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16.05.2024 | 04:45

Achtung: Jetzt geht´s los! Wasserstoff und Uran im Steigflug: Plug Power, Nel ASA, Kraken Energy und Siemens Energy im Fokus

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Bildquelle: pixabay.com

Nun ist es passiert! Nach monatelangem Ausverkauf bei Wasserstoff-Aktien gab es vorgestern ein Aufatmen quer durch den Sektor. Der Grund: Branchen-Primus Plug Power erhielt eine Staatsgarantie über 1,66 Mrd. USD als Rückendeckung für den Aufbau von landesweit sechs Megawatt-Standorten zur Schaffung einer ersten Wasserstoff-Infrastruktur. Das Departement of Energy (DOE) zeigt damit, dass es die USA mit der Investition in alternative Energien ernst meint. Die Entscheidung beflügelte den gesamten Energie-Sektor, auch Uran setzte seine jüngste Aufwärtsbewegung fort. Wo liegen die Chancen für Investoren?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: KRAKEN ENERGY CORP | CA50075X1024 , PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235 , SIEMENS ENERGY AG NA O.N. | DE000ENER6Y0

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Inhaltsverzeichnis:


    Jim Payne, CEO, dynaCERT Inc.
    "[...] Wir haben mit unseren patentierten Wasserstoffprodukten Zertifizierungen und Zulassungen in einem Großteil der größten Märkte auf der gesamten Welt. [...]" Jim Payne, CEO, dynaCERT Inc.

    Zum Interview

     

    Nel ASA und Plug Power – Milliardenkreditlinie beendet Katzenjammer kurzfristig

    So etwas sieht man selten. Wie ein Ruck ging es vorgestern mit der Meldung einer staatlichen Kreditgarantie im Wasserstoff-Sektor durch eine ausverkaufte Branche. Während Plug Power im Tagesverlauf bis zu 80 % Kursgewinn aufsattelte, stieg die norwegische Nel ASA aus Sympathie gleich mal 20 % mit. Zur Börseneröffnung bis auf 5,00 USD fest, musste der Branchenprimus Plug aber im Tagesverlauf wieder 1,55 USD abgeben und schloss bei 3,45 USD. Gestern dann die Stunde der Wahrheit. Mit guten Inflationszahlen ging es nochmal auf 3,80 USD hoch, dann drehte das Sentiment wieder auf "Negativ".

    Kein Wunder, gerademal 2 Monate ist es her, da hat Plug Power mit einer „Not-Platzierung“ knapp 1 Mrd. USD eingesammelt, um eine drohende Insolvenz zu vermeiden. Man darf fast vermuten, dass die Staatsgarantien deshalb vergeben wurden, um die taumelnden Hersteller von Elektrolyseuren vor dem Untergang zu retten. Denn nach wie vor sind private Investoren von industrieller Tragweite nicht in Sicht. Wir tippen daher auf ein Strohfeuer und erneute Abgaben quer durch den Sektor.

    Die Experten auf der Plattform Refinitiv Eikon sehen für Plug Power ein mittelfristiges Kursziel von 5,17 USD, es gibt aber derzeit nur 9 aktive Empfehlungen aus 29 Studien. Für den Konkurrenten Nel ASA werden 5,75 NOK erwartet, hier lagen die gestrigen Tops bei 6,37 NOK. Abends kämpfte der Titel schon wieder mit der 6,00 NOK-Marke. Der kurze „Dead Cat Bounce“ dürfte wohl nur Trader amüsiert haben.

    Kraken Energy – Starke Radonanomalien identifiziert

    Wesentlich ruhiger geht es derzeit im Uran-Sektor von statten. Die Uran-Produzenten sind weltweit dünn gesät und sie können wegen der vielen Reaktor-Bauprojekte auf ein stabiles Geschäft über Jahre hoffen. Branchen-Experten schätzen das Urandefizit ab dem Jahr 2028 auf über 35 % des tatsächlichen Bedarfs. Das bringt neue Projekte in den Blickpunkt. Der Uranpreis hatte im April an den Future-Märkten leicht auf 82 USD konsolidiert, stand aber gestern im Hoch schon wieder bei knapp 93 USD.

    Nun gibt es Neuigkeiten vom kanadischen Uran-Explorer Kraken Energy, der im Februar bereits in Utah zu bohren begonnen hat. Das Unternehmen bewirtschaftet insgesamt 4 Liegenschaften in den USA. Auf dem Grundstück Apex in Nevada deuten jüngste Proben auf starke Radonanomalien hin. Sie befinden sich entlang der Schulter von hohen magnetischen Anomalien, welche gut mit den bekannten hochgradigen, oberflächennahen Uranmineralisierungen korrelieren. Sie befinden sich sowohl in den historischen Minen Apex als auch bei Lowboy.

