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07.01.2026 | 05:30

Friedensdividende: So kassieren Antimony Resources, die RENK Group und Lockheed Martin die Rendite der Aufrüstung

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Bildquelle: pixabay.com

Die neue Ära der Sicherheit wird in der Tiefe der Bergwerke entschieden. Der unverzichtbare Rohstoff für moderne Verteidigungssysteme ist Antimon, ein Metall, das vom Weltmarkt zu verschwinden droht und dessen Preis steil ansteigt. Diese strategische Knappheit schafft eine historische Chance, direkt an der Quelle zu investieren. Das größte Potenzial bietet dabei das Explorationsunternehmen Antimony Resources, dessen Erfolg wiederum Schlüsselzulieferer wie die RENK Group und Systembauer wie Lockheed Martin antreibt.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: ANTIMONY RESOURCES CORP | CA0369271014 , RENK Group AG | DE000RENK730 , LOCKHEED MARTIN DL 1 | US5398301094

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Inhaltsverzeichnis:


    Antimony Resources - ein strategisches Metall gewinnt an Fahrt

    Während die Aufmerksamkeit oft auf Lithium oder Kobalt liegt rückt ein anderes Metall in den Fokus: Antimon. Das Explorationsunternehmen Antimony Resources arbeitet daran, mit seinem Flaggschiffprojekt Bald Hill in New Brunswick, Kanada, eine neue Quelle für diesen kritischen Rohstoff zu erschließen. Das Projekt basiert auf einer bereits bekannten, hochgradigen Lagerstätte. Aktuell läuft ein weiteres 6.000 m Bohrprogramm, das nicht nur bestehende Datenlücken schließen, sondern das mineralisierte System nach Norden und Süden erweitern soll. Erste Ergebnisse sind vielversprechend und deuten auf ein möglicherweise größeres Vorkommen hin.

    Die strategische Bedeutung von Antimon wird oft unterschätzt. Es ist unverzichtbar für Flammschutzmittel in Elektronik und Bauwesen, erhöht die Lebensdauer von Blei-Säure-Batterien und ist eine Schlüsselkomponente in militärischen Anwendungen. Der Markt wird derzeit von China dominiert, was angesichts geopolitischer Spannungen und Bestrebungen nach unabhängigeren Lieferketten für westliche Nationen ein Risiko darstellt. Projekte wie Bald Hill zielen daher nicht nur auf eine Marktchance ab, sondern adressieren ein konkretes Versorgungsproblem. Die außergewöhnlich hohen Metallgehalte vor Ort, mit einzelnen Bohrabschnitten mit bis zu 14,91 % Antimon, könnten zudem langfristige Wirtschaftlichkeit begünstigen.

    Ende Dezember gab das Unternehmen den erfolgreichen Abschluss der ersten Tranche einer Finanzierungsrunde bekannt. Dabei wurden bereits Aktien zu 0,45 CAD im Wert von rund 9,5 Mio. CAD platziert. Die Mittel sind laut CEO Jim Atkinson primär für die fortgesetzte Exploration und Entwicklung von Bald Hill sowie für den operativen Geschäftsbetrieb vorgesehen. Die Beteiligung der US-amerikanischen Platzierungsagenten Dominari Securities LLC. und Revere Securities LLC. unterstreicht das wachsende Interesse internationaler Investoren an dem Vorhaben. Dieser finanzielle Spielraum ermöglicht es dem Team, das laufende Programm zügig voranzutreiben und die Grundlage für eine erste offizielle Ressourcenschätzung zu schaffen. Die Aktie notiert aktuell bei 0,50 CAD und damit über dem Preis der Privatplatzierung, was als positives Zeichen zu werten ist.

    RENK Group - Dezember-Aufträge untermauern das Wachstum

    Die letzten Wochen des Jahres 2025 brachten weitere handfeste Belege für den anhaltenden Erfolgskurs. Mitte Dezember sicherte sich das Unternehmen einen Folgeauftrag im Wert von 45 Mio. EUR für spezifische Getriebetypen, die in Schlüsselplattformen der Bundeswehr wie dem Schützenpanzer Puma verbaut werden. Diese Bestellung ist direkt mit dem laufenden Kapazitätsaufbau der Streitkräfte verzahnt und zeigt, dass RENK als zuliefernder Technologieführer von diesen Programmen kontinuierlich profitiert.

