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18.05.2022 | 05:10

Barrick Gold, Desert Gold, Newmont – Goldene Zeiten

  • Gold
  • Märkte
Bildquelle: pixabay.com

Die Situation bei Gold ist im Moment mehr als paradox. Auf der einen Seite wütet der Ukraine-Krieg mit der Gefahr einer Ausweitung auf andere Länder. Dazu springen die Inflationsraten auf Niveaus, die die Welt seit mehr als 30 Jahren nicht mehr gesehen hat. Als Sahnehäubchen behindern die No-Covid-Lockdowns in China die eh schon verworrenen Lieferketten. Gold müsste demnach explodieren. Jedoch sieht die Realität anders aus. Das gelbe Edelmetall kämpft aktuell um die Marke bei 1.800 USD je Unze. Langfristig dürfte sich die Krisenwährung durchsetzen und ihren Weg über neue Höchststände bahnen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084 , NEWMONT CORP. DL 1_60 | US6516391066

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Inhaltsverzeichnis:


    Rahmenbedingungen explosiv

    Gold steckt trotz der geopolitischen Situation im Korrekturmodus. Als Bremsklotz erweist sich offenbar der Wechsel in der Geldpolitik der US-Notenbank FED, die noch in diesem Jahr mehrere Zinsschritte ankündigte. Dadurch wächst jedoch die Gefahr einer Rezession. Weitere Zinsschritte würden den eh schon stotternden Wachstumsmotor noch weiter abbremsen. Somit besitzt die FED wenig Spielraum, um deutlichere Anhebungen vorzunehmen. Noch schlimmer steht die Situation jedoch im Euroraum, in dem die EZB immer noch am historisch niedrigen Leitzins von 0% festhält. Obwohl die Forderungen nach einer strikteren Gelpolitik lauter werden, bleiben die europäischen Währungshüter noch inaktiv. Aufgrund der hohen Verschuldungsgrade vor allem der südlichen EU-Länder ist dies auch keine allzu große Überraschung. Eine rasche, stärkere Folge von Erhöhungen könnte ein Kartenhaus zum Einsturz bringen.

    Langfristig attraktive Minenbetreiber

    Allein aus Sicht der Portfolio-Diversifikation sollten rund 10% des Gesamtwertes in Edelmetallen liegen. Neben dem Kauf von physischen Münzen und Barren bieten sich ebenfalls Aktien von Goldproduzenten oder Explorationsunternehmen an. Ein sehr interessantes Explorationsunternehmen stellt sich anlässlich des 3. International Investment Forum IIF am Donnerstag, den 19.05.2022 dem interessierten Publikum. Hier zeigt der CEO von Desert Gold Ventures, Jared Scharf, die kürzlich vermeldeten Meilensteine und erklärt die Vorzüge des Flagschiff-Projektes SMSZ im Westen Malis. Die Anmeldung zum IIF ist kostenlos.

    Insgesamt summiert sich die Ressourcenschätzung in den fünf Lagerstätten bei SMSZ zusammen auf über 1 Mio. Unzen Gold. Die gemessene und angezeigte Mineralressource ergab demnach bei 8,47 Mio.t und einem Gehalt von 1,14 g/t Gold insgesamt 310.300 Unzen Gold. Der Großteil entfiel auf die Kategorie „abgeleitet“, d.h. mit einer höheren Unsicherheit verbunden, mit 769.200 Unzen Gold (bei einer Tonnage von 20,7 Mio. und einem Gehalt von 1,16 g/t).

    Durch eine erfolgreich abgeschlossene Privatplatzierung wurden rund 1,11 Mio. EUR in die Kasse gespült. Zudem startete Desert Gold Bohrungen entlang der 1,6 km langen Gourbassi West North-Zone. Dort waren zuletzt Bohrabschnitte mit 1,94 g/t Gold auf 30m und 2,75 g/t Gold auf 12m ermittelt worden. Ziel ist es laut dem Management, die Kontinuität und Stärke des Goldsystems in der Tiefe und entlang des Streichens zu testen. Zudem geht man davon aus, dass dieses Ziel das Potenzial habe, die gesamten Mineralressourcen erheblich zu erweitern.
    Der Börsenwert von Desert Gold liegt aktuell bei 9,38 Mio. EUR. Im Zuge des Rückgangs beim Basispreis Gold verlor die Aktie überproportional und notiert in Frankfurt bei 0,063 EUR.

    Rückschlagpotenzial gegeben

    Neben Desert Gold Ventures traf es in den vergangenen Wochen auch die großen Goldproduzenten wie Barrick Gold oder Newmont hart. Nach der Bildung einer Doppeltop-Formation bei 25,99 USD drehte der Barrick-Kurs mit starkem Volumen und fiel auf seine markante, horizontale Widerstandslinie bei 20 USD. Bisher konnte diese verteidigt werden, jedoch bilden die Indikatoren negative Divergenzen aus, die ein weiteres Abrutschen präferieren. Als nächstes Kursziel wären demnach 17,67 USD zu nennen. Nach oben würde ein Durchbruch des seit September 2020 ausgebildeten Abwärtstrend bei aktuell 26,19 USD für Entlastung sorgen.

    Ähnlich negativ zeichnet sich im Moment das Chartbild beim amerikanischen Bergbauunternehmen Newmont aus Denver, Colorado. Zwar konnte das S&P 500-Unternehmen im Gegensatz zu Barrick im April ein neues Hoch bei 85,76 USD ausbilden, jedoch erwies sich dieses als Bullenfalle. Ebenfalls mit großem Volumen korrigierte Newmont bis an die Unterstützungszone bei 64,03 USD. Die Indikatoren-Lage ist ebenfalls negativ, so dass das nächste kurzfristige Kursziel bei 55 USD liegen dürfte.


    Obwohl die Rahmenbedingungen für ein Investment in Gold nicht besser sein könnten, korrigiert das gelbe Metall. Beim Goldpreis ist aus technischer Sicht ein Rückgang auf 1.600 USD möglich. Barrick und Newmont sollten beobachtet werden und nach stärkeren Rückgängen eingesammelt werden. Bei Desert Gold ist die Korrektur bereits fortgeschritten. Zudem glänzt das Unternehmen mit guten fundamentalen Ergebnissen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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