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2021-12-14 04:44

Alibaba, Hong Lai Huat, Baidu, Tencent: Asien jetzt im Turnaround!

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Bildquelle: pixabay.com

Keine Aktien in 2021 waren so stark unter Druck, wie die asiatischen Tech-Riesen. Der E-Commerce-Gigant Alibaba verliert im Jahresvergleich ganze 50%. Andere Werte wie Baidu oder Tencent hatten teilweise hohe zweistellige Verluste zu verbuchen. In den USA wurden die früher so beliebten Werte aus den Fonds entfernt, aktuell sind wohl nur noch harte Fans investiert. Die Lage hat sich in den letzten Wochen zum Glück etwas beruhigt, auch der chinesische Regulator sieht allmählich ein, dass die starke Überwachung der eigenen Industrie die Wachstumsperspektiven der eigenen Wirtschaft extrem bremst. Manche Analysten haben das chinesische BIP-Wachstum 2022 bis 2025 bereits um 1,5 Prozentpunkte nach unten gesetzt. Wir bringen Sie kurz auf den aktuellen Stand.

Lesezeit: ca. Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: ALIBABA GROUP HLDG LTD | KYG017191142 , BAIDU INC.A ADR DL-_00005 | US0567521085 , TENCENT HLDGS HD-_00002 | KYG875721634 , HONG LAI HUAT GROUP LIMITED | SG1EE1000009

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Inhaltsverzeichnis:


    Alibaba – Die Stimmung bleibt angeschlagen

    Letzte Woche ebbte der Druck auf die Alibaba-Aktie etwas ab, es gelang sogar eine kleine Aufwärts-Rallye. Der kurze Erholungsversuch ging in Richtung 115 EUR, wurde aber bereits Mitte der Woche wieder teilweise korrigiert. Allerdings könnte der Ausverkauf am 03.12.2021 mit 96,70 EUR eine vorläufige Tiefstmarke produziert haben. Was war passiert?

    Wie zuvor Alibaba und verschiedene andere Tech-Riesen ist nun auch Weibo zusätzlich zur US-Notierung in Hongkong gelistet. Ein Schritt, der vor allem auf die Delisting-Diskussionen rund um chinesische Unternehmen in den USA zurückzuführen ist. Dennoch war die Stimmung beim Debüt alles andere als gut. Weibo verlor in Hongkong zum Auftakt 7% gegenüber dem Ausgabepreis von 272,80 HKD, seit dem Höchststand im Juli summiert sich der Wertverlust damit auf gehörige 52%. Alibaba ist laut Bloomberg-Daten neben der Investmentgesellschaft Invesco mit einem Paket von rund 6% größter Anteilseigner bei Weibo. Damit war die Weibo-Erstnotiz natürlich auch für Alibaba ein Negativ-Event.

    Was für Weibo gilt, wird sich wohl auch für Alibaba & Co als verlässliches Zukunfts-Szenario etablieren, denn grundsätzlich ist die politische Situation in China nicht neu. Für die aktuelle Situation heißt das wiederum eine deutliche Eintrübung des Markt-Sentiments. Allerdings waren gerade solche Punkte in der Historie oft gute Einstiegspunkte. Im Fall von Alibaba wächst das Unternehmen nach wie vor mit ca. 25% pro Jahr und der Netto-Buchwert liegt mit ca. 43 EUR bei ca. 40% der aktuellen Börsennotiz. Historisch gesehen, war die Alibaba-Aktie damit noch nie so günstig. Sie bleibt deshalb trotz der jüngsten Achterbahnfahrt unseres Erachtens mittelfristig interessant. Das Einsammeln im Bereich 105-115 EUR sollte eine aussichtsreiche Startposition liefern.

    Hong Lai Huat – Ein Immobilienwert mit Fokus auf Kambodscha

    Eine aufstrebende Region in Asien bietet der Stadtstaat Singapur, eine asiatische Großstadt mit westlicher Ausprägung. Sauber, sicher und hochpreisig im Vergleich zu Restasien, bietet sie Leben auf höchstem Standard. Die asiatische Metropole hat nur eine Fläche von 725 Quadratkilometer, dafür ist die Bevölkerungsdichte mit 5,8 Mio. Einwohnern recht hoch. Kein Wunder, dass die Immobilienpreise seit Jahren steigen und Bauland immer knapper wird. Mit einem BIP von 364 Mrd. USD liegt Singapur weltweit auf Platz 35, die gesamte Region boomt derzeit vor allem im Immobilienbereich.

