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24.01.2022 | 06:33

Deutsche Bank, CoinAnalyst, Block – Marktcrash, welche Aktien drehen zuerst?

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Bildquelle: pixabay.com

Die großen Indizes fielen Ende vergangener Woche noch einmal stark und sorgten für deutlich erhöhte Volatilität. Der VIX, der die Volatilität misst, ging mit 28,85 Punkte am Freitag aus dem Handel. Eine Woche zuvor lag der Wert noch unter 20. Der DAX40 gab 2,9% ab, S&P 500 2,1% und der NASDAQ100 ebenfalls 2,9%. Die Angst vor steigenden Zinsen und die immer höheren Inflationsraten sorgen für Unsicherheit. Hinzu kommen schlechte Zahlen, beispielsweise von Netflix. Aber auch der Kryptomarkt sendet bearische Zeichen. Der Bitcoin ist auf dem Weg die 30.000 USD zu testen und das, obwohl er auch als Inflationsschutz gilt. Es stellt sich die Frage, ob es nur die längst überfällige Konsolidierung ist, oder ob der Markt wirklich crasht.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: DEUTSCHE BANK AG NA O.N. | DE0005140008 , CoinAnalyst Corp. | CA19260U1084 , SQUARE INC. A | US8522341036

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Inhaltsverzeichnis:


    Deutsche Bank – erneuter Jahresgewinn

    Während die US Banken in der aktuellen Berichtssaison durchwachsene Zahlen vorlegten, müssen Anleger der Deutschen Bank noch bis zum 27. Januar auf die Verkündung von Q4-Ergebnissen warten. Branchenkenner erwarten, dass das Unternehmen aufgrund von Umbaukosten des Konzerns im 4. Quartal einen Verlust ausweisen wird. Schaut man aber auf das Gesamtjahr, so wird es wohl erneut schwarze Zahlen geben. Experten erwarten einen Jahresnettogewinn von 1,6 Mrd. EUR. Der Haupttreiber soll dabei das Investmentgeschäft sein.

    Nach einem guten Jahr 2021 hofft die Bank auf eine Besserung der Bonität. Durch vorherige Herabstufungen sind laut Finanzvorstand von Moltke dem Konzern Erträge im dreistelligen Millionenbereich entgangen. Der Umbau des Konzerns sei zu 90% geschafft und nun fokussiere man sich auf das Ziel einer jährlichen Rendite in Höhe von 8%.

    Die jüngste Nachricht, dass der Cerberus-Investmentfonds seine Beteiligung an der Deutschen Bank veräußern will, war jedoch ein Startschuss für die Konsolidierung der Aktie. Am 10. Januar notierten die Anteilsscheine noch bei 12,56 EUR. Seit der Nachricht fiel das Papier bis auf 11,33 EUR, natürlich auch vom schwachen Marktumfeld getragen. Die Aktie hat einen klaren Aufwärtstrend ausgebildet, der erst mit Schlusskursen unterhalb von 11,49 EUR gebrochen werden würde. Die Aussicht auf eine Dividende nach zwei ertragslosen Jahren dürfte erste Dividendenanleger anlocken. Gleich drei Analysehäuser setzten das Papier im Januar auf Kaufen mit Kurszielen zwischen 13,50 EUR und 15,00 EUR.

    CoinAnalyst übernimmt RockStock Equities

    CoinAnalyst bietet seinen Nutzern eine vollständige Sentimentanalyse zu Kryptowährungen mittels einer Analyseplattform, die auf künstlicher Intelligenz (KI) basiert und von der deutschen Cogia AG zur Verfügung gestellt wird. Dabei werden Nachrichten zu Kryptos automatisch eingelesen, Social-Media-Kanäle ausgewertet, Influencer beobachtet und so Analysen für die 300 wichtigsten Kryptowährungen erstellt. Die Anzahl der Coins soll stetig erweitert werden. Ziel des Unternehmens ist, bis zum Jahr 2023 insgesamt 50.000 zahlende Nutzer zu generieren.

    Der Bedarf an solchen Leistungen wächst, wie man an den Handelsvolumina der Kryptowährungen ablesen kann, zumal immer mehr Kryptonutzer in diese neue Welt eintauchen. Der Kryptomarkt entwickelt sich auch rasant weiter. Der neueste Schrei sind NFT (Non-Fungible Token), die eine Art Besitzurkunde darstellen für etwas, was lediglich in der digitalen Welt existiert. Das Unternehmen hat diesen Trend frühzeitig aufgegriffen und Ende November die Markteinführung einer NFT-Sentimentanalyse angekündigt.

