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08.12.2020 | 04:50

BMW, BYD, Daimler, Tesla, Volkswagen: Batterie-Autos droht Zwangsabschaltung

  • Zwangsabschaltung
Bildquelle: pixabay.com

Die Elektromobilität ist eines der heißesten Themen unserer Gegenwart. Die Politik hat die Veränderung des Straßenverkehrs im Zusammenhang mit dem Klimawandel priorisiert. Immer strengere Emissionsgrenzwerte sollen Hersteller und Nutzer zum Kauf von Batterie- und Hybrid-Autos animieren. Weil die Fahrt von A nach B auch mit modernen Verbrennungsmotoren umweltschonender ist, als noch von 10 oder 20 Jahren, war das Interesse für eine Veränderung bei Nutzern de facto nicht vorhanden. Um den Absatz dieser Technologie voranzutreiben, setzt die Bundesregierung nun Steuergelder ein. Diese Maßnahme ist unter Experten umstritten, denn der Umweltschutz kommt zu kurz und die nationale Versorgungssicherheit ist mittlerweile laut Energieversorger in Gefahr.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Mario Hose

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Der Autor

Mario Hose

In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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Ökologische Geisterfahrt

Als Elon Musk bei seinem jüngsten Deutschlandbesuch darauf hingewiesen hat, dass die Elektromobilität neben Sonnen- und Wind-Energie auch Kernenergie benötigt, hat er die deutsche Öko-Fraktion unter seinen Anhängern wahrscheinlich auf dem falschen Fuß erwischt. „Dort, wo keine Gefahr von Naturkatastrophen wie Erdbeben besteht, ist das Risiko der Nuklearenergie sehr klein“, so der Tesla-Chef. Diese Ansage kam im Kanzleramt sicherlich nicht gut an. Angela Merkel hat nach ihrem Alleingang in 2011 hohe zweistellige Mrd. Beträge von Steuerzahlern als Entschädigung an die Energieversorger überwiesen, damit diese ihre Atomkraftwerke in den kommenden Jahren vom Netz nehmen.

Marktwirtschaft außer Kraft

Immer rauer wird die Kritik aus der Industrie. Eine funktionierende Wirtschaft finanziert den Staat. Unter Bundeskanzlerin Merkel wurde diese Reihenfolge umgedreht. Der Staat greift immer häufiger mit dem Geld der Steuerzahler in den Kreislauf ein und sorgt für folgenschwere Veränderungen und Abhängigkeiten. Die Auswirkungen der Energiewende sind für die Bürger und Industrien zu einer hohen Belastung geworden. Deutschland ist mittlerweile der Spitzenreiter bei den Stromkosten. Durch die geplante Abschaltung der Atom- und Kohlekraftwerke wird sich die nationale Situation weiter verschlechtern, denn heute besteht der Energiemix nur zu rund 45% aus erneuerbaren Energien. Experten warnen, dass die Elektromobiltät in Deutschland den Stromverbrauch verdoppeln wird. Ungeklärt ist jedoch schon jetzt die spannende Frage: Wer schließt die Versorgungslücke nach dem Wegfall von Atom- und Kohlestrom?

Versorger fordern Zwangsabschaltung

Wie ernst die Lage mittlerweile ist, beschreibt die jüngste Forderung der Energieversorger. Aufgrund der erwarteten Engpässe bei der Speicherung und Lieferung von Strom, fordern deutsche Energieversorger die Möglichkeit, dass die Stromversorgung der Ladesäulen aus der Ferne abgeschaltet werden kann. Sie fordern vom Gesetzgeber konkret, dass sie täglich bis zu zwei Stunden die Stromversorgung abschalten dürfen - den Bundesbürgern drohen Verhältnisse wie in Südafrika.

Verschwendung von Steuergeldern

Obwohl bereits abzusehen ist, dass die Stromversorgung nicht ausreichend ist, um eine flächendeckende Infrastruktur für die Ladung von Batterien zu gewährleisten, zahlt der Staat eine Prämie für die Installation von Ladesäulen. Vor dem Hintergrund, dass bei der Elektromobilität mit Batterie-Autos voraussichtlich eine Mio. Ladesäulen benötigt werden, erscheint dieses Vorhaben als pure Steuerverschwendung. Im Vergleich hierzu würden für eine Infrastruktur mit Wasserstoff für Fahrzeuge mit Brennstoffzelle lediglich rund 14.000 Tankstellen benötigt. Es ist kaum vorstellbar, dass diese Informationen im Kanzleramt nicht vorliegen.

Umweltschäden und Verpflichtungen

Die Innovationen, die Nutzer ohne Subventionen bislang nicht annehmen, haben auch erhebliche Folgen für die Umwelt. Die Herstellung der Batterien ist Rohstoff- und Energie-intensiv. Darüber hinaus ist den meisten Nutzern die aufwendige und kostspielige Entsorgung von Altbatterien noch nicht bewusst. Die Bereitstellung von ausgedienten Batterien zur Stromversorgung in den ärmeren Ländern klingt wir eine skrupellose und heuchlerische Entsorgungsstrategie - nach dem Motto: aus den Augen, aus dem Sinn. Die Verkabelung der Ladestationen wird für zusätzliche Nachfrage auf dem Kupfermarkt sorgen und die Umwelt in den Abbaugebieten belasten. Ganzheitlicher Umweltschutz geht über die Landesgrenze hinaus.

Es gibt eine Alternative

Der Griff der Bundesregierung in die Steuerkasse ist für die Hersteller von Batterie-Autos wie BMW, BYD, Daimler, Tesla und Volkswagen ein Segen. Mit Umweltschutz hat diese Aktion jedoch wenig zu tun, das muss jedem Nutzer bewusst sein. Es ist lediglich eine staatlich organisierte Umverteilung von Steuergeldern für einen politisch motivierten Kaufanreiz einer Technologie ohne Mehrwert. Wer hingegen die Umwelt schonen möchte, sollte sich mit der Wasserstoff-Technologie von dynaCERT beschäftigen, die bei vorhandenen Dieselmotoren nachrüstbar ist. Diese Innovation verspricht einen höheren Wirkungsgrad bei der Verbrennung, einen Rückgang des Verbrauchs und eine deutlich geringe Emission von Schadstoffen. Ein gravierender Vorteil ist darüber hinaus, dass das vorhandene Fahrzeug nicht ersetzt und weiter benutzt werden kann.

Rückkehr zur freien Marktwirtschaft

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrer Amtszeit folgenschwere Entscheidungen getroffen. Auf ihren Nachfolger warten großen Herausforderungen und kommen schwere Entscheidungen zu. Ob es dem nächsten deutschen Kanzler gelingen wird, dass die Kernenergie wieder eine Akzeptanz in der Bevölkerung gewinnt, ist derzeit kaum vorstellbar und hängt sicherlich auch von der Frequenz der Stromausfälle sowie die Höhe des zukünftigen Strompreises ab. Die Rückkehr zur freien Marktwirtschaft und weniger Planwirtschaft würde aber bereits zur Entlastung der Bürger führen. Experten prognostizieren, dass die Elektromobilität keinen positiven Einfluss auf den globalen CO2-Ausstoß haben wird. Sie gehen sogar davon aus, dass dieser in den kommenden 20 Jahren nicht sinken, sondern sogar steigen könnte (Quelle: ARTE Reportage).


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In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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Lexikon:

  1. Wasserstoff – Technologie zur Nachrüstung von Diesel-Motoren für saubere Verbrennung und Senkung von Abgasemissionen

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