Menü

Aktuelle Interviews

Dirk Graszt, CEO, Clean Logistics SE

Dirk Graszt
CEO | Clean Logistics SE
Trettaustr.32, 21107 Hamburg (DE)

info@cleanlogistics.de

+49-4171-6791300

Interview Clean Logistics: Wasserstoff-Kampfansage an Daimler + Co.


Hans Hinkel, CEO/COO, BioTec CCI AG

Hans Hinkel
CEO/COO | BioTec CCI AG
Königsallee 6, 40212 Düsseldorf (D)

ir@biotec-cci.de

+49 211 540 666 51

BioTec CCI: „BioNTech zeigt, was bei vorbörslichen Beteiligungen möglich sein kann.“


Dr. Andreas Beyer, Geschäftsführer, Fonterelli GmbH & Co. KGaA

Dr. Andreas Beyer
Geschäftsführer | Fonterelli GmbH & Co. KGaA
Waldhornstr. 6, 80997 München (D)

info@fonterelli.de

+49 89 81 00 91 19

Dr. Andreas Beyer von Fonterelli: Wir haben Cashflows im Fokus!


16.09.2021 | 04:44

Siemens Healthineers, Purifloh, Fresenius, Novavax – Die Gesundheit steht im Fokus!

  • Health
  • Biotechnologie
Bildquelle: pixabay.com

Mit dem Pandemie-Ausbruch in 2020 wurde eine neue Zeitrechnung eingeläutet. Die Gesundheit der Menschen rückt wieder in den Lebensmittelpunkt. Die Politik sieht sich weltweit in der Verpflichtung, das öffentliche Leben sicher zu machen. Ob das zu 100% gelingt, bleibt fraglich. Letztlich wird es an dem Engagement privater Unternehmen hängen, inwieweit die vorhandenen Gesundheitsfragen zu lösen sind und mit welchen Mitteln. An den Kapitalmärkten segelt der Gesundheitssektor seit Monaten auf der höchsten Welle, denn es gilt die Gefahren für Milliarden von Menschen zu senken und Rahmenbedingungen für ein öffentliches Leben zu schaffen. Wer profitiert am meisten?

Lesezeit: ca. 4 Minuten. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: PURIFLOH LTD | AU0000010548 , SIEMENS HEALTH.AG NA O.N. | DE000SHL1006 , FRESENIUS SE+CO.KGAA O.N. | DE0005785604 , NOVAVAX INC. DL-_01 | US6700024010

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren


David Elsley, CEO, Cardiol Therapeutics
"[...] Wir sind fest davon überzeugt, dass CBD die Behandlung von Erkrankungen des Herzens revolutionieren kann. [...]" David Elsley, CEO, Cardiol Therapeutics

Zum Interview

 

Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

Mehr zum Autor


Siemens Healthineers – Mit Schwung in den DAX

Die Siemens Healthineers AG ist ein Spin-Off der Siemens AG aus dem Jahr 2018 und notiert derzeit im MDAX. Mit der Index-Umstellung Mitte September wird das Unternehmen im DAX 40 vertreten sein. Zu den Kernbereichen des Unternehmens zählen die Bildgebung für Diagnostik und Therapie, Labordiagnostik sowie digitale Gesundheitsservices und das Krankenhausmanagement.

Das Unternehmen aus Erlangen bietet Systeme für Röntgen-, CT- und Magnetresonanztomographie sowie Blut- und Urintests. Die medizinischen Apparaturen des Unternehmens und die klinische Informationstechnik werden von Krankenhäusern sowie Forschungslaboren genutzt und in einer Vielzahl von Teilgebieten wie der Kardiologie, Onkologie und Neurologie eingesetzt.

Nicht zuletzt durch die Pandemiebekämpfung sind die medizinischen Systemlieferanten allerorts gefragt. Die Öffentlichkeit hat in der Krise gelernt, dass ein funktionierendes Gesundheitswesen mehr ist als ein Kostenfaktor. Im laufenden Geschäftsjahr 2020/21 hatte Siemens Healthineers unter anderem wegen der hohen Nachfrage nach Corona-Tests bereits mehrmals die Prognose angehoben. Auf dem kommenden Kapitalmarkttag im November will das Unternehmen nun die neuen Mittelfristziele vorstellen.

Nach der kostenträchtigen Übernahme des US-Krebstherapiespezialisten Varian, muss die Bilanz u.E. erst mal wieder Luft holen, denn nicht immer läuft die Integration von US-Einheiten reibungslos. Die Aktie von Siemens Healthineers ist gut gelaufen und liegt auf 12-Monatssicht über 50% im Plus. Die Positionierung des Unternehmens ist gut, eine DAX-Aufnahme ist aber kein Garant für weiter steigende Kurse.

