Menü schließen




04.11.2021 | 05:57

Teamviewer, HelloFresh, Aspermont: Jahresendrallye?!

  • Fintech
  • Technologie
  • SaaS
  • Daten
  • HelloFresh
  • TeamViewer
  • Aspermont
Bildquelle: pixabay.com

Die Jahresendrallye scheint 2021 schon im Oktober begonnen zu haben, denn inbesondere für Technologieaktien war es ein 'Goldener Oktober'. Der Leitindex für Tech-Werte NASDAQ hat seine Schwächephase im September klar hinter sich gelassen und beendete den Oktober bei rund 15.500 Punkten. Auch in den aktuellen Monat sind Technologieaktien stark gestartet und die Hoffnung auf eine starke Jahresendrallye wurde somit geschürt. Hieran sollten auch Tech-Aktien außerhalb der USA partizipieren. So überraschte HelloFresh Anleger mit einer Prognoseanhebung und beim Sorgenkind Teamviewer könnte nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen das Schlimmste vorbei sein. Noch nicht angesprungen ist die Aktie von Aspermont. Dabei sehen gerade Analysten deutliches Potenzial für den australischen Geheimtipp.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: TEAMVIEWER AG INH O.N. | DE000A2YN900 , ASPERMONT LTD | AU000000ASP3 , HELLOFRESH SE INH O.N. | DE000A161408

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Aspermont hebt Datenschatz: Segment in Q4 +160%

    Aspermont Limited verfügt über einen Datenschatz von 7,5 Mio. registrierten Entscheidern aus den Branchen Bergbau, Energie und Landwirtschaft. Diesen will das australische Technologieunternehmen mit einem „Anything-as-a-service“-Modell heben. Dabei handelt es sich um ein Abo-Modell, das individuell und personalisiert angepasst und aufgestockt werden kann. Dafür stehen den Kunden dann Premium-Dienstleistungen wie Daten, Statistiken und Forschungsergebnisse zur Verfügung. Außerdem können sie an zahlreichen virtuellen und oder Präsenzveranstaltungen teilnehmen. Das Modell scheint anzukommen: im vergangenen Quartal war das Segment Daten mit einem Plus von 162% der Wachstumsmotor. Dies führte dazu, dass die Bruttomarge im Konzern von 58% auf 65% zulegen konnte. Insgesamt hat das Unternehmen den Umsatz im vergangenen Quartal um 24% auf 4,3 Mio. AUD gesteigert. Auch in den kommenden Jahren will Aspermont deutlich wachsen. Dazu sollen auch neue Geschäftsfelder beitragen. So ist Aspermont gerade in den schnell wachsenden Fintech-Markt eingestiegen. Dazu wurde eine Kooperation mit Spark Plus, einer Unternehmensberatung und Spezialist für Roadshows für asiatische Unternehmen sowie dem australischen Wertpapierhändler International Pacific geschlossen. Das Joint Venture – Aspermont hält daran 44% – plant den Aufbau einer Finanz-Plattform auf der kapitalsuchende Unternehmen und Investoren zusammenfinden.

    Von den Zukunftsperspektiven sind die Analysten des deutschen Researchhauses GBC überzeugt. Sie empfehlen die Aspermont-Aktie mit einem Kursziel von 0,09 AUD zum Kauf (http://www.more-ir.de/d/22781.pdf). Im Bereich Business-to-Business-Marketing sei das Unternehmen einer der führenden Player weltweit, so GBC. Im Geschäftsjahr 2020 habe Aspermont den Turnaround mit einem positiven EBITDA erfolgreich abgeschlossen. Derzeit notiert die Aspermont-Aktie bei 0,021 AUD, notiert damit deutlich unter dem GBC-Kursziel und ist ein Kandidat für eine Jahresendrallye.

    HelloFresh überrascht mit Prognoseanhebung

    HelloFresh hat die Jahresendrallye mit starken Quartalszahlen und einer Prognoseanhebung bereits eingeläutet. Die Anzahl der aktiven Kunden legte im dritten Quartal um nahezu 39% zu. Der Umsatz kletterte sogar um rund 46% auf 1,42 Mrd. EUR. Analysten hatten lediglich 1,32 Mrd. EUR erwartet. Das Wachstum ging allerdings zu Lasten des Ertrags. So sank das bereinigte EBITDA um 30,4% auf 79,8 Mio. EUR. Aufgrund dieser Entwicklung hat der Kochboxenanbieter die Prognose für das Gesamtjahr erhöht und erwartet nun eine Umsatzsteigerung um 57% bis 62% (zuvor 45% bis 55%). Die bereinigte EBITDA-Marge soll unverändert zwischen 8,25% und 10,25% liegen. Die Credit Suisse hat das Kursziel für die Hellofresh-Aktie leicht von 93 auf 95 EUR erhöht und die Einstufung "Outperform" bestätigt. Das Unternehmen sei eines der wenigen profitablen Player im Online-Lebensmittelhandel, so die Analysten.

