Menü schließen




09.03.2023 | 06:00

TUI, Saturn Oil & Gas, Plug Power – drei Aktien mit Verdopplungspotential

  • TUI
  • Saturn Oil + Gas
  • Plug Power
  • Reisen
  • Reverse Split
  • Öl
  • Leichtöl
  • flüssiges Erdgas
  • Wasserstoff
  • grüner Wasserstoff
Bildquelle: pixabay.com

Aktien mit Verdoppelungspotential zu finden erfordert eine gründliche Analyse. Zum einen sollte die Branche des Unternehmens Wachstumsfantasien besitzen. Ist der Sektor innovativ spricht das ebenfalls für das Wertpapier. Dann ist ein Blick auf die Wettbewerber wichtig, um zu sehen, ob das Unternehmen gut positioniert ist. Passen beide Faktoren sollte man sich die Finanzen des Kandidaten genauer ansehen. Kann man mehrere Punkte dieser Checkliste abhaken lohnt sich ein genauerer Blick auf die Charttechnik. Wir sehen uns heute drei Kandidaten an, die das Zeug haben ihre Kurse zumindest langfristig zu verdoppeln.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: TUI AG | DE000TUAG505 , Saturn Oil + Gas Inc. | CA80412L8832 , PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    TUI – Weichen für die Zukunft gestellt.

    Am 14. Februar wurde auf der Hauptversammlung der TUI, Europas größtem Reiseanbieter, der Grundstein gelegt um den Konzern wieder auf ein stabiles Fundament zu stellen. Im ersten Schritt wurden aus 10 alten Aktien eine Neue. Damit verringert sich die Aktienanzahl auf rund 178,5 Mio. Stücke. Im nächsten Schritt soll eine Kapitalerhöhung folgen, mit der die Staatshilfen zurückgezahlt werden und die Nettoverschuldung sinkt. Infolge dessen sinkt auch die Zinslast und die Finanzsituation entspannt sich deutlich. Die Gefahr von einem erneuten Einbruch des Geschäfts ist nicht mehr zu erwarten nachdem die Corona Pandemie offiziell auch in Deutschland für beendet erklärt worden ist.

    Auch wenn das bereinigte EBIT im 1. Quartal, das am 31. Dezember endete, noch bei minus 153 Mio. EUR lag, ist es eine Verbesserung vom Vorjahr um gut 120 Mio. EUR. Mit 3,3 Mio. Gästen nähert man sich langsam dem Vor-Corona-Niveau an. Der Umsatz kletterte auf 3,8 Mrd. EUR. Im Vorjahr waren es lediglich 2,4 Mrd. EUR. Schon zum Zeitpunkt der Zahlen teilte der Konzern mit, dass es ein positives Buchungsmomentum sowohl für die Winter- als auch die Sommersaison gibt. Aufgrund dessen geht das Management bei der Prognose für 2023 davon aus, dass sich das bereinigte EBIT deutlich verbessern wird.

    Beim operativen Geschäft geht es aufwärts und auch die finanziellen Probleme sollten mit der nächsten Kapitalerhöhung größtenteils behoben sein. Mit der Kapitalerhöhung könnte noch einmal Druck auf die Aktie kommen, doch im Anschluss sind die Weichen für die Zukunft gestellt. Dann sollte man die Aktie auf der Watchlist haben. Die Aktie notiert aktuell bei 18,55 EUR und liegt damit oberhalb des 200er gleitenden Durchschnitts, allerdings auch unterhalb des 50er gleitenden Durchschnitts. Der nächste Support liegt bei 16,91 EUR und der nächste Widerstand bei 19,03 EUR.

    Saturn Oil & Gas – wächst rasend schnell

    Im Dezember lag die Ölproduktion von Saturn Oil & Gas bei gut 13.000 Barrel am Tag. Seit dem 28. Februar sind es nun 140 % mehr, denn die Übernahme von Ridgeback Recources wurde an diesem Tag offiziell abgeschlossen. Mit einer Produktionsrate von 30.000 Barrel, die zu 82 % aus Rohöl und zu 18 % aus flüssigem Erdgas bestehen, hat Saturn wichtige Marken übersprungen, die dem Unternehmen neue Möglichkeiten in Sachen Finanzierung bieten. Gleichzeitig wird das Unternehmen für institutionelle Investoren interessanter. Für den Kaufpreis von 475 Mio. CAD und rund 19,4 Mio. Aktien wird das Oxbow Asset um 5.000 Barrel an synergistischen Anlagen vergrößert und Saturn bekommt einen Fuß in die Tür in Alberta, der als einer der größten Ölpools Nordamerikas gilt.

