Menü schließen




08.04.2022 | 05:10

BioNTech, Triumph Gold, Rheinmetall – Unsicherheiten überall

  • Gold
  • Inflation
Bildquelle: pixabay.com

Die weiter andauernden Kämpfe in der Ukraine und die Sorge über eine Eskalation der Situation beunruhigt die Kapitalmärkte weltweit. Trotzdem konnten sich die führenden Börsenbarometer von ihren Tiefstständen deutlich erholen. Nun folgte mit der Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls der FED der nächste Nackenschlag. So will die US-Notenbank die Rückführung ihrer Bilanzsumme beschleunigen und Anleihen im Wert von bis zu 95 Mrd. USD auslaufen lassen, ohne erneut zu kaufen. Damit treffen die Währungshüter vor allem Technologiewerte, die bereits seit Jahresanfang in einer scharfen Korrektur steckten. Gold dagegen reagiert trotz der zu erwarteten Zinserhöhungen kaum, ein starkes Zeichen für das Edelmetall.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: TRIUMPH GOLD CORP. | CA8968121043 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Inflation hält die Börsen in Atem

    Die Entscheidung fällt Anfang des Monats Mai, ob die Federal Reserve die Bilanzsumme massiv zurückführt. Aufgrund der hohen Inflation, in den USA betrug diese im März 7,9%, ist eine Straffung der Geldpolitik mehr als überfällig. Pro Monat sollen dann Anleihen im Wert von bis zu 95 Mrd. USD auslaufen, ohne neue nachzukaufen, so lautet es im gestern Abend veröffentlichten FED-Protokoll.

    Nachdem auf der Sitzung am 16. März der Leitzins bereits um 0,25% angehoben wurde, dürften aufgrund der weiter hohen Teuerungsrate noch in diesem Jahr mehrere Schritte von Statten gehen. Zudem ist zu erwarten, dass aufgrund der Ukraine-Krise durch die steigenden Rohstoff- und Energiepreise die Inflation weiter befeuert werden dürfte. Die Frage die sich stellt ist, ob die Notenbanker es noch schaffen, die Inflation einzudämmen oder ob die Teuerungsraten bereits aus dem Ruder gelaufen sind. Bereits im vergangenen Jahr waren wir sehr skeptisch mit den Aussagen der Währungshüter, die Inflation sei nur temporärer Natur.

    Gold weiterhin „der“ Inflationsschutz

    Zugegeben, man hätte aufgrund der Rahmenbedingungen mit niedrigen Zinsen, hohen Inflationsraten und Unsicherheiten in der Geopolitik bereits im vergangenen Jahr höhere Preise bei Gold erwartet. Selbst nach der Invasion Russlands kratzte der Goldpreis kurz mit 2.070,18 USD je Unze am Allzeit-Hoch, um erneut abverkauft zu werden. Gold ist aktuell zum Spielball der politischen Mächte geworden, eine hohe Schwankungsbreite ist deswegen nicht auszuschließen. Jedoch dürfte der Preis, sollte er auch kurzfristig sogar noch einmal in Richtung des Aufwärtstrends bei 1.680 USD je Unze korrigieren, auf mittelfristige Sicht deutlich höhere Kurse erzielen.

    So sind neben dem Kauf von physischem Gold in Form von Münzen oder Barren Aktien von Goldproduzenten oder Explorationsunternehmen wie Triumph Gold sinnvoll, um Ihr Vermögen vor einer drohenden Entwertung zu schützen. Die Formel für eine Diversifikation des Portfolios lautet, rund 10% in Gold- oder Silberwerte zu investieren. Das kanadische Unternehmen, dass neben Toronto auch in Frankfurt notiert ist, konsolidiert seit dem Allzeit-Hoch des Basispreises aus dem August des Jahres 2020 um rund 70% und arbeitet seit Monaten an der Bodenbildungsphase bei 0,10 CAD.

    Der Fokus der Kanadier liegt auf der Entwicklung des Projekts Freegold Mountain im kanadischen Yukon mit Hilfe multi-disziplinärer Explorations- und Bewertungstechnologien. Das 100% im Besitz befindliche Projekt ist mit einer erstklassigen Infrastruktur ausgestattet und beherbergt drei Mineralvorkommen gemäß National Instrument 43-101, Nucleus, Revenue und Tinta Hill. Überdies besitzt das Explorations-Unternehmen 100% der Kupfer-Gold-Grundstücke Big Creek und Tad/Toro, in der Nähe des Freegold Mountain-Projekts.

    Gute Ergebnisse konnten die Kanadier vom Bohrprogramm über 755,90m in zwei Bohrlöchern bei der Lagerstätte Nucleus beim Projekt Freegold Mountain vermelden. Die Höhepunkte beinhalten 4,50m mit 2,00 g/t Gold und 1,57 g/t Silber innerhalb von 46,28m mit 0,54 g/t Gold und 0,53 g/t Silber in N21-02 in der Oxid-Zone, die eine Goldgewinnungsrate von 83% ergaben. Brian May, der CEO von Triumph Gold sieht die Ergebnisse äußerst positiv und erwartet für die Zukunft, weitere Oxid-Goldzonen zu definieren. Der Börsenwert von Triumph Gold liegt bei rund 9,69 Mio. EUR.

