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17.02.2021 | 04:50

Barrick Gold, Triumph Gold, Yamana Gold – Aller guten Dinge sind drei – und Gold!

  • Gold
Bildquelle: pixabay.com

Seit Sommer 2020 korrigiert der Großteil der Goldaktien. Der Preis des Edelmetalls erreichte zum damaligen Höchststand einen Wert von 2.074 USD, schaltete dann aber den Rückwärtsgang ein – abgesehen von einer kurzen Aufwärtsbewegung am Anfang des Jahres – und notiert momentan um die 1.800 USD-Marke. Für antizyklisch handelnde und langfristige Investoren, aber auch für kurzfristige Trader, bietet die aktuelle Lage äußerst interessante Opportunitäten. Die breit angelegte Hausse an den Aktienmärkten und im Bereich der Kryptowährungen strotzt vor Optimismus. Trotz einer – und auch von uns geteilten - positiven Einschätzung des Kapitalmarktumfelds, Korrekturen wird es auch in Zukunft geben. Auslöser, Dauer und Massivität stehen in den Sternen. Eine Faustregel hat sich jedoch nahezu immer bewährt: in Phasen der Angst und Verunsicherung gewinnt Gold als Krisenwährung an Wert. Mit qualitativ guten Goldaktien stehen Anleger dann auf der Gewinnerseite. Wo lohnt es sich jetzt zu investieren?

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: CA8968121043 , CA0679011084 , CA98462Y1007

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Inhaltsverzeichnis:


    BARRICK GOLD CORPORATION – Veröffentlichung von Q4 Zahlen am 18. Februar

    Mitte Januar hatte Barrick Gold bereits die Produktionsdaten für das Schlussquartal veröffentlicht und die avisierte Zielspanne in Bezug auf die Gold- und Kupferproduktion erreicht. Aber der Output von 4,8 Mio. Unzen Gold und 457 Mio. Pfund Kupfer sagt noch nichts über die Profitabilität aus. Das Bild wird Morgen mit den kompletten Daten für Q4 und für das abgelaufene Geschäftsjahr ergänzt.

    Ein Blick auf die Unternehmensmeldungen der letzten Wochen stimmen positiv, da der Konzern von mehreren Projekten und Beteiligungen berichtete, die für das vergangene Jahr besser als erwartete Zahlen sowie eine Fortsetzung der positiven Entwicklungen in Aussicht stellten.

    Barrick Gold ist der zweitgrößte Goldproduzent der Welt und besitzt viele der global produktivsten Goldareale. Somit profitieren Anleger von steigenden Notierungen des Edelmetalls. Zusätzlich vorteilhaft ist das Engagement des Konzerns in einer Reihe von Kupfer-Projekten. Das Industriemetall hat sich in den letzten Monaten sehr gut entwickelt. Marktexperten erwarten im Zuge der steigenden Nachfrage aus dem Bereich der Elektromobilität eine Fortsetzung der Preissteigerung. Die Barrick-Aktie hat seit dem Sommer 2020 um rund ein Drittel nachgegeben. Unserer Überzeugung nach ist das ein gutes Niveau für (Neu-) Engagements.

    TRIUMPH GOLD CORP – Erwerb von Areal in der Nähe des Freegold Mountain Projekts

    Die kanadische Explorationsgesellschaft Triumph Gold konzentriert sich auf die Entwicklung des Gold-Kupfer-Projekts Freegold Mountain im Yukon Territory, im Nordwesten Kanadas, einer sehr bergbaufreundlichen Jurisdiktion.

    Anfang des Monats meldete die Gesellschaft im Rahmen einer attraktiven Transaktion 258 Claims zu erwerben, die an Zonen des 200 qkm großen Freegold Mountain Projekts angrenzen. Damit vergrößert Triumph nicht nur seinen Fußabdruck in der Region, sondern kann einen neuen renommierten Großaktionär vorzeigen. Dabei handelt es sich um Teck Resources. Der milliardenschwere Konzern ist Kanadas größtes diversifiziertes Rohstoffunternehmen. Teck investiert insbesondere in die Bereiche Kupfer, Steinkohle und Zink. Teck erhält im Rahmen der Transaktion 1,25 Mio. Triumph-Aktien. Mit Blick auf eine potenzielle Produktion in der Zukunft hat sich der Riese eine 1,5%ige Netto-Schmelzgebühr der Kupferproduktion des veräußerten Big Creek Projekts einräumen lassen. Dieser Deal ist unserer Meinung nach eine Win-Win-Situation für Käufer und Verkäufer.

    Bislang hat der Markt die Potenziale von Triumph Gold keineswegs adäquat in den Kurs eingepreist. Der Börsenwert von 25 Mio. CAD spiegelt die Chancen des Projekts, mit einem jetzt nochmals größeren Areal, keineswegs wider.

    YAMANA GOLD INC – Analysten sehen mehr als 50% Kurspotenzial

    Yamana ist ein mittelgroßer Produzent von Gold, Kupfer und Silber. Letzte Woche veröffentlichten die Kanadier exzellente Q4-Zahlen. Diese wurden aber im Zuge des fallenden Goldpreises weitgehend vom Markt ignoriert. Dabei ist eine Gewinnsteigerung von 14,6 Mio. CAD auf 103 Mio. CAD kein Pappenstiel. Zum erhöhte Yamana die Quartalsdividende um 50%.

    In der Vergangenheit ist Yamana nicht nur organisch gewachsen, sondern auch durch eine Reihe von Transaktionen. Aktuell beträgt die Marktkapitalisierung der Gesellschaft 5,7 Mrd. CAD. Seit dem Hoch im letzten Sommer hat der Kurs rund ein Drittel auf aktuell rund 6,00 CAD eingebüßt.

    Die Mehrheit der Analysten, die das Unternehmen verfolgen, sehen die Aktie als unterbewertet und empfehlen die Anteilscheine mit einem durchschnittlichen Kursziel von 9,15 CAD zum Kauf. Das entspricht einer Kurschance von über 50%.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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    Nichts ist so schwer wie eine Prognose des Goldpreises. Zu viele Einflussfaktoren und eine Handvoll Gründe, warum das Edelmetall in jedem Depot seinen Platz findet. Denn Gold rückt heute von der klassischen Diversifikations-Eigenschaft zur zentralen Währung einer neuen Ära von geopolitischen Konflikten, Spannungen im Geldsystem und überbordenden Spekulationen. Befragt man Investmentbanken, dann sagen bullishe Abteilungen: „6.000 USD/Unze ist nicht das Ende, sondern der Startpunkt“. So sitzen Deutsche Bank, Société Générale und J.P. Morgan ausnahmsweise in einem Boot und prognostizieren bis Ende 2026 mit 6.000 bis 6.300 USD/Unze. Ein klares Signal, denn die Rallye ist nach der Seitwärtskonsolidierung seit Januar wieder weit vom Verlaufshoch bei rund 5.400 USD abgeprallt. Weiterhin erzeugt die US-Fiskalpolitik Druck auf den Dollar und die geopolitischen Risiken werden immer weniger als „vorübergehend“ interpretiert. In der zweiten Reihe stehen Goldman Sachs, Morgan Stanley und Citi mit 5.400 bis 5.700 USD/Unze. Aus heutiger Sicht immerhin wieder 30 bis 40 % höher. Produzenten, Vermögensverwalter und Privatanleger stellen sich sukzessive auf ein neues Preisniveau um, denn sie sind von einer aktiven Rendite überzeugt. Gold ist daher nicht nur ein Rohstoff, sondern ein geopolitischer Lagerplatz für Liquidität und Vertrauen. Wie geht es weiter?

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