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26.08.2026 | 05:00

Schmierstoffe fürs Depot: Chevron, Zefiro Methane und Shell im Blick!

  • Zefiro Methane
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  • Erdöl
  • Öl und Gas
Bildquelle: Gemini

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Zefiro Methane

Der Ölmarkt dominiert nicht mehr täglich die Schlagzeilen auf den Wirtschaftsseiten der Zeitungen, der Krieg am Persischen Golf rückte zuletzt in den Hintergrund. Nun sind vor allem Zinsen und Schulden in den Mittelpunkt gerückt. Der Konsument in Europa und Nordamerika spürt die Folgen des Konflikts aber immer noch deutlich. Die Preise für Diesel befinden sich auf Rekordniveau, auch wenn der Ölpreis es nicht ist. Alle verfügbaren Raffinerien in Europa arbeiten am Anschlag. Der Ausfall der Kapazitäten in Nahost und in Russland dürfte sich noch lange bemerkbar machen. Bei den Ölaktien herrscht jedenfalls Party-Stimmung. Der S&P 500 Energy Index sowie der Branchen-ETF Energy Select Sector SPDR Fund befinden sich aktuell nahe ihres Rekordniveaus. Wir blicken deshalb auf die Aktien von Chevron, Zefiro Methane und Shell.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Tarik Dede
ISIN: ZEFIRO METHANE CORP | CA98926D1069 | NEO: ZEFI , CHEVRON CORP. DL-_75 | US1667641005 , Shell PLC | GB00BP6MXD84

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Inhaltsverzeichnis:


    Chevron: Raffinerie-Margen treiben die Gewinne!

    Hohe Ölpreise sind nur die eine Seite der Quartalsbilanz von Chevron. Auf der anderen Seite wird extrem gut an den Raffineriemargen verdient, die sich im Laufe des Jahres stark erhöht haben. In den USA zeigten Daten der Energieinformationsbehörde (EIA), dass sich die US-Ölproduktion mit 13,8 Mio. Barrel pro Tag weiterhin auf einem Rekordniveau bewegt. Allerdings, und das ist für Raffinerien wichtig: Die Bestände an raffinierten Produkten sind um 1,5 Mio. Barrel auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Monat zurückgegangen. Der US-Dieselpreis liegt zwar mit durchschnittlich 5,45 USD je Gallone für europäische Verhältnisse auf einem niedrigen Niveau, denn das sind umgerechnet lediglich 1,44 USD je Liter. Doch im vergangenen Jahr kostete die Gallone den US-Autofahrer mit 3,65 bis 3,70 USD deutlich weniger.
    Glücklich kann sich jener Anleger schätzen, der Ölaktien als Hedge gegen steigende Energiekosten für sich entdeckt hat. Chevron jedenfalls überzeugte mit seinen Quartalszahlen. Der Umsatz des 147 Jahre alten Ölriesen aus Kalifornien stieg um 50 % auf 67,20 Mrd. USD. Unterm Strich verdiente das Unternehmen 12,1 Mrd. USD bzw. 6,11 USD je Aktie. Das ist der höchste Quartalsgewinn seit sechs Jahren. Im Upstream-Geschäft, also der Ölförderung, wurde der Gewinn verdreifacht. Im Downstream, also der Verarbeitung von Diesel und Co., konnte der Überschuss aber nahezu auf 4,9 Mrd. USD versiebenfacht werden.
    Für Anleger ist wichtig, dass Chevron weiter auf den Kauf eigener Aktien setzt. Im Q2 erwarb man Anteile für rund 3 Mrd. USD. Zudem wurde für das laufende Quartal die Dividende auf 1,78 USD je Aktie festgelegt. Insgesamt gab Chevron so mehr als 6,5 Mrd. USD an die Aktionäre zurück. Nicht zuletzt konnten die Verbindlichkeiten um 8,4 Mrd. USD reduziert werden.
    Die Aktie von Chevron hat nach dem Juni-Tief um mehr als ein Fünftel zulegen können. Wer drin ist, sollte dabei bleiben, wenn er an anhaltend hohe Öl- und Dieselpreise glaubt. Neueinsteiger warten nach dem schnellen Hochlauf auf eine neue Einstiegsgelegenheit, die sich im Rahmen einer Korrektur ergeben kann.

    Zefiro Methane schließt die Löcher, die die Gasfirmen hinterlassen!

    In den Vereinigten Staaten kann man oft auf beiden Seiten einer Medaille Geld verdienen. Und so ist es auch im Öl-Business. Während Chevron also von einer starken Nachfrage, Angebotsausfällen und hohen Preisen profitiert, schauen andere Firmen in die Vergangenheit des Sektors und sehen die Chance auf Erlöse, Gewinne und Wachstum.
    Hierzu zählt auch das Unternehmen Zefiro Methane. Die Kanadier kümmern sich um verlassene Öl- und Gasquellen mit Leckagen, aus denen klimaschädliche Gase wie Methan auch heute noch ausströmen. Das gilt vor allem im Osten der USA, entlang der Gebirgskette der Appalachen. Diese alten Quellen sind ein Überbleibsel der Industrialisierung des Landes. Manchmal sind es einfache Leckagen, Materialfehler oder schlicht Pfusch, die für den Schaden sorgen. Die Problematik ist vor allem in den USA enorm: So wird geschätzt, dass es dort zwischen 2 und 4 Millionen verlassene Öl- und Gasquellen gibt. Die Regierungen in Washington und die Bundesstaaten haben bereits reagiert und mehr als 4,5 Mrd. USD bereitgestellt, um eine fachgerechte Schließung der Leckagen zu ermöglichen. Die Größe dieses gerade entstehenden Marktes wird auf 400 Mrd. USD geschätzt. Dabei verdient Zefiro Methane nicht nur an der Problemlösung selbst. Da mit dieser Arbeit nachweislich Emissionen vermieden werden, generiert man CO2-Zertifikate, die dann gewinnbringend an große Konzerne wie eben Chevron verkauft werden können. 2025 versiegelte Zefiro mehr als 200 Quellen.
    Zudem setzt Zefiro auf die Expansion mit starken Partnern. So verkündete man vor wenigen Wochen eine Zusammenarbeit mit der prominenten Well Done Foundation. Diese Non-Profit-Organisation ist bekannt für ihre Arbeit zur Versiegelung von verwaisten Öl- und Gasbohrlöchern. Zefiro konnte von der NGO direkt einen Auftrag zur Schließung von zehn Löchern gewinnen.
    Aktuell wird Zefiro Methane an der Börse mit knapp 40 Mio. EUR bewertet. Nach dem steilen Anstieg der Papiere 2025 und zu Jahresanfang kam es zu einer längeren Korrektur. Momentan zeichnet sich eine Bodenbildung ab. Diese können risikobewusste Anleger für den Einstieg nutzen.

