Menü schließen




01.12.2022 | 05:05

Comeback-Aktien: Nel, Aurora Cannabis, Barrick Gold, Tocvan Ventures

  • Gold
  • Exploration
  • Wasserstoff
  • Cannabis
Bildquelle: Aurora Europe GmbH

Gold, Cannabis und Wasserstoff könnten zu den Top-Trends des kommenden Jahres gehören – auch an der Börse. Die Nel-Aktie könnte aufgrund der vollen Auftragsbücher vor einem Comeback in 2023 stehen. Zumindest ist der Umsatz bereits bis Mitte 2024 gesichert. Jetzt muss nur noch der Verlust reduziert werden, um das Kursziel von Analysten zu erreichen. Aurora Cannabis hat die Sanierung weitestgehend abgeschlossen und hofft auf Legalisierung in Europa und den USA. Getrieben von einem starken Goldpreis sind die Minenaktien bereits angesprungen. Jetzt sollten Explorationsunternehmen folgen. Zu ihnen gehört Tocvan Ventures. Und bei dem Goldexplorer können sich Anleger im kommenden Jahr auf einen regelmäßigen Newsflow freuen. Handelt es sich bei den drei Kandidaten um Comeback-Aktien 2023?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: NEL ASA NK-_20 | NO0010081235 , AURORA CANNABIS | CA05156X8843 , BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084 , TOCVAN VENTURES C | CA88900N1050

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Tocvan könnte mit Newsflow in 2023 durchstarten

    Nach einem schwierigen Jahr für Gold- und Silberproduzenten sieht es 2023 nach einem Comeback aus. So hat der Goldpreis innerhalb weniger Wochen den Abwärtstrend verlassen und ist von 1.630 USD auf 1.760 USD geschossen. Zudem scheint der US-Dollar an Stärke zu verlieren und das Ende der Zinserhöhungen im ersten Halbjahr 2023 ist in Sicht. Dies ist ein ideales Umfeld für Minenaktien. Neben Basisinvestments wie Barrick Gold und Newmont, bieten Explorationsunternehmen überproportionale Chancen. Wer es also spekulativer mag, für den kommt beispielsweise Tocvan Ventures in Frage. Die Kanadier kürzlich die Erweiterung ihres Bohrprogramms auf dem Gold-Silber-Projekt El Picacho im mexikanischen Sonora bekannt gegeben. Nachdem in der Vergangenheit bereits hochgradige Gold- und Silbermineralisierungen in stillgelegten Minenbetrieben gefunden wurden, konzentriert sich Tocvan auf die beiden Gebiete Las Guijas und San Ramon.

    "Aufgrund der etablierten historischen Gruben, die hochgradige Strukturen mit dem Potenzial zu dazwischenliegender geringgradiger Mineralisierung identifizierten, war San Ramon seit langem unser Prioritätsziel. Es bestehen viele Parallelen zur örtlichen Mine San Francisco, die durch ganz ähnliche Eigenschaften an der Oberfläche und eine bedeutende Anzahl handwerklicher Minenanlagen entdeckt wurde. Wir freuen uns darauf, diese Ergebnisse auszuwerten und das Potenzial von El Picacho zu erschließen", sagte Tocvan-CEO Brodie Sutherland. Aufgrund des Bohrgramms können Anleger 2023 mit einem regelmäßigem Newsflow rechnen. Dies ist insbesondere bei Explorern nicht selbstverständlich.

    Im Vergleich zu etablierten Minenbetreibern sind die Aktien von Explorern wie Tocvan noch nicht angesprungen und bieten daher Kurschancen. So notiert die Tocvan-Aktie mit 0,44 CAD nur knapp über dem Jahrestief. Die Marktkapitalisierung beläuft sich auf 16 Mio. CAD.

    Aurora: Bei Legalisierung in der Pole Position?

