Menü schließen




10.06.2021 | 05:00

Die 100% Maschinen! Heidelberger Druck, Windeln.de, NEL, Osino Resources

  • Rohstoffe
  • Penny Stocks
Bildquelle: pixabay.com

Das sind Schwankungen! Es ist nicht unüblich, dass Börsen in der Nähe ihrer Höchststände zu Kapriolen neigen. So ist es derzeit an der Tagesordnung, dass kleinere eher unbedeutende Börsentitel sowohl in Amerika als auch in Europa mit extremen Kurausschlägen gehandelt werden. Gestern waren es Heidelberger Druck und vor allem Windeln.de, welche sich an drei Handelstagen rund verzehnfachten. In den USA läuft nach wie vor der Reddit-Squeeze von AMC und GameStop. Den Vogel schoss gestern die Aktie von Clover Health ab, ganze 100% Zuwachs an einem Tag. Wir rücken einige Protagonisten dieser sektoralen Hausse in den Fokus.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: NO0010081235 , DE0007314007 , DE000WNDL201 , CA68828L1004

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Heidelberger Druck – Zahlen enttäuschen ein wenig

    Die Heidelberger Druckmaschinen AG will im laufenden Geschäftsjahr dank Kostensenkungen und anziehender Nachfrage wieder einen Gewinn einfahren. Im letzten Geschäftsjahr 2021/22 (Ende März) berichtet der Druckmaschinenhersteller von einem leichten Umsatzanstieg und einer leichten Verbesserung der operativen Marge gemessen am EBITDA. Den Verlust konnten die Wieslocher unterm Strich bereits von 343 auf 43 Mio. EUR senken. Der Erlös sank um nahezu ein Fünftel auf 1,91 Mrd. EUR, das um Umbaukosten bereinigte operative Ergebnis kletterte dank Kostensenkungen und Jobabbau um 43% auf 146 Mio. EUR.

    Im Ausblick gibt sich Heidelberger vorsichtig. Während der Verpackungsdruck das Vorkrisenniveau bereits frühzeitig wieder erreicht hat, wird sich der Werbedruck von den Auswirkungen der Pandemie langsamer erholen. Der Umsatz soll dieses Jahr mindestens 2 Mrd. EUR erreichen. Bei der operativen Marge bleibt das Unternehmen wegen Unsicherheiten bei Höhe und Zeitpunkt von Unternehmensverkäufen vorsichtig, inklusive Umbaukosten werden 6 bis 7% angestrebt nach 5% im Vorjahr. Insgesamt soll es ein leicht positives Nachsteuerergebnis werden. Die Börse rechnete wohl mit mehr positiven Hinweisen zu 2021, der Kurs ging nach über 300% Anstieg in acht Monaten erstmal auf Tauchstation. Vorsicht an der Bahnsteinkante!

    Windeln.de – Was für eine 48-Stunden-Rallye

    Achtung auch bei Windeln.de! Seit einigen Monaten gibt das Unternehmen eher Gewinnwarnungen an den Markt. Seit 07.06. geht es mit dem Kurs aber extrem nach oben. Hat man nun Gold gefunden? Nein, wie bei anderen Micro-Caps und insolventen Notierungen kam es auch bei der lange abwärts tendierenden Windeln.de zu einer Orderflut von Kleinspekulanten. Der Hype wirkt umso erstaunlicher, als es keine Neuigkeiten von der Firma gibt.

    Der Versandhändler mit seinen rund 200 Mitarbeitern kämpft schon seit Jahren mit finanziellen Schwierigkeiten. 2020 stand unterm Strich ein Verlust von 13,7 Mio. EUR. Auch im ersten Quartal 2021 arbeitete das Unternehmen defizitär. Dass sich Anleger nun dennoch scharenweise auf die Aktie stürzen, scheint denn auch eher an den fragwürdigen Empfehlungen zu liegen, die in sozialen Medien geteilt werden. Seien Sie hier sehr vorsichtig mit welchen Summen sie hier mitspielen, der Kurs ist fundamental nicht gerechtfertigt und der Hype wird sich vermutlich bald in Luft auflösen. Windeln.de wäre anzuraten, auf diesem Niveau eine Kapitalerhöhung durchzuführen.

