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20.08.2024 | 04:45

Die Welt dreht sich weiter! Achtung bei VW, Mercedes, Altech Advanced Materials, Plug Power und Nel ASA!

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Bildquelle: pixabay.com

Die E-Mobilität und der vorgelagerte Batteriemarkt machen Schlagzeilen. Nach Wegfall der steuerlichen Förderungen muss sich das Thema „Elektrische Mobilität“ den rauen Marktgegebenheiten stellen. Daneben konkurriert der Wasserstoff, doch der ist aber aktuell noch viel zu teuer, um ökonomische Erfolge landen zu können. Bleibt über die Batterie-Technologien zu sprechen, welche sowohl in Energiespeicher-Systemen oder auch in Fahrzeugen zum Einsatz kommen. Mit der Fast-Pleite von Varta zeigt sich, wie hart der Markt hier geworden ist. Viel Raum für innovative Ideen! Altech Advanced Materials macht sich in der deutschen Ingenieurskunst mit guten Konzepten auffällig. Der Markt wartet auf die ersten mittelständischen Produkte, während viele andere Marktplayer erst mal ihre Milliarden-Bewertungen rechtfertigen müssen. Wir analysieren mit der Lupe.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: ALTECH ADV.MAT. NA O.N. | DE000A31C3Y4 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039 , MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000 , PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235

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Inhaltsverzeichnis:


    Bernd Krüper, President & Director, dynaCERT Inc.
    "[...] dynaCERT hat mit dem Gerät HydraGEN eine Lösung auf den Markt gebracht, die zur Nachrüstung von Dieselmotoren entwickelt wurde, um die Umwelt zu schützen und die zugleich wirtschaftliche Vorteile mit sich bringt. [...]" Bernd Krüper, President & Director, dynaCERT Inc.

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    Volkswagen und Mercedes – In China läuft es nicht

    Die Verunsicherung auf dem deutschen Automobilmarkt ist hausgemacht. Monatelang wird über Verbote und den Wegfall von Fördermaßnahmen diskutiert, anstatt von Anfang an den Markt entscheiden zu lassen und Technologie-Offenheit zu propagieren. Leider passt es Berlin nur schwer in den Kram, dass die Wirtschaft nicht nach der Politik tickt, sondern die Politik sich den Gesetzen der Ökonomie zu unterwerfen hat. Für ideologisch geprägte Steuerungen ist der europäische Konsument nicht empfänglich, denn das unterscheidet uns in erster Linie von Regimen wie China. Dennoch zeigt deren Geschäftsgebaren eine erstaunliche Robustheit in einem zerrissenen Markt. Im Land der aufgehenden Sonne wurden die Weichen eindeutig gestellt, die Wirtschaft und der Konsument haben sich entsprechend anzupassen.

    Diese Gangart bereitet unseren Premiumherstellern erhebliche Probleme. Der Gewinn von großen deutschen Automarken wie VW und Mercedes-Benz ist in China folgerichtig stark eingebrochen. Der Grund: Der dramatische Absatzrückgang bei den Verbrennern. Während im Jahr 2020 noch 94 % aller Neuwagen in China mit Benzin oder Diesel betrieben wurden, schrumpfte dieser Anteil im ersten Halbjahr 2024 auf nur noch 59 %. Gleichzeitig stiegen die Verkäufe von Elektro- und Hybridfahrzeugen um 38 % gegenüber dem Jahr 2020. Für westliche Autohersteller ist diese Entwicklung eine erhebliche Belastung für das Kerngeschäft. Vor allem VW, der einstige Marktführer in Asien, hat in den letzten Jahren stark an Boden verloren. Seit 2020 ist das Verkaufsvolumen der Kernmarke VW um fast 450.000 Einheiten gesunken, und der Marktanteil in China fiel von 19 auf 14 % zurück. Respektive kollabierte der operative Gewinn inklusive aller lokalen Joint-Ventures im ersten Halbjahr um 79 % auf nur noch 1 Mrd. EUR. Ähnlich trifft es die Stuttgarter Autoschmiede Mercedes. Rund 350.000 Neuzulassungen zum Halbjahr, das ist 15 % unter dem Jahr 2023.

    Als Hauptproblem zeigt sich der Technologie-Vorsprung in der Digitalisierung der Fahrzeugtechnik, der Batterie-Steuerung und des futuristischen Interieurs. Der Marktanteil der chinesischen Hersteller ist seit 2020 mit 33 auf 52 % stark im Aufwind begriffen, der chinesische Staat subventioniert kräftig mit. Wegen Preisvorteilen von über 30 % drücken die Importzölle zwar auf die Marge, gekauft werden die kecken Chinesen aber dennoch. Denn wer elektrisch punkten will, tut das mit ausländischem Flair. Harte Zeiten für VW- und Mercedes-Anteilseigner, die Charts sprechen eine eindeutige Sprache.