    Auf ein Comeback hoffen Anleger derzeit auch bei Cannabis-Aktien wie Aurora. Neben den Diskussionen um die Legalisierung in Deutschland, ist für die Branche die Entwicklung in den USA deutlich wichtiger. In den USA wäre die Legalisierung auf Bundesebene einen echter Gamechanger. Allerdings bedeutet dies nicht goldene Zeiten für alle, wie das Beispiel Kanada gezeigt hat. Es ist mehr als vier Jahre her, dass Kanada Marihuana für den Freizeitgebrauch legalisiert hat. Davon profitiert haben die börsennotierten Unternehmen nicht wirklich. Zu groß ist der Wettbewerb und eine Differenzierung ist bisher keiner Marke gelungen.

    Aurora ist nach eigenen Angaben bei medizinischem Cannabis weltweit führend. Foto: Aurora Europe GmbH

    So ist der Umsatz von Aurora im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2022/2023 (endet am 30.06.) um 18% auf unter 50 Mio. CAD gesunken. Das EBITDA sank auf 8,7 Mio. CAD und der Cashflow war deutlich negativ. Positiv: Die Kanadier verfügen noch über liquide Mittel von über 350 Mio. CAD. Doch die operative Entwicklung zeigt gut die Probleme der Branche. Dabei hat Aurora in Kanada einen Marktanteil von etwa 24% und ist nach eigenen Angaben bei medizinischem Cannabis weltweit führend.

    Die weltweit gute Position ist aus Sicht von Cantor Fitzgerald der Grund für eine mögliche Kursteigerung. Die Analysten empfehlen Aurora mit „Overweight“ und einem Kursziel von 3 CAD. Aurora sei die Nummer 2 auf dem deutschen Markt für medizinische Marihuana und behauptet, in Großbritannien und Polen führend zu sein. Auch in Frankreich sei das Unternehmen als derzeit einziger Anbieter von Marihuana gut positioniert. Zudem besitze Aurora eine von zehn Lizenzen zur Belieferung von 500 Coffeeshops in den Niederlanden. Damit sei man für eine weitere Liberalisierung in Europa bestens positioniert.

    Nel: Comeback nach Enttäuschung?

    Jetzt liefert Katar also doch Flüssiggas, sogenanntes LNG, nach Deutschland. Allerdings erst ab 2026 und die Menge deckt weniger als 3% des aktuellen Bedarfs. Immerhin soll die hiesige Infrastruktur wie beispielsweise die LNG-Terminals für die Lieferung per Schiff auch für Wasserstoff geeignet sein. Dann Wasserstoff ist der große Hoffnungsträger der Energiewende. Allerdings haben Wasserstoff-Unternehmen wie Nel und Plug Power im laufenden Jahr an der Börse enttäuscht. Sie haben mehrfach mit geringem Umsatzwachstum und hohen Verlusten Investoren verschreckt.

    So hat die Nel Aktie von ihrem Jahreshoch bei rund 1,80 EUR zwischenzeitlich rund 44% an Wert verloren. Allerdings hat das Wertpapier zuletzt Stärke gezeigt und ist von 1,01 EUR auf 1,40 EUR gestiegen. Damit ist die Hoffnung verbunden, dass der Auftragseingang hoch bleibt und Nel im kommenden Jahr einen großen Schritt in Richtung Profitabilität macht – auch wenn unterm Strich weiterhin ein Verlust zu erwarten ist. So hatte Jefferies zuletzt die Kaufempfehlung für die Nel-Aktie bestätigt. Der Auftragsbestand decke bereits die Umsatzerwartung für 2023 vollständig und für 2024 zu mehr als der Hälfte. Daher sei Nel der Top Pick der Analysten im europäischen Wasserstoffbereich. Das Kursziel liegt bei 19 NOK.


    Gold, Cannabis und Wasserstoff könnten zu den Top-Trends des kommenden Jahres gehören. Dabei liegt im Gold-Sektor vermutlich das geringste Risiko. Wer davon auf eine Erholung der Gold-Unternehmen mit „Hebel“ spekulieren will, setzt auf Explorationsunternehmen wie Tocvan Ventures. Unter einem geringen Newsflow sollte die Aktie im kommenden Jahr jedenfalls nicht leiden. Wasserstoff als Teil der Energiewende wird uns alle auch im kommenden Jahr beschäftigen. Die Marktkapitalisierung von Nel ist bereits hoch, doch wenn es dem Unternehmen endlich gelingt, den Auftragsbestand abzuarbeiten und dabei die Verluste zu reduzieren, sollten höhere Kurse drin sein. Beim Thema Cannabis verlieren Anleger die Bodenhaftung. Die Entwicklung in Kanada zeigt, dass ein offener Markt nicht immer zu hohen Gewinnen führt. Aber mit der Legalisierungsfantasie in Europa und den USA besteht Kursfantasie bei Aurora.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Armin Schulz vom 19.08.2026 | 05:30

