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08.06.2021 | 04:50

TUI, Teamviewer, White Metal Resources - Kommt der Ausbruch nach oben?

  • Rohstoffe
  • Digitalisierung
Bildquelle: pixabay.com

Ruhig ist anders! Eigentlich sollte bei einer Volatilität von deutlich unter 20 eine spürbare Ruhe am Markt herrschen. Dies ist aber nicht der Fall. Hohe Umsätze in Einzelaktien und sektorale Bewegungen gibt es wie seit 20 Jahren nicht mehr. Das liegt an der Anzahl aktiver Aktionäre und handelsbereiten Marktteilnehmern seit den vielen Lockdowns. Nicht mehr unter der Aufsicht der Chefs laufen eben die einen oder anderen Handelsplattformen zu Hause einfach mit. Damit steigen sowohl die Handelstiefe als die Umsätze an den Börsen – und 95% aller Spekulanten agieren long. Auch der Anteil der Aktionäre wächst beständig. In 2021 könnte sie in Deutschland an die 10% herankommen. Wir blicken auf Aktien mit Ausbruchs-Potenzial.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: DE000TUAG000 , DE000A2YN900 , CA9640461062

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Inhaltsverzeichnis:


    TUI – Die Digitalisierung von Angeboten

    Die TUI-Aktie tut sich schwer, die 5 EUR-Marke nachhaltig zu überwinden. Immer wieder prallt sie ab und fällt zurück. Im Schatten eines boomenden Reisegeschäfts für den anbrechenden Sommer, stellt sich TUI in seinen Angeboten nun wesentlich digitaler auf. So hat der Reiseveranstalter kürzlich eine Vereinbarung über eine neue digitale Plattform für Mehrtagesreisen unterzeichnet. Das neue Tool für „TUI Musement“ entstammt dem Geschäftsbereich Touren & Aktivitäten und wird in Partnerschaft mit dem Schweizer Unternehmen Nezasa entwickelt. Nezasa macht sich auf, die Reisebranche technologisch in das nächste Zeitalter zu führen, der Traditionskonzern TUI dürfte dabei ein guter Kunde werden.

    Der weltweit wachsende Markt für Rundreisen hat einen jährlichen Umsatz von 96 Mrd. EUR und ist bis jetzt weitgehend offline und stark fragmentiert. Mit der digitalen Plattform wird TUI die Konsolidierung des Marktes vorantreiben. Sowohl Kunden als auch Partner sollen auf die TUI Reisebausteine für die digitale Produktion von personalisierten Mehrtagesreisen zugreifen können. Das neue Feature befindet sich derzeit in der Entwicklung, wobei das erste Modul im vierten Quartal 2021 auf den Markt kommen soll und weitere Bausteine in der ersten Hälfte des Jahres 2022 folgen werden. Obwohl TUI bilanziell noch schwach aufgestellt ist wird investiert, das ist gut!

    Wir sind gespannt, wo die Reise der TUI-Aktie kurzfristig hingehen wird, denn die Dynamik nach oben scheint zu lahmen. Ein Rückfall unter die Unterstützung bei 4,30 EUR wäre fatal. Bleiben sie investiert, aber setzen sie einen engen Stop.

    Teamviewer – Kurspause nach dem Akquisitionsrausch

    Der Softwareanbieter Teamviewer profitierte in den letzten 15 Monaten klar von seinen Dienstleistungen im Bereich digitaler Job-Ausübung. Die Göppinger sind vor allem für ihre Fernwartungssoftware und Videokonferenz-Apps bekannt und trafen damit im ersten großen Lockdown den Nerv von Kunden, aber nun stockt das Wachstum und die Kosten steigen. Vorstandschef Oliver Steil hatte bereits mit der Prognose für das laufende Jahr klargemacht, dass das erste Halbjahr im direkten Zahlenvergleich nicht so rosig aussehen würde. Die Buchungen der Online-Meetings sollten ein Wachstum von 20% haben, über das Gesamtjahr erwartet man sogar 29-33%. Dies stellt eher eine Normalisierung der zuletzt stürmischen Zeiten dar.