    Teamviewer: Jahresend- oder kurze Erholungsrallye?

    Ob es sich Teamviewer um eine Jahresend- oder kurze Erholungsrallye handelt, muss sich noch zeigen. Zumindest haben Anleger auf die Veröffentlichung der finalen Zahlen zum dritten Quartal erleichtert reagiert und die Aktie des Tech-Sorgenkinds konnte kräftig zulegen. TeamViewer hat sein vorläufiges Q3-Ergebnis von Anfang Oktober bestätigt. Die Billings stiegen um 18% auf 125,8 Mio. EUR. Das adjusted EBITDA verringerte sich auf 42,3 Mio. EUR (Q3 2020: 58,2 Mio. EUR). Grund hierfür waren signifikante Investitionen in den Markenaufbau sowie die bereits kommunizierten, geringer als erwartet ausgefallenen Billings für Q3 2021. Diese Entwicklung führte zu einer adjusted EBITDA-Marge von 34% (Q3 2020: 55%). TeamViewer bestätigte den im Oktober reduzierten Ausblick. Die Billings werden im Jahr 2021 in einer Spanne zwischen 535 Mio. EUR und 555 Mio. EUR erwartet.
    Die adjusted EBITDA-Marge wird voraussichtlich zwischen 44% und 46% liegen. Analysten haben bisher noch keine neue Kaufempfehlung geben, sondern bewerten die Aktie überwiegend „neutral“. Dafür muss das Unternehmen wohl zunächst verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen.


    Insbesondere Technologieaktien entwickeln sich derzeit erfreulich. HelloFresh hat mit der Prognoseanhebung den Startschuss zur Jahresendrallye gegeben. Bei Aspermont läuft es operativ und die Aktie scheint reif für einen Anstieg. Teamviewer wird voraussichtlich volatil bleiben.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 08.10.2026 | 04:55

    Sind das Kaufkurse? Desert Gold, Rheinmetall und innoscripta unter der Lupe!

    • Goldproduktion
    • Transformation
    • Rüstungsindustrie
    • Technologie
    • Stock Picking
    • Investments

    Ein Explorer, der kurz vor der ersten Goldproduktion steht, ein Rüstungskonzern mit Milliardenaufträgen in den Büchern aber sinkendem Aktienkurs und ein hochprofitabler Softwareanbieter unter Ermittlungsdruck der Steuerbehörden. Diese Beispiele zeigen, wie facettenreich Börse sein kann. Unterschiedliche Branchen, unterschiedliche Größenklassen, gemeinsam ist, dass sich alle Unternehmen in einer entscheidenden Phase befinden. Auf welche Entwicklungen und Meilensteine sollten Anleger jetzt achten und wo ist das beste Chance-Risiko-Verhältnis zu finden?

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 07.10.2026 | 05:00

    Aspermont, S&P Global und Alphabet: Fachdaten fordern selbst Tech-Giganten

    • Rohstoffe
    • Daten
    • KI

    Generative Künstliche Intelligenz verändert die Informationsbeschaffung grundlegend und entzieht traditionellen Medienplattformen den organischen Webtraffic. Da Suchmaschinen KI-generierte Antworten wie die AI Overviews nutzen, verliert das klassische Anzeigengeschäft von Webseiten seine Grundlage. Verlage geraten in Abhängigkeiten, doch spezialisierte B2B-Informationsanbieter schaffen sich selbst eine lukrative Nische. Historisch gewachsenes, tiefes Branchenwissen bietet noch immer Mehrwert, da es für verlässliche Industrieanwendungen unverzichtbar und nicht leicht ersetzbar ist. Wir beleuchten den Trend und stellen spannende Unternehmen vor.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 18.09.2026 | 05:00

    Neue Chips, neue Batterien, neue Chancen: Ist das der Durchbruch bei HPQ Silicon? Micron läuft und läuft, kann Aixtron jetzt aufholen?

    • Innovationen
    • Sliizium
    • Batterietechnologie
    • KI
    • Halbleiter
    • Technologie

    Nvidia, AMD und Broadcom stehen für den KI-Boom wie kaum andere Unternehmen. Doch die nächste große Wachstumswelle könnte bei den Zulieferern und Technologiepartnern entstehen. Denn je mehr KI-Anwendungen in Rechenzentren Einzug halten, desto größer wird der Bedarf an schnellen Speichern, effizienter Leistungselektronik und neuen Materialien. HPQ Silicon fokussiert sich auf Silizium als das Schlüsselmaterial für die nächste Generation von Lithium-Ionen-Batterien und konnte jüngst einen wichtigen Meilenstein markieren. Aixtron und Micron reiten an verschiedenen Stellen die KI-Welle. Auf welches Pferd sollten Anleger setzen?

    Zum Kommentar