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11.07.2022 | 05:10

Entspannung bei BioNTech und BASF, Almonty Industries mit deutlichem Signal

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Bildquelle: pixabay.com

Die Sorgen aufgrund eines möglichen Eintretens einer weltweiten Rezession nehmen drastisch zu, wie es in der vergangenen Woche veröffentlichte Wirtschaftsdaten zeigten. In Folge dessen korrigierten fast alle Assetklassen, die Schwankungsbreite nahm enorm zu. Neben den bereits seit Monaten in der Korrektur befindlichen Aktienmärkten fielen auch die Krypto- und Edelmetallkurse stark. Selbst der aufgrund der Russland-Sanktionen haussierende Ölpreis wurde in die Tiefe gerissen. Auf aktuellem Niveau kristallisieren sich nun jedoch attraktive, antizyklische Einstiegschancen heraus.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026 , ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203981034 , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111

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Inhaltsverzeichnis:


    Almonty Industries mit erster Tranche

    Der Börsenkurs des kanadischen Explorationsunternehmens Almonty Industries ist im Jahresvergleich von 1,30 CAD auf 0,82 CAD um rund 37% gefallen, der Börsenwert beträgt damit noch 136,00 Mio. EUR. Dabei steht das Bergbauunternehmen, das sich auf den Abbau und die Exploration von Wolfram konzentriert, vor dem großen Durchbruch. Zudem bedient Almonty eines der aktuell dringlichsten Themen, nämlich die Beschaffung von kritischen Rohstoffen aus westlichen Gefilden.

    Das Hauptgeschäft von Almonty mit Sitz in Toronto, Kanada, ist der Abbau, die Verarbeitung und der Versand von Wolframkonzentrat aus seiner Mine Los Santos in Westspanien und seiner Mine Panasqueira in Portugal sowie die Erschließung seiner Wolframmine Sangdong in Südkorea. Bei voller Inbetriebnahme zeigt sich die Sangdong-Mine in der Lagerstätte Almonty Korea Tungsten zukünftig für 50% der weltweiten Wolfram-Versorgung außerhalb Chinas verantwortlich.

    Mit dem Abschluss einer Privatplatzierung in Höhe von 3,3 Mio. USD an Direktoren und bestehenden Insidern im Mai konnte die letzte aufschiebende Bedingung für den Abschluss der KfW-Finanzierung in Höhe von 75,1 Mio. USD abgeschlossen werden. Dadurch konnte Almonty den vollständig ausgefüllten Antrag auf Inanspruchnahme der ersten Tranche in Höhe von 12,82 Mio. USD durch die KfW-IPEX Bank vermelden.

    Lewis Black, Präsident und Chief Executive Officer von Almonty, kommentierte: „Die größte Wolframmine der Welt ist nun vollständig finanziert und der Bau ist weit fortgeschritten. Unser Streben nach weiterem Wachstum in einem der strategisch wichtigsten globalen Sektoren ist nun ebenfalls voll im Gange. Letztendlich werden wir der einzige transparente, vertikale Wolframoxidproduzent im Westen sein und mit unserem Vorzeigeprojekt, das sich im Bau befindet, werden wir unsere Produktion mit der Eröffnung der Sangdong-Mine um mehr als 300 % und mit unserem derzeit verfolgten Wachstumsplan um weitere 150 % steigern." Aktuell hat der Markt das Potenzial von Almonty noch kaum erkannt, was sich aber bei weiterem Fortschritt der Bauarbeiten ändern dürfte.

    BioNTech mit Entspannung

    Wie aus einem Lehrbuch für technische Analyse verlief der Chart des Mainzer Biotech-Unternehmens BioNTech in den vergangenen Wochen. Nach Höchstständen von 464,00 USD ging es bis zum 78,6%-Fibonacci-Retracement und dem Test des Hochs von 2020 bei 130,38 USD nachunten. Dieser markante Unterstützungsbereich wurde nun in den vergangenen Wochen bereits zum vierten Mal erfolgreich getestet. Aktuell bewegt sich der Kurs wieder Richtung Norden. Bei einem nachhaltigen Bruch des Widerstands bei 189,07 USD dürfte zuerst die Kurslücke bei 194,61 USD geschlossen werden. Anschließend sollte der Angriff auf den seit Juli 2021 ausgebildeten Abwärtstrend bei aktuell 203,00 USD erfolgen. Auf diesem Niveau befindet sich ebenfalls die 200-Tagelinie. Ein erfolgreiches nachhaltiges Überspringen könnte ein Kursziel von rund 240,00 USD zur Folge haben.

    Rückenwind bekam BioNTech und Pfizer in der vergangenen Woche von der US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA, die den Antrag der beiden Unternehmen zur vollständigen Zulassung ihres COVID-19-Impfstoffs Comirnaty zur Anwendung bei Personen im Alter von 12 bis 15 Jahren genehmigt hat. Der Impfstoff war zuvor in den Vereinigten Staaten im Rahmen einer Notfallzulassung für die Anwendung in dieser Altersgruppe erhältlich. Bisher haben in den Vereinigten Staaten mehr als 9 Millionen Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren die primäre Impfserie abgeschlossen. Die Zulassung basiert auf den Daten einer klinischen Phase-3-Studie mit 2.260 Teilnehmern im Alter von 12 bis 15 Jahren. Pfizer und BioNTech haben diese Daten auch bei der europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und weiteren Zulassungsbehörden weltweit eingereicht.

    BASF – Chance auf Bodenbildung

    Stark gebeutelt wurde die Aktie der Badischen Anilin- und Sodafabrik, kurz BASF in den vergangenen Jahren. Nach Höchstständen von 98,80 EUR Anfang des Jahres 2018 ging es bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie im März 2020 um 62,00% nach unten, bis bekanntermaßen eine breit angelegte Markterholung von Statten ging, die den DAX-Titel bis auf ein Niveau von 72,84 EUR steigen ließ.

    Jedoch zeigte das Unternehmen aus Ludwigshafen, das sich auf die Kerngeschäftsfelder Chemikalien, Kunststoffe, Veredelungsprodukte, Pflanzenschutz und Ernährung sowie Öl und Gas konzentriert, seither eine deutliche Schwäche zum Gesamtmarkt und fiel bis heute auf das damalige Corona-Tief zurück. Hier könnte sich jedoch aktuell ein doppelter Boden bei rund 40 EUR bilden, der zumindest eine kurzfristige Trading-Chance bis an den Widerstand bei rund 47,13 EUR bieten könnte.

    Die US-Investmentbank Goldman Sachs ist für BASF derweil „neutral“ gestimmt. Das Kursziel wurde bei einer kürzlich aktualisierten Branchenstudie durch die Analystin Georgina Fraser von 57 EUR auf 59 EUR angehoben. Dabei verweist die Expertin auf gestiegene Konjunkturunsicherheiten wegen des Ukraine-Krieges und Sorgen wegen eines drohenden Gasengpasses, Corona-Lockdowns in China sowie Rezessionsrisiken.


    Aufgrund der Unsicherheiten hinsichtlich der Geopolitik als auch Ängste vor einer drohenden globalen Rezession schwanken die Märkte stark. BASF als auch BioNTech konnten an wichtigen Unterstützungslinien halten und bieten eine Einstiegschance auf verbilligtem Niveau. Bei Almonty Industries erfolgte der Startschuss.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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