Menü schließen




18.12.2025 | 05:00

Droht der KI-Crash bei Palantir und Meta? Rückenwind von Milliardären für Power Metallic Mines

  • Rohstoffe
  • KI
  • Blase
Bildquelle: KI

Platzt die KI-Blase oder platzt sie nicht? Die Zahlen von NVIDIA haben Anleger in der vergangenen Woche zunächst beruhigt und dann doch Gewinnmitnahmen ausgelöst. Auch die Titel von Palantir und Meta sind stark von KI-Fantasie getrieben. Zugleich schießen die Kosten für KI-Entwicklung und die zugehörige Infrastruktur in die Höhe. Manche Beobachter sehen bereits eine Blase, weil große Tech-Konzerne nicht müde werden, immer neue Milliardenbeträge in KI-Lösungen von morgen zu investieren. Die Frage ist: Wie lange geht das gut? Und gibt es womöglich einen Sektor, der klammheimlich profitieren kann?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: POWER METALLIC MINES INC. | CA73929R1055 , PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088 , META PLATFORMS INC | US30303M1027

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Rohstoffe als bodenständige Alternativen mit Zukunft

    Im Gegensatz zu den heißesten KI-Aktien am Markt wirken Rohstofftitel oftmals deutlich solider. Wer Rohstoffe fördert oder Lagerstätten mittels Exploration definiert, schafft handfeste Werte - ob diese Werte auch beim nächsten Versionsupdate eines von vielen Large-Language-Models der KI-Anbieter entstehen, bleibt zumindest fraglich. Maßgeblicher Treiber der Nachfrage nach Rohstoffen sind Megatrends wie die Elektrifizierung. Davon profitieren vor allem Kupfer, aber auch Nickel. Nickel ist entscheidend für die Energiedichte von Akkus und ein wichtiger Baustein für rostfreien Stahl. Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) wird die Produktion von Nickel bis 2030 auf wenige Länder konzentriert sein. Einsam an der Spitze der größten Förderländer soll Ende des Jahrzehnts Indonesien mit einem Weltmarktanteil von 62 % stehen. Angesichts der Erfahrungen der vergangenen Jahre dürften Unternehmen, die auf Nickel angewiesen sind, bei derartigen Abhängigkeiten hellhörig werden.

    Power Metallic Mines punktet mit Größe, Geologie und prominenten Unterstützern

    Ein Unternehmen, das Nickel sowie zahlreiche weitere Metalle auf nur einer Liegenschaft bietet, ist Power Metallic Mines. Das kanadische Unternehmen steht vor allem für das Nisk-Projekt in Québec. Dort hat man bereits hochgradige Vorkommen an Nickel, Kupfer und Platinmetallen nachgewiesen. Nach umfangreichen Bohrprogrammen mitsamt guter Ergebnisse hat Power Metallic sein Landpaket kontinuierlich ausgebaut und besitzt inzwischen rund 213 km² Land - das ist eine Steigerung um 600 %. Die Lagerstätte lässt Geologen aufhorchen, da sie Eckdaten aufweist, die mit legendären nordischen Vorkommen wie die im russischen Norilsk vergleichbar sind. CEO Terry Lynch betonte mit Blick auf Nisk, dass das Gebiet gleich mehrere profitable Minen hervorbringen könnte.

    Dass diese Eckdaten mehr sind, als vage Hoffnungen nach einer Handvoll guter Bohrergebnisse, zeigt auch die jüngste Finanzierungsrunde von Power Metallic Mines vor einigen Monaten. Damals sicherte sich das Unternehmen 50 Mio. CAD von Investoren für ein 100.000 m umfassendes Bohrprogramm. Unter den Geldgebern waren gleich eine ganze Reihe bekannter Bergbau-Milliardäre wie etwa Robert Friedland und Rob McEwen. Als würde die Liste der prominenten Unterstützer und die Eckdaten zu Nisk nicht ausreichen, punktet das Unternehmen auch mit seiner ESG-Ausrichtung. So soll die Energie für Nisk im Falle einer späteren Produktion nahezu klimaneutral gewonnen werden. Auch mit klimaschonendem Equipment hat sich das Management rund um CEO Lynch bereits auseinandergesetzt.

    KI-Bewertungen erreichen schwindelerregende Höhen - wie geht's weiter bei Palantir und Meta?

    Mit einer Marktkapitalisierung von rund 200 Mio. CAD wird das gigantische Nisk-Projekt mit einem Bruchteil dessen bewertet, was KI-Titel aktuell an Börsenwert mitbringen. Zum Vergleich wirken die Bewertungen von Palantir (371 Mrd. USD) und Meta (1,49 Bio. USD) wie aus einer anderen Liga. Zwar generieren beide Unternehmen satte Gewinne und sitzen zudem an entscheidenden Schnittstellen, um auch in Zukunft stetig neues Geschäft entwickeln zu können, doch bleibt fraglich, ob Palantir und Meta die Erfolgsgeschichten der vergangenen Jahre nahtlos werden fortschreiben können. Allein das KGV von Palantir, das inzwischen einen Wert von rund 250 erreicht hat, dürfte viele erfahrene Investoren an den Hype vom Neuen Markt erinnern.