    "Während wir uns den Bohrungen in der historischen Mine Apex nähern, generiert unser Team weiterhin aufregende neue Uranziele entlang des derzeit umrissenen 17,5 km langen Trends der Mineralisierung auf dem Grundstück Apex", sagte CEO Matthew Schwab. "Wir haben vor kurzem zusätzliche, starke Radonanomalien im Boden abgegrenzt, die auf eine potenzielle Uranmineralisierung in der Tiefe hinweisen und durch geophysikalische Untersuchungen aus der Luft weiter unterstützt werden.“

    Die historische Uranmine Apex war in der Vergangenheit die größte Uranmine in Nevada, die in den 1950er Jahren etwa 106.000 Pfund U3O8 mit einem Durchschnittsgehalt von etwa 0,25 % produzierte. Die Segel sind also gesetzt, hier dürfte es im Jahresverlauf noch weitere Erfolgsmeldungen geben. Aktuell sind 54,4 Mio. Aktien ausgegeben, welche aktiv im Bereich 0,10 bis 0,13 CAD gehandelt werden. Wenn weitere Erzfunde anstehen, dürfte es mit dem Kurs richtig zur Sache gehen. Der hohe Terminpreis auf Uran wirkt ebenfalls positiv auf die gesamte Branche.

    Siemens Energy – Zuerst geviertelt und dann wieder vervierfacht

    Wirklich unfassbar! Im Oktober 2023 musste befürchtet werden, dass Siemens Energy die Qualitätsprobleme bei der spanischen Tochter Gamesa Kopf und Kragen kosten könnte. Sogar eine Staatsbürgschaft war nötig, um die besehenden Aufträge weiter bearbeiten zu können. Der Kurs war von über 20 EUR auf etwa 6 EUR abgestürzt. Gestern erklomm er allerdings wieder die 24 EUR-Marke, denn die Firmenzentrale in München hatte die Prognosen jüngst erhöht.

    Siemens profitiert derzeit vor allem von einem stark laufenden Netzgeschäft. Aber auch für die anderen Sektoren wie Gasturbinen, Industrietransformation und für den kriselnden Windanlagenbauer Gamesa zeigt sich das Management optimistischer. Man rechnet nun mit einem Umsatzzuwachs von 10 bis 12 % im laufenden Jahr, bislang hatte der Konzern 3 bis 7 % Mehrerlöse in Aussicht gestellt. Bei der operativen Marge vor Sondereffekten hob CEO Christian Bruch die untere Spanne an und erwartet nun zwischen -1 und +1 %, Experten hatten mit -2 % gerechnet. Die kriselnde Wind-Tochter Gamesa schrieb in Q2 zwar weiter Verluste, diese fielen jedoch nicht so hoch aus wie von Analysten erwartet. Unter dem Strich verblieb sogar ein Nettogewinn von 108 Mio. EUR nach -189 Mio. EUR im Vorjahr.

    Ob das alles für eine nochmalige Aufwertung reicht? Nur 13 von 22 Experten auf der Plattform Refinitiv Eikon votieren mit Kauf, das gewichtete Kursziel von 24,20 EUR wurde aber gestern schon übertroffen. Wer auf üppigen Gewinnen sitzt, erhöht den Stop konsequent auf 23,50 EUR und bleibt noch investiert. Charttechnisch darf an der erreichten Ausbruchslinie nach oben nichts schief gehen.

    Siemens Energy schießt den Vogel ab. In nur 7 Monaten konnte sich der Kurs vervierfachen. Im Halbjahresvergleich liegt die Aktie noch gut vor Plug Power, Nel ASA und Kraken Energy. Das Sentiment für Energiewerte bessert sich. Quelle: Refinitiv Eikon 15.05.2024

    Was für ein Wasserstoff-Rebound! Mit dem amerikanischen Energie-Ministerium gab es einen Trendwechsel im gesamten Sektor. Plug & Co sind nun wieder auf den Kauflisten. Seit einigen Monaten läuft schon Uran. Hier kann man mit Kraken Energy noch günstig auf den fahrenden Zug aufspringen.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Wasserstoff – Technologie zur Nachrüstung von Diesel-Motoren für saubere Verbrennung und Senkung von Abgasemissionen

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    Der Wasserstoffmarkt erlebt derzeit einen Aufschwung, der durch eine zunehmende Zahl an Großaufträgen und eine stärkere Nachfrage nach Wasserstofftechnologien gekennzeichnet ist. Ein Beispiel für die Dynamik in diesem Sektor ist der jüngste Erfolg des kanadischen Brennstoffzellenherstellers Ballard Power, der den größten Auftrag in seiner Firmengeschichte vom polnischen Bushersteller Solaris erhalten hat. Dieser Auftrag, der die Lieferung von 1.000 Brennstoffzellen-Motoren bis zum Jahr 2027 für die Ausstattung von Wasserstoff-Bussen beinhaltet, zeigt die Bereitschaft des Marktes, in nachhaltige und innovative Mobilitätslösungen zu investieren. Die deutsche Enapter konnte den Auftragseingang im 1. Quartal um 730 % zum Vorjahr erhöhen. Grund genug sich andere Wasserstoffunternehmen anzusehen.

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