Menü schließen




30.09.2020 | 05:50

BAT, Barrick Gold, Osino Resources: Vermeintliche politische Risiken als Bürde und Chance

  • Gold
Bildquelle: pixabay.com

Unternehmen agieren wie auch Bürger innerhalb des Rechtsrahmens. So garantiert der Staat ein friedliches Zusammenleben. Doch was, wenn sich der Rechtsrahmen ändert? Für Einzelpersonen ist es leicht, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen. Für Unternehmen kann das schon schwerer werden – beispielsweise dann, wenn ein Geschäftsmodell durch regulatorische Vorgaben ins Wanken gerät. Bestes Beispiel dafür ist der Tabakkonzern BAT. Zuletzt machte der deutsche Bundesrat den Weg für ein Gesetz frei, das Werbung für Tabakerzeugnisse weiter einschränkt. Selbst die von der Branche als Hoffnungsträger gefeierten E-Zigaretten fallen künftig unter das Verbot. Auch Kinowerbung oder Marketing-Aktionen, beispielsweise bei Veranstaltungen, sollen in Zukunft eingeschränkt werden.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: CA68828L1004 , CA0679011084 , GB0002875804

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    BAT: Gute Zahlen verpuffen am Markt

    Für Unternehmen wie BAT sind die neuen Gesetze in Deutschland nur ein weiteres Kapitel in der nicht enden wollenden Geschichte. Doch obwohl es für Raucher und Tabakkonzerne seit Jahren Gegenwind gibt, hält sich BAT vergleichsweise stabil. Im ersten Halbjahr konnte der Konzern seinen Gewinn gar um mehr als 20% steigern.

    Treiber sind auch weiterhin die E-Zigaretten, die – trotz politischen Gegenwindes – bei Kunden beliebt sind. Hinzu kommt bei BAT die günstige Bewertung: Das Kurs-Gewinnverhältnis liegt unter 10 und auch die Dividendenrendite kann sich rund 8% sehen lassen. Dennoch ist die Aktie an der Börse kein Überflieger: Auf Sicht von einem Jahr steht trotz der soliden Eckdaten ein Verlust von rund 3% zu Buche. Anleger scheinen die Anti-Raucherpolitik für derart abschreckend zu halten, dass sie um die Aktie trotz guter Zahlen einen Bogen machen.

    Barrick Gold hat die Kosten im Griff

    Dass politischer Gegenwind nicht immer in sinkenden Kursen resultieren muss, zeigt die Aktie von Barrick Gold. Das Unternehmen streitet noch immer mit Papua-Neuguinea um die Wiederaufnahme der Produktion in der Porger-Mine. Hintergrund sind Umweltschäden, die das Land seitens Barrick beseitigt sehen möchte. Das Unternehmen kündigt seinerseits an, den Disput lösen zu wollen und alle nötigen Schritte zu unternehmen. Dennoch schwelt der Streit weiter. Auch in anderen Regionen der Welt, beispielsweise in Chile, war Barrick in den vergangenen Jahren in Konflikte mit Behörden verwickelt. Der Aktie hat das aber nicht geschadet. Auf Sicht von einem Jahr kletterte Barrick um annähernd 50%.

    Anleger schätzen an der Aktie vor allem das robuste Umsatzwachstum sowie die niedrigen Kosten. In Zeiten, in denen die Goldpreise ohnehin steigen, sorgt das für ein gemütliches Polster. Hinzu kamen in den vergangenen Monaten Verkäufe von Minen, die der Konzern als wenig rentabel erachtet. Barrick fördert in erster Linie Gold, hat aber auch Kupfer im Angebot. Beide Rohstoffe entwickeln sich seit der Pandemie gut, weswegen davon auszugehen ist, dass die Seuche in den Zahlen von Barrick keinerlei Rolle spielen wird.

    Osino Resources sucht Gold in Namibia

    Profiteur der Entwicklung der vergangenen sechs Monate ist auch die Aktie von Osino Resources – seit Ende März kennt der Wert nur den Weg nach oben und legte auf Sicht von einem Jahr um 61% zu. Osino Resources ist ein kanadisches Rohstoffunternehmen, welches sich auf die Suche von Gold in Namibia spezialisiert hat. Namibia gilt als eines der stabilsten Länder Afrikas mit weit entwickelten Bergbaustandards und einer der Industrie zugewandten Regierung. Osino Resources agiert im vielversprechenden Gold-Gürtel nordöstlich der Hauptstadt Windhoek. Innerhalb von 20 Kilometern rund um die Liegenschaften des Unternehmens befinden sich Straßen, Zugang zu Energie und andere wichtige Infrastruktur. Bis Ende 2020 plant das Unternehmen, bereits erfolgte vielversprechende Ergebnisse mittels neuer Bohrungen zu bestätigen und auszubauen.