    NEL – Etwas erholt, aber immer noch kein Rebreak

    Wasserstoff ist zwar seit Wochen unter Druck, aber es gibt partiell auch mal Erholungen. So konnte sich die Nel ASA-Aktie auch von ihren Tiefstständen unter 1,60 EUR wieder berappeln und notiert jetzt bei rund 1,73 EUR. Aber die Aktien noch nicht über den Berg. Klimaerwärmung, Decarbonisierung und Mobilität sind alles Themen, die aktuell en vogue sind und dies auch in den nächsten Jahren bleiben werden. Zweifellos ist Wasserstoff eine Zukunftsbranche, deren Branchenvertreter sich seit Februar allerdings in einem kräftigen Korrekturmodus befinden. Plug Power als Branchenprimus gibt aber bereits wieder Gas und hat vom Tief wieder 50% aufgesattelt.

    Natürlich sieht es bei Nel etwas schlechter aus – insbesondere Iberdrola’s Absage eines größeren Deals traf die Norweger schwer. In Deutschland werden Wasserstoff-Technologien mit weiteren 8 Mrd. EUR gefördert. Das zaubert den CEOs wieder ein Lächeln auf die Lippen. Ohne staatliche Subventionen könnte die Branche auch nicht Fuß fassen, immerhin dominiert die E-Mobilität in den Köpfen der Politik – ein SetUp für die nächsten Jahrzehnte.

    Unter den gegebenen Rahmenbedingungen sollte der Abwärtstrend bei Nel erst mal gestoppt sein. Einen harten Blick auf die Unterstützungsmarke bei 1,62 EUR halten wir aktuell aber für angebracht, sollte die zweite Verkaufswelle doch noch starten.

    Osino Resources – Die nächsten Bohrerfolge im Twin Hills Projekt

    Ganz im Gegensatz zu den vorgenannten Unternehmen entwickelt sich das Geschäft von Osino Resources gemütlich nach vorne. Osinos Portfolio an exklusiven Explorationslizenzen befindet sich innerhalb des aussichtsreichen Damara-Mineralgürtels in Namibia, größtenteils in der Nähe der produzierenden Goldminen Navachab und Otjikoto auf einer Gesamtfläche von etwa 7.000km².

    Anfang Juni gab es weitere positive Bohrergebnisse zu vermelden. Die 14 Brownfield-Ziele, die im Rahmen der IP-Untersuchung 2020 auf dem Vorzeige-Goldprojekt Twin Hills identifiziert wurden, sind durch Bohrungen erprobt worden, vier davon haben eine signifikante Goldmineralisierung ergeben. Die besten davon zeigten sich bei Twin Hills West, die vermutete Mineralisierung wurde nun auf über 300m nachgewiesen. Twin Hills West verläuft entlang einer magnetischen Anomalie, die sich bis zum Terminal 1 erstreckt und eine Gesamtstreichlänge von etwa 3,5km aufweist. Eine detaillierte Weiterverfolgung entlang dieses strukturellen Trends ist somit mehr als rechtfertigt.

    Die Mineralisierung Clouds North liegt nur 200m nördlich des aktuellen Grubenumrisses und ist Teil einer nicht bebohrten, in Ost-West-Richtung verlaufenden magnetischen Anomalie mit einer Streichlänge von über 2km. Darüber hinaus wurde ein drittes positives Bohrloch in Clouds West in der Nähe des Erzkörpers Twin Hills Central (THC) gebohrt, und man geht derzeit davon aus, dass es sich dabei zwar um einen kleinen, südlich verlaufenden Mineralisierungsblock handelt, der jedoch die zuvor bei Clouds West entdeckte Mineralisierung erweitert.

    Um eine Aussage zur Größe einer Mineralressource zu finden, werden viele technische Parameter der Bohrlage, des Winkels und der Größe des untersuchten Landstücks veröffentlicht. Im Falle von Osino hat man insgesamt 69.000m gebohrt, davon wurden für etwa 62.000m Analysedaten ausgewertet. Die Bohrungen werden nun mit dem Ziel fortgesetzt, die Mineralressource bis Ende 2021 in der angezeigten Kategorie zu bestätigen. Das Goldprojekt Twin Hills unter der Kalahari-Sand- und Kalksteindecke nimmt nun langsam Gestalt an. Wir werden die Veröffentlichungen weiter begleiten.

    Die Osino-Aktie konnte in einem Monat gut 20% zulegen und notiert jetzt bei 1,48 CAD. Nun steht eine Marktkapitalisierung von 150 Mio. CAD im Raum, ein beachtlicher Wertzuwachs von 50% in nur einem Jahr. Mit Blick auf die gut performenden Edelmetall-Märkte ist Osino Resources erste Wahl.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 07.04.2026 | 04:30

    Dünger-Desaster: Lieferketten-Kollaps bedroht Bayer, Nestlé, MustGrow und K+S! Wo liegt die Mega-Chance für Investoren?

