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16.09.2022 | 05:25

Altech Advanced Materials, Tesla, BYD - German Engineering vor Standort Deutschland

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Bildquelle: unsplash.com

Deutschland ist das Land der Ingenieure und German Engineering weltweit für seine herausragende Qualität bekannt. Nun hat Altech Advanced Materials ein Joint Venture mit dem Fraunhofer-Institut IKTS für noch leistungsstärkere Batterien gestartet. Die cerenergy®-Batterien können sowohl für Industrie- also auch private Haushaltsanwendungen genutzt werden. Sie seien nach Angaben ressourcenschonend und bieten eine zuverlässige Energieversorgung. Deutsche E-Auto Liebhaber können sich zudem auf den Start von drei BYD Modellen in Deutschland freuen. Und Konkurrent Tesla zieht es womöglich mehr in die USA, Präsident Biden hat ein staatliches Lockangebot kreiert...

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Juliane Zielonka
ISIN: ALTECH ADV.MAT. NA O.N. | DE000A2LQUJ6 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , TESLA INC. DL -_001 | US88160R1014

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Inhaltsverzeichnis:


    John Passalacqua, CEO und Director, First Phosphate Corp.
    "[...] Große Abraumhalden, wie sie bei der Phosphatgewinnung aus Sedimentgestein entstehen, wird es bei unserem Verfahren nicht geben [...]" John Passalacqua, CEO und Director, First Phosphate Corp.

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    Altech Advanced Materials mit Fraunhofer Joint Venture auf der Batterie-Überholspur

    Leistungsstärke und Reichweite sind die Schlüsselfaktoren der Elektromobilität. Damit EVs flächendeckend zum Einsatz kommen, bedarf es robuster Batterien zusätzlich zu breit vernetzten Ladestationen. Einen innovativen Ansatz für herausragende Batterieleistungen bietet das Unternehmen Altech Advanced Materials. Die Heidelberger entwickeln eine Technologie, die es ermöglicht, herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien länger haltbar zu machen und leistungsstärker als bisherige Modelle.

    Das von Altech Advanced Materials entwickelte Verfahren bringt Aluminium Oxid beschichteten Graphit zum Einsatz. Dadurch kann die Ladedauer einer Batterie um bis zu 30% verlängert werden. Der kostengünstige Prozess ist schnell und einfach zu kommerzialisieren.

    Jetzt hat die Altech Advanced Materials ein Joint Venture mit der Fraunhofer IKTS zur Herstellung von Festkörperbatterien geschlossen. Das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS mit Sitz in Dresden und Hermsdorf betreibt angewandte Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Hochleistungskeramik und Materialdiagnostik. Beide zusammen gründen die Altech Batteries GmbH, an der die Altech Advanced Materials 75% Anteile halten wird. Das Joint Venture wird eine neue Produktionsanlage für die CERENERGY®-Batterien errichten. CERENERGY®-Batterien benutzen nach Angaben hochreines Aluminiumoxid für ihren keramischen Festkörperelektrolyten und Kochsalz als Kathodenmedium anstelle von Lithium. Die erste Produktlinie der Anlage, die jährlich 100 MWh produzieren soll, wird am Standort Schwarze Pumpe in Sachsen gebaut.

    Die cerenergy®-Batterien sind ressourcenschonend und eignen sich sowohl zur Speicherung von erneuerbaren Energien als auch für Industrie- und private Haushaltsanwendungen. Sie können aber auch als Energiespeicher verwendet werden, um den Puffer zwischen Stromerzeugung und -verbrauch zu gewährleisten.

    Wer mehr erfahren möchte, kann dies bei direkt von Vorstandsmitglied Uwe Ahrens erfahren. Beim International Investment Forum (IIF) ist er unter den Speakern. Die Teilnahme an dem digitalen Event ist durch Anmeldung via Zoom kostenfrei möglich.

    Tesla Grünheide-Fabrik auf Eis? US-Heimat lockt mit E-Mobil-Subventionen

    In Grünheide bei Berlin stehen rund 2.000 Arbeitsplätze auf der Kippe. Wie nach einem Bericht des Wall Street Journals nach durchsickerte, will Tesla seine Batterie-Strategie ändern, um von den Steueranreizen in den USA zu profitieren.

    Im August unterzeichnete US-Präsident Joe Biden das neue Gesetz "Inflation Reduction Act", das milliardenschwere Steueranreize für E-Autobauer vorsieht. Käufer von E-Fahrzeugen haben Anspruch auf eine Steuergutschrift von 7.500 USD pro Kauf, wenn die Batterien der Autos bestimmte Kriterien erfüllen. Elon Musk hat im letzten Jahr vollmundig staatliche Fördergelder der Deutschen Bundesregierung in Höhe von 1,14 Mrd. EUR ausgeschlagen, verbunden mit dem Hinweis, dass er diese Summe viel schneller am Kapitalmarkt erzielen könne.

    Etwas verstimmt durch den neu gewonnenen US-amerikanischen Heimvorteil reagierte die Sprecherin des brandenburgischen Ministeriums Irene Beringer in einer schriftlichen Stellungnahme: "Möglich scheint, dass Tesla einzelne Prozessschritte in den Werken neu priorisiert, der Standort Grünheide jedoch in Aufbau und mit seinen Arbeitsplätzen so erhalten bleibt." Der Bau der Batteriefabrik ist bereits fortgeschritten. Doch angesichts der Energiepreise ist Deutschland momentan kein attraktiver Standort für schnell rechnende Unternehmer wie Elon Musk. Der Automobilhersteller kann von den Klauseln des US-amerikanischen Inflationsbekämpfungsgesetzes profitieren, die er in Anspruch nehmen kann, wenn er seine inländische Batterieproduktion erhöht. Die Tesla Aktie sprang diese Woche von 290 EUR zurück auf 303,10 EUR.

