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10.10.2023 | 05:15

Klimat X, Siemens Energy, Rheinmetall: Umweltschutz und Verteidigung - wer hat die Nase vorn mit den besten Renditen?

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  • Umweltschutz
  • Nachhaltigkeit
  • Windenergie
Bildquelle: pixabay.com

McKinsey schätzt, dass die Nachfrage nach Kohlenstoffgutschriften bis 2030 um das Fünfzehnfache und bis 2050 sogar um das Hundertfache steigen könnte. Insgesamt könnte der Markt bis 2030 einen Wert von über 50 Mrd. USD erreichen. Das Unternehmen Klimat X handelt mit diesen Gutschriften und erzeugt sie durch aktiven Umweltschutz. Wer nachhaltige Investments sucht, wird hier fündig. Wie das genau funktioniert, erfahren Sie in diesem Artikel. Das aktuelle Weltgeschehen ist geprägt vom Terroranschlag in Israel, Rüstungsaktien wie Rheinmetall profitieren davon. Abgeschlagen scheint hingegen die Windenergiebranche zu sein. Siemens Energy hat für die Rückgewinnung der Profitabilität einen drastischen Plan.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Juliane Zielonka
ISIN: KLIMAT X DEVELOPMENTS INC | CA49863L1067 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , SIEMENS ENERGY AG NA O.N. | DE000ENER6Y0

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Inhaltsverzeichnis:


    Klimat X: Vervielfachungspotenzial im Kohlenstoffgutschriftenmarkt dank aktivem Umweltschutz

    Im Herbst gehört ein ausgiebiger Waldspaziergang zur Erholung und viele Investoren genießen die goldgelbe Farbenpracht der Bäume sowie die frische Luft. Die Bewohner von Harringsmore in Nordengland mussten in diesem Zusammenhang einen schweren Verlust hinnehmen. Der wunderschöne Berg-Ahorn, den Sie im Profilfoto dieses Beitrags sehen, musste sterben. Ein 16-jähriger Vandale hat den über300 Jahre alten Baum gefällt und damit für immer vernichtet. Eingebettet in der malerischen Talmulde Hadrian’s Wall bot der Baum auch für Filmschaffende wie Kevin Costner eine beeindruckende Kulisse. Nun ist dort nur noch ein Stumpf zu sehen, irreparabel.

    Das Unternehmen Klimat X erschafft Wälder und Mangroven-Haine oder schützt sie vor Abholzung. Durch die Streuung seiner Naturschutz- und Restaurationsprojekte in Sierra Leone, Suriname, Yucatan und Guyana ist Klimat X auch geografisch gut aufgestellt. Die Projekte machen 60 - 90 % der Projektumsätze aus. Momentan sind 185.000 ha Land im Portfolio, davon 35.000 ha im Segment des Erhalts von Wäldern und 150.000 ha in der Wiederaufforstung.

    Klimat X kauft Land, renaturiert oder erhält es und verkauft CO2-Zertifikate an Firmen, die ihre Klimabilanz bereinigen müssen. Für Investoren bietet Klimat X eine nachhaltige und dauerhafte Renditequelle im aktiven Umweltschutz. Das Geschäftsmodell hat verschiedene Einkommensströme. Zum einen verkauft Klimat X CO2-Zertifikate an Unternehmen am Kohlenstoffmarkt, die für das Erreichen von Klimazielen CO2-Gutschriften benötigen. Zum anderen können Unternehmen direkt mit Klimat X Wiederaufforstungsprojekte finanzieren. Dadurch gewinnen die externen Partner-Unternehmen eine Planungssicherheit in der CO2-Reduktion von über 20 Jahren und mehr. Auch weitere Einkommensströme, die sich aus den Projekten in den jeweiligen Renaturierungs-Ländern ergeben, ergänzen das Geschäftsmodell. Ein Beispiel ist ihr Kokoswasser-Geschäft, das sich hervorragend mit dem Schutz und der Aufforstung von Wäldern in Guyana verknüpfen lässt. Dadurch erzeugen sie nicht nur zusätzliche Einnahmen, sondern haben auch einen positiven Einfluss vor Ort, da sie beispielsweise Arbeitsplätze schaffen.

