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15.09.2021 | 04:56

Bayer, Water Ways Technologies, Kali & Salz – Sauberes Wasser für 7,9 Milliarden!

  • Agrartechnologie
  • Düngemittel
Bildquelle: pixabay.com

Sauberes Wasser, gute Ernährung und Hygiene sind Grundbedürfnisse des Menschen und für eine gesunde Entwicklung unverzichtbar. Aus diesem Grund haben sich die Staaten der Welt im Rahmen der Ziele für eine nachhaltige globale Entwicklung (Sustainable Development Goals) vorgenommen, bis 2030 jedem Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu einer angemessenen Sanitärversorgung zu ermöglichen. Zwei Themen, die es gerade in den schwer zugänglichen Gegenden der Erde umzusetzen gilt. Afrika und Asien sind Kontinente, die hier in vorderster Reihe des Bedarfs stehen. Sie hoffen auf wenige Standards, die in den Industriestaaten eine Selbstverständlichkeit sind. Wir blicken auf einige interessante Aktientitel aus diesem Bereich.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: Water Ways Technologies | CA9411881043 , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , K+S AG NA O.N. | DE000KSAG888

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Inhaltsverzeichnis:


    Bayer – Mit Monsanto für eine nachhaltige Welternährung

    Seit der Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto in 2016 ist die Bayer AG ein großer Protagonist für Agrarchemie. Nach monatelangem Feilschen akzeptierte der US-Konzern das über 60 Mrd. USD schwere Übernahmeangebot der Leverkusener. Bayer stemmte mit dieser Übernahme den größten Zukauf eines deutschen Unternehmens im Ausland. Der damit entstandene Konzern ist einer der größten Saatgut- und Unkrautmittel-Hersteller der Welt und könnte mit gegebener Sorgfalt für eine nachhaltige Ernährungssicherung sorgen.

    Aber viel Freude bereitete der historische Deal den Leverkusenern leider nicht - im Gegenteil. Auch nach einigen Urteilen und Vergleichen scheint ein Ende des Glyphosat-Rechtsstreits immer noch nicht greifbar. Bayer-Chef Werner Baumann schrieb damals Geschichte, doch fünf Jahre später fällt die Bilanz ernüchternd aus. Eine satte Imagekrise, rekordverdächtige Rückstellungen und weitere Milliarden-Risiken erzeugen derzeit wenig Vertrauen bei den Anlegern.

    Der rechtliche Ärger, den Monsanto verursachen sollte, hatte man in Leverkusen offenbar unterschätzt. Der US-Konzern war damals wegen des Pestizids Glyphosat, das einige Studien für krebserregend halten, bereits mit Klagen konfrontiert. Zum Problem wurden auch weitere juristische Altlasten, etwa das Herbizid Dicamba oder die Chemikalie PCB, die US-Kläger für verseuchte Gewässer und Hirnschäden verantwortlich machen.

    Im vergangenen Jahr blieb dann ein bitteres Minus von 10,5 Mrd. EUR in der Bilanz – das ist der höchste Verlust in der über 155-jährigen Konzerngeschichte. Die Bayer-Aktionäre hoffen heute weiter auf ein positives richterliches Urteil des obersten US-Gerichts. Insgesamt hat die Bayer-Aktie bereits eine Marktkapitalisierung von etwa 80 Mrd. EUR verloren, das ist mehr als die Übernahme von Monsanto gekostet hatte. Der aktuelle Marktwert beträgt 45 Mrd. EUR und ist immer noch mit erheblichen mittelfristigen Risiken behaftet.

    Water Ways Technologies – Israelische Technik für die Landwirtschaft

    Über zwei Drittel des weltweiten Wasserbedarfs wird von der Landwirtschaft eingenommen. In vielen Staaten muss Wasser daher stark rationiert und über staatliche Zuteilungsmechanismen ausgesteuert werden. Agrarbetriebe in Israel haben Zugriff auf smarte Technologien zur sinnvollen Dosierung des Wassers in der Landwirtschaft. Über die Water Ways Technologies (WWT) und seine Tochtergesellschaften gibt es vor Ort einen weltweiten Anbieter von Landwirtschaftstechnologie, der praktikable Lösungen für die intelligente Bewässerung anbietet.