    Milliarden-Chance Stahlwende: thyssenkrupp, Strategic Resources und Siemens Energy im Fokus

    • thyssenkrupp
    • Strategic Resources
    • Siemens Energy
    • tk accelis
    • grüner Stahl
    • Wasserstoff
    • Eisenerzpellets
    • Vanadium
    • Titan
    • Vanadium-Batterien
    • Gasturbinen
    • Windkraft
    • Elektrolyseure

    Die europäische Stahlindustrie steht vor großen Veränderungen. Die EU-Klimapolitik zwingt die traditionsreichen Konzerne zu einer radikalen CO2-Wende, während die globale Konkurrenz längst günstiger produziert. Der Umstieg erfordert passende Rohstoffe und viel grüne Energie. Langfristig könnte die Transformation zum Wettbewerbsvorteil werden. Die Branche muss die richtigen Entscheidungen treffen, schließlich hängen viele Arbeitsplätze und auch Europas Stahlunabhängigkeit daran. Wir sehen uns daher heute thyssenkrupp als größten deutschen Stahlkonzern, Strategic Resources als möglichen Rohstofflieferanten und Siemens Energy als potentiellen Technologiepartner genauer an.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 19.08.2026 | 04:45

    China greift nach Gold! Startet jetzt die nächste Rally für Lahontan Gold, Barrick und Pan American Silver?

    • Gold
    • Gold und Silber
    • Edelemetalle
    • Goldproduzent
    • Explorer
    • Transformation
    • Investments

    Geopolitische Spannungen, Zweifel an den klassischen Reservewährungen und die Käufe der Notenbanken halten den Goldpreis auf einem Niveau von über 4.000 USD je Unze. Besonders China setzt Signale. Die Zentralbank der Volksrepublik erhöhte ihre Goldreserven zur Jahresmitte auf 2.346 Tonnen. Gleichzeitig schließen mehrere Großbanken des Landes bestimmte Zugänge zum privaten Handel mit „Papiergold“ und gehebelten Edelmetallkontrakten. Hohe Edelmetallpreise übersetzen sich bei Produzenten wie Barrick Mining und Pan American Silver in hohe Gewinne und Cashflows und führen ebenso zu steigenden Ausschüttungen an Aktionäre. Bei Barrick ist zudem der Weg frei für das IPO der nordamerikanischen Gold-Assets bis Ende des Jahres, wodurch verborgene Werte gehoben werden sollten. Deutlich mehr Hebel bieten Entwickler wie Lahontan Gold. Lahontan ist dabei die früher produzierende Santa-Fe-Mine in Nevada zu reaktivieren, welche laut dem jüngsten Newsflow rund 2,4 Mio. Unzen Goldäquivalent ausweist. Die bis Ende September erwartete vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie könnte zum Befreiungsschlag für die Aktie werden.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Stefan Feulner vom 17.08.2026 | 05:10

    BYD, dynaCERT, Lucid – Neue Modelle und neue Märkte sorgen für Kursfantasie

    • Wasserstoff
    • Elektromobilität

    Die Mobilitätswende läuft auf Hochtouren, doch der Verbrennungsmotor wird nicht über Nacht verschwinden. Während Elektroautohersteller mit neuen Modellen, höheren Reichweiten und immer kürzeren Ladezeiten angreifen, bleiben weltweit Millionen Lkw, Baumaschinen und Industrieaggregate noch jahrelang im Einsatz. Daraus entsteht ein gewaltiger Übergangsmarkt. Neue Antriebe müssen wachsen, während bestehende Motoren effizienter und emissionsärmer werden. Drei Unternehmen setzen an unterschiedlichen Seiten dieses Umbruchs an.

    Zum Kommentar