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10.03.2022 | 06:30

Defense Metals, Gazprom, ThyssenKrupp - Gewinner und Verlierer

  • Defense Metals
  • Seltene Erden
  • Militär
  • Öl und Gas
  • Stahl
Bildquelle: pixabay.com

Eine mutige Ukrainerin bringt eine russische Drone zur Strecke - mit einem gezielten Wurf durch ein Glas eingelegte Tomaten. Zur Verteidigung ist jedes Mittel recht. Doch es geht auch strategischer mit Investments in Firmen, die Rohstoffe für Militärtechnik liefern - und das ohne Konflikte für Investoren mit Gerechtigkeitssinn. Ans Eingemachte wiederum könnte es der Deutschen Wirtschaft gehen, sollte Gazprom seine Drohungen wahr machen und Nord Stream 1 aufgrund der Sanktionen abschalten. Deutschland ist einer der größten Abnehmer von russischem Gas. Von der aktuellen Lage profitiert auch ThyssenKrupp. Es zeigt sich ganz deutlich, wodurch der Konzern gerade wirklich gewinnt.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Juliane Zielonka
ISIN: DEFENSE METALS CORP. | CA2446331035 , GAZPROM ADR SP./2 RL 5L 5 | US3682872078 , THYSSENKRUPP AG O.N. | DE0007500001

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Inhaltsverzeichnis:


    Craig Taylor, CEO, Defense Metals Corp.
    "[...] Im Sommer planen wir ein Bohrprogramm zur weiteren Aufwertung und Vergrößerung unserer Lagerstätte. [...]" Craig Taylor, CEO, Defense Metals Corp.

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    Defense Metals - Rohstoffe für moderne Militärtechnik

    Heute ist Tag 15 des russischen Angriffskrieges in der Ukraine. Ein Ende ist noch nicht abzusehen. So rückt das für uns Europäer ungewohnte Bild eines Krieges ins Bewusstsein, nur knapp 1.000km entfernt. Eine Demokratie allein durch diplomatisches Geschick zu verteidigen, ist eher Wunschdenken als Realität. Vielmehr bedarf es einer starken militärischen Infrastruktur, um das Land gegen potenzielle Angreifer zu verteidigen.

    Laut einer Zusammenstellung bei Statista besitzen China, Indien und die USA die größten militärischen Streitkräfte. Mit einer Truppenstärke von 2 Mio. führt China an der Spitze, gefolgt von Indien mit 1,45 Mio. und auf Platz drei sind die USA mit 1,39 Mio. Truppen. Zum Vergleich: die Ukraine hat knapp 200.000 Soldaten und Deutschland nur 184.000 im Militär.

    Chinas Sympathie mit Russland verdeutlicht, wie dringend Alternativen benötigt werden für Rohstoffe, die zur Herstellung von Militärtechnik eingesetzt werden. Dazu gehören vor allem Seltene Erden, die in der Rüstungsindustrie verbaut werden. Ob in Kampfjets, Drohnen, Kommunikationsgeräten, präzisionsgelenkten Waffen oder Nachtsichtgeräten. Auch hier ist China weltweit die Nummer eins in der Beschaffung seltener Erden.

    Eine gute Alternative bietet sich in Nordamerika, um vom Boom der Rüstungsindustrie zu profitieren.Die Firma Defense Metals Corp. ist ein Mineralexplorationsunternehmen mit einem eigenen Vorkommen an Seltenen Erden. Das Unternehmen baut genau die Elemente ab, die für die nationale Sicherheit, das Militär und darüber hinaus für den Markt der Elektrofahrzeuge benötigt werden.

    Das Areal im kanadischen Wicheeda, das die Firma aktuell für den Abbau der seltenen Erdnen nutzt, hält vielversprechende Bodenschätze bereit. So bestätigten neueste Bohrungen eine signifikante Mineralisierung in der Tiefe. Damit hat das Unternehmen das Potenzial zur Erweiterung seiner Mineralressource. Das sich zu 100% in Besitz der Defense Metals Corporation befindliche 2.008 Hektar große Gebiet in Wicheeda liegt rund 80km nordöstlich der Stadt Prince George in British Columbia.

    Luisa Moreno, Präsidentin von Defense Metals erklärt dazu: "Die Bohrungen in der Tiefe der nördlichen Wicheeda-Lagerstätte haben bedeutende neue Zonen mit hochgradiger Seltene Erden-Mineralisierung aufgedeckt, die das Potenzial haben, die Mineralressource zu erweitern, und - was noch wichtiger ist - auch dazu beitragen könnten, höhere Gehalte über die gesamte potenzielle Lebensdauer der Mine zu unterstützen."

    Das bedeutet, Defense Metals ist dank seiner Mineralvorkommen bestens aufgestellt, um die Rohstoffe zu fördern, die Militärstreitkräfte zur Verteidigung ihres Landes unterstützen. Detaillierte Informationen zur Aktie bietet ein aktueller Report bei researchanalyst.com.

    Gazprom - Gaslieferungen durch die Ukraine laufen weiter

    Trotz des Krieges liefert die russische Firma Gazprom weiter Gas durch die Ukraine, um die Nachbarländer damit zu versorgen. Nach Angaben des slowakischen Gastransportunternehmens Eustream ist die Menge des russischen Gases, das nach einer rund ca. 1.287km langen Reise durch die Ukraine an der slowakischen Grenze ankommt, seit Beginn des Krieges sogar noch gestiegen.