    Korrektur der Krisenprofiteure

    Ob Corona oder die aktuelle Ukraine-Krise. Neben vielen Verlierern, angeführt von unserer Gesellschaft, gibt es natürlich genauso Gewinner. Waren es zu Zeiten des Virus vor allem die Vakzin-Produzenten um BioNTech, Pfizer & Co., so treibt die Aufstockung des Etats für die Bundeswehr die Anleger von Rheinmetall zu Freudensprüngen. Doch Vorsicht ist geboten. Bei BioNTech konnte sich in den letzten Tagen nach dem Rutsch etwas erholen. Dabei hatte der Wert jedoch nicht die Kraft, die Kurslücke bei 194,61 USD zu schließen und drehte wieder nach unten. Wichtig ist jetzt der seit September ausgebildete Aufwärtstrend bei 160,47 USD. Sollte dieser Fallen, wäre ein weiterer Ausverkauf bis zum nächsten markanten Unterstützungsbereich bei 131,00 USD möglich.

    Bei der Rüstungsaktie Rheinmetall kam nach dem Erreichen eines neuen Hochs bei 209,70 EUR ein starker Abverkauf, zudem drehten die Trendfolgeindikatoren nach unten und zeigten ein Verkaufssignal. Kurzfristig liegt das Korrekturpotenzial bei zunächst 180 EUR.


    Die Märkte sind weiterhin angeschlagen und drehten durch das FED-Protokoll wieder nach unten. Als Diversifikation bietet sich langfristig ein Investment in Goldminenaktien wie Triumph Gold an. Bei den Krisengewinnern BioNTech und Rheinmetall ist äußerste Vorsicht geboten.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Juliane Zielonka vom 05.04.2024 | 06:10

    Desert Gold Ventures, Barrick, Intel Aktie - Stagflation in den USA als Goldpreisturbo?

    • Gold
    • Asset Management
    • Halbleiter
    • Exploration

    Gold erreicht erneut ein Rekordniveau von über 2.300 USD pro Unze. Investoren wetten, dass die US-Zentralbank Federal Reserve in diesem Jahr noch die Zinssätze senken wird. Schon seit Mitte Februar befindet sich Gold im Aufwärtstrend. Zum einen hat es den Ruf, seinen Wert während Inflationsphasen zu halten oder zu steigern. Zum anderen wird es als Werterhalt angesehen, sollte FIAT-Geld erheblich entwertet werden - schließlich gilt Gold seit Jahrtausenden als Währung. Für Desert Gold Ventures stimmt das Timing, um sein Explorationsbohrungsprogramm in Afrika erfolgreich abzuschließen. Die Nachfrage nach dem Edelmetall ist ungebremst. Gute Zeiten für Gold-Explorer und -Produzenten. Barrick CEO Mark Bristow vermutet eine Stagflation in den USA, die dazu führt, dass der Goldpreis weiter steigen wird. Abnehmende Wirtschaft und steigende Inflation? Kein gutes Umfeld für US-Amerikanische Firmen. Wer den Anschluss zu verpassen scheint, ist Intel. Das Unternehmen gab diese Woche eine Gewinnwarnung heraus. Was Stagflation und Goldpreis für Investoren bedeuten.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 11.03.2024 | 06:00

    Encavis, Manuka Resources, Rheinmetall – Vanadium: Vom Metall zur Energiequelle

    • Encavis
    • Manuka Resources
    • Rheinmetall
    • Solarenergie
    • Windkraft
    • Stromspeicher
    • Übernahme
    • Gold
    • Silber
    • Vanadium
    • Eisensand
    • Titan
    • Rüstung
    • Verteidigung

    Die Energiewende stellt uns vor die Herausforderung, erneuerbare Energien effizient zu speichern. Ein Schlüsselrohstoff in diesem Prozess ist Vanadium, das in Vanadium-Redox-Flow-Batterien (VRFBs) zum Einsatz kommt und hauptsächlich aus der Stahlproduktion bekannt ist. Diese Batterien zeichnen sich durch ihre Langlebigkeit mit bis zu 20.000 Ladezyklen ohne nennenswerte Leistungsverluste und ihre Sicherheit aus, da sie nicht entflammbar sind. Darüber hinaus ermöglicht ihre Skalierbarkeit den Einsatz sowohl im großflächigen Netzspeicher als auch im privaten Sektor. Durch die Speicherung von Strom aus Wind- und Solarenergie sind VRFBs ein kritisches Element, um den Übergang zu einer nachhaltigeren Energieversorgung zu unterstützen und für Stahllegierungen zu sorgen, die auch in der Rüstungsindustrie eingesetzt werden können.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Stefan Feulner vom 29.01.2024 | 05:10

    Die nächste Aufwärtswelle läuft - Coinbase, Desert Gold Ventures, Infineon

    • Gold
    • Bitcoin
    • Halbleiter

    Die Meinungen der sogenannten Experten gehen bei der größten Kryptowährung des Planeten weit auseinander. Nachdem der Bitcoin noch Anfang des Jahres ein neues Zwischenhoch bei über 48.000 USD markierte, folgte die Ernüchterung und eine Korrektur von 20 %. Während Crashpropheten bereits das Ende des dezentralen, digitalen Geldes voraussehen, ist für andere, wie zum Beispiel der Starmanagerin Cathie Wood, der Bitcoin „eine der wichtigsten Chancen unseres Lebens“. Einzigartige Chancen bieten jedoch nicht nur Kryptowährungen, auch andere von der Korrektur betroffene Assetklassen bieten erhebliches Potenzial.

    Zum Kommentar