07.01.2026 | 04:00
Börse im Rausch: Silber, HighTech, KI oder Bitcoin? 100 % Chance bei Strategy, Finexity, MetaPlanet und Teamviewer
Aktuell ist es nicht gerade einfach den Kopf des Investierenden im Wind zu halten. Politische Verknappung strategischer Metalle, immer neue geopolitische Brandzonen und eine ungeheure Belastung der westlichen Haushalte liegen auf dem Gemüt der Aktienanleger. Dass in diesem Umfeld „long only“ zur gewinnbringenden These wird, ist nun schon ein Dauer-Novum. Denn historisch gesehen gab es nach auskömmlichen Aufschwüngen von mehr als 20 % auch mal wieder Konsolidierungsphasen. Diese sind aber nicht mehr sichtbar, jeder Tag des Zusehens kostet Rendite. Ob Silber, Kupfer, KI- oder HighTech-Titel - schon seit Jahresbeginn hat sich die hart erkämpfte Festgeldrendite im Bereich von 2 % schon wieder egalisiert. Doch es gibt eine Ausnahme: Bezeichnet man den Kryptomarkt als Alternativmarkt zu Währungen und Aktien, so hat dieser seit Herbst 2025 eine spürbare Pause eingelegt. Doch in den letzten Tagen gibt es auch hier ein Frühlingserwachen. Wir sehen uns nach aktuellen Chancen um!
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
André Will-Laudien
ISIN:
FINEXITY AG | DE000A40ET88 , METAPLANET INC | JP3481200008 , TEAMVIEWER AG INH O.N. | DE000A2YN900 , STRATEGY INC | US5949724083
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
André Will-Laudien
Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.
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Finexity – Spannende Schlüsselrolle bei tokenisierten Investments
Die Hamburger Finexity AG kümmert sich um spezielle Märkte, außerhalb der bekannten Hauptschauplätze. Nicht minder entwickelt sich das Unternehmen aber dynamisch zu einer führenden Plattform für tokenisierte Private-Market-Investments und baut seine Präsenz im alternativen Kapitalmarkt konsequent aus. Mit inzwischen über 250 gelisteten Wertpapieren und mehr als 84.000 registrierten Anlegern gehört das Unternehmen zu den Vorreitern digitaler Sachwertanlagen. Ein wichtiger Wachstumsschritt ist der internationale Markteintritt, unter anderem in Dubai, wo erstmals ein reguliertes deutsches Wertpapier Privatanlegern Zugang zu exklusiven Luxusimmobilien in den Vereinigten Arabischen Emiraten bietet. Parallel dazu entstehen Fondsstrukturen für institutionelle Investoren, welche ab 2026 eingeführt werden sollen. CEO Paul Hülsmann sieht darin einen entscheidenden Impuls für den globalen Ausbau des Emissions- und Handelsgeschäfts. Zusätzlich arbeitet Finexity am Aufbau einer regulierten Echtzeit-Handelsinfrastruktur und stärkt seine Position durch die Übernahme der Effecta GmbH.
Innerhalb des Sparkassen-Ökosystems wurde nun ein weiterer Meilenstein erreicht: Die Sachwert Invest GmbH, eine Tochter der Sparkasse Bremen, erwirbt die von Finexity entwickelte MiFID-II-konforme Anlagevermittlungsstrecke. Diese Software bleibt weiterhin an den bestehenden OTC-Handelsplatz angebunden. So bleibt Finexity langfristig als Infrastruktur- und Entwicklungspartner integriert und übernimmt Betreuung sowie Weiterentwicklung. Ziel ist eine noch tiefere technische Integration in die IT- und Prozesslandschaft der Sparkassen und eine breite Ausrollung im Verbund. Bereits jetzt können Kunden Private-Market-Investments direkt in der Internetfiliale der Sparkasse verwalten. Damit entsteht ein nahtloses Zusammenspiel mit klassischen Wertpapieren. Die Technologie von Finexity deckt alle Schritte von Onboarding bis Abwicklung digital ab. Gleichzeitig bleibt die OTC-Handelsplatzinfrastruktur eigenständig bestehen und bildet die Basis für die geplante Beantragung einer DLT-TSS-Lizenz. Aus der Transaktion erhält Finexity zudem einen mittleren sechsstelligen Euro-Betrag. Auf die Marktkapitalisierung von knapp 5 Mio. EUR ein guter Rendite-Deal für die Hamburger. Finexity wird von Marktteilnehmern wohl längst als führender Infrastrukturpartner für digitale Sachwertinvestments angesehen. In einem Umfeld volatiler Märkte gewinnt dieser alternative Zugang zu Vermögenswerten für Anleger zunehmend an Bedeutung. Höchst spannend!
Strategy und MetaPlanet – Nach Bodenbildungen wieder ein Kauf?
