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13.01.2023 | 04:45

First Hydrogen Corp., Volkswagen, Mercedes-Benz Gruppe - Wasserstoff oder Elektroantrieb, wer gewinnt das Rennen in Automotive?

  • Automotive
  • Elektromobilität
  • Van
Bildquelle: Mercedes Benz Group

Europa rüstet zum emissionsfreien Rundumschlag. Mit Volkswagen und der Mercedes-Benz-Gruppe starten gleich zwei weltweit produzierende Automobilkonzerne die Elektro-initiative, um zügig vom Verbrennungsmotor Abschied zu nehmen. Die kanadische Firma First Hydrogen Corp. hingegen profititiert von ihrer eigenen Agilität und befindet sich mit ihren starken Kooperationspartnern bereits in der Testphase für Wasserstoff betriebende Vans auf britischen Straßen. Ihr USP ist die 360 Grad-Lösung für Flottenbetreiber. Wasserstoff hat von der Reichweite her gegenüber Elektrobatterie betriebenen Fahrzeugen die Nase vorn - wer gewinnt das Rennen um die CO2-freien Antriebe in Europa?

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Juliane Zielonka
ISIN: First Hydrogen Corp. | CA32057N1042 , VOLKSWAGEN AG ST O.N. | DE0007664005 , MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000

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Inhaltsverzeichnis:


    Terry Lynch, CEO, Power Nickel
    "[...] Nickel profitiert also gleich doppelt: Erstens von der wachsenden Bedeutung innerhalb von Batterien und zweitens von der allgemein wachsenden Nachfrage nach derartigen Speichern. [...]" Terry Lynch, CEO, Power Nickel

    Zum Interview

     

    First Hydrogen Corp. - erste Testfahrten der Wasserstoff LCV Ende Januar 2023 in UK

    Auf der aktuell laufenden Auto Expo 2023 in Neu Delhi wird die emissionsfreie Zukunft der Mobilität zur Realität. Das renommierte Automobilunternehmen MG präsentiert dort seinen ersten mit Wasserstoff betriebenen Kleinwagen EUNIQ 7. Die ehemalige britische Nobelmarke ist fest in den Händen des chinesischen Automobilherstellers SAIC. MG produziert Autos speziell für die Märkte China, Thailand und Indien. Das Auto fährt mit elektrischer Energie aus Wasserstoff-Brennstoffzellen. MG hat eine Reichweite von bis zu 605 km angegeben. Außerdem kann der 6,4 kg schwere Wasserstofftank in bis zu 3 Min. nachgetankt werden. Ein Prototyp, doch es zeigt Investoren, in welche Richtung sich der Wind dreht.

    Umso wertvoller ist daher ein Blick auf das kanadische Unternehmen First Hydrogen. Die innovative Firma startet mit ausgewählten Partnern den Bau des ersten mit Wasserstoff betriebenen Transporters auf den Straßen Kanadas. First Hydrogen wird mit seinem innovativen Wasserstoff-as-a-Service eine Komplettlösung für emissionsfreie Mobilität anbieten. Für Januar 2023 sind erste Testfahrten der Wasserstoff-LCV mit größeren Flottenbetreibern in der Nähe von Birmingham vorgesehen. Die Fahrzeuge der First Hydrogen Corporation sind für den Straßenverkehr im Vereinigten Königreich (UK), mit Ausnahme von Nordirland, zugelassen.

    Durch die Bereitstellung von leichten Nutzfahrzeugen, einer garantierten Versorgung mit grünem Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen und einer Betankungs-Technologie unterstützt das Unternehmen aktiv Flottenmanager dabei, auf fossile Brennstoffen zu verzichten. Neu an Bord ist die in Deutschland ansässige EDAG Gruppe. Sei werden für First Hydrogen Design- und Konstruktionskonzepte für die ersten Fuel Cell Electric Vehicles (FCEVs) für den Massenmarkt entwickeln. Die Verwendung von Wasserstoff in flüssiger Form anstelle seines gasförmigen Zustands würde die Kilometerleistung eines Automobils verdoppeln und kleinere Wasserstofftankstellen ermöglichen.

    Volkswagen bastelt an EV Modellen zusammen mit Ford

    Der Volkswagen Konzern arbeitet an einer neuen Wasserstoff-Brennstoffzelle, die in einem zukünftigen Serienmodell verwendet werden könnte. Die deutsche Patentanmeldung wurde im Juli 2021 gemeinsam von VW und der deutschen Kraftwerk Tubes GmbH eingereicht und erst kürzlich veröffentlicht. Sie umfasst die Arbeit an einem Wasserstoff-Brennstoffzellen-Stack und an einem Fahrzeug, das nach offiziellen Angaben Reichweite von bis zu 2.000 km pro Ladung haben soll.