    Zum Vergleich 2016 zahlten Apollo und Blackstone 1,35 Mrd. CAD um Lightstream Resources zu kaufen, aus dem dann Ridgeback Resources wurde. Insgesamt hat Saturn nun 134 Mio. Barrel an nachgewiesenen und wahrscheinlichen Reserven, sowie etwa 850 weitere Bohrplätze. Damit kann das Unternehmen die Produktion mindestens 15 Jahre aufrechterhalten. Das spiegelt sich auch in den Zahlen wieder, die für 2023 prognostiziert werden. Das EBITDA soll bei 475 Mio. CAD liegen und je Aktie liegt der freie Cash-Flow bei 1,84 CAD unter der Voraussetzung, dass der Ölpreis im Schnitt bei 80 USD liegt. Bis Jahresende soll der aktuelle Schuldenstand von 545 Mio. CAD bis auf 345 Mio. CAD reduziert werden. Ende 2025 sollen alle Schulden abgetragen sein.

    Erst ab dem 2. Halbjahr soll die Produktion bei über 30.000 Barrel pro Tag liegen. Dementsprechend wird es bis zu den Zahlen vom 3. Quartal dauern, bis man einen genauen Überblick über die echten Zahlen nach der Ridgeback-Transaktion erhält. Bleiben die Bohrergebnisse so gut wie 2022, als die erwarteten Zahlen um 16 % übertroffen wurden, könnte es weitere positive Überraschungen geben. Noch handelt die Aktie unter Buchwert und die Marktkapitalisierung liegt unter dem erwarteten EBITDA von nur einem Jahr. Auch die Schuldentilgung ist gesichert, denn bis 2027 fließen dem Unternehmen gut 1 Mrd. USD aus dem Hedging zu. Weitere Informationen finden Sie unter researchanalyst.com. Aktuell ist die Aktie noch für 2,78 CAD zu haben.

    Plug Power – schwaches 4. Quartal

    Weltweit investieren Regierungen in grünen Wasserstoff, um Klimaziele und Netto-Null-Ambitionen zu erreichen. In den USA hat Joe Biden ein 370 Mrd. USD schweres Klimapaket durch den Senat gebracht. Einer der größten Nutznießer dieses Pakets könnte Plug Power sein, das aufgrund seines vertikal integrierten Wasserstoffangebots viel zu den Klimazielen beitragen kann. Das Unternehmen will 2023 zum weltweit größten Hersteller von Flüssigwasserstoff werden. Dazu baut man eine riesige Produktionskapazität für grünen Wasserstoff auf, was zu einer Verbesserung der Margen und zu höheren Gewinnen führen dürfte.

    Zuletzt enttäuschte der Konzern seine Anleger aber erneut, als er vergangene Woche die Zahlen für das 4. Quartal präsentierte. Wieder einmal wurden die Analystenschätzungen sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis nicht erreicht. Der Umsatz lag bei 220,7 Mio. USD rund 45 Mio. USD unter den Erwartungen. Mit einem negativen Ergebnis von 1,03 USD je Aktie war gerechnet worden, am Ende waren es 1,25 USD. Im Jahresvergleich ist der Umsatz um 36% gestiegen. Das Management bekräftigte erneut die angepeilten Prognosen von 1,4 Mrd. USD Umsatz und einer Bruttomarge von 10%. 2022 wird als Übergangsjahr gesehen und die Aktivitäten sollen nun Früchte tragen.

    Der Wasserstoffmarkt ist volatil und so können positive Nachrichten die Aktie sehr schnell wieder in Richtung der Höchststände aus dem vergangenen Jahr von 32 USD bringen. Allerdings hat das Management zuletzt oft die Anleger enttäuscht, so dass sich die Zahlen erst einmal bessern müssen. Der Wasserstoffmarkt kann ein riesiger Zukunftsmarkt sein, vor allem weil die Energie aus den Erneuerbaren Energien irgendwie gespeichert werden muss bevor ein Stromnetz überlastet wird. Der Konzern hat seine Projekte weltweit verteilt und ist somit gut diversifiziert. Vor dem Hintergrund hat die Aktie das Potential sich zu verdoppeln. Aktuell handelt der Wert bei 13,67 USD.


    Von den drei analysierten Kandidaten hat Saturn Oil & Gas am ehesten ein Verdoppelungspotential, da das Unternehmen schon jetzt hohe Gewinne einfährt und fundamental unterbewertet ist. Platz 2 geht an Plug Power, da der Wasserstoffmarkt ein gewaltiges Wachstumspotential hat und hier viele Subventionen von den Regierungen vergeben werden. TUI belegt Platz drei, weil vorab noch eine Kapitalerhöhung ansteht. Im Anschluss könnte die Aktie aber durchaus einen Blick wert sein.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) derzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen hält bzw. halten und auf deren Kursentwicklungen spekulieren. Sie beabsichtigen insofern Aktien oder andere Finanzinstrumente der Unternehmen zu veräußern bzw. zu erwerben (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.
    Es besteht insofern ein konkreter Interessenkonflikt bei der Berichterstattung zu den Unternehmen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.
    Es besteht auch aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.
    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 03.09.2026 | 04:15