Um gleich auch auf die Kryptoseite zu wechseln, fallen engagierten Sektor-Investoren immer wieder die volatilen Titel Strategy und MetaPlanet ins Auge. Strategy galt lange als Vorreiter unter den Bitcoin-Treasury-Unternehmen, doch die Phase, in der die Aktie deutlich über dem Nettoinventarwert notierte, scheint beendet. Kritiker wie Peter Schiff stellen das Finanzierungsmodell infrage, weil Strategy stark auf hochverzinsliche Vorzugsaktien setzt und damit ein Hebelkonstrukt geschaffen hat, das in Stressphasen anfällig wirken könnte. Dennoch hält Mitgründer Michael Saylor unbeirrt an seiner Bitcoin-Strategie fest und weist Sorgen vor Abflüssen oder Liquiditätsproblemen zurück. Trotz hoher Kursverluste im Jahr 2025 meldete das Unternehmen zum Jahresbeginn 2026 den Kauf weiterer 1.283 Bitcoin (BTC) im Wert von 116 Mio. US-Dollar. Damit wuchs der Bestand auf über 673.000 BTCs an, die historisch zu einem Durchschnittspreis oberhalb von 75.000 USD erworben wurden. Parallel dazu erhöhte Strategy seine Barreserven auf mehr als 2,2 Mrd. USD, um den finanziellen Verpflichtungen nachkommen zu können. Der Milliarden-Verlust in Q4 scheint die Entscheider nicht negativ zu stimmen. Naja – neues Jahr, neues Glück!
MetaPlanet verfolgt ein ähnliches Bitcoin-zentrisches Modell, setzt jedoch zusätzlich auf Ertragsstrategien mit Optionen, um laufende Einnahmen zu generieren. Das japanische Unternehmen erhöhte seinen BTC-Bestand bis Ende 2025 um 4.279 auf 35.202 Stück und meldete gleichzeitig stark steigende Umsätze aus dem Bitcoin-Derivategeschäft. Diese Cashflow-Komponente auf Stillhalter-Basis soll die Volatilität abfedern und MetaPlanet unabhängiger von Marktzyklen machen. Dennoch rutschte die Aktie zeitweise unter den berechneten Wert der gehaltenen Bitcoin-Bestände. Seit einigen Tagen läuft es aber wieder besser bei den Japanern. Der Aktienkurs konnte sich recht dynamisch von 2,2 auf 2,8 EUR nach oben schwingen. MetaPlanet bewegt sich natürlich wie das zugrundeliegende Asset BTC, wird aber am Wochenende nicht gehandelt. Spekulativ!
Teamviewer – Ganz schön verprügelt
Die Aktie des Göppinger Software-Unternehmens TeamViewer hatte keinen guten Jahresausklang. Zuerst musste man zweimal hintereinander seine Wachstumsprognosen revidieren, letztlich betraf das sogar die erwarteten 2026er Zahlen. Dann verkaufte der norwegische Staatsfonds eine größere Menge an Aktien und schließlich erhöhten die Hedgefonds Qube Research und Two Sigma auch noch ihre Shortpositionen auf 1,72 % bzw. 1,30 % der ausstehenden Aktien. Kein gutes mittelfristiges Signal für das Unternehmen, das seit mehr als 2 Jahren im Abwärts-Zyklus steckt. Trotz allen Unkenrufen konnte TeamViewer seine operative Marge in Q3 aber steigern und treibt seine Transformation zum Digital-Workplace- und KI-Anbieter voran. Insgesamt verzeichnet das Management eine wachsende Kundenakzeptanz für AI-basierte Lösungen, was langfristiges Wachstumspotenzial signalisiert. Problem bleibt die Akquisition 1E, die noch einiges an Integrationsaufwand verursachen wird. Nach einigen Revisionen werden von Analysten jetzt für 2025e und 2026e Erlösgrößen von 764 bzw. 791 Mio. EUR geschätzt, das liegt immerhin noch über den 671 Mio. EUR aus 2024. Klar waren die Erwartungen deutlich höhergesteckt, doch mit einem erwarteten KGV von 5,8 kann bei Kursen um 5,65 EUR auch nicht mehr viel schief gehen. 8 von 18 Analysten auf der Plattform LSEG erwarten ein 12-Monats-Durchschnittsziel von 10,86 EUR. Das ist mal fast ein Verdoppler!

Strategy und Metaplanet stehen stellvertretend für alle Krypto-Aktien im Rampenlicht der Anleger. Natürlich mussten diese Titel im Konsolidierungsumfeld der letzten 3 Monate auch ordentlich Federn lassen. TeamViewer hat mehrere enttäuschende Ausblicke und Gewinnrevisionen hinter sich gebracht und wurde entsprechend abgestraft. Bei der Finexity AG könnte die vergleichsweise geringe Marktkapitalisierung insbesondere für Institutionelle noch ein Hindernis darstellen. Interessierte Anleger für tokenisierte Assets gibt es aber mittlerweile genug. Das Wachstum scheint daher vorprogrammiert.
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