    Der Kohlenstoffmarkt trägt dazu bei, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren, indem er Anreize für umweltfreundliches Verhalten schafft. Regierungen und internationale Abkommen regeln die Funktionsweise dieses Marktes, der den Klimawandel positiv beeinflussen soll. Auf dem Kohlenstoffmarkt können Unternehmen wie Microsoft oder Amazon Kohlenstoffgutschriften kaufen und verkaufen, um eine klimaneutrale Bilanz zu erzielen. Diese Gutschriften repräsentieren die Erlaubnis, eine bestimmte Menge an Treibhausgasen in die Atmosphäre freizusetzen. Das geschieht z. B., wenn Microsoft neue große Rechenzentren baut, um seine KI-Lösungen auszubauen, oder wenn Amazon weitere AWS-Lösungen kommerzialisiert, deren physischer Speicher ebenfalls CO2-Emissionen verursacht. Dann müssen diese Firmen Gutschriften kaufen, um den verursachten Ausstoß in Balance zu bringen. Klimat X handelt mit streng regulierten CO2-Zertifikaten an diesem Kohlenstoffmarkt, verkauft Gutschriften aus seinen Naturschutz-Projekten.
    CEO James Tansey versteht sein Handwerk. Der Unternehmer und Universitätsprofessor hat zahlreiche Nachhaltigkeitsprojekte durchgeführt und engagiert sich zudem aktiv im Impact Investing. Wer in dieses spannende Business investieren möchte, hat heute die Gelegenheit, dem CEO live Fragen zu stellen und zwar auf dem 8. International Investment Forum. Zur Anmeldung geht es hier.

    Siemens Energy - geht der Windkraft die Luft aus?

    Die Offshore-Windindustrie erlebt eine Kombination aus Lieferkettenverzögerungen, Konstruktionsmängeln und steigenden Kosten. Dies führt zu Verzögerungen in Bauvorhaben, die nicht rechtzeitig fertiggestellt werden können, um Klimaziele der Länder zu erreichen, so Branchenführer, Investoren und Analysten.

    Siemens Energy prüft mögliche Standortschließungen und Kosteneinsparungen bei Siemens Gamesa, seinem kriselnden Windturbinen-Geschäft. Es könnten Büros und Werke geschlossen oder ausgelagert werden. Ein Stellenabbau wird ebenfalls in Erwägung gezogen. Dies geschieht als Reaktion auf Verluste im Geschäft mit Land-Windturbinen und möglichen Einbußen bei Offshore-Projekten. Bisher wurden jedoch keine endgültigen Entscheidungen getroffen.

    Siemens Gamesa meldete im Juni Qualitätsprobleme bei seinen jüngsten Onshore-Windturbinen, die 1,6 Mrd. EUR kosten werden. Die Branche, die in den letzten 20 Jahren schnell gewachsen ist und die Technologiekosten gesenkt hat, könnte bei dem Streben nach immer größeren und effizienteren Turbinen zu schnell vorgegangen sein. Größere Turbinen sind anfälliger für technische Probleme, so Experten.

    Die Situation wird noch dadurch verschärft, dass Regierungen vermehrt Ausschreibungen für Offshore-Windlizenzen durchführen, während einige Windentwickler aufgrund der steigenden Kosten Bedenken hinsichtlich der angebotenen Strompreise bei Auktionen äußern. Siemens Energy plant, die Pläne im November vorzustellen, wenn es eine Bilanz für das Geschäftsjahr 2023 zieht und einen Kapitalmarkt-Tag abhält.

    Rheinmetall: Terror in Israel lässt Aktie um 4 % steigen

    Nach dem blutigen Einmarsch der Hamas Terroristen in Israel und dem zu erwartenden Vergeltungsschlag in Gaza durch Netanyahu, setzen Anleger vermehrt auf Rüstungs-Aktien. Die Aktien von Unternehmen wie Rheinmetall, BAe Systems und Thales verzeichneten Anstiege von bis zu 8 %.