    Auch bei Meta ist nicht alles Gold, was glänzt: Trotz wachsender Erlöse durch den Einsatz von KI bei Werbeanzeigen fallen bei Meta auch stark steigende Kosten auf. Hohe Investitionen in Rechenzentren und Forschung, laut Reuters sollen es 2025 zwischen 66 und 72 Mrd. USD sein, belasten das Ergebnis. Immer mehr Analysten weisen darauf hin, dass die enormen Ausgaben für KI trotz der Erfolge Fragen aufwerfen. Die Sorge wächst, dass der Nutzen weiterer Investitionen irgendwann deutlich abnimmt. Wann dieser Punkt aber gekommen ist, weiß man immer erst in der Rückschau - für Investoren ist das eine trügerische Ausgangslage. Zudem wächst der regulatorische Druck: Meta sieht sich in Europa mit Kartell- und Datenschutzverfahren konfrontiert. Ein aktuelles Urteil aus Spanien sieht eine Strafzahlung von rund 550 Mio. EUR für Datenmissbrauch im Werbegeschäft vor. Auch in anderen Bereichen haben Verbraucher- und Datenschützer die großen Tech-Konzerne im Visier.

    Gute Argumente für die Aktie von Power Metallic Mines

    Zwar spielen KI-Aktien wie Palantir und Meta derzeit in einer eigenen Liga, doch haben sie zugleich auch eine selten dagewesene Fallhöhe erreicht. Anders ist die Situation dagegen bei Rohstofftiteln wie Power Metallic, die im Vergleich angesichts der vorhandenen Ressourcen im Boden als grundsolide gelten müssen. Da das Nisk-Projekt von den Megatrends Dekarbonisierung und Elektrifizierung profitiert und zudem im Herzen Kanadas liegt, gilt die polymetallische Lagerstätte zu Recht als vielversprechend. Auch aufgrund der prominenten Investoren könnte Power Metallic Mines für langfristig orientierte Anleger attraktiver sein als viele ambitioniert bewertete KI-Titel - selbst wenn die KI-Blase nicht platzt.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 13.05.2026 | 04:15

    333 % Plus mit Raketencharts von AMD, LPKF Laser und Group Eleven. Wie geht es hier weiter?

    • Chipindustrie
    • Künstliche Intelligenz
    • Rechenzentren
    • kritische Metalle
    • Rohstoffe

    Erratische Bewegungen – erwartungsvolle Bewertungen! Zurzeit bekommt man als Börsianer den Eindruck, dass KI und Rechenzentren das Heil der Welt der nächsten 100 Jahre darstellen würden. Klar kostet der Aufbau von KI-Strukturen für die Techriesen sehr viel Geld. Gleichzeitig verdienen sich die Architekten dieser Strukturen eine goldene Nase. Im Prinzip ist es aber ein Kreislauf. Das was der eine investiert, erzielt der andere als Gewinn. Denkt man dieses Prinzip 3 Jahre nach vorne, so haben dann alle relevanten Industrien ihre „Generative AI“ eingeführt. Vom einfachen Angestellten bis hin zum Facharbeiter und sogar in der Führungsebene besteht jetzt dramatisches Einsparpotenzial, was wiederum die Bilanzen aufbessert. Doch am Ende des Tages, verlieren viele Menschen ihren so wichtigen Arbeitsplatz. Das Ergebnis liegt auf der Hand: Der Konsum geht zurück und letztlich wird Wachstum durch Schrumpfung ersetzt. Dynamische Anleger reiten die aktuellen Aufwertungen mit und retten sich dann zur rechten Zeit. Was funktionieren muss, ist Timing! Hier ein paar Ideen.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 12.05.2026 | 05:00

    Kernkraft für KI: Wie Amazon, Paladin Energy und Standard Uranium den neuen Uran-Superzyklus befeuern

    • Atomenergie
    • SMR
    • KI
    • Rechenzentren

    Die Welt wandelt sich immer schneller: Während die erste Phase der Dekarbonisierung in erster Linie von erneuerbarer Energie aus Wind- und Solarkraft geprägt war, hat der beispiellose Aufstieg der KI-Modelle eine Schwäche dieser Strategie offengelegt: den Mangel an CO2-freier Grundlast. Aus diesem Grund entwickeln sich heute Allianzen zwischen den Technologiegiganten des Silicon Valley und den Rohstoff-Pionieren des kanadischen Athabasca-Beckens. Das Ziel: Die Zukunft der digitalen Infrastruktur absichern. Die globale Energielandschaft befindet sich damit an einem Wendepunkt, an dem die rein ideologische Debatte einer harten ökonomischen Realität weicht. Während die Jahre nach dem Pariser Abkommen von ambitionierten Zielen geprägt waren, steht das aktuelle Jahrzehnt im Zeichen industrieller Souveränität und Rentabilität. Wir zeigen Chancen auf.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 07.05.2026 | 05:00

    Die KI-Revolution ist nicht zu stoppen: Wie First Hydrogen, Tesla und NVIDIA die Roboter-Ära einläuten

    • Robotik
    • KI
    • Drohnen
    • Humanoide Roboter

    Die Weltwirtschaft steht vor vielen Brüchen. Einer dieser Brüche ist maßgeblich durch Fortschritte in den Bereichen KI und Robotik getrieben. Was vor wenigen Jahren noch als isolierte Trends in den Bereichen Software-Intelligenz, saubere Energie und mechanische Automatisierung galt, verschmilzt nun zu Visionen, die dazu geeignet sind, ganze Industriezweige und auch unseren Alltag umzukrempeln. Visionäre Investitionen in autonome Systeme sind das neue Schlachtfeld der globalen Tech-Elite, während in eher konservativen Wirtschaftsräumen wie Deutschland die Verbindung von humanoiden Robotern und autonomer Mobilität oft noch als futuristisches Hirngespinst abgetan wird. Doch die führenden Technologiekonzerne schaffen unaufhaltsam die Grundlagen für diese neue Ära, in der multifunktionale, mit KI ausgestattete Roboter die Grenzen des heute vorstellbaren verschieben. Wir beleuchten mit Tesla und NVIDIA zwei dieser Visionäre und erklären, wieso First Hydrogen im Schatten der Giganten eine spannende Nische entdeckt hat.

    Zum Kommentar