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23.08.2022 | 04:44

Aktien-Roulette! Abverkauf bei Uniper und Deutsche Bank, Kleos Space macht Laune!

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Bildquelle: pixabay.com

Schon wieder ein schwacher Wochenstart. Nach einer zaghaften Erholung in der ersten Augusthälfte geht es jetzt wieder zur Sache. Die Bearmarket-Rallye scheint mit 13.930 im DAX nun abgearbeitet, denn heute stehen bereits wieder tiefe 13.250 Punkte an der Tafel. Die Börse hat nun Krieg, noch höhere Inflation und eine kommende Rezession einzupreisen, da verwundert der recht hohe Stand eigentlich schon. Noch gibt es aber offensichtlich Hoffnung und einige ausgewählte Aktientitel sind auch schon sehr weit gefallen. Die Zeit der Schnäppchenjäger ist somit vielleicht auch nicht mehr weit entfernt. Wir liefern ein paar Ideen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: KLEOS SPACE CDI/1/1 | AU0000015588 , UNIPER SE NA O.N. | DE000UNSE018 , DEUTSCHE BANK AG NA O.N. | DE0005140008

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Inhaltsverzeichnis:


    Craig Taylor, CEO, Defense Metals Corp.
    "[...] Im Sommer planen wir ein Bohrprogramm zur weiteren Aufwertung und Vergrößerung unserer Lagerstätte. [...]" Craig Taylor, CEO, Defense Metals Corp.

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    Uniper – Und wenn die Staatshilfe nicht reicht?

    Dass der angeschlagene Kraftwerksbetreiber und Gashändler Uniper im ersten Halbjahr tief in die Verlustzone abrutschen würde, sollte jedem spätestens dann klar geworden sein, als die Bundesregierung Uniper zur Seite springen und mit üppigen Staatshilfen in Form von Beteiligungen und KfW-Kreditfazilitäten ausstatten musste. Insgesamt geht es bei dem Rettungspaket um eine 30-ige Aktienbeteiligung und Fremdkapital-Instrumente über rund 14 Mrd. EUR.

    Vor allem wegen weiterhin reduzierter russischer Gaslieferungen brach das EBIT im ersten Halbjahr 2022 auf -564 nach plus 580 Mio. EUR im Vorjahr ein. Der Konzernfehlbetrag nach IFRS sieht sogar eine Drohverlustabschreibung von etwa 12 Mrd. EUR vor. Dies beinhaltet bereits erwartete künftige Verluste aus Gaslieferunterbrechungen. Außerdem mussten rund 2,7 Mrd. EUR an Wertminderungen wegen Nord Stream 2 sowie der russischen Stromerzeugung verbucht werden. Kräftig gestiegen ist auch die Nettoverschuldung des Konzerns, die sich von 324 Mio. auf 2,06 Mrd. EUR vervielfacht hat.

    Eine Ergebnisprognose kann für das laufende Geschäftsjahr aufgrund des volatilen Umfeldes weiterhin nicht in einer adäquaten Bandbreite gegeben werden. Es kann natürlich sein, dass mit einem abrupten Kriegsende wieder alles besser wird, wenn nicht, müssen die Hilfen eventuell sogar noch ausgedehnt werden. Der deutsche Bürger wird über eine Gasumlage an den Mehrkosten der Ersatzbeschaffung beteiligt, eine Garantie, dass die Maßnahmen ausreichen werden, gibt es leider nicht. Die Uniper-Aktie ist nach 85% Kursverlust in 12 Monaten ein Casino-Papier geworden. Nur für Zocker!