    Rheinmetall hat zudem einen weiteren Auftrag von der deutschen Regierung erhalten, um der Ukraine Drohnen-Aufklärungssysteme zu liefern, gab der Rüstungshersteller bekannt. Der Auftrag, der in Zusammenarbeit mit DefSecIntel aus Estland durchgeführt wird, beläuft sich auf einen unteren 2-stelligen Mio. EUR Betrag. Die Lieferung der Aufklärungssysteme, die feindliche Drohnen erkennen und zerstören können, hat bereits begonnen, fügte das Unternehmen hinzu.

    In den USA wird Rheinmetall vom 9. - 10. Oktober auf der Rüstungsmesse weitere Verteidigungslösungen präsentieren. Beispielsweise das PATH Autonomous Kit. Ein Navigationssystem, das die vollständig autonome Bewegung von Fahrzeugen ermöglicht. Es ist ein Kernbestandteil der Familie von autonomen unbemannten Bodenfahrzeugen (UGV) von Rheinmetall, die fortschrittliche Sensoren, führende Technologiealgorithmen und Echtzeit-Datenanalyse kombiniert, um Fahrzeugplattformen die autonome Nutzung in einer Vielzahl von Betriebsumgebungen zu ermöglichen.

    Wie sich die Lage in Israel zuspitzt, ist bedenklich. Auch Länder wie die USA und Iran sind in den offenen Konflikt verwickelt. Eins ist so gut wie sicher: Rüstungsaktien wie Rheinmetall werden vermutlich weiter steigen.


    Unternehmen wie Klimat X, die im Bereich Umweltschutz und CO2-Gutschriften aktiv sind, profitieren von einem wachsenden Markt. Die steigende Nachfrage nach Kohlenstoffgutschriften zur Bekämpfung des Klimawandels bietet Investoren attraktive Möglichkeiten für nachhaltige Renditen. Auf dem heutigen 8. International Investment Forum präsentiert CEO James Tansey den Investmentcase. Hier geht’s zum Zeitplan und zur Anmeldung.
    Andererseits stehen Unternehmen wie Siemens Energy und Siemens Gamesa vor Herausforderungen in der Offshore-Windindustrie aufgrund von Lieferkettenverzögerungen, Konstruktionsmängeln und steigenden Kosten. Wird es zu massivem Stellenabbau und Werksschließungen in Europa kommen? Investoren sollten auf der Hut sein, angesichts des schwächelnden Produktionsstandorts EU. Schließlich zeigt die Eskalation des Konflikts zwischen der Hamas und Israel die Bedeutung von Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall in unsicheren Zeiten.


    Interessenskonflikt

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    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

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    Der Autor

    Juliane Zielonka

    Die gebürtige Bielefelderin studierte Germanistik, Anglistik und Psychologie. Das aufkommende Internet in den frühen 90ern führte sie von der Uni zu Ausbildungen in Grafik-Design und Marketingkommunikation. Nach Jahren der Agenturarbeit im Corporate Branding wechselte sie ins Publishing und lernte ihr redaktionelles Handwerk bei der Hubert Burda Media.

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    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.

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    Internationale Kooperationen sind für Energieunternehmen wie Siemens Energy ein lukratives Geschäft. Als starker Partner für den Irak unterstützt der Konzern das Land in der Zweitverwertung von Begleitgasen zur Stromerzeugung, die sonst verloren gehen. Für nachhaltiges Bauen und Elektromobilität wird der kritische Rohstoff Vanadium benötigt. China und Russland sind Länder mit den meisten Vorkommen, doch politisch unsicher. Grund genug für das Unternehmen Manuka Resources, ein reichhaltiges Vanadium Gebiet vor der Küste Neuseelands zu erkunden. Dank eines beschleunigten Verfahrens zur Erteilung von Bergbaugenehmigungen der neuseeländischen Regierung kann es auch bald losgehen. Auch Windkraftturbinen-Hersteller Nordex steht in den Startlöchern: mit einem Auftrag aus Südafrika wird das Hamburger Unternehmen 57 Turbinen an die dortige Küste liefern. Die Details.

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