    Die ortsansässige Hong Lai Huat Group Limited ist ein renommiertes Immobilien- und Bauträgerunternehmen mit einer 31-jährigen Erfolgsgeschichte. Seit ihrer Gründung im Jahr 1988 hat die Gruppe zahlreiche Projekte in Singapur realisiert, die von öffentlichen und privaten Wohnanlagen bis hin zu Gewerbe- und Industriegebäuden reichen. Einige ihrer bemerkenswerten Projekte in Singapur sind D'Ecosia, D'Fresco und D'Castilia. Die Börsennotiz erfolgte im Jahr 2000 am Mainboard der Börse Singapur.

    Im Jahr 2008 vollzog die Gesellschaft einen wichtigen strategischen Schritt und diversifizierte in den Agrarsektor des nord-östlichen Nachbarn Kambodscha. Dort hat man die Entwicklung von etwa 10.000 Hektar Ackerland abgeschlossen, auf dem frischer Maniok angebaut und verarbeitet wird. Mit dem erfolgreichen Start ihres ersten Eigentum-Projekts D'Seaview hat die Gruppe nun auch das Immobilien-Projektgeschäft in Kambodscha angestoßen.

    D'Seaview ist eines der ersten und größten gemischt genutzten Projekte in Sihanoukville und umfasst 737 Wohneinheiten sowie 67 Gewerbeeinheiten. Erste Realisierungen führten Mitte November zu einem Verkauf des D´Seaview Hotels an die Sihahotel Group Co. Ltd. Nach dem Erfolg von D'Seaview hat die Gruppe bereits im Jahr 2019 ihr zweites gemischt genutztes Projekt „Royal Platinum“ in Angriff genommen, welches im Bezirk Toul Kwok in Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas, entwickelt wird. Das neue Projekt soll 851 Wohn- und 50 Gewerbeeinheiten umfassen, der Projektstandort liegt nur 20 Minuten vom internationalen Flughafen Phnom Penh entfernt. Mit dieser Aufstellung und weiteren Landprojekten sind die Weichen für starkes Wachstum in den nächsten Jahren gestellt.

    Das Unternehmen ist aktuell mit 51 Mio. SGD kapitalisiert und kann angesichts des hohen inneren Werts als unterbewertet angesehen werden. Seit Dezember ist das Unternehmen nun auch in Frankfurt gelistet. Noch ist die Aktie recht unentdeckt, beim Einstieg wird das Setzen eines Limits ausdrücklich empfohlen.

    Baidu – In Sippenhaft genommen

    Zurück zu China. Nach der dreitägigen jährlichen Zentralen Wirtschaftskonferenz in China ist jetzt klar: Leitmotiv für das kommende Jahr ist ein stabiles Wirtschaftswachstum. Damit betonen Chinas Entscheidungsträger vor allem das Wort Stabilität auffällig häufig. Der kommerzielle Wohnungsmarkt soll zwar weiter unterstützt werden, um „Bedürfnisse der Einwohner zu befriedigen“, das meint aber nicht, dass China Evergrande auf eine Staatsrettung hoffen kann.

    Derweil macht Baidu wieder von sich reden. Mit seiner neuen Plattform „Land of Hope“ präsentiert der Tech-Riese eine neue KI-App und schließt sich damit dem aktuellen Metaverse-Zug an. Die neue App soll 100.000 Konferenz-Teilnehmer gleichzeitig an Bord nehmen können und sorgt bei Ihrer Einführung für ordentlich Furore. Denn Baidu schließt mit seinen neuen Metaverse-Fähigkeiten an die Konkurrenten Tencent und NetEase auf, während die chinesischen Staatsmedien vor einem Hype um das Konzept warnen. Die App wird Ende Dezember im Rahmen einer Entwicklerkonferenz für künstliche Intelligenz vorstellt und noch in 2021 auf den Markt kommen.

