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25.08.2021 | 04:45

Alibaba, Aspermont, Teamviewer – Der Boom der Big Data-Analysten!

  • Big Data
  • Fintech
Bildquelle: pixabay.com

Der Markt für Dienstleistungen im Bereich Informationen hat sich seit Beginn des Mobilfunkzeitalters dramatisch beschleunigt. Waren es früher weitgehend anonyme Internetnutzer, die erstmals Teilnehmer der digitalen Geburtsstunde waren, so sind heute die Erhebung und Verarbeitung von nutzerbezogenen Daten der Dreh- und Angelpunkt für jede mobile Dienstleistung. Das Zeitalter von Big Data ist die neueste Erscheinungsform, hier werden Daten gesammelt und aggregiert, welche später in Marketingkampagnen oder neue Dienstleistungen fließen. Seit 2007 regiert das Smartphone die digitale Geschäftswelt. Noch nie waren mehr Nutzermerkmale freiwillig und kostenlos feilgeboten worden. Der Mobilfunkkunde wurde zum gläsernen Konsumenten und sieht auf seinem Endgerät heute fast ausschließlich für ihn relevante Inhalte.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: ASPERMONT LTD | AU000000ASP3 , TEAMVIEWER AG INH O.N. | DE000A2YN900 , ALIBABA GR.HLDG SP.ADR 8 | US01609W1027

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Inhaltsverzeichnis:


    Alex Kent, Managing Director, Aspermont Limited
    "[...] Wir haben ein starkes Management-Team und alle von uns haben bei globalen Medien- und Technologieunternehmen gearbeitet, bevor sie sich für Aspermont entschieden haben. [...]" Alex Kent, Managing Director, Aspermont Limited

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    Alibaba Group – Kurshalbierung lädt zum Einstieg ein

    Die chinesische Alibaba Group betreibt eine der weltweit größten Online-Handelsplattformen. Die erfolgreiche Website Alibaba.com ist eine perfekte Datenanalyse-Plattform und bietet seinen B2B-Kunden eine Auswahl von Dienstleistungen für das Betreiben von E-Shops auf fast allen Produktebenen des täglichen Bedarfs. Alibaba ist heute ein Profi in der Auswertung von Kundendaten und dominiert den E-Commerce-Markt in China. Das Geschäftsmodell kann als eine Mischung aus Amazon, eBay und Paypal betrachtet werden, angepasst an die Erfordernisse des chinesischen Markts. Das Unternehmen nutzt Big Data, um sein Kleinkreditgeschäft zu unterstützen. Big Data liefert die Cashflows, das Lieferanten- und Kundenverhalten sowie das Umsatzwachstum über die Jahre hinweg hilft bei der Bewertung des aktuellen Kreditrisikos. Damit werden die Geschäftsbeziehungen extrem kalkulierbar.

    Die chinesische Regierung greift seit 2020 mit Regeln und Richtlinien zur Bekämpfung wettbewerbswidriger Praktiken von Internetunternehmen ein und hat auch den Börsengang der Finanztochter ANT untersagt. Dieses Jahr kamen neue Antimonopolregeln für Online-Plattformen hinzu und kartellrechtliche Verstöße wurden mit hohen Strafen belegt. Der neue Richtlinienentwurf beschreibt verbotene Verhaltensweisen wie das Blockieren von Wettbewerbs-Produkten, Kontrolle des Nutzerverkehrs oder diskriminierende Preisgestaltung. Auch die Analyse von Kundendaten wurde eingeschränkt.

    Die Alibaba Group hat sich im Kurs seit November 2020 mehr als halbiert, die Gruppe ist aber unter dem Strich weiter gewachsen. Analytisch hat die Aktie nun ein sehr attraktives Niveau erreicht. Die Gefahren einer totalen Suspendierung von Chinas Internetriesen an der Technologiebörse NASDAQ sind natürlich weiterhin gegeben, das Chance-Risiko-Verhältnis spricht aber für ein Engagement nach dem Ausverkauf.

    Aspermont Ltd. – Neue Wege im Bereich Finanzierung

    Der australische Medienwert Aspermont Ltd. ist eine Kapazität im Bereich Informationen mit Kapitalmarktrelevanz. Das Geschäftsmodell besteht aus der Generierung von Abonnement-Erträgen, Handelseinnahmen und Plattform-Services. Mit einer ständig wachsenden Nutzerbasis steigt die Relevanz der angebotenen Informationsdienste, man erreicht mehr Leser und steigert so seine begleitenden Werbeeinnahmen. Sehr wichtig ist der Draht zu den Auftraggebern aus der Industrie, denn sie nutzten Aspermont bislang vornehmlich als Info-Provider und Verteilmedium. Nun kommt ein wichtiger Service hinzu, der durch die Bereitstellung einer Kapital- und Finanzierungsplattform erreicht wird.

    Das neue Fintech-Projekt wurde mit zwei weiteren Gründungspartnern, der Spark Plus Ltd. und der International Pacific Capital (IPC) ins Leben gerufen. Ziel der Kooperation ist der Betrieb einer Plattform zur Kapitalbeschaffung für professionelle Investoren auf dem ASX-Markt. Chairman des neuen Unternehmens ist Geoff Donohue von Aspermont, das Management besteht paritätisch aus den Experten von Aspermont sowie den Gründern von Spark Plus und IPC. Aspermont ist mit einer Beteiligung von 44% der Initiator und gleichzeitig größter Aktionär des Unternehmens.