    Shell: Raffinerien treiben die Margen an!

    Shell ist einer der wenigen europäischen Champions im Öl-Business. Doch im Gegensatz zu Chevron ist etwa ein Fünftel des Geschäfts durch die Schließung der Straße von Hormuz betroffen. Dennoch hat der britisch-niederländische Konzern jüngst mit seinen Quartalszahlen überzeugt. Dabei sind vor allem drei Bereiche die wichtigsten Faktoren: So bleibt das Preis- und Handelsumfeld auch für Shell äußerst vorteilhaft. Der Konzern konnte höhere Rohöl- und Gaspreise realisieren und lieferte ein starkes Ergebnis im Bereich Trading & Optimierung ab. Dabei bleiben die Raffineriemargen wohl derzeit das wichtigste Asset. Die Anlagen in Rotterdam arbeiten am absoluten Limit. Die bereinigten Erträge in diesem Bereich konnte das Unternehmen daher verdoppeln. Die hohen Cashflows nutzte das Management wie Chevron zur weiteren Reduzierung der Schulden. So ging die Nettoverschuldung von 52,6 Mrd. USD im Q1 auf nunmehr 41,8 Mrd. USD zurück. So ging der Verschuldungsgrad, das sogenannte Gearing, auf 19 % zurück. Damit steht auch bei dieser Kennzahl exzellent da. Mit einem Gearing von 19 % steht man auch im kapitalintensiven und zyklischen Öl- und Gasgeschäft auch branchenweit sehr gut da.
    Das zweite Quartal füllte die Kassen. Der Umsatz (+45 % auf 94,7 Mrd. USD) und der bereinigte Gewinn (+128 % auf 9,8 Mrd. USD) legten deutlich zu. Dabei konnte der Free Cashflow mit 17,5 Mrd. USD nahezu verdreifacht werden. Shell kündigte ein neues Aktienrückkaufprogramm über 3 Mrd. USD für das kommende Quartal an. In den vergangenen 12 Monaten wurden 44 % des operativen Cashflows an die Aktionäre zurückgegeben, was im Zielkorridor des Managements liegt. (40 – 50 %).
    Shell sollte im zweiten Halbjahr nicht nur von den hohen Preisen profitieren, sondern auch bei den Kosteneinsparungen weitere Fortschritte erzielen. Die Aktie von Shell hat seit dem Juni-Tief um mehr als 10 % zulegen können. Wir gehen weiterhin von hohen Ölpreisen aus. Solange die Notenbanken kein Öl drucken können, wird das hohe Preisniveau nicht so schnell sinken.


    Fazit: Bei Shell und Chevron treiben die hohen Raffineriemargen das Geschäft an. Wer an lang anhaltende Angebotsprobleme am Ölmarkt glaubt, bestückt sein Depot mit Ölaktien. Zefiro Methane profitiert davon, dass auch in den USA der Klimaschutz bei alten, leckenden Öl- und Gasquellen entdeckt wurde. Das Unternehmen und die Aktie sollten lange Zeit hiervon profitieren.


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    Der Autor

    Tarik Dede

    Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.

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    Unsichtbar, hochgefährlich für das Klima und streng reguliert. Methan rückt immer stärker in den Fokus von Politik und Börse. Die europäischen Öl- und Gasgiganten Shell und BP trotzen derweil weltweiten Konjunktursorgen, geopolitischen Turbulenzen und steigenden Nachhaltigkeitsauflagen. Mit den jüngst vorgelegten Zahlen für das zweite Quartal untermauern beide Konzerne ihre Rolle als zuverlässige Cash-Maschinen. Für Anleger bedeutet das prall gefüllte Töpfe für Ausschüttungen und Aktienrückkäufe. Der Green-Tech-Spezialist Zefiro Methane setzt hingegen bei einem massiven Problem an, welches die Branche verschuldet hat und wandelt es in ein hochrentables Geschäftsmodell um. Über zwei Millionen verwaiste Öl- und Gasbohrlöcher (Orphan Wells) stoßen allein in den USA unkontrolliert Methan aus. Methan ist für rund 30 % des globalen Temperaturanstiegs verantwortlich und weist in einem Zeitraum von 20 Jahren eine rund 80-mal stärkere Erwärmungswirkung auf als Kohlendioxid. Milliardenschwerere Regierungsprogramme adressieren das Problem. Zefiro Methane hat sich in diesem mit rund 500 Mrd. USD schweren Markt exzellent positioniert. Die Anteilsscheine besitzen nach Meinung von Analysten ein Kurspotenzial von über 200 %.

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