    Insider und Profi-Investoren vertrauen auf Osino Resources

    Dass das erfahrene Management-Team selbst an das Projekt glaubt, zeigt auch der hohe Anteil an Osino-Aktien im eigenen Bestand: Rund 38% der Anteile sind in den Händen von Insidern oder anderen mit dem Unternehmen verbundenen Personen. Weitere 34% der Aktien halten professionelle Investoren. Privatanleger machen demnach nur rund 28% der Aktionäre des Unternehmens aus. Dies könnte daran liegen, dass viele Privatanleger noch immer vor einem Investment in Afrika zurückschrecken und politische Risiken sehen.

    Osino Resources selbst weist derartige Befürchtungen allerdings zurück und betont die Vorzüge Namibias als Bergbau-Standort. Tatsächlich blickt das Land auf eine mehr als 110-jährige Abbauhistorie zurück. Rohstoffe tragen zu großen Teilen zum Bruttoinlandsprodukt des Landes bei. Da Namibia seit 1990 eine Demokratie ist, haben Beschäftigte und Anwohner von Minenprojekten Rechte und können diese auch durchsetzen. Die Gefahr für Unruhen, Streiks und andere Komplikationen sind daher in Namibia geringer als in vielen anderen klassischen Bergbau-Regionen.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Tarik Dede vom 10.04.2026 | 05:30

    Desert Gold: Der nächste Goldminer in Westafrika!

    • Gold
    • Desert Gold
    • Mali
    • Elfenbeinküste
    • Barrick Mining

    Die vergangenen 50 Jahre im Bergbau gehörten Lateinamerika, sagt man in der Branche. Dort entstanden Mining-Giganten wie Chile, Mexiko oder Brasilien, die heute nicht mehr aus der Weltwirtschaft wegzudenken sind. Dieses Jahrhundert aber gehört Afrika, da sind sich alle Experten einig. Dort warten noch viele unentdeckte Vorkommen auf die Welt. Der Westen des Kontinents wird dabei im Goldbereich immer wichtiger. Desert Gold hat sich in Mali etabliert und will bereits diesen Sommer in Produktion gehen. Attraktiv ist die Bewertung des Unternehmens, die Aktie fährt noch unter dem Radar vieler Investoren. Somit bietet sich mutigen Anlegern eine Einstiegschance.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 07.04.2026 | 05:30

    Ölpreis explodiert: Shell profitiert – Lahontan Gold und Vonovia können Ihr Depot vor der kommenden Inflation schützen

    • Shell
    • Lahontan Gold
    • Vonovia
    • Iran Krieg
    • Inflation
    • Öl
    • Gas
    • Gold
    • Nevada
    • Goldpreis
    • Goldproduktion
    • Immobilien
    • Dividende

    Der Iran-Krieg lässt die Ölpreise explodieren, sie erreichen ein Plus von 60 % binnen Wochen. Die Inflation kehrt zurück. Was schützt Anleger jetzt am besten? Ölaktien wie Shell profitieren direkt vom Preisschock. Gold gab zuletzt nach, doch genau dieser Rücksetzer ist die Chance für mutige Käufer, bevor die Zinswende kommt. Immobilien bleiben solide, aber teuer und träge. Wir sehen uns mit Shell, Lahontan Gold und Vonovia aus jeder Kategorie ein Unternehmen an und beleuchten ihre aktuelle Situation.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 07.04.2026 | 05:00

    Kongo im Fokus: Barrick Mining und Ivanhoe Mines ebnen den Weg für DRC Gold

    • Gold
    • DR Kongo
    • Bergbau-Region
    • Goldminen
    • Kupfer

    Der Bergbau steht weltweit vor einer Zäsur – immer mehr Vorkommen werden gebraucht, während die Globalisierung zunehmend an ihre Grenzen stößt und damit verschiedene, redundante Lieferketten nötig macht. In diesem Marktumfeld hat die Demokratische Republik Kongo (DR Kongo) ihre bisherige Rolle als reiner Rohstofflieferant abgelegt und entwickelt sich weiter. Exemplarisch für den Fortschritt im Land stehen die Erfolge von Barrick Mining oder auch Ivanhoe Mines. Deren Milliardeninvestitionen belegen, dass Skalierung auch in der DR Kongo möglich ist. Das geologische Potenzial des Landes hat durch die neuerliche Rekordproduktion der Kibali-Mine von Barrick Mining erneut für Aufmerksamkeit gesorgt. Während Großkonzerne mit Projekten in der DR Kongo erfolgreich sind, rücken verstärkt auch Junior-Explorer in den Fokus der Investoren. DRC Gold nutzt diese Dynamik und weist durch Bohrprogramme in unmittelbarer Nähe bestehender Projekte neue Ressourcen nach. Angesichts der schwindenden Reserven der großen Produzenten wie Barrick oder auch Ivanhoe bietet das kleine Unternehmen mit dem deutschen CEO Klaus Eckhof eine spannende Chance, um vom neuen Wachstum im Kongo zu profitieren.

    Zum Kommentar