    Die tägliche Liefermenge betrage weiterhin wie vertraglich vereinbart 109,5 Mio. Kubikmeter, sagte Gazprom-Sprecher Sergej Kuprijanow der Agentur Interfax zufolge. Russland betonte, auch in Krisenzeiten ein zuverlässiger Lieferant für das wertvolle Gas zu bleiben. Jedoch drohte Moskau diese Woche, Nord Stream 1 still zu legen, wenn die Sanktionen weiter liefen.

    Die EU Staaten einigten sich gestern auf weitere Sanktionen gegen den Kriegstreiber. Die bisherigen drei Sanktionspakete werden um Vorschriften zum Handel mit Kryptowährungen und Exportverboten für bestimmte Technologien ergänzt. Zusätzlich sind laut EU-Ratsvorsitz Sanktionen für die Schifffahrtsbranche vorgesehen. Zwar seien die Exporte von Öl und Gas bisher bei den Sanktionen ausgeklammert, es werde aber nach Alternativen vom russischen Gas gesucht. Europa ist nach wie vor stark von russischem Gas abhängig. Rund 40% des Bedarfs werden durch Gazprom-Lieferungen gedeckt.

    Gerade Deutschland würde unter einem Stopp der Gaslieferungen aus Nord Stream 1 leiden. Der Hauptanteil des russischen Gases kommt über diese Pipeline ins Land. Deutschland importierte im Jahr 2021 142 Mrd. Kubikmeter (Mrd. m³) Gas, 6,4% weniger als im Jahr 2020, so das statistische Amt für Außenwirtschaft (BAFA). Nach Angaben von Independent Commodity Intelligence Services (ICIS) waren russische Pipeline-Gasimporte im Dezember 2021 mit 32% des Angebots führend, gefolgt von Norwegen mit 20% und den Niederlanden mit 12%. Ein Aussetzen der russischen Lieferungen wäre ein herber Störer für die Deutsche Wirtschaft.

    Thyssen Krupp - Stahlkocher helfen in der Ukraine

    Nachdem Frau Merkel als wärmende Idee Kniebeugen für frierende Schüler vorschlug, statt Luftfilter in öffentlichen Schulen einbauen zu lassen, ist der Bürger ja schon einiges gewohnt von den Vorschlägen seiner Bundesregierung im Umgang mit der Corona-Pandemie. Auch Robert Habeck legt nach, angesichts der Spannungen mit Russland. “Wenn man Putin ein bisschen schaden will, dann spart man Energie. Alle Bürgerinnen und Bürger könnten da einen Beitrag leisten." sagte der Grünen-Minister. Heißt übersetzt: Heizung ein paar Grad runterdrehen und etwas frieren aus Solidarität mit der schlecht gelaufenen Energiepolitik der letzten Jahre. In Anbetracht eines Covid19-Virus, das mit erkältungsähnlichen Symptomen einhergeht, ist das vielleicht nicht der beste Vorschlag.

    Richtig heiß lief es hingegen bei ThyssenKrupp mit einer groß angelegten Spendenaktion für die Ukraine. Die Betriebsräte der IG Metall riefen zur Hilfe auf und konnten sich über zahlreiche Spenden freuen: Babynahrung, Hygieneartikel, Medikamente, Kleidung, Decken kamen in großen Mengen zusammen. Thomas Hay, Metaller aus Bochum, hat die Aktion initiiert. „Unser Ziel ist der Ort Medyka an der polnisch-ukrainischen Grenze. Manchmal muss man einfach machen“, sagt Hay. Soviel Menschlichkeit spornt an. Auch kommende Woche wollen die Stahlkocher und Metaller wieder helfen und ukrainische Notfallärzte mit Schlafsäcken ausstatten. Die zu behandelnden Kriegsflüchtlinge sind zum Teil tagelang bei Minusgraden unterwegs und stark unterkühlt.

    Thyssen selbst steht momentan vor den Herausforderungen der Transformation. Einerseits kann sich der Stahlriese über volle Auftragsbücher freuen, zum anderen droht einigen Betrieben die Kurzarbeit. Auch die Umstellung auf Erneuerbare Energien ist für das Traditionsunternehmen eine Mammutaufgabe. Mit solch engagierten Mitarbeitern sollte das Unternehmen jedoch gut gerüstet für die Zukunft sein.


    Rohstoff-Minen-Areale in Kanada, wie Defense Metals sie nutzt, bieten eine intelligente Alternative als Invest in Militärtechnik. Das CAGR der US-Rüstungsindustrie ist in im vergangenen Jahr um 0,5% gestiegen. Durch ihre kanadischen Nachbarn sind sie bestens aufgestellt in der Produktion von innovativer Verteidigungstechnik. Wie ungesund Abhängigkeiten sind, zeigt sich besonders in der prekären Lage Deutschlands in Hinblick auf seine Gasversorgung. Mit 32% ist Gazprom der Hauptlieferant für die BRD und sollte Moskau seine Drohungen wahr machen, könnte eine neue Eiszeit für die Deutsche Wirtschaft beginnen. Gegen Kälte, ob menschlich oder witterungsbedingt, treten die hilfsbereiten Stahlkocher der ThyssenKrupp an. Mit selbst organisierten Hilfskonvois unterstützen sie tatkräftig die Bevölkerung der Ukraine, die unter dem Angriffskrieg Russlands leidet. Auch die Auftragsbücher des Stahlriesen sind gefüllt und damit ein solides Investment.


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    Der Autor

    Juliane Zielonka

    Die gebürtige Bielefelderin studierte Germanistik, Anglistik und Psychologie. Das aufkommende Internet in den frühen 90ern führte sie von der Uni zu Ausbildungen in Grafik-Design und Marketingkommunikation. Nach Jahren der Agenturarbeit im Corporate Branding wechselte sie ins Publishing und lernte ihr redaktionelles Handwerk bei der Hubert Burda Media.

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