    Ebenfalls im Dezember meldete die Tochtergesellschaft RENK Test Systems (RTS) einen bedeutenden Zuschlag aus den Niederlanden. Das dortige Verteidigungsministerium ordert eine komplette Reihe hochmoderner Prüfstände für die Wartung seiner Fahrzeugflotte. Dieser Deal unterstreicht zwei Dinge, erstens die wachsende strategische Bedeutung von Aftermarket-Services, und zweitens die Fähigkeit der Gruppe, über reine Komponenten hinaus komplette Systemlösungen anzubieten. Dies erweitert das adressierbare Marktvolumen.

    Zusammengenommen illustrieren diese Dezember-Meldungen die Vielseitigkeit des Geschäftsmodells. RENK generiert nicht nur Umsatz mit der Erstausrüstung neuer Fahrzeuge, sondern erschließt mit Testsystemen und Wartungslösungen das gesamte Lebenszyklusgeschäft. Diese wiederkehrenden Service-Streams bieten eine wertvolle Planungssicherheit. Die Aufträge festigen die Position als systemkritischer Partner für europäische Streitkräfte in einer Phase, in der diese ihre Fähigkeiten substanziell erweitern. Derzeit ist die Aktie für 59,72 EUR zu haben.

    Lockheed Martin - solide, aber im Wartestand

    Für Anleger ist Lockheed Martin seit jeher ein Anker in unsicheren Zeiten. Das Geschäftsmodell ist robust, die Auftragslage voll. Doch aktuell zeigt sich der Rüstungsriese in einer Art Dauerlauf gegen sich selbst. Eine überhöhte Bewertung trifft auf operative Macken, allen voran die anhaltenden Probleme im Flaggschiffprogramm F-35. Eine kürzliche Pentagon-Überprüfung offenbarte ernüchternde Einsatzbereitschaftsquoten. Zwar fließen weiterhin milliardenschwere Regierungsaufträge, doch politische Kontroversen und lange Genehmigungsverfahren, etwa bei Lieferungen nach Taiwan, verzögern die Umsetzung. Die aktuelle Phase verlangt vor allem Geduld.

    Finanziell präsentiert sich das Unternehmen zwiespältig. Der Umsatz wächst, doch die Prognosen für den Gewinn je Aktie sind deutlich eingetrübt. Die Bilanz spiegelt den kapitalintensiven Charakter der Branche wider. Eine hohe Verschuldung schränkt die finanzielle Beweglichkeit für größere Akquisitionen ein. Zwar generiert Lockheed weiter zuverlässig starke Cashflows, doch selbst hier zeigt der Trend jüngst nach unten. Dies wird zum Problem, wenn gleichzeitig Dividendenerhöhungen und Aktienrückkäufe im Fokus stehen. Genau diese Strategie könnte unter neuen regulatorischen Vorstößen aus Washington unter Druck geraten.

    Im Wettbewerbsumfeld wird die Position herausgefordert. Im Weltraumgeschäft drängt SpaceX aggressiv in den Markt, während das eigene Raketen Joint-Venture ULA mit Verzögerungen und einem Führungswechsel zu kämpfen hat. Andere Konzerne werden von den Märkten aktuell deutlich dynamischer bewertet. Positiv sind hingegen strategische Partnerschaften, etwa in Indien oder Ungarn, die die internationale Präsenz stärken. Für Investoren bleibt Lockheed ein Qualitätsunternehmen in einer schwierigen Übergangsphase. Neue Gelder sollte man jedoch eher zurückhalten, bis sich die operativen und politischen Wolken lichten. Momentan kostet eine Aktie 511,47 USD.


    Die sogenannte Friedensdividende der Aufrüstung schafft Gewinner entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Antimony Resources profitiert direkt von der strategischen Knappheit und Preisrallye des Metalls Antimon durch sein vielversprechendes Explorationsprojekt. Die RENK Group kassiert als systemkritischer Zulieferer mit Folgeaufträgen und Lebenszyklusdienstleistungen konkrete Renditen aus europäischen Aufrüstungsprogrammen. Lockheed Martin bleibt trotz operativer Macken und politischer Verzögerungen der langfristige Anker, der von der strukturell hohen globalen Nachfrage profitiert. Das Geschäftsmodell 'Sicherheit' zahlt sich aus – für Rohstofflieferanten, Komponentenbauer und Systemintegratoren gleichermaßen.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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