    Für Aspermont bietet sich künftig die Möglichkeit, das bestehende Unternehmens- und Anlegerpublikum für das neue Unternehmen zu nutzen und gleichzeitig sein eigenes Angebot durch die Bereitstellung zusätzlicher Services zu verbessern. Diese Dienste umfassen Roadshows für asiatische Unternehmen, Kapitalmarkt-Beratung für M&A-Transaktionen und den Vertrieb von Finanzierungslösungen. IPC ist ein lizenzierter Wertpapierhändler und Vermögensverwalter mit Sitz in Sydney, der seit 1987 an den australischen Aktienmärkten tätig ist. Spark Plus ist eine international erfolgreiche Unternehmensberatung mit einem langem Track Record.

    Im Ergebnis bietet Aspermonts B2B-Modell neben Informationen jetzt auch Beratungs- und Platzierungsleistungen an. Nun ist die Skalierung perfekt, denn dieses Paket funktioniert natürlich auch in angrenzenden Ländern und neuen Wirtschafts-Sektoren außerhalb der Rohstoffbranche. Die historisch gewachsenen Datenbanken der drei Kooperationspartner helfen dabei, die entsprechenden Verbindungen schnell zu etablieren. So entsteht für die Gruppe ein hochprofitables Netzwerk.

    Mit einer Marktkapitalisierung von nur 67 Mio. AUD bietet Aspermont ein reiches Portfolio an Kontakten und Dienstleistungen. Im aktuellen Börsenumfeld sollte sich die Ertragsseite durch künftige Finanzierungstransaktionen in den nächsten Jahren sprunghaft nach oben entwickeln. Die mittelfristigen Chancen der Aspermont Ltd. bleiben daher ausgezeichnet.

    Teamviewer – Das könnte der Turnaround sein

    Der reine Blick auf den Chartverlauf des Spezialisten für Fernwartung- und Videokonferenzsoftware Teamviewer AG spricht schon Bände. Mit 26,25 EUR emittiert, kehrte der Kurs des TexDAX-Unternehmens nach einer Verdopplung bis März 2021 in den letzten Tagen wieder auf seine IPO-Range zurück. Die Ausverkaufskurse kurz nach dem Börsengang lagen übrigens bei 21,40 EUR noch deutlich tiefer.

    Im Bereich 27 EUR zeigen sich nun wirksame Unterstützungslinien, die auch von Management-Seite durch Adhoc-pflichtige Käufe alimentiert werden. CEO Steil erwarb Aktien für gut 6 Mio. EUR, Finanzchef Gaiser hat für gut 1,3 Mio. EUR zugeschlagen. Aufsichtsratschef Peled hat immerhin für knapp 670.000 EUR Aktien gekauft. Wenn Insider in diesem Maßstab zugreifen, ist das zumindest ein Signal von Besserinformierten, dass man nach einer starken Ausdehnung der Kostenbasis auch das Wachstumstempo im weiteren Jahresverlauf wieder steigern kann. Die Zahlen zum zweiten Quartal entsprachen noch den niedrigen Erwartungen. Die EBITDA-Marge von 47% war bereits bekannt und die neue Abonnentenzahl beträgt nun 623.000.

    Die Analysten der Deutschen Bank bleiben nach den Zahlen zuversichtlich gestimmt. Entsprechend bestätigen sie ihre Kaufempfehlung mit einem Ziel von 45 EUR. An der Börse wird selten zum Einstieg geklingelt, Insiderdeals in dieser Größenordnung fühlen sich aber eindeutig wie ein Weckruf an.


    Die Analyse von Daten ist die Zukunft für alle Digitalisierungsmodelle. Gut funktionieren diese Methoden in der Interpretation von Finanzgeschäften rund um den Globus. Alibaba und Teamviewer sind zwei erfolgreiche Geschäftsmodelle mit guten Aussichten auf einen Turnaround, Aspermont wächst mit seinem neuen Fintech-Ansatz fast unbemerkt zu einer Kapazität heran und ist noch zu einem Bruchteil zu haben. Die Aktie handelt neben Australien recht aktiv auf Tradegate.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Bank – Das Kreditwesengesetz (KWG) regelt in Deutschland die erlaubten Geschäfte einer Bank.
    3. Börsengang – Der Hauptzweck eines Börsenganges ist die Eigenkapitalbeschaffung, häufig die größte Eigenkapitalaufnahme in der Unternehmensgeschichte.
    4. IPO – Initial Public Offering (IPO) wird in der Praxis u.a. als Synonym für Aktienerstemission, Börseneinführung, Börsengang, Going Public, Neuemission oder auch Publikumsöffnung verwendet.
    5. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.

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    Wer die Daten hat, hat die Kontrolle! Was in China durch die Regierung seit Jahren „legalisiert“ von statten geht, ist in der westlichen Hemisphäre erst durch die Nutzung der Smartphones ab 2007 so richtig ins Laufen gekommen: Das Sammeln von Nutzerdaten. „Big Data“ wird häufig als Sammelbegriff für Technologien verwendet, die in technischer Hinsicht für eine neue Ära digitaler Kommunikation und Verarbeitung und in sozialer Hinsicht für einen gesellschaftlichen Umbruch verantwortlich gemacht werden. Dabei unterliegt der Begriff als Schlagwort einem kontinuierlichen Wandel. Wir blicken auf Technologie-Unternehmen, die die Auswertung ihre Nutzerdaten quasi erfunden haben und damit gutes Geld verdienen.

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