Purifloh Ltd. – Luftreinigung im Fokus

In der COVID 19-Pandemie kommt der Luft- und Gebäudereinhaltung eine besondere Bedeutung zu. Aerosole sollen sich schnell auflösen und Kontaktflächen in öffentlichen Gebäuden müssen von Keimen und biologischen Verunreinigungen befreit werden. Purifloh ist eine australische Gesellschaft, die sich diesen Themen angenommen hat und auch über eine US-Tochter von Detroit aus aktiv ist.

Hauptaugenmerk legt das Unternehmen auf innovative Lösungen für die Reinigung von Luft, Wasser und Kontaktflächen in öffentlichen und privaten Bereichen. Besonders wichtig für die Wirtschaft sind solche Maßnahmen vor allem in Behörden, Geschäfts- und Industriebereichen in denen viele Menschen auf engem Raum arbeiten. Die Systeme von Purifloh sind bereits patentiert, man verfügt derzeit über eine zweistufige Prozess-Technologie speziell adaptiert für die Egalisierung von biologischen und chemischen Verunreinigungen in der Luft.

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung der letzten Jahre zahlen sich nun aus, denn die aktuellen Lösungen sind beliebig skalierbar, d.h. mit jedem Auftrag steigen die Margen im Ergebnis. Um dem Geschäft nachhaltigen Schwung zu verleihen, sucht man aktuell nach passenden IP-Lizenzpartnern für die Herstellung im industriellen Maßstab. Investitionen bedarf es freilich auch noch im Vertrieb. Auf der Kommerzialisierungsseite ist man bereits erfolgreich mit Luftreinigungsspezialisten und Wasseraufbereitern im Gespräch. Die Jahreszahlen 2020/21 zeigen noch 3,1 Mio. AUD Verlust, damit dürften aber die meisten Markteintrittsaufwendungen bereits geleistet sein.

Mit einer Marktkapitalisierung von 42,6 Mio. AUD ist das Technologie-Unternehmen derzeit noch moderat bewertet, denn allein durch die anstehenden Gesundheitsmaßnahmen der Regierungen dürften in den nächsten Jahren erhebliche Bestellungen für entsprechende technische Lösungen anfallen. Purifloh steht hier mit patentierten Systemen bereit und kann entsprechend mitwachsen.

Fresenius – Es läuft nicht ganz so rund

Trotz vieler Kaufempfehlungen kommt die Fresenius nicht mehr von der Stelle, denn entgegen neuer Jahreshochs beim DAX hat der Gesundheits-Spezialist zuletzt rund 7% verloren. Aktuell belasteten auch im zweiten Quartal weiter coronabedingte Einbußen bei der Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC). Die ursprüngliche Annahme des Unternehmens, dass die Rahmenbedingungen sich in der aktuellen Jahreshälfte verbessern dürften, ist aus heutiger Sicht zunehmend in Gefahr.

Die leicht angehobenen Prognosen lassen zwar einen Zuwachs im bereinigten Ergebnis im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwarten, die Pandemie könnte aber im Herbst wieder zu Unsicherheiten führen. Bei FMC war das Ergebnis im vergangenen Jahresviertel deutlich stärker eingebrochen als erwartet. Die Konzernmutter hatte im Frühjahr ein Bündel an Maßnahmen angekündigt, welches bis 2023 Ergebnisverbesserungen von mindestens 100 Mio. EUR pro Jahr bringen soll. Dass der Kurs in diesem Umfeld nachhaltig dreht, glauben wir aktuell noch nicht.

Novavax – Der Impfstoff kommt im Herbst

Spannend wird es nun bei Novavax. Die stark gehypte Aktie wird im Herbst den ersten kombinierten Corona-Influenza-Impfstoff auf den Markt bringen. Aktuell wurden die Teilnehmer für die Phase-I/II-Studie rekrutiert, in der die Sicherheit und Immunogenität eines Kombinationsimpfstoffs aus den saisonalen Grippeimpfstoffen von Novavax und Covid-19 untersucht werden soll. Die klinische Studie kombiniert die auf rekombinanten Proteinen basierenden Impfstoffkandidaten NVX-CoV2373 und NanoFlu sowie das patentierte Matrix-M-Adjuvans auf Saponinbasis in einer einzigen Formulierung.
Die Kombination dieser beiden Impfstoffe, die einzeln hervorragende Ergebnisse mit günstigen Sicherheits- und Verträglichkeitsprofilen geliefert haben, kann zu einer größeren Effizienz für das Gesundheitssystem führen und mit einer einzigen Behandlung ein hohes Maß an Schutz gegen Covid-19 und Influenza erreichen. Die Teilnehmer der aktuellen Studie müssen entweder zuvor mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert gewesen sein oder mindestens acht Wochen vor der Aufnahme in die Studie geimpft worden sein.