    • Crop Science
    • Agrartechnologie
    • Rohstoffe
    • Düngemittel
    • Lebensmittel
    • Pflanzenschutz

    Die Eskalation um den Iran hat globale Lieferketten und den Dünger- und Lebensmittelsektor in einen Ausnahmezustand versetzt, da Sanktionen und Sicherheitsrisiken den Export wichtiger Rohstoffe lahmlegen. Iran als Schlüsselproduzent phosphathaltiger Düngemittel und Kaliprodukten fällt temporär aus, das führt zu Preissprüngen im Agrarsektor von bis zu 40 %. Bayer kämpft mit steigenden Produktionskosten für seine Agrochemie-Sparte, was die Margen extrem drückt. Sogar Nestlé sieht sich zunehmend mit Rohstoffengpässen bei Tierfutter und Verpackungsmaterialien konfrontiert. Die Situation für die Versorgungssicherheit in Europa ist mittelfristig gefährdet, denn der Inflationsdruck auf die Lebensmittelpreise nimmt spürbar zu. MustGrow positioniert sich als Gamechanger mit biologischen Düngeralternativen, welche unabhängig von geopolitischen Hotspots skalierbar sind und schnelle Umsatzsprünge versprechen. Kali + Salz gewinnt massiv durch den Kali-Düngerhunger, da europäische Lagerbestände schrumpfen und Nachfrage aus der Landwirtschaft explodiert.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 07.04.2026 | 04:15

    Iran-Konflikt, Energiekrise und Lieferketten im Fokus: Power Metallic als Hebel für strategische Metallversorgung

    • Kritische Metalle
    • Kupfer
    • Energiewende
    • Klimaneutralität
    • Rohstoffe

    Jeden Tag fluten unzählige Horror-Berichte die Finanzmärkte. Grund zur Sorge bietet der weltweiten Industrie die nahende Kerosin- und Dieselknappheit. Schuld daran sind eine Vielzahl geopolitischer Konflikte, mit tiefgreifenden Effekten auf globale Wirtschaftsstrukturen. So ist der Iran bis jetzt noch in der Lage, kräftig auszuteilen, von einer US-Dominanz lässt sich wenig spüren. Das bringt die üppigen fossilen Reserven der umliegenden Staaten in den Fokus – im Zentrum die Straße von Hormus als logistischer Brennpunkt. Diskutiert werden Mautsysteme für Tanker- und Frachtschiffe, um die Meerenge passieren zu dürfen. Dieser Eingriff in die internationalen Lieferketten schafft Verteuerungen für Industrie und Endverbraucher. Den Faden weitergesponnen, geraten auch kritische Metalle wie Kupfer wieder in den Vordergrund. Denn als Schüttgut müssen sie über die Meere zu den Verarbeitungspunkten transportiert werden. Energiewende, Speichertechnologien und Rechenzentren fordern massive Kupfermengen. Power Metallic Mines greift mit dem NISK-Projekt präzise in diese Dynamik ein. Ein hochinteressantes Investitionsfeld gerät auf den Plan.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 31.03.2026 | 04:30

    Das Wolfram Mysterium! Rohstoffpreise explodieren, Volatilität bei den Aktien! Almonty Industries jetzt mit 100 % Chance!

    • kritische Metalle
    • Rohstoffe
    • Wolfram
    • China Abhängigkeit
    • Lieferketten

    Noch keine Entwarnung von den Kriegsfronten, das macht die Börsen volatil und anfällig. Am letzten Freitag erreichte der CNN Fear and Greed-Index einen Rekordwert von 10 von 100 Punkten. Heißt übersetzt: Seit langem machen sich Anleger nicht mehr so viel Sorgen um die Sicherheit ihrer Investments wie jetzt. Das trifft sich genau mit der Aussage: „Kaufen wenn die Kanonen donnern!“ Ein Widerspruch? Nein – denn bereits gestern sprang der Index dann auf 13 nach oben, vor allem der europäische Leitindex DAX 40 zeigte eine robuste Entwicklung und legte über 2 % vom Morgentief zu. Ein kurzer Stimmungsumschwung oder die Wende? Wer jetzt bei Almonty zugreift, erhält die Aktie immerhin gut 35 % tiefer, als vor 4 Wochen. Was sagen die Analysten?

    Zum Kommentar