    Das Unternehmen ist mit seinen Produkten auf der Höhe der Zeit, denn die Weltbevölkerung buhlt vor allem in den schwierigen Landstrichen, die von Trockenheit und Unfruchtbarkeit geplagt sind, um entsprechende technische Hilfsmittel. Im Speziellen bietet WWT Systeme mit dem Schwerpunkt kommerzieller Anwendungen in den Mikro- und Präzisionsbewässerungssegmenten. Es handelt sich dabei vor allem um Projekte für sinnvolle Bewässerungsdesigns sowie den Vertrieb von Komponenten und Geräten. Gerade in Zeiten knappen Wassers und von steigendem Bedarf an schadstofffreien Lebensmitteln, fällt diesem neuen Industriesektor eine wichtige Rolle zu.

    Die Angebote treffen insbesondere in China und Kanada sowie in Entwicklungsländern wie Afrika und Lateinamerika auf rege Nachfrage. Israel ist von seinen geologischen Determinanten schon immer innovativ, wenn man mit wenig fruchtbarer Erde einen funktionierenden Gemüse- und Früchteanbau betreiben möchte. WWT kümmert sich mit seinen smarten Geräten um Weinberge, Baumwollfelder, Apfel- und Orangenplantagen, Blaubeeren sowie medizinisches Cannabis in über 15 Ländern. Auch Kühlräume für Frischwaren gehören in das Sortiment.

    Nun hat WWT zwei größere Aufträge im Volumen von 1,3 Mio. USD zur Lieferung intelligenter Bewässerungskomponenten an Kunden in Äthiopien und Peru erhalten. Das Unternehmen wird die Einnahmen aus den Aufträgen voraussichtlich im letzten Quartal 2021 verbuchen. Die WWT-Aktie ist in Kanada und Deutschland handelbar, die jüngsten Meldungen haben schon zu Ausschlägen nach oben geführt. Die Marktkapitalisierung ist mit 33 Mio. CAD aber noch überschaubar.

    K + S – Kali und Salz hat den Turnaround geschafft

    Zwar bekommt Kali & Salz (K+S) nun von der BHP Group stärkere Konkurrenz im Kaligeschäft, aber die schwierigen Zeiten dürften für den deutschen Konzern aus Kassel aktuell vorbei sein. Aktuell möchte die BHP Group von seinem milliardenschweren Öl- und Gasgeschäft etwas abrücken und stattdessen das Düngegeschäft forcieren. Im BHP-Fokus stehen Projekte in Kanada, wo K+S vor einigen Jahren Milliarden investiert hatte.

    Angesichts des weltweiten Bedarfs an Kalidünger für die Mengen-Steigerung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen sind die Aussichten für beide Unternehmen unverändert gut. Die neue Produktion von BHP wird ohnehin erst in 2027 auf den Markt kommen. Branchenanalysten halten in den nächsten 10 Jahren ein weltweites Wachstum von 2-3% für möglich. Vor allem in China und Afrika ist der Bedarf riesig. K+S wird daher wieder auf den operativen Wachstumspfad zurückkehren.

    Wer sich bei K+S auf dem aktuellen Niveau engagiert, bekommt mit einem KGV von 8 und einem KBV von 0,7 einen analytisch günstig bewerteten Titel ins Depot. Charttechnisch sollte die K+S-Aktie nach dem Ausbruch aber nicht mehr unter die Linie von 9,80 EUR fallen.


    Der Bereich Landwirtschaft und zugehöriger Technologien für Wasser und Anbautechnik ist ein boomender Sektor seit mehreren Jahrzenten. Die investierbaren Gesellschaften sind jedoch nicht ganz einfach zu finden, mit Bayer und K+S konnte man sich auch schon gehörig die Finger verbrennen. Anders ist es bei der Water Ways Technologies, seit Emission im September 2020 ist die Aktie gefragt und steigt beständig.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 01.07.2026 | 04:15

    Jetzt geht´s los: Befreiungsschlag für Bayer, Kaufsignal für MustGrow und Kraft Heinz

    • Crop Science
    • Agrartechnologie
    • ESG
    • Klimaschutz
    • Ernährung
    • Pharma

    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von MustGrow Biologics Corp.

