet werden.

    Ziel der Vereinbarung ist es, die Eignung der Technologie für niedriggradiges Material unter realistischen Betriebsbedingungen vor Ort zu demonstrieren. Dabei werden, aufbauend auf zuvor erfolgreichen Labor- und Großversuchen, Laugungsverhalten, Lösungsmanagement und die operative Performance bewertet.

    Barrick, Newmont, B2 Gold – Einstieg nach dem Massaker?

    Der Edelmetallmarkt erlebte einen historischen Schock. Gold und Silber wurden am Freitag regelrecht abverkauft und sorgten für einen der heftigsten Handelstage seit Jahrzehnten. Gold-Futures rutschten zwischenzeitlich unter 4.700 USD je Unze ab, bevor eine kurze Gegenbewegung einsetzte. Der meistgehandelte April-Kontrakt schloss schließlich bei 4.745 USD und einem Tagesverlust von 11,4 %. Damit verzeichnete Gold den stärksten Intraday-Einbruch seit den frühen 1980er-Jahren.

    Noch dramatischer fiel die Bewegung bei Silber aus. Das Edelmetall verlor zeitweise mehr als 40 USD je Unze und stürzte um rund 35 % auf 74 USD ab. Zwar kam es auch hier zu einer technischen Erholung, doch erneute Verkäufe drückten den Preis zum Handelsende auf 78,53 USD. Mit einem Tagesminus von 35,9 % markierte Silber sogar den größten prozentualen Einbruch seiner Geschichte.

    Mit in den Strudel gezogen wurden selbstredend alle großen Produzenten. So verlor Newmont Corp rund 11,50 % auf 112,35 USD, Kinross Gold 13,77 % auf 31,56 USD und B2 Gold 11,71 % auf 4,90 USD. Lediglich der Verlust des Branchenkrösus Barrick Mining hielt sich mit 3,14 % noch in Grenzen.

    Dass die nach dem ersten Ausverkauf entstandenen Kurse bereits Einstiegschancen bieten, darf bezweifelt werden. Zu stark fiel die erste Verkaufswelle aus, sodass nach einer kurzen Verschnaufpause eine weitere Abwärtsspirale folgen könnte. Der 50er EMA beim Goldpreis liegt aktuell bei 3.756 USD, während sich der 200er EMA aktuell bei 2.742 USD befindet.


    Der Absturz beim Goldpreis riss auch die größten Produzenten in die Tiefe, ein weiterer Abverkauf scheint nicht unwahrscheinlich. Dagegen konnte der Öl-Gigant Exxon Mobil ein neues Allzeithoch erklimmen. RZOLV Technologies betritt mit seiner Technologie einen Milliardenmarkt.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 18.03.2026 | 04:45

    Small Cap schlägt Blue Chips um Längen – wie A.H.T. Syngas Technology Blue Chips wie BP und Siemens Energy abhängt!

    • Syngas
    • Synthesegas
    • Erneuerbare Energien
    • Klimaneutralität
    • Klimawende
    • Investments
    • Öl und Gas

    Versorgungssicherheit und Preise – das sind mehr als nur Schlagwörter. Für Wirtschaft und Konsumenten bedeuten geopolitische Spannungen, Kriege und Handelsrestriktionen unter dem Strich eine neue Realität. Knappheitspreise sind das Regulativ. Das gilt derzeit insbesondere für die Branchen Rohstoffe und Energie. Anbieter stehen auf der Sonnenseite, Nachfrager vor großen Herausforderungen. BP reitet aktuell die Welle aus hohen Öl- und Gaspreisen. Siemens Energy profitiert vom großen Stromhunger der KI-Rechenzentren. Vom Markt bislang übersehen ist A.H.T. Syngas Technology. Die Gesellschaft bedient gleich mehrere Wachstumstrends. Als Anbieter von Syngas-Lösungen verbindet A.H.T. Klimaschutz und Versorgungssicherheit. Die Anteilsscheine haben in diesem Jahr den breiten Markt und die Branche deutlich ausperformt. Analysten bescheinigen den Anteilsscheinen weiterhin deutliches Aufwärtspotenzial.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 05.03.2026 | 04:15

    Sind Öl und Gas das neue Gold? Jetzt geht´s rund bei Shell, BP, Pure One und Oklo

    • Energie
    • Kritische Rohstoffe
    • Öl und Gas
    • Wasserstoff
    • Kernenergie
    • SMRs

    Nach einer langen Durststrecke für Öl musste es nun ein Krieg sein, der die Notwendigkeit der fossilen Brennstoffe wieder in den Fokus rückt. Aber, man sollte die Kirche auch im Dorf lassen. Die Weltmärkte sind überschwemmt mit Öl, USA und Kanada haben in den letzten 20 Jahren so viele Kapazitäten aufgebaut, dass die 4 Mio. Barrel Iran-Förderung leicht ausgeglichen werden können. „There´s plenty of oil“ war die Reaktion auf die wiederholten Peak Oil-Aussagen nach den Arbeiten des Geologen Marion King Hubbert aus dem Jahr 1949. Im Jahr 2000 sollten die Reserven erschöpft sein, doch es kam anders. Heute gehen Forscher von Reserven für weit mehr als 200 Jahre aus, somit lohnt es sich für Investoren auf Ölwerte zu blicken. Alternativen dazu gibt es viele u. a. von den Unternehmen Pure Hydrogen und Oklo. Im Zuge der Irankrise eine weitere Gelegenheit, das Portfolio neu zu strukturieren.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Stefan Feulner vom 02.03.2026 | 05:10

    Repsol, Globex Mining, Hudbay Minerals – Eskalation an den Rohstoffmärkten

    • Rohstoffe
    • Edelmetalle

    Es hatte sich über Wochen abgezeichnet, nun wurde es Realität. Israel startete mit seinem Verbündeten, den Vereinigten Staaten von Amerika, einen Angriff auf den Iran. Das Mullah-Regime antwortete mit Gegenschlägen, was die Situation zum Eskalieren brachte. Die Märkte reagierten mit Hysterie. Der Goldpreis stieg um mehr als 3 %, während Öl zweistellig in die Höhe schoss. Sollte sich der Konflikt ausweiten, die Straße von Hormus wurde bereits gesperrt, drohen vor allem beim Ölmarkt starke Verwerfungen, die zu weiter explodierenden Preisen führen dürften.

    Zum Kommentar