    Kleos Space S.A. – Satellitengestützte Datenerhebung nötiger denn je

    In unsicheren Zeiten ist Information und Aufklärung ein hohes Gut für strategische Entscheidungen in der Geopolitik. Derzeit ist gerade an den internationalen Brennpunkten, wie im Schwarzen oder Südchinesischen Meer, sehr viel Aktivität zu beobachten. Regierungen weltweit benötigen klare Informationen darüber, welche Bewegungen am Boden und hinter verborgenen Grenzen stattfinden. Für Kleos Space S.A. (KSS) ist der hohe Bedarf an Geodaten-Analyse immer wieder eine positive Komponente für Wachstum, auch wenn sich niemand solche Rahmenbedingungen wirklich wünscht. In der Tat steigt aber derzeit der Bedarf an satellitengestützter Datenanalyse für militärische Zwecke. Das Hochtechnologie-Unternehmen mit geschäftlichem Sitz in Luxemburg bringt Satelliten in den Orbit, um vor allem maritime und landgebundene Funk- und Bewegungsaktivitäten aus der Ferne zu erfassen sowie qualitativ hochwertig und kundengerecht aufzubereiten.

    Führende Raumfahrt-Experten haben die Bedeutung von weltraumbasierten Daten und Technologien auch für den „Green Deal“ hervorgehoben. Es gebe derzeit eine ungeheure Fülle an Daten, die dabei helfen können, den Klimawandel zu überwachen, so ein Sprecher bei der European Space Conference in Brüssel. Diese Daten müssten spezifischer verwertet werden, sodass sie konkrete Schritte zur Bekämpfung des Klimawandels unterstützen. Kleos ist aktuell dabei, seine Datenbasis nochmal aufzurüsten. Der DAAS-Spezialist wird mit dem neugeplanten Start auf der Transporter-6 Space-X Mission im Oktober dann über 16 Satelliten im Orbit verfügen. Die Datenausbeute und Qualität wird damit weiter steigen. Ob man auch der European Space Agency (ESA) zu Hilfe eilen kann, steht noch in den Wolken, hochinteressant und nachhaltig wäre das Thema allemal.

    Die KSS-Aktie bewegt sich derzeit in einem engen Band zwischen 0,44 und 0,55 AUD und ist an deutschen Börsen zu 0,30 EUR erhältlich. Das Kleos-Geschäftsmodell passt super in unsere Zeit und liefert technologischen Mehrwert in das Portfolio.

    Deutsche Bank – Strafzahlungen für Messenger Dienste

    Die Deutsche Bank steht mal wieder in den USA unter Druck. Nach zweistelligen Milliardenstrafen für eine aktive Rolle in der Subprime-Krise von 2007, geht es nun um die illegale Nutzung von Messenger-Diensten. Die Bank soll einem Medienbericht zufolge aber kurz vor der Einigung mit den Behörden stehen. Auch andere Finanzinstitute sind davon betroffen.

    Es geht um die nicht-protokollierte Nutzung von WhatsApp und privaten E-Mail-Konten für geschäftliche Zwecke. Ankläger sind die US-Börsenaufsicht SEC und die Derivateaufsicht CFTC. Im Raum stehen Geldbußen von bis zu 200 Mio. USD je Institut. Nach den Regeln der SEC und der CFTC müssen Finanzinstitute die schriftliche Kommunikation ihrer Mitarbeiter archivieren und überwachen. So soll sichergestellt werden, dass Compliance-Vorschriften eingehalten werden. WhatsApp und andere Messengerdienste erlauben es jedoch, dass Nachrichten nach dem Lesen gelöscht werden. Der Konzern hat auch schon reagiert und mittlerweile neue Technologien zur Kommunikation eingeführt, die eine lückenlose Archivierung beinhalten.

    Die Deutsche Bank befindet sich noch mitten in ihrem Kostensenkungsprogramm, verdient aber unter dem Strich wieder gutes Geld. So hat die Bank im zweiten Quartal trotz des wirtschaftlichen Gegenwinds durch den Ukraine-Krieg mit 1,05 Mrd. EUR überraschend einen weiteren Milliardengewinn erwirtschaftet. Im ersten Halbjahr gelang dem Institut so nach eigenen Angaben der höchste Nachsteuergewinn seit 2011. Operativ sieht sich die Bank in 2022 auf sehr gutem Weg.