    Die Weltbevölkerung dürfte nach Prognosen der Vereinten Nationen bis 2050 auf rund 9,7 Milliarden Menschen anwachsen. Eine Entwicklung, die nach Einschätzung der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO nur mit deutlich produktiveren und zugleich nachhaltigeren Anbaumethoden bewältigt werden kann. Hier kommt MustGrow Biologics mit biologischen Lösungen auf Basis natürlicher Senfextrakte ins Spiel. Und die Reise hat gerade erst begonnen. Kurzfristige Dynamik erhält der Sektor, nachdem Bayer nun endlich ein positives Signal in Sachen Glyphosat vom US-Supreme Court erlangt hat. Damit dürfte der CropScience-Bereich der Leverkusener nun ordentlich durchstarten. Ein wichtiger Basistrend setzt die gesamte Wertschöpfungskette unter Druck, denn natürliche Rohstoffe und Lebensmittel müssen nachhaltiger und widerstandsfähiger erzeugt werden, um dem milliardenfachen Versorgungsproblem Herr zu werden. Ein Unternehmen wie Kraft Heinz setzt mit jahrzehntelanger Erfahrung auf stabile Agrarlieferketten und klimaresistente Anbausysteme. Spannende Entwicklungen in einem Sektor, der im Schatten von HighTech und Rüstung oft übersehen wird. Aber die technischen Trends haben längst gedreht!

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    Kommentar von Carsten Mainitz vom 25.06.2026 | 05:10

    Ein starkes Duo in einem riesigen und ignorierten Wachstumsmarkt: MustGrow Biologics und Bayer, wann ist BayWa über den Berg?

    • Landwirtschaft
    • Agrartechnologie
    • Senfextrakte
    • Klima

    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von MustGrow Biologics Corp.

    Die globale Landwirtschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Der Klimawandel mit Hitzewellen, Dürren und Extremwetterereignissen führt jährlich allein in Europa zu Ernteverlusten im Milliardenbereich. Dabei steigt der Bedarf an resilienteren Anbausystemen und widerstandsfähigen Pflanzen. Regenerative Landwirtschaft und biologische Pflanzenschutzmittel gewinnen stark an Bedeutung. Auf dieser Basis etablieren sich Megatrends. Laut Expertenschätzungen soll der Markt für regenerative Landwirtschaft bis 2033 auf rund 50 Mrd. USD anwachsen. Hier hat sich die kanadische MustGrow positioniert. Besondere Bedeutung besitzt die Lizenz- und Entwicklungspartnerschaft im Bereich biologischer Pflanzenschutzlösungen mit Bayer. Das bedeutet große Chancen für den kleinen Börsenwert aus Nordamerika.

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    Kommentar von Nico Popp vom 19.06.2026 | 05:00

    Wie MustGrow Biologics mit patentierter Biowirkstoff-Technologie von der Neuausrichtung der Agrochemie-Riesen profitiert – Druck für Bayer und Corteva

    • Senfextrakte
    • Agrartechnologie
    • Landwirtschaft
    • Dürre

    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von MustGrow Biologics Corp. Extreme Hitzewellen, immer schlechtere Böden und strenge gesetzliche Grenzwerte für chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel – die Agrarmärkte stehen weltweit vor einer Anpassungsphase. Ab einer kritischen Temperatur von 30 °C setzen bei den meisten landwirtschaftlichen Kulturen drastische Ernteverluste ein, da sterile Pollen und geschwächte Zellwände die Pflanzenbiologie irreparabel schädigen. Laut dem gemeinsamen Bericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) mit dem Titel „Extreme Heat and Agriculture" können bereits einzelne Hitzewellen die landwirtschaftliche Produktivität um bis zu 50 % einbrechen lassen. Für die meisten Hauptkulturen drohen Ertragsverluste bereits bei Temperaturen ab 30 °C. Die Frequenz, Intensität und Dauer extremer Hitzeereignisse hat sich in den vergangenen 50 Jahren deutlich erhöht. Diese ökologischen Stressfaktoren verändern die Anbaubedingungen in gemäßigten sowie mediterranen Zonen und zwingen die gesamte Wertschöpfungskette der Landwirtschaft zum Umdenken.

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