    Das Metaverse hat in diesem Jahr einen großen Hype ausgelöst, da es von einigen als die nächste Iteration des Internets angekündigt wurde. Die Technologie lässt sich grob als gemeinsamer 3D-Raum definieren, in dem Menschen virtuell interagieren. Das Konzept erlangte im Oktober größere Aufmerksamkeit, als Facebook sich in Meta umbenannte. Das US-Unternehmen gab kürzlich bekannt, dass es sein Virtual-Reality-Produkt „Horizon Worlds“ in den USA und Kanada für alle Personen über 18 Jahren zugänglich machen wird. Auch hier beginnt derzeit eine neue Zeitrechnung.

    Baidu steht mit den neuesten technischen Errungenschaften in China an der Startrampe. Staatliche Limitierungen behindern hier zwar kurzfristig die Entwicklungsmöglichkeiten, dennoch wird der Zug mit hoher Geschwindigkeit an den Regulatoren vorbeifahren. Die Baidu-Aktie ist mit ihrem letzten Ausverkauf mit der allgemeinen Entwicklung chinesischer Aktien in Sippenhaft genommen worden. Natürlich belastet auch die Hängepartie rund um China Evergrande. Angesichts der guten Aufstellung und niedrigen Bewertung sollte man sich den Suchmaschinen-Profi Baidu auf dem aktuellen Niveau von 130 EUR näher ansehen. Eine mögliche Pleite von China Evergrande wird die Börsenpreise allerdings kurzfristig stark belasten.


    Die chinesischen Regulatoren machen den Internet-Riesen das Leben schwer. Dennoch gehen die technologischen Entwicklungen weiter und mit dem verbleibenden, ausländischen Investoren-Kapital lassen sich immer noch Wachstumsprojekte stemmen. Die Hong Lai Huat Group operiert aus Singapur heraus derzeit sehr erfolgreich in Kambodscha. Das ist fern ab von Peking und bietet wegen der noch vorherrschenden Entwicklungsrückstände exzellente Möglichkeiten.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.

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    Kommentar von André Will-Laudien vom 07.01.2022 | 04:44

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    • Klimaschutz

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    Kommentar von André Will-Laudien vom 04.01.2022 | 04:44

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    • Wasserstoff
    • E-Mobilität
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    Das Jahr 2021 muss als wirklicher Aufbruch in die Elektromobilität definiert werden. Weltweit gab es eine dramatische Zunahme an verkauften Elektrofahrzeugen. Laut Statista sind die Anteile am gesamten deutschen PKW-Bestand in 2021 auf immerhin 1,22% der zugelassenen Fahrzeuge gestiegen. 3 Jahre zuvor waren es lediglich 0,25%. Richtig Bewegung ist in die Neuzulassungszahlen gekommen, hier liegt der Anteil an Hybrid- und reinen Elektrofahrzeugen bei mittlerweile 6,9% bzw. 6,7%. Der E-Bestand wir sich also sukzessive erhöhen, denn schon jedes 16. neuzugelassene Fahrzeug verfügt nicht mehr über einen Verbrennungsmotor. Nach der Klimakonferenz in Glasgow 2021 gab es aber noch ein weiteres Commitment der Politik zu einer fortschreitenden Technologie: Der Wasserstoffantrieb!

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    Als die Inflationsraten in den USA und Deutschland anfingen zu steigen, hieß es zuerst von allen Seiten, dieses Phänomen sei vorübergehender Natur. Mittlerweile zeichnet sich ab, dass die Experten danebengelegen haben. Die Inflation ist gekommen um zu bleiben und bringt Inflationsraten wie wir sie seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen haben. Im November lag sie in Deutschland bei 5,2%. Normalerweise wäre es die Aufgabe der EZB die Inflation zu steuern, doch der sind aufgrund der Zinsproblematik die Hände gebunden. Somit bleibt für Anleger die Frage, wie sie ihr Geld am besten schützen. Eine Möglichkeit sind Standardwerte, von denen wir heute drei genauer beleuchten.

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