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05.11.2026 | 05:39

Zefiro Methane: Milliarden aus Washington – Analysten sehen Verdreifachung

  • Gas
  • Öl
  • Umwelt
Bildquelle: ChatGPT KI generiert

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Zefiro Methane

Unter Amerikas Böden schlummert ein milliardenschweres Problem. Hunderttausende verwaiste Öl- und Gasbohrlöcher müssen saniert werden, viele davon setzen weiterhin klimaschädliches Methan frei. Washington hat dafür 4,7 Mrd. USD bereitgestellt. Einer der Profiteure ist Zefiro Methane. Das Unternehmen hat sich bereits staatliche Aufträge über rund 40 Mio. USD gesichert, steigert seine Umsätze kräftig und erschließt zusätzliche Geschäftsfelder. Während die Sanierung alter Förderanlagen zunehmend Fahrt aufnimmt, sieht ein deutsches Analystenhaus für die Aktie rechnerisch mehr als 200 % Kurspotenzial.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: Zefiro Methane Corp | CA98926D1069

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Inhaltsverzeichnis:


    Washington finanziert die Sanierung bis zum Ende des Jahrzehnts

    Die USA stehen vor einer gewaltigen Altlast. Über Jahrzehnte wurden Öl- und Gasbohrungen aufgegeben, ohne sie ordnungsgemäß zu verschließen. Aus vielen dieser Anlagen entweicht weiterhin Methan, ein besonders wirksames Treibhausgas. Gleichzeitig können die Bohrlöcher Grundwasser gefährden und die Nutzung ehemaliger Förderflächen erschweren.

    Mit dem Infrastrukturgesetz von 2021 stellte der US-Kongress rund 4,7 Mrd. USD für die Sanierung verwaister Bohrlöcher bereit. Davon entfallen 4,3 Mrd. USD auf staatliche und private Flächen. Die Mittel einzelner Förderprogramme sind nach ursprünglicher Planung bis September 2030 verfügbar.

    Für spezialisierte Dienstleister bedeutet das langfristige Geschäftsmöglichkeiten. Allerdings werden die Aufträge über öffentliche Ausschreibungen vergeben. Ein garantierter Anteil an den Fördergeldern besteht nicht.

    Der Zefiro-Chart befindet sich aktuell in einer Seitwärtsbewegung. Der Widerstand liegt bei 0,50 USD.
    Der Zefiro-Chart befindet sich aktuell in einer Seitwärtsbewegung. Der Widerstand liegt bei 0,50 USD.

    Zefiro sichert sich Aufträge über 40 Mio. USD

    Einer der aktiven Anbieter ist Zefiro Methane. Das nordamerikanische Unternehmen verschließt verlassene Bohrlöcher, untersucht ehemalige Förderstandorte und misst Methanemissionen. Über die Tochtergesellschaft Plants & Goodwin verfügt Zefiro über mehr als 50 Jahre Branchenerfahrung.

    Mitte Oktober meldete das Unternehmen einen Bestand bereits vergebener öffentlicher Projekte von rund 40 Mio. USD. Die Arbeiten reichen teilweise bis Juni 2029.

    Allein ein Dreijahresvertrag mit dem Ohio Department of Natural Resources umfasst 19,6 Mio. USD. Dafür sollen rund 200 problematische Bohrlöcher stillgelegt werden. Hinzu kommt ein staatlich finanzierter Auftrag über 11,5 Mio. USD in der Great-Lakes-Region.

    Rund 4,9 Mio. USD des Auftragsbestands sollen im laufenden Quartal bis Ende Dezember 2026 umgesetzt werden. Weitere 34,6 Mio. USD sind überwiegend für 2027 und 2028 vorgesehen. Zusätzliche private Industrieaufträge sind darin noch nicht enthalten.

    Umsatz wächst um 31 % – Verluste sinken deutlich

    Die Expansion schlägt sich zunehmend in den Geschäftszahlen nieder. Im Geschäftsjahr 2026, das am 30. Juni endete, steigerte Zefiro seinen Umsatz um 31,1 % auf 42,5 Mio. USD. Der Bruttogewinn erhöhte sich um 66 % auf 12,4 Mio. USD.

    Gleichzeitig schrumpfte der Nettoverlust von 10,8 auf 3,5 Mio. USD. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich von minus vier auf plus 3,8 Mio. USD.

    Zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten eröffnete die Übernahme operativer Vermögenswerte von Viking Well Service im Mai. Für 4,3 Mio. USD sicherte sich Zefiro unter anderem fünf weitere Bohranlagen. Dadurch soll die jährliche Umsatzkapazität um rund 10 Mio. USD steigen.

    Neue Kunden kommen zunehmend aus der Industrie. Besonders bei Energie- und Rechenzentrumsprojekten müssen alte Förderstellen häufig saniert werden, bevor neue Infrastruktur entstehen kann.

    Analysten sehen mehr als 200 % Potenzial

    Auch die Augsburger GBC AG bewertet die Entwicklung positiv. In ihrer Studie vom 28. Oktober 2026 bestätigten die Analysten die Einstufung „Kaufen“ mit einem Kursziel von 1,42 USD bis Juni 2027.

    Gegenüber dem aktuellen Aktienkurs von 0,47 USD entspricht das einem rechnerischen Aufwärtspotenzial von rund 202 %.

    Für das Geschäftsjahr 2026/27 prognostiziert GBC einen Umsatz von 57,92 Mio. USD und ein EBITDA von 10,02 Mio. USD. Bis 2028/29 sollen die Erlöse auf 75,21 Mio. USD steigen.

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    Methan-Zertifikate als zusätzliche Einnahmequelle

    Neben staatlichen und privaten Sanierungsaufträgen arbeitet Zefiro an einem weiteren Geschäftsfeld. Kürzlich berichtete das Unternehmen über seine Beteiligung an der Entwicklung eines Zertifizierungsstandards für die Stilllegung verwaister Öl- und Gasbohrlöcher.

    Das vom Anbieter Isometric entwickelte Regelwerk befindet sich noch in der öffentlichen Konsultation. Künftig könnten geeignete, nicht bereits öffentlich finanzierte Projekte zusätzliche Einnahmen aus nachgewiesener Methanvermeidung ermöglichen.

    Noch ist das Unternehmen unter dem Strich nicht profitabel. Die wachsenden Umsätze, zusätzliche Bohranlagen und der hohe Auftragsbestand verbessern jedoch die Ausgangslage erheblich.

    Zefiro profitiert von einem Problem, das die USA noch über Jahre beschäftigen dürfte. Entscheidend wird sein, ob aus den staatlichen Milliardenprogrammen und privaten Sanierungsaufträgen dauerhaft steigende Gewinne entstehen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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