    Dann müssen natürlich die aktuellen Übernahmen erst verdaut werden. In 2020 akquirierte man die Bremer Softwarespezialisten von Ubimax, um sich im Bereich mit Augmented-Reality-Software zu stärken. Die Göppinger kauften für diesen Bereich auch noch die US-Firma Upskill, den 3D-Visualisierer Viscopic und die Österreicher Xaleon hinzu, einen Spezialisten für Software zur Online-Kundenbetreuung.

    Das Marketingbudget für dieses Jahr wurde soweit aufgestockt, dass Teamviewer die Ergebnisprognose rein rechnerisch um rund 35 Mio. EUR senken musste. Und ob sich der üppige Sponsorenvertrag mit Manchester United auszahlen wird, werden die Anleger wohl erst in Jahren sehen. Bis 2023 hat Teamviewer ein Wachstum bei den Billings auf rund 1 Mrd. EUR angepeilt – gegenüber 2020 ist das mehr als eine Verdoppelung. Vor allem aber ab 2025 sollten sich die Sportsponsorings in den Neuaufträgen bemerkbar machen. Einige Director Dealings sind derzeit als Käufe zu sehen, bleiben sie aber noch in Wartestellung bis der Kurs über 32 EUR geht!

    White Metal Resources – Ein aussichtsreicher Mix an Liegenschaften

    Seit der letzten Inflationsmeldung der EZB geraten unterbewertete Gold- und Silberprojekte wieder näher in den Fokus. Einer davon ist die White Metal Resources Corp., ein kanadischer Explorer mit einem seit 8 Jahren unangetasteten Gebiet. Dieses liegt ca. 40km nordwestlich der Hafenstadt Thunder Bay, Ontario, und hat eine Fläche von ungefähr 1.968 Hektar.

    Erste Vision-3D-Untersuchungen wurden nun im Goldprojekt Tower Stock durchgeführt. Dieses Gebiet kann White Metal vom Eigentümer mit geringem Aufwand übernehmen und integrieren. Die Geologie der Liegenschaft ähnelt nach Angaben des Unternehmens der Young Davidson Mine von Alamos Gold, die eine der größten Untergrund-Minen Kanadas ist. Die Untersuchungen ergaben eine Reihe von interessanten Anomalien, wobei die bemerkenswerteste davon im Gebiet der neu entdeckten Ellen-Zone aufgespürt wurde.

    Diese Anomalie weist eine breite, gekrümmte Form auf, erstreckt sich über ungefähr 750 x 300m und scheint den westlichen Rand des Intrusivkomplexes Tower Mountain zu flankieren. Sie kann in Richtung Norden bis zum südwestlichen Ende der U-V-Zone nachverfolgt werden und umfasst die A-Zone sowie die Bench-Zone in Richtung Süden bzw. Osten. Die Ellen-Zone scheint den westlichen Rand der IP-Anomalie zu flankieren, und die Ergebnisse aus dem Bohrloch TM-21-94 und einer Reihe goldhaltiger Oberflächenproben legen eine direkte Korrelation mit der Goldmineralisierung nahe.

    In den anderen Liegenschaften wie z.B. Vanguard Ost & West wurden über eine Strecke von 12,2m 1,15% Kupfer, 0,43 g/t Gold und 5,03 g/t Silber nachgewiesen. Ein weiteres Bohrloch über 6m kam sogar auf Kupfer-Gehalte von 3%, 1,78 g/t Gold und 17,95 g/t Silber. Mit dem Okohongo-Projekt in Namibia kann man ebenfalls auf Silber und Kupfer hoffen, denn diese wurden bereits in der Vergangenheit nachgewiesen. Die fortlaufenden Untersuchungen haben historische Perkussionsbohrungen aufgedeckt, welche auf 27,0 Meter bereits 1,47%/t Kupfer und 11,7g/t Silber meldeten. Sie stammen aus dem Epunguwe-Zielgebiet, das etwa 5km nordwestlich des nördlichen Endes der Kupfer-Silber-Lagerstätte Okohongo im Nordwesten Namibias liegt.

    White Metal Resources wird sich im laufenden Jahr noch umfangreich refinanzieren, um die steigenden Preise am Rohstoffmarkt auch mit Bohrergebnissen flankieren zu können. Noch scheint die Aktie extrem unentdeckt und notiert trotz der vielen Konzessionen nur bei einer Marktkapitalisierung von rund 13 Mio. CAD. Man sollte zeitnah eine Anfangsposition aufbauen.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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