    Die Aktie liegt mit 21% Verlust in 12 Monaten im allgemeinen Trend, technisch muss der Kurs noch über 9,70 EUR ausbrechen, um größere Kaufsignale zu generieren. Mit einem KGV 2023e von 5 und knapp 4% Dividendenrendite ist die Aktie mit einem Kurs von 8,30 EUR fundamental zu billig. Die potentielle US-Strafzahlung ist frei nach Hilmar Kopper unter „Peanuts“ zu verbuchen, ebenso wie die ehemals 50 Mio. DM offenen Handwerkerrechnungen aus dem Jahr 1994, die im Zusammenhang mit dem Immobilien-Pleitier Jürgen Schneider anfielen. Einsammeln und bei Seite legen!


    Aktien schwanken derzeit oft mehr als 10% pro Woche. Normalerweise rechnet ein Asset Manager mit etwa 7 bis 8% Zuwachs pro Jahr. Nun sind die großen Indices in 2022 aber im Schnitt schon über 20% im Minus und die Verluste dehnen sich weiter aus. Uniper und Deutsche Bank sollte man nicht aus den Augen verlieren, bei Kleos könnte der nächste Satelliten-Lauch im Oktober bereits wieder beflügeln.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Bank – Das Kreditwesengesetz (KWG) regelt in Deutschland die erlaubten Geschäfte einer Bank.

    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Armin Schulz vom 30.11.2022 | 06:00

    Alibaba, Kleos Space, Plug Power – Turnaround Kandidaten mit Potential

    • Alibaba
    • Kleos Space
    • Plug Power
    • E-Commerce
    • Cloud
    • Weltraum
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    • Hochfrequenzsignale
    • Wasserstoff
    • Brennstoffzelle
    • Elektrolyseur

    Im Zuge der jüngsten Aktienmarktrallye sind einige Werte ins Hintertreffen geraten. Während der Markt die Zukunft einiger Aktien optimistisch einschätzte, hatten andere nicht den gleichen Erfolg. Für Anleger, die auf der Suche nach einem potenziellen Turnaround-Titel sind, haben wir drei Unternehmen herausgepickt, die eine Überlegung wert sein sollten. Jedes Unternehmen hat seine eigenen Herausforderungen und Chancen, und Anleger sollten vor einer Investition ihre eigene Due Diligence durchführen. Mit dem richtigen Timing und der richtigen Strategie könnten diese Unternehmen in nicht allzu ferner Zukunft für ein Comeback gut gerüstet sein.

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    Kommentar von Stefan Feulner vom 22.11.2022 | 05:10

    Günstige Ausgangssituationen bei Commerzbank, Desert Gold und BioNTech

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    Der vermutete Abwärtsdruck aufgrund der Unsicherheiten in Wirtschaft und Geopolitik blieb bisher aus. Vielmehr konnten die wichtigsten Aktienindizes wie DAX oder Dow Jones ihre kurzfristigen Abwärtstrends verlassen und senden Signale für einen weiteren Aufwärtsschub. Neben dem Aktienmarkt konnte auch der Edelmetallsektor drehen. Besonders hier winken Einstiegschancen auf deutlich verbilligtem Niveau mit der Chance auf langfristige, überproportionale Kursgewinne.

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    Kommentar von André Will-Laudien vom 09.11.2022 | 04:44

    Energieversorgung in Deutschland: Nordex, Siemens Energy, TubeSolar, JinkoSolar – Mit grüner Kraft voraus!

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    Der kalendarische Winter ist nicht mehr weit. Die Bundesregierung proklamiert, dass mit den getroffenen Maßnahmen eine Überwinterung in Deutschland möglich ist. Angesichts von aktuell zu 98,5% gefüllten Gasspeichern, scheint die Not augenscheinlich bewältigt. Experten rechnen aber spätestens im Januar mit Versorgungsengpässen und der Notwendigkeit, die vorhandene Gasmenge gerecht auf ihre Abnehmer zu verteilen. Bekommt dann BASF seine benötigte Gasmenge und alle Haushalte eben 8,7% weniger – oder wie sieht die Rechnung aus? Schwierig – hier zeigt sich das Dilemma, in dem Mitteleuropa steckt. Der Wegfall der russischen Energielieferungen ist in Kürze nicht behebbar – langfristig sind es jedoch die GreenTech-Alternativen, die unsere Versorgungssicherheit schaffen könnten. Wir schauen uns nach geeigneten Anlagemöglichkeiten um.

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