    Nur fliegen ist schöner! Nach der Korrektur nun 150 % Chance mit Desert Gold, Lufthansa, Ryanair und EasyJet

    • Gold
    • Rohstoffe
    • Luftfahrt
    • Reisen
    • Defense-Sektor

    Rumps - nach neuen Höchstständen wieder ordentlich runter! Lang hat es nicht gedauert, dass steigende Zinsen klassische Wachstumsaktien unter Druck setzen und Investoren zu einer strikten Neubewertung ihrer Portfolios zwingen. Selbst der sichere Hafen Gold blieb von dieser Entwicklung nicht verschont und durchläuft eine ausgiebige Korrektur. Diese charttechnische Bereinigung bei gewissen Aktien und beim Edelmetall schafft jedoch eine exzellente Einstiegsbasis bei fundamental unterbewerteten Minenwerten wie Desert Gold. Aber auch andere krisenbelastete Sektoren erscheinen auf dem Radar. Wegen der dauerhaft hohen Kerosinpreise richten vorausschauende Anleger ihren Blick bereits jetzt auf den globalen Luftfahrtsektor. Denn die Branche leidet derzeit noch spürbar unter den Belastungen anhaltender geopolitischer Konflikte. Sobald sich hier jedoch eine dauerhafte diplomatische Entspannung abzeichnet, steht den Airlines ein massives Comeback bevor. Ein Ende der Krisen würde die Treibstoffkosten drastisch senken und blockierte Flugrouten weltweit wieder freigeben. Zudem dürfte die aufgestaute Reiselust von Privat- und Geschäftskunden zu einem sprunghaften Anstieg der Buchungszahlen führen. Branchenführer wie die Lufthansa, Ryanair und EasyJet sind operativ hervorragend aufgestellt, um von diesem Nachfrageboom überproportional zu profitieren. Ein scharfer Blick ist vonnöten!

    Zum Kommentar

    Kommentar von Jens Castner vom 28.08.2026 | 05:55

    Wind, Wasserstoff, Weltklasse-Dividende: Nordex und Enapter kämpfen, RE Royalties sahnt ab

    • GreenFinance
    • Energiewende
    • Windkraft
    • Wasserstoff
    • Dividendenrendite
    • RE Royalties
    • Nordex
    • Enapter

    An der Energiewende zeigen sich alle Facetten des Börsenwahnsinns. Die Aktie von Nordex hat sich vervielfacht, doch plötzlich sorgen Politik und Analysten für Gegenwind. Enapter hingegen liegt am Boden und will zurück nach oben. Am anderen Ende der Skala steht ein kanadischer Nebenwert, der von neuen Energien profitiert, ohne selbst ein Windrad oder einen Elektrolyseur zu bauen: RE Royalties. Seit Jahren zahlt das Unternehmen zuverlässig hohe Dividenden, nur der Kurs will sich partout nicht bewegen. Anleger haben die Wahl zwischen Wasserstoff-Absturz, Windkraft-Achterbahn und Weltklasse-Dividende.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Matthias Schomber vom 24.08.2026 | 07:30

    Rendite-Chancen bei Rüstung, Wasserstoff und Green-Tech: Wie sich Deutz, Nel ASA und MustGrow Biologics jetzt für den Befreiungsschlag rüsten!

    • Rüstung
    • Rüstungsindustrie
    • Senfextrakte
    • senf
    • Agrartechnologie
    • Wasserstoff
    • Pflanzenschutz

    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von MustGrow Biologics Corp.

    Trumps harte Haltung im Iran-Konflikt und die Blockade der Straße von Hormus halten die Finanzmärkte schon seit Wochen und Monaten auf Trab. Dieses Thema wird uns wohl auch noch eine ganze Weile begleiten. Diese geopolitischen Krisen verschieben aber an den Börsen gerade massiv die Gewichtungen, denn während Werte mit Rüstungsbezug wieder mehr Rückenwind bekommen, verlieren viele ehemalige Wasserstoff-Hype-Aktien weiter an Boden. Die Deutz AG schwenkt z. B. mit Milliarden-Übernahmen in den Wehrtechnik-Sektor um und trifft damit genau den aktuellen Nerv der Märkte. Bei Nel ASA zeigt sich hingegen das Gegenteil, denn trotz voller Auftragsbücher bremsen schwache Margen das Papier aus. Abseits dieser beiden Unternehmen entwickelt sich mit MustGrow Biologics ein kleineres Unternehmen in einer Nische. Der kanadische Agrar-Biotech-Spezialist punktet mit Fortschritten beim nachhaltigen Pflanzenschutz und steht möglicherweise vor einem charttechnischen Ausbruch.

    Zum Kommentar