    Altech Advanced Materials – Konsequent weiter nach vorne

    Die Altech Advanced Materials AG aus Frankfurt konnte zuletzt erwartungsgerechte Zahlen vorlegen. Die Bilanz ist von einem starken Investitionszyklus geprägt, erst wenn die Produktion laut Machbarkeitsstudie anläuft, dürften die ersten Umsätze verbucht werden. Bis zu diesem Punkt bleiben die personellen Aufwendungen hoch, denn schließlich möchte man die fachliche Expertise auch ans Haus binden. Jetzt geht es um die Genehmigungen und Förderungen aus Deutschland und der EU. Denn es muss noch ein wenig investiert werden, bis am Standort Schwarze Pumpe die ersten Aggregate das Förderband verlassen.

    Im Finanzbericht gibt sich CEO Uwe Ahrens daher nüchtern positiv: „Wir gingen im Prognosebericht des letzten Jahresabschlusses für das Jahr 2024 von einem Verlust von rund 1,6 Mio. bis 2,1 Mio. EUR aus. An dieser Prognose halten wir fest. Die Entwicklung des ersten Geschäftshalbjahres 2024 entspricht demnach, soweit planbar, den Erwartungen, da bisher keine Erträge aus den Projekten CERENERGY und Silumina Anodes erzielt wurden. Dies wird erst der Fall sein, wenn die entsprechenden geplanten Werke ihre Produktion aufnehmen werden.“

    Altech verfügt über vielversprechende und hochkompetitive Lösungen, die bei einem Markteintritt disruptive Veränderungen bewirken können sowie eine hohe Nachfrage-Dynamik erzeugen können. Sehr positiv ist hervorzuheben, dass Altech an seinem Kurs festhält und Meilenstein für Meilenstein in Angriff nimmt. Auch wenn die Aktien derzeit unter zu wenig neuen Informations-Impulsen leiden, sind jetzt Levels erreicht, die bei einem positiven Investitionsverlauf eine hohe Rendite erwarten lassen. Und: Bei 2,85 EUR ist für einen großen Marktplayer alles zusammen für nur rund 20 Mio. EUR zu haben. Ein Klacks in einer Milliarden-Branche!

    Plug Power und Nel ASA – Ein Trauerspiel erster Güte

    Im Bereich Wasserstoff werden die Uhren wieder auf null gesetzt. Operativ schlechte Zahlen, sinkende Auftragseingänge und immer noch Milliarden-Bewertungen? Fortgeschrittene Anleger haben zuletzt erkannt, dass politische Verlautbarungen keine Märkte erzeugen können, wenn sie nicht durch erhebliche öffentliche Investitionen alimentiert werden. So gehen die Charts der Protagonisten Plug Power und Nel ASA eben von Tief zu Tief, immer auf der Suche nach technischem Halt.

    Während der US-Marktführer mit der 2 USD-Marke kämpft und mit niedrigen 1,75 Mrd. USD bewertet ist, turnt Nel ASA an der 5 NOK-Marke und bringt immerhin noch 800 Mio. EUR auf die Waage. Nimmt man das Kurs-Umsatz-Verhältnis als Maßstab, ist Nel dreimal so teuer wie Plug Power, was ein Investment bei den Amerikanern nahelegt. Hier hat CEO Andy Marsh aber wohl zu oft geträumt, anstatt zu liefern. Trotz zweimaliger Kapitalerhöhung strauchelt das Unternehmen und hofft öffentlich auf einen Sieg der Demokraten bei der kommenden US-Wahl. Donald Trump ist jedoch kein Wasserstoff-Freund, somit kann hier noch einiges schief gehen!

    In den letzten 12 Monaten konnten Fahrzeugtitel keine positiven Renditen abwerfen. Wasserstoff hat sogar schon einen 3-jährigen Ausverkauf zu verkraften. Die Altech Advanced Materials AG ist großem Innovationsdruck unterworfen, kann aber mit Erfüllung ihrer Vision für ordentlich Furore sorgen. Quelle: Refinitiv Eikon 19.08.2024

    Die große Nasdaq-Korrektur brachte insbesondere den Wasserstoff-Bereich erneut unter Druck. Deutsche Premium-Autohersteller kämpfen mit chinesischem Gegenwind und müssen wohl erst neue Verkaufsstrategien entwickeln. Altech hat konzeptionell schon viel vorgelegt, nun geht es in die Umsetzungsphase. Sinnvolle Streuung stabilisiert die Portfolio-Rendite!


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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