    BYD - Modelle in Deutschland erhältlich, dem Konzern drohen Lockdowns

    Nun sind gleich drei Modelle des chinesische Elektromobilbauers auch in Deutschland zu haben. Der Start in Deutschland erfolgt mit dem elektrischen SUV Tang, der E-Limousine Han sowie dem Atto. Alle Autos sind rein elektrisch und überzeugen durch Ihre Technik. Das Atto Modell startet mit einem 60,5-kWh-Akku und 42.245 EUR. Der BYD Tang kommt mit einer 86,4-kWh-Batterie und ist ab 71.400 EUR erhältlich. Der BYD Han mit 85,4-kWh-Akku steht bei 70.805 EUR.

    BYD gab für den Monat August einen Rekordabsatz von 174.915 Elektrofahrzeugen und Plug-in-Hybriden (PHEV) bekannt. Das sind 185% mehr als im Vorjahresmonat und 7,6% mehr als im Juli (162.530). Die PKW-Verkäufe stiegen um 173.977 Einheiten, wobei die Verkäufe von rein elektrischen Fahrzeugen um 172% auf 82.678 anstiegen. Die PHEV-Verkäufe verzeichneten einen Anstieg um 203% auf 91.299 Einheiten.

    CEO Wang Chuanfu betont, dass die Produktionsbeschränkungen für Covid und die Dürre im August einen gewissen Einfluss auf die Produktion hatten. In den letzten Tagen hat China Chengdu, die Hauptstadt der Provinz Sichuan mit 21 Mio. Einwohnern wegen neuer Covid-Fälle abgeriegelt. Möglicherweise droht der Stadt Shenzhen, wo BYD seinen Sitz hat, auch erneut ein Lockdown. Doch das trübt die Nachfrage an BYD Modellen wenig. Laut Konzernangaben liegt die Produktionskapazität bei über 200.000 Stk. pro Monat und der Auftragsbestand bei mehr als 700.000 Stk.** Investoren sollten die möglichen Verzögerungen aufgrund der Null-Covid Strategie im Auge behalten.


    Noch ist die Covid Pandemie nicht ganz überstanden. Insbesondere China sorgt mit neuen von der Regierung verordneten Lockdowns für erhebliche Ausfälle in Produktionsketten, was den E-Autobauer BYD und seinen Absatz ebenfalls beeinflussen könnte. Dem Ruf der Regierung scheint auch Elon Musk zu folgen. Ein von US-Präsident Joe Biden neu verabschiedetes Gesetz fördert Elektrobatterie-Hersteller mit Subventionen im eigenen Land. Damit sieht es für die Deutsche Tesla Gigafactory am Standort Grünheide nahe Berlin momentan alles andere als rosig aus. Das Werk fängt vielleicht gar nicht erst an, zu produzieren. German Engineering ist nach wie vor gefragt: so startet Altech Advanced Materials ein Joint Venture mit der Fraunhofer Sparte IKTS speziell für die Herstellung energieeffizienter Batterien. Die leistungsstarken CERENERGY®-Batterien sind vielleicht bald ein unerlässlicher Bestandteil der Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität und damit zukunftsweisend.


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    Der Autor

    Juliane Zielonka

    Die gebürtige Bielefelderin studierte Germanistik, Anglistik und Psychologie. Das aufkommende Internet in den frühen 90ern führte sie von der Uni zu Ausbildungen in Grafik-Design und Marketingkommunikation. Nach Jahren der Agenturarbeit im Corporate Branding wechselte sie ins Publishing und lernte ihr redaktionelles Handwerk bei der Hubert Burda Media.

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    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.

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    Auch wenn die E-Mobilität in Deutschland seit Wegfall der Umweltprämie stottert, läuft die Produktion von neuen Fahrzeugen „Made in China“ auf Hochtouren. Weiterhin versuchen die Hersteller mehr Reichweite, Lebensdauer und Stabilität in die Aggregate zu packen. Konzeptionell lohnen sich Stromer eh nur, wenn günstiger Strom zur Ladung verwendet werden kann. Schnell-Ladestationen an der Autobahn kosten zwischen 0,55 und 0,95 EUR je kWh, Tesla verlangt im Schnitt 0,43 EUR, bittet aber Fremdkunden mit bis zu 0,64 EUR zur Kasse. Ohne Steuernachteil betrachtet, sind optimierte Dieselfahrzeuge in den Betriebskosten einem Stromer gleichzusetzen. Wo der Verbrenner aber klar punktet, ist der Winterbetrieb, die Unabhängigkeit und die Reichweite. Beim Stromer wird überdies ein Austausch der Batterie nach 10 Jahren fällig, der Dieselmotor ist mit 150.000 km Leistung gerade erst mal warmgelaufen. Wo liegen die Chancen für Aktionäre?

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    Die Zukunft ist elektrisch. Mit dem wachsenden Bestand an Elektrofahrzeugen gewinnen auch die Technologien rund um die Stromspeicherung enorm an Bedeutung. Diese sind das Rückgrat einer zuverlässigen, umweltfreundlichen Energielandschaft – sie speichern Energie aus erneuerbaren Quellen und stellen sicher, dass der Strom auch dann fließt, wenn Sonne und Wind gerade Pause machen. Ein solcher Fortschritt verspricht nicht nur einen kleineren ökologischen Fußabdruck, sondern auch eine neue Ära der Energieunabhängigkeit. Wir haben uns drei Unternehmen herausgesucht, die bei der Elektrifizierung helfen.

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