Wenn die Zulassung gelingt, dürfte die Impfbereitschaft vieler Menschen mit aktuellen Vorbehalten nochmal einen Schub bekommen. Wir erwarten, dass auch die Aktie dann ihre aktuelle Konsolidierungsphase verlässt und deutlich zulegen kann. Die Marktkapitalisierung beträgt aktuell 17 Mrd. USD, für einen potentiellen Umsatz von über 5 Mrd. USD in 2022 ist das nicht zu teuer.


Der Gesundheitssektor ist in der aktuellen Pandemie besonders gefordert. Im Falle von Siemens Healthineers verbesserten sich die Zahlen sprunghaft, bei Fresenius war das Virus eher ein Dämpfer. Für Novavax und Purifloh sehen die Rahmenbedingungen derzeit sehr gut aus. Purifloh ist noch klein, aber eine Skalierung der Umsätze kann hier deutliche Dynamik bringen.


Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

Mehr zum Autor



Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.

Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die Apaton Finance GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


Weitere Kommentare zum Thema:

Kommentar von André Will-Laudien vom 14.10.2021 | 04:44

BioNTech, Cardiol Therapeutics, CureVac: Ideen für ein Jahrzehnt!

  • Biotechnologie
  • Pharma

Die Biotechnologie bleibt eine heißumworbene Branche. In der Bekämpfung vielfältiger Krankheiten ist die Biopharmazie der erste Adressat. Sie ist die Lehre vom Zusammenhang zwischen den chemischen und physikalischen Eigenschaften von Arzneistoffen und Hilfsstoffen sowie ihrer Darreichungsform in einem lebenden Organismus. Durch die direkte Umsetzung von Erkenntnissen aus der Biologie und der Biochemie werden technische nutzbare Elemente identifiziert. Die zentrale Zielsetzung sind dabei das Erforschen, Verbessern und Entwickeln von Verfahren zur Herstellung relevanter Stoffe. Oftmals geht die Forschung ins Leere, wir werfen einen Blick auf den Sektor.

Zum Kommentar

Kommentar von André Will-Laudien vom 08.10.2021 | 04:44

BioNTech, Defence Therapeutics, Valneva, Formycon – Nahe an der Bio-Revolution!

  • Covid-19
  • Biotechnologie
  • Pharma

Portugal gehört zu den Ländern mit der höchsten Impfquote, dort haben sich bereits 86% der Bevölkerung impfen lassen. Zirka 98% der Impfberechtigten – und das schließt jeden mit ein, der über 12 Jahre alt ist – sind durchgeimpft. Deutschland zählt mit ca. 64% eher zu den impfmüden Nationen. Was ist das Geheimnis der Portugiesen? Die Regierung setzte auf einen Meinungsmacher aus den eigenen Reihen, Admiral Gouveia e Melo. Der Experte für komplizierte logistische Aufgaben im Militär wurde im Februar zum obersten Leiter der nationalen Impfkampagne ernannt. Man sieht ihn in zahlreichen öffentlichen Fernsehauftritten, nie ohne seine militärische Kampfuniform – und als er gefragt wurde, wie denn andere Länder ihr eigenes Impfvorhaben weiter nach vorne bringen können, zögerte der Admiral nicht, seinen besten Ratschlag zu geben: „Sie müssen Leute finden, die keine Politiker sind.“ Wo liegen die aktuellen Chancen im Impf-Sektor?

Zum Kommentar

Kommentar von Carsten Mainitz vom 28.09.2021 | 05:08

Cardiol Therapeutics, BioNTech, Valneva – Volatilität bietet gute Chancen!

  • Corona
  • Impfstoff
  • Biotechnologie
  • Pharma

Die Aktienkurse der Corona-Impfstoff-Hersteller wachsen doch nicht in den Himmel. Zuletzt sorgten die Entwicklungen bei der französischen Valneva für Verunsicherung. Die Franzosen wollten bis Ende 2021 einen Corona-Impfstoff auf den Markt bringen und hatten bereits einen Auftrag der britischen Regierung über 100 Mio. Einheiten erhalten. Dieser Vertrag wurde nun gekündigt. Wie geht es jetzt mit der Branche weiter?

Zum Kommentar