    Am 20. Januar legte das Unternehmen nach und vermeldete die geplante Übernahme von RockStock Equities. RockStock Equities setzt den Fokus auf die Entwicklung einer digitalen Verknüpfung zwischen Musikkünstlern und deren Fans. Dabei können die Fans NFTs ihrer Lieblingskünstler erwerben und so die Karriere fördern und Zugriff auf einzigartige Musiktitel, Textstücke und vieles mehr erhalten. CoinAnalyst sichert sich so den Zugang zu Daten von musikalischen NFTs und kann diese Daten verwenden, um den Nutzern der Analyseplattform Daten aus erster Hand anzubieten. Gleichzeitig erschließt man ein neues spannendes Geschäftsfeld.

    Die Aktie gab zuletzt mit dem Rückgang beim Bitcoin nach und notiert aktuell bei 0,15 Kanadischen Dollar (CAD). Die Marktkapitalisierung beträgt überschaubare 11 Mio. CAD. Eine gute Einstiegsgelegenheit, denn zieht der Bitcoin wieder an, kann auch die Aktie anspringen.

    Block – Nutzerzahlen und Funktionalitäten wachsen

    Die Angst vor steigenden Zinsen lässt Anleger reihenweise Growth-Titel aus dem Depot werfen. Mit dazu gehört auch Block, ehemals Square. Bei Block kommt hinzu, dass sich der Bitcoin seit dem 10. November ebenfalls fast halbiert hat. Der Macher Dorsey hat sein Engagement bei Twitter beendet, um sich auf Block zu konzentrieren und sich dort mehr auf die Blockchain-Entwicklung zu fokussieren, denn dort sieht er für die kommenden Jahre größeres Potential. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren viel Geld investiert, um neue Produkte einzuführen.

    Eine zentrale Rolle nimmt dabei die „Cash App“ ein, mit der man Bitcoin und Aktien handeln kann, Einzahlungen einrichten und außerdem jedem Nutzer der App Geld überweisen kann. Mit Übernahmen, wie beispielsweise Tidal, dem Musik-Streamingdienst, wird die Kundengruppe erweitert. Tidal bietet seinen Nutzern an, Künstler zu unterstützen. Dabei fallen selbstverständlich Gebühren an. Die Funktionalität innerhalb des Bezahldienstes wird immer größer. Dazu passt auch die Übernahme von 'Buy Now, Pay Later' ins Bild.

    Die Nutzerzahlen der Cash App haben sich im vergangenen Jahr fast verdoppelt. Erst kürzlich wurde das Lightning Netzwerk in der App eingebunden. So sollen fast alle Nutzer in den USA in der Lage sein, Bitcoins an jeden Nutzer in der Welt zu senden, selbst Wallets können Zahlungen empfangen, sofern sie das Lightning Network akzeptieren. Praktisch, dass Block selbst das Lightning Network ins Leben gerufen hat.

    Langfristig steckt eine Menge Potential in dem Titel. Die Aktie kennt momentan dennoch nur eine Richtung - und die zeigt abwärts. Die Aktie ging vergangenen Freitag mit 118,10 USD aus dem Handel. Noch im August lag der Höchststand bei fast 290 USD.


    Die kommende Woche wird spannend, da Schwergewichte wie Microsoft und Apple ihre Zahlen vorlegen. Fallen die Indizes weiter, werden auch die Aktien von der Deutschen Bank und Block kaum steigen, sondern eher fallen. CoinAnalyst hat von dieser Seite weniger zu befürchten. Da würde es eher helfen, dass der Bitcoin ansteigt.


    Interessenskonflikt

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    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Bank – Das Kreditwesengesetz (KWG) regelt in Deutschland die erlaubten Geschäfte einer Bank.
    3. Blockchain – Die Blockchain ist eine Datenbank-Technologie und basiert auf einem kryptographischen Verfahren.
    4. Dividende – Die Ausschüttung an Aktionäre einer Aktiengesellschaft wird Dividende genannt.

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    Die Experten raten immer zu einer Diversifikation im eigenen Portfolio. Ein paar Aktien, etwas Edelmetall und Immobilienbesitz, dann ist man ordentlich aufgestellt. Eigener Immobilienbesitz ist heutzutage bei den hohen Preisen nicht mehr ganz so einfach und auch der Ankauf von Edelmetallen unterliegt in Deutschland gewissen Grenzen. Einfacher wäre es also, diese Basisinvestments über Aktien abzubilden. Daher werfen wir heute einen Blick auf Deutsche Bank als Aktieninvestment, Globex Mining für den Edelmetall- bzw. Rohstoffsektor und Vonovia als Immobilienanlage.

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