    Die Kraftwerk TUBES GmbH versichert, dass sie nicht ausschließlich für eine Marke arbeitet, obwohl dieses Patent zusammen mit Volkswagen beantragt wurde. Ihr Ziel ist es, diese Technologie bis 2026 in einer Serie von bis zu 10.000 Fahrzeugen, verteilt auf mehrere Hersteller, einzusetzen. Volkswagen könnte wegen der gemeinsamen Anmeldung hier die Führung übernehmen. Doch fernab dieser Zukunftsausrichtung steht konkret für die Wolfsburger in diesem Jahr die Optimierung des ID.3 EV an. Dies beinhaltet eine Überarbeitung der modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB)-Plattform. Der MEB als einheitliche Farhzeugplattform ist das Herzstück von Volkswagens Transformation zum E-Auto-Hersteller.

    Mit dem ID.3 in 2023 ist eine Reichweite von 700 km geplant mit einer Ladung im E-Auto. Bis zum Wasserstoff-Antrieb fehlen noch 1.300 km Reichweite. Anfängliche Software-Probleme des ID.3 Modells sollen ab Q4/23 dann endgültig beseitigt sein. An das MEB System dockt auch Autobauer Ford an. Ford plant, sein Stammwerk in Köln komplett auf die Produktion von Elektroautos umzustellen. Der erste kompakte Elektro-Ford soll 2023 dort vom Band laufen und auf der VW MEB-Plattform basieren. Bis 2024 werden zwei weitere E-Modelle folgen.

    Mercedes Benz-Gruppe - Mit Plattform-Technologie zum voll konfigurierbaren Elektro-Van

    Die Mercedes-Benz Gruppe sortiert ihren Portfolio neu und trennt sich von der Marke EQ. EQ repräsentiert die Markenwerte „Emotion und Intelligenz“ und umfasst alle wesentlichen Aspekte einer kundenorientierten Elektromobilität. Der Grund für die Abschaffung der Marke EQ ist die Fokussierung des Vorstandsvorsitzenden Ola Kaellenius auf reine Elektroautos. Dadurch wird die Marke überflüssig, da Mercedes sich komplett vom Verbrennungsmotor abwendet. "Mit dem Ziel, dass unsere Muttermarke Mercedes-Benz bis zum Ende des Jahrzehnts vollelektrisch wird, werden wir die Positionierung der Fahrzeuge und damit auch die Nutzung der Marke zeitgemäß anpassen, aber für Details ist es im Moment noch zu früh", so ein Sprecher des Konzerns. Die Marke wurde bereits 2016 positioniert und startete 2019 mit einem EQC SUV.

    Mercedes-Benz investiert in den kommenden Jahren mehr als 40 Mrd. EUR in batterieelektrische Fahrzeuge (BEV). Ab 2022 wird es BEV-Versionen aller Fahrzeugsegmente geben, um die Transformation zu "Electric only" zu beschleunigen. Dafür legt Mercedes-Benz drei neue, rein elektrische Plattformen auf. Diese stellen sicher, dass der Kunde für jedes Mercedes-Modell eine vollelektrische Alternative auswählen kann, so auch im Van-Segment. Mercedes-Benz Vans kündigte an, dass es die neue Elektro-Plattform VAN.EA ab 2025 auf drei Kontinenten produzieren und einführen wird, um die steigende Nachfrage nach elektrischen Transportern zu bedienen.
    Obwohl das Segment laut den Mercedes-Planungen auf absehbare Zeit nicht komplett elektrisch sein wird, wird die Nachfrage nach diesen Fahrzeugen weiterhin steigen. „Perspektivisch wollen wir VAN.EA-Modelle auch an unseren Standorten in den USA und in China bauen“, sagte Mercedes-Vans-Chef Mathias Geisen der „Automobilwoche“. „Es handelt sich um eine globale Architektur.“

    In den USA wird der Sprinter momentan nur als Verbrenner-Variante in Charleston (South Carolina) produziert, in China baut man die V-Klasse für den lokalen Markt in Fuzhou. Die deutschen Werke von Mercedes-Benz Vans befinden sich in Düsseldorf und Ludwigsfelde. Hinzu kommt ein Werk in Spanien und künftig auch eine Fahrzeugproduktion in Polen. Mercedes-Benz baut dort ohne Partner in Eigenregie. Im Dezember 2022 verkaufte Mercedes-Benz weltweit 48.087 Vans (2021: 41.061 Stück). Das entspricht einer Absatzsteigerung von 17,1 %.

    Laut Refinitiv Meldung ging der Gesamtjahresumsatz des Unternehmens jedoch um 1 % auf 2.043.900 zurück, da die Anzahl der BEV-Auslieferungen um 124 % auf 117.800 gestiegen ist. Der Einzelhandelsumsatz in Asien nahm um 1 % auf 987.800 zu. Hingegen sanken die Gesamtjahresauslieferungen in China aufgrund lokaler COVID-Maßnahmen um 1 %. In Südkorea stiegen die Verkäufe um 7 % auf 80.000 Fahrzeuge, während sie sich in Indien um 41 % und in Vietnam um 19 % erhöhten. In Europa stieg der Einzelhandelsumsatz im Vergleich dazu um 1 % auf 635.100 Fahrzeuge. Die Auslieferungen in Nordamerika nahmen schließlich im gesamten Jahr um 3 % auf 327.000 Fahrzeuge zu. Das Unternehmen beendete im Laufe des Jahres den Export von PKW und Transportern nach Russland.


    Für die europäischen Autobauer hat das Rennen um alternative Antriebe jenseits des Verbrennungsmotors begonnen. Die First Hydrogen Corporation ist mit ihren erstklassigen Partnern gut aufgestellt und befindet sich bereits in der Testphase zum Einsatz der LVCs auf Britischen Straßen. Ihr Ziel: Flottenbetreiber als Wasserstoff-as-a-Service-Partner alle Dienstleistungen rund um den emissionsfreien Antrieb aus einer Hand zu liefern. Volkswagen setzt ebenfalls auf Kooperationen und teilt sich mit dem US-amerikanischen Autobauer Ford seine MEB-Plattform zur Entwicklung von Elektromobilen. Ebenfalls in der Entwicklung befinden sich bei der Mercedes-Benz Gruppe die neuesten EV Modelle. Auch den B2B Kunden möchten die Stuttgarter ein nahtloses Kundenerlebnis ermöglichen und setzen - wie die First Hydrogen Corp. - auf emissionsfreie Vans für die Mobilität der Zukunft.


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    Der Autor

    Juliane Zielonka

    Die gebürtige Bielefelderin studierte Germanistik, Anglistik und Psychologie. Das aufkommende Internet in den frühen 90ern führte sie von der Uni zu Ausbildungen in Grafik-Design und Marketingkommunikation. Nach Jahren der Agenturarbeit im Corporate Branding wechselte sie ins Publishing und lernte ihr redaktionelles Handwerk bei der Hubert Burda Media.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.
    2. Wasserstoff – Technologie zur Nachrüstung von Diesel-Motoren für saubere Verbrennung und Senkung von Abgasemissionen
    3. Patent – Der rechtliche Schutz einer technischen Erfindung ist ein Patent.
    4. Software – Oberbegriff für unterschiedliche Arten von Programmen, die für den Betrieb von Computern notwendig sind.

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    Innovationen sind der Treibstoff für Fortschritt und Wachstum in der Welt. Ohne neue Ideen und kreatives Denken würde sich unsere Gesellschaft nicht weiterentwickeln. Große Innovationen erfordern jedoch oft die Verwendung neuer Technologien, um auch umgesetzt werden zu können. Diese Technologien können dabei sowohl im Bereich der Hard- als auch der Software liegen und ermöglichen es uns, Prozesse zu automatisieren, Daten effizienter zu verarbeiten und neue Wege zu finden, um Herausforderungen zu meistern. In diesem Artikel werden wir uns mit den Auswirkungen Metamaterialien beschäftigen und erörtern wie sie dazu beitragen, große Ideen in die Realität umzusetzen.

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    Deutschland ist bekannt für sein Ingenieurwesen. Mit Altech Advanced Materials bahnt sich eine neuartige Batterie ihren Weg, die alle bisherigen Speicherkapazitäten übertrumpft. Zusammen mit dem Fraunhofer IKTS geht das Heidelberger Unternehmen neue Wege. Auch BYD plant ein weiteres Batteriewerk, allerdings in den USA. Bisher hält sich der chinesische Autobauer dort im Konsumentenmarkt zurück, setzt lieber auf elektrische Busse. Doch schon bald wird sein internationales Portfolio um eine weitere EV-Marke verstärkt. Warm anziehen muss sich demnächst Apple. Die EU verlangt zur Einhaltung des Wettbewerbsrechtes vom Konzernz aus Cupertino die Öffnung seiner iPhone und iPad Systeme ebenfalls für andere App-Shops. Was das für den Umsatz